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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Nachverhandlung


Autor: Fragender... (Gast)
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Hey,

bin nun seitdem ~2 1/2Jahren in einer Firma. Wie verhandel ich am besten 
eine Gehaltserhöhung, so dass ich in die nächste Entgeldgruppe gelange? 
Früher war das bei uns so, dass man automatisch hochgezogen wurde in die 
nächste Entgeldgruppe. Wie geh ich das am besten an? Andere arbeiten 
weniger als ich und verdienen mehr, so ein Mist...

Gruß
Thomas

Autor: Max M. (xxl)
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>bin nun seitdem ~2 1/2Jahren in einer Firma. Wie verhandel ich am besten
>eine Gehaltserhöhung, so dass ich in die nächste Entgeldgruppe gelange?
Rechne dir erst mal aus ob dir netto überhaupt was bleibt.
Verhandeln ist meist eine Illusion, drum zu Bitten dafür der Normalfall.
Bereite dich entsprechend vor, vor allem auf Fragen die dein Chef dir 
stellen wird, warum er dir mehr zahlen soll. Meist wird es sagen das
du mehr leisten sollst. Dann musst du gewappnet sein und eine Liste
bereit halten wo du sowohl Erfolgreich wie auch Termin vorfällig die
verlangte Leistung erbracht hast. Wenn das Überzeugt wird dein Chef kaum
eine andere Möglichkeit(schon aus Verlegenheit) dir mehr Geld zu gönnen.
Ist übrigens vielleicht kein schlechter Rat deinen Chef als "Gönner" hin
zu stellen. Kann natürlich auch nach hinten losgehen der Schuss.
>Früher war das bei uns so, dass man automatisch hochgezogen wurde in die
>nächste Entgeldgruppe.
Und jetzt nicht mehr, wie das ?
Entgeldgruppen gibts gewöhnlich in organisierten Betrieben und da ist
das meist genau geregelt. Normalerweise gibts Grundgehalt und dann nach
je zwei Jahren ein Richtgehalt, aber höchstens zweimal. Danach ist dann
alles offen und man ist auf sich allein gestellt.
>Wie geh ich das am besten an? Andere arbeiten
>weniger als ich und verdienen mehr, so ein Mist...
Wenn das man immer so vergleichbar wäre. Ein wenig Sympathie, Feingefühl
und den richtigen Zeitpunkt zu erwischen gehört auch dazu.
Nörgeln wird da kaum was bringen aber grenzenloser Optimismus schon 
etwas eher was. Viel Glück, vor allem bei der Wirtschaftslage.

Autor: Fragender... (Gast)
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Ah okay, danke. Was haltet ihr von Bewerbungen bzw. Jobangeboten zum 
Pokern? Ich denke aber, dass man dann nur einmal verhandeln kann, sofern 
man das geschickt anstellt, oder?

Autor: Jens PICler (picler)
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Fragender... schrieb:
> Was haltet ihr von Bewerbungen bzw. Jobangeboten zum
> Pokern?

Wenn du sicher bist, dass dein Chef dich behalten will, dann versuche 
es. Sowas kann aber auch böse nach hinten losgehen. Vieleicht bekommst 
du vom Chef die Antwort: "Herr Fragender, ich möchte ihrer Karriere 
nicht im Wege stehen. Wenn sie es möchten ist morgen ihr letzter Tag bei 
uns." Oder du bist halt einfach der nächste, der gehen muss. Es ist 
momentan eine Sch...-Zeit für Gehaltsverhandlungen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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OT und zur Allgemeinbildung:
>> nächste Entgeldgruppe.
> Entgeldgruppen gibts gewöhnlich in organisierten Betrieben
Entgeldgruppen gibts nirgends, es gibt bestenfalls Entgeltgruppen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Entgelt

Autor: Fragender... (Gast)
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Wenn ich schon nichts zum Thema schreibe wie lkmiller, dann gibt es das 
Wort "gibts" so auch nicht... Jetzt weiß ich wie du auf ~6000 Beiträge 
gekommen bist. Ich find das schade, dass Leute hier immer abschweifen 
müssen... Das GIBTS doch gar nicht :P

Autor: Gast1 (Gast)
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"> Was haltet ihr von Bewerbungen bzw. Jobangeboten zum
> Pokern?

