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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Log. Poti durch Linearen ersetzen


Autor: Sam .. (sam1994)
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Ist es möglich einen log. Poti durch einen linearen zu ersetzen in dem 
man einen Widerstand paralell schält (dann ist die Kennlinie doch falsch 
rum) und dann einen Operationsverstärker einsetzt und 5V - den 
gesamtwiderstand operiert? Der Poti müsste dann doch gespiegelt werden, 
aber er wäre doch annährend log.

Autor: .blackhat .blade (blackhat-blade)
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>Ist es möglich einen log. Poti durch einen linearen zu ersetzen in dem
>man einen Widerstand paralell schält

Ja, das geht.

>dann ist die Kennlinie doch falsch rum

Eigentlich nicht, es sei denn du hast andere Vorstellungen von 
Log/Antilog.

Die Kennlinie sieht einem Log sogar bedeutend ähnliches als das was bei 
den meisten Echten Log-Potis rauskommt.

> dann einen Operationsverstärker einsetzt und 5V - den gesamtwiderstand 
>operiert?

Hä? Was?

Autor: mhh (Gast)
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Wenn Du den Widerstand vom Schleifer zu einem Endanschluss schaltest, 
geht das. Für die Größe musst Du bischen rechnen.

Autor: mhh (Gast)
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OPV brauchst Du keinen.

Autor: MaWin (Gast)
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Aus:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.30

logarithmisches Poti aus linearem (z.B. elektronischem) Poti (25dB 
Dynamik):

 in>--+
      |
 10k | |
   <-|-+--+--> out = in / (1 + 10*in - 10*in^2), in = 0..1
     | |  |
      |  1k (1/10 der Potiwiderstandes)
      |   |
 gnd -+---+--gnd

logarithmisches Poti aus linearem (z.B. elektronischem) Poti (45dB 
Dynamik):

 in >--R--P--------+--> out = in / (1 + R/P - in), in = 0..1
          |        |
          +--|-\   |
             |  >--+   R = 0,06 * P
          +--|+/
          |
         GND

Autor: Sam .. (sam1994)
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Erst mal Danke für die vielen Atworten!

Ich hab gedacht widerstand vom Eingang zum Schleifer, dann ist die Linie 
so ungefähr:
                            .
                 .
         .
      .
   .
 .
.

Aber log ist doch anderstherum.

Wenn ich das richtig verstanden habe muss man den R von Gnd zum 
Schleifer hängen.

Beim Rechnen ist es da so: Wenn ich einen 50k R brauche, kann ich dann 
einen 100k poti nehmen und einen 100k R?

Wie genau ist der Log beim Poti dann? Soll ein Verstärker werden.


Ich hab sehr viele Potis, wie erkenne ich einen Log (vielleich ist einer 
dabei).

Autor: mhh (Gast)
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Samuel K. schrieb:
> Ich hab sehr viele Potis, wie erkenne ich einen Log (vielleich ist einer
> dabei).

Aus der Beschriftung (leider nicht einheitlich)
deutsch  100K2
jap.     100K1

Realität
Mittelstellung plus Messgerät

Autor: Sam .. (sam1994)
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das ist ein log. Widerstand?

Autor: .blackhat .blade (blackhat-blade)
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>Beim Rechnen ist es da so: Wenn ich einen 50k R brauche, kann ich dann
>einen 100k poti nehmen und einen 100k R?

Nein, das Verhältnis R/Pot muss irgendwo bei 1:10 liegen, 1:8 geht auch 
noch, eventuell noch etwas weniger, aber 1:1 geht nicht.

>Wie genau ist der Log beim Poti dann?

Was heißt genau? Ein echter Log ist es nicht, das sind aber echte 
Logpots erst recht nicht.

>Soll ein Verstärker werden.

Ein Audioverstärker? Wenn ja, kein Problem dafür ist es auf jeden Fall 
geeignet.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Samuel,

>Ist es möglich einen log. Poti durch einen linearen zu ersetzen in dem
>man einen Widerstand paralell schält

Kann man machen, aber wirklich logarithmisch wird das nur in einem 
kleinen Bereich des Schleiferwegs. Gemacht wird das in der Regel auch 
nur, um die Gleichlaufeigenschaften bei Stereopotis zu verbessern. Da 
haben preiswerte logarithmische Potis nämlich erhebliche Schwächen.

Man sieht solche Spezialschaltungen auch noch recht häufig in 
Mischpulten, wo an bestimmten Stellen spezielle Kennlinien gebraucht 
werden, um beispielsweise den Widerstandsverlauf in einen gewissen 
Bereich des Schleiferweges zu "strecken" oder zu "stauchen".

