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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Festspannungsregler regelt wie er will


Autor: Martin Steghoefer (Gast)
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Hallo Forum,

ich habe in meine µC-Schaltung einen 5V-Festspannungsregler (78S05)
eingebaut, um die bei ca. 6V liegende Spannung des Netzteils auf
konstante 5V herunterzuregeln. Leider macht der Regler, worauf er
gerade Lust hat. Zur Zeit hält er die Spannung konstant auf 3,6V
(früher ca. 4,5V)! Für so etwas brauche ich keinen Spannungregler, da
ist die Spannung direkt am Netzteil besser! Woran könnte das liegen?

Ist evtl. einfach nur mein Exemplar defekt? Ist aber eher
unwahrscheinlich, weil ich nun schon das zweite Exemplar teste.

Macht es etwas aus, dass ich nicht (wie im Datenblatt vorgeschlagen)
jeweils einen Kondensator vor und nach den Regler geschaltet habe? Wozu
sind die gut?

Hängt die Spannung von der Temperatur des Bauteils ab? Es wird relativ
warm, obwohl ich nur 0,5A verbrauche und der Regler aber laut
Datenblatt bis zu 2A verträgt.

Danke für euere Antworten!

Gruß,

Martin

Autor: Kai M. Tegtmeier (Gast)
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6V als Eingangsspannung ist meiner Meinung nach zu wenig für einen 7805.
Die Eingangsspannung sollte mindestens 1,5V höher liegen als die
Ausgangsspannung.

Der Strom durch den 7805 entscheided nicht alleine darüber, wie warm
der wird. Entscheidend ist die Verlustleistung:

P = (