Wenn du sicher bist, dass dein Chef dich behalten will, dann versuche
es."

Die Fragestellung und die Antwort darauf zeigen das ganze Ausmaß des 
Misere! Nichts geht mehr durch vernünftige Gespräche, freundliches 
Bitten etc.
Immer wieder wird dargestellt, wie unmenschlich die Arbeitgeber doch 
seien. Wenn ich allerdings obiges lese, und das ist anscheinend durchaus 
der Normalfall, dann sind die Arbeitnehmer wohl auch nicht viel besser. 
Immer Druck, Drohung, Erpressung, soweit es möglich ist. Haben wir 
inzwischen völlig verlernt, ein normales Verhältnis zwischen 
Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu pflegen? Geht es nur noch mit Druck, 
Drohungen, Paragraphenreiten oder einem Rechtsanwalt? Traurig traurig...

"Es ist momentan eine Sch...-Zeit für Gehaltsverhandlungen."

Ist nicht immer eine Sch...-Zeit für Gehaltsverhandlungen? ;-) Momentan 
ist es doch einfach so: Wenn das Gehalt und das Betriebsklima 
einigermaßen passen, sollte man einfach mit dem Gehalt zufrieden sein, 
sich über den Arbeitsplatz freuen und seine Arbeit ordentlich und 
fleißig erledigen.

Ich jedenfalls bin sehr froh, dass mich die Krise noch nicht erwischt 
hat. Das Problem ist nur die etwas gedrückte Stimmung, die in vielen 
Betrieben herrscht. Aber es geht doch den Arbeitgebern, zumindest in den 
KMU, auch nicht viel besser. Da machen sich viele mehr Sorgen, als wir 
vermutlich denken. Zuerst einmal müssen wir gemeinsam durch die 
"Sch....", dann gibt es auch wieder Luft für Gehaltsverhandlungen.

Also: Kopf hoch!

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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@  Fragender...
> Wenn ich schon nichts zum Thema schreibe wie lkmiller...
Du hast das Problem offenbar nicht erkannt:
Wenn du um irgendwas was verhandeln willst (hier geht es um dein 
Entgelt), dann solltest du wissen um was du verhandelst. Und das auch 
schriftlich mitteilen können. Insofern hat mein Beitrag durchaus was mit 
deiner Frage zu tun...

> Was haltet ihr von Bewerbungen bzw. Jobangeboten zum Pokern?
Das ist der einzige Trumpf, den du im Ärmel hast. Allerdings sollte 
der dann schon auch stechen können. Es wird dir nichts Gutes tun, wenn 
du dem Chef das Messer auf die Brust setzt und sagst: "wenn nicht, dann 
wechsle ich", aber dann im Notfall nichts hast (ausser einem gewarnten 
und gebrannten Chef).

Autor: anonym (Gast)
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Bei uns gibt es einmal im Jahr ein Gespräch mit dem Vorgesetzten (der 
Geschäftsleitung) in dem die eigene Leistung beurteilt wird und Vorgaben 
für das nächste Jahr festgelegt werden. Bei einer positiven Beurteilung 
kann man dann da auch gut nach mehr verlangen.