>Ich hab sehr viele Potis, wie erkenne ich einen Log (vielleich ist einer
>dabei).

Bei einem linearen Poti hast du bei 50% Schleiferweg 50% Widerstand. Bei 
einem logarithmischen dagegen nur 10% Widerstand. Dadurch kannst du sie 
leicht auseinanderhalten.

Kai Klaas

Autor: Sam .. (sam1994)
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Die Kurve ist doch jetzt anti-log, d.h. ich muss den Regler andersherum 
drehen. Geht das nicht richtig. Normal dreht man nach rechts um lauter 
zu machen.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Die Kurve ist doch jetzt anti-log, d.h. ich muss den Regler andersherum
>drehen. Geht das nicht richtig. Normal dreht man nach rechts um lauter
>zu machen.

Das ist ja Serienschaltung und nicht Parallelschaltung!

Kai Klaas

Autor: MaWin (Gast)
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> ich muss den Regler andersherum drehen. Geht das nicht richtig

Jedes (jedes?) lineare Poti hat 3 Anschlüsse und kann (im Gegensatz zum 
logarithmischen) problemlos "umgedreht" verdrahtet werden.

Autor: Sam .. (sam1994)
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Wie denn dann?

Kann jmd. vielleicht eine Schaltung posten.

Aber die von mir funktioniert doch, oder.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Kann jmd. vielleicht eine Schaltung posten.

Mawin hat dir doch schon eine Schaltung gezeigt!

Ich habe dir die gleiche Schaltung mal simuliert (siehe Anhang). Im 
linken Bildchen siehst du die Ausgangsspannung in Abhängigkeit vom 
Schleiferweg (Drehwinkel) des Potis. Rechts siehst du das gleiche 
Verhalten, aber logarithmisch aufgetragen. Bei einem perfekt 
logarithmischen Verlauf müßte sich eine Gerade ergeben.

Kai Klaas

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Samuel K. schrieb:
> in dem
> man einen Widerstand paralell schält

Kartoffeln werden geschält, Widerstände werden parallel geschaltet ;)

Autor: Sam .. (sam1994)
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Sorry, hab die Schaltung von ihm anfangs nicht so verstanden. Ist jetzt 
klar.
Danke!

Autor: Sam .. (sam1994)
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So, Verstärker fertig.

Leider ist es so, manchmal funktioniert er hervoragend, manchmal dröhnt 
er komisch, und wenn ich mein Finger an den Poti hebe, nicht mehr. Oder 
es dröhnt noch viel stärker. Ich habe den NF Verstärker mit dem TBA820m 
gebaut. Schaltplan siehe Datenblatt.

Der Poti ist eigentlich für die liegende Monatage gedacht, er steht 
jetzt trotzdem. Sollte ich vielleicht den Schleifer (der oben rausguckt) 
mit Heißkleber isolieren?

Oder würde es helfen ihn in ein Gehäuse zu machen (was ich früher oder 
später sowieso mache)?

Autor: mhh (Gast)
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Der Schleifkontakt des Potis hat stellenweise keinen Kontakt oder der 
Masseanschluss des Potis ist kalt gelötet

Samuel K. schrieb:
> Ich hab sehr viele Potis, ...

Wenn die schon älter sind, ist das denkbar.

Autor: Sam .. (sam1994)
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Ein problem gelöst, neues da!!!

Ich habe vergessen ein 2 Lötpunkte zu verbinden und habe den Poti falsch 
eingabaut, jetzt ist die quali gut und sonst auch alles schön, aber Wenn 
ich den Poti mit dem Finger oder mit dem Taschenmesser!!! (keine 
Verbindung zur Hand!) gibt es ein Störgeräusch.

Nachdem man den Poti gedreht hat ist es als wäre nichts gewesen.

Autor: mhh (Gast)
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Gehäuse des Potis ebenfalls mit Masse verbinden.

Autor: mhh (Gast)
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(wenn es aus Metall ist)

Autor: Sam .. (sam1994)
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Die Scheibe, die man dreht ist aus Metall, aber die dreht man um die 
Lautstärke zu verstellen.
Ich könnte höchstens  (notfalls), den Stab der dran kommt (zum drehen) 
mit einem Schleifer versehen, der an der Masse hängt.

Autor: mhh (Gast)
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Das Potigehäuse ist nicht aus Metall?
http://www.reichelt.de/bilder//web/artikel/B400/P6M.jpg

Autor: Sam .. (sam1994)
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mhh schrieb:
> Das Potigehäuse ist nicht aus Metall?

Nein ist es nicht, siehe Anhang (ich hoffe ihr könnt damit was 
anfangen!).