Autor: Franz (Gast)
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@ anonym,
kann es sein, daß sich deine "Firma" erst kürzlich aus einem größeren 
"Firmenverbund" herauslösen mußte (herausgelöst wurde), um der 
Muttergesellschaft die Bilanzen etwas aufzupolieren und die Zukunft 
finanziell erträglicher zu machen?
Die ganzen "Nebenwirkungen" muß man ja nicht offenlegen.
Hört sich nämlich für mich irgendwie bekannt an, und kommt wohl auch so 
oft nirgends weiter vor.
Es wäre schon mal von Interesse, in welcher Größenordnung = 
Mitarbeiterzahl oder vorhandener Gewerkschaft / Betriebsrat hier so 
gesprochen wird.

Autor: Max M. (xxl)
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@Fragender

Wenn man zuviel Angst vor einer Konfrontation (und das ist es oft) hat
kann man es auch durch die Blume versuchen.
Man verlangt(bittet) nach zwei Jahren um ein Zwischenarbeitszeugnis.
Entweder wird der Chef hellhörig oder der nimmt davon keine Notiz.
Aus der Reaktion kann man dann vielleicht mit einer
Fehlerwahrscheinlichkeit von 50% herauslesen ob man erfolgreich
geblufft hat oder nicht.

Autor: welch ein Zufall (Gast)
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Eine Nachverhandlung ist immer wesentlich mühsamer als ein 
Einstellungsgespräch. Deshalb sollte man zur RECHTEN Zeit am rechten Ort 
die Gelegenheit nutzen.

Manchmal ist mehr Urlaub oder ein Dienstwagen auch eine Idee.

Autor: Franz (Gast)
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Das mit dem Dienstwagen würde ich an der Stelle aber mal außer Acht 
lassen. Kann man wohl nur symbolisch einbringen!
Oder wäre das unter den Umständen des Fragenden realistisch?

Autor: Fragender... (Gast)
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Ich bin reiner Softwareentwickler und fahre nicht zum Kunden, ein 
Firmenwagen wäre dementsprechend nicht notwendig... Aber ich würde mich 
dennoch über einen freuen ;)

Autor: haha (Gast)
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> bin nun seitdem ~2 1/2Jahren in einer Firma. Wie verhandel ich am besten
> eine Gehaltserhöhung, so dass ich in die nächste Entgeldgruppe gelange?

Nett lächeln und bitte sagen. Verhandeln kann man nur,
wenn man einen Verhandlungsgegenstand hat, zB. ein besser
bezahltes Angebot einer Firma zu der Du wirklich wechseln möchtest.
Du kannst natürlich pokern und so tun als ob, kommt drauf an
wie harte Eier Du hast. Wir leben im Kapitalismus und niemand
wird dir hier irgendetwas schenken.

> Früher war das bei uns so, dass man automatisch hochgezogen wurde in die
> nächste Entgeldgruppe.

Vergiss früher, wir leben Arbeitsmarkttechnisch in sehr dunklem Winter.

> Wie geh ich das am besten an? Andere arbeiten
> weniger als ich und verdienen mehr, so ein Mist...

Das spielt keine Rolle. Das einzige was für dich eine Rolle spielt ist
was Du vereinbarst.

Autor: haha (Gast)
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> Bei uns gibt es einmal im Jahr ein Gespräch mit dem Vorgesetzten (der
> Geschäftsleitung) in dem die eigene Leistung beurteilt wird und Vorgaben
> für das nächste Jahr festgelegt werden. Bei einer positiven Beurteilung
> kann man dann da auch gut nach mehr verlangen.

Sei froh, dass Du in so einer freundlichen Firma bist.
Bei uns (Tendence Top 100 Firma mit 500 Mitarbeitern in Berlin) gibt es 
solche Gespräche gar nicht, die gibt es erst kurz vorm Rauswurf,
wenn Du nicht gut genug warst.

Autor: Gast9 (Gast)
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"Tendence Top 100 Firma"

was soll das sein? Anscheinend nichts, wo man wirklich arbeiten möchte 
;-)

Autor: Max M. (xxl)
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@ haha
Habt ihr keinen Betriebsrat bzw. seid ihr nicht
Gewerkschaftlich organisiert?

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