Autor: mhh (Gast)
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Sieht aus wie ein Einstellregler, nicht wie ein Poti.

Wenn Du das mit der Hand berührst, gibst Du eine Brummspannung an den 
Eingang des Verstärkers. Fremdgeräuche also normal.

Nimmst Du einen Plastestift zum Einstellen, sollte das nicht mehr 
auftreten. (oder eben richtiges Poti benutzen)

Autor: steuerbeamter (Gast)
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Nennt man Trimmer,w eil nur einmal getrimmt wird

Autor: G4st (Gast)
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brille fielmann?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>brille fielmann?

ROFL!

Samuel, eine Webcam hat normalerweise eine Linse vorne drauf, an der man 
durch Drehen scharfstellen kann.

Kai Klaas

Autor: Sam .. (sam1994)
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Kai Klaas schrieb:
> Samuel, eine Webcam hat normalerweise eine Linse vorne drauf, an der man
> durch Drehen scharfstellen kann.

Tja, mein Handy leider nicht! Ich hätte wohl besser die Kamera verwenden 
können.

Hab das Problem jetzt gelöst. Es liegt daran, dass wenn ich mit dem 
Finger an den Poti komme wird er geerdet. Dadurch kommt die Netzfrequenz 
durch (50 Hz). So müsste es ungefähr sein (Das Taschenmesser hab ich 
wohl nicht nur am Plastik, sondern bin an ein anderes Werkzeug 
drangekommen. Wenn ich den Poti mit dem Zahnstocher am Taschenmesser 
drehe, entsteht kein Netzbrummen.

Trotzdem danke, für eure Hilfe.


Eine Frage hätte ich trotzdem:

Weiß jemand, wie man elekrtonisch lautstärke normalisieren kann?
Also das konstant z.b. 50 dB rauskommen.
Es nervt dauernd durch das Zimmer zu gehen und die L pro lied zu 
verändern.

Autor: mhh (Gast)
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Das gibt es.

Sinnvoller wäre es allerdings, den Pegel der Lieder Deiner Musiksammlung 
mit einem Audiobearbeitungsprogramm zu normalisieren.

Autor: Sam .. (sam1994)
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Ja, aber wenn ich jedes neue Lied normalisieren muss, ist das 
umständlich.
Ich würde lieber die elekronik das machen lassen. Müsste doch mit einem 
Operationsverstärker gehen. Ich habe auf so einer seite mal so einen 
Limiter gesehen, gegen Übersteuerungen. So ähnlich müsste der 
Normalisierer doch auch sein (eine Fernbedinung ist nur mit 
Mikrocontrollern möglich, oder?).

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Samuel,

>Hab das Problem jetzt gelöst. Es liegt daran, dass wenn ich mit dem
>Finger an den Poti komme wird er geerdet.

Dein Problem ist altbekannt und hat sogar einen eigenen Namen: 
"Brummfinger"!

Dein Körper ist üblicherweise nicht geerdet und fängt daher Brumm aus 
der Umgebung auf, wie die Platte eines riesigen Kondensators. Berührst 
du jetzt einen Anschluß in einem Gerät, koppelst du diesen Brumm in die 
Schaltung ein. Dazu mußt du oft nicht mal das Gerät direkt berühren. Ist 
der Punkt hochohmig genug, reicht es, wenn du nur ganz in die Nähe 
dieses Punktes kommst. Je näher, desto lauter der Brumm...

Berühre mal gleichzeitig einen gut geerdeten Körper (Heizkörper, 
Wasserleitung, etc.). Jetzt sollte der eingekoppelte Brumm fast oder 
ganz verschwinden, da jetzt der Körper geerdet ist und der Brumm 
"abfließen" kann. (Achtung: Stell sicher, daß an der Schaltung kein 
gefährliches Potential anliegt!!!)

Kai Klaas

Autor: Sam .. (sam1994)
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Ich glaube den Brummfinger hatte ich als die Schaltung falsch aufgebaut 
war, aber jetzt ist es wirklich das Netzbrummen (immer die gleiche 
Frequenz, recht tief und nur wenn ich den Poti erde). Wenn ich das 
richtig verstanden habe, schließe ich mit der Erdung den Stromkreis mit 
dem "Netz" wodurch das Brummen durchkommt.

PS: gefährlich? Die Schaltung ist für höchstens 16V ausgelegt. 
Gefährlich wirds glaubich ab 20V.

Das ist sie: 
http://www.elektronikbasteln.pl7.de/2-watt-nf-vers...

Autor: mhh (Gast)
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Samuel K. schrieb:
> Ich würde lieber die elekronik das machen lassen.

nach ALC- oder AGC-Schaltung googeln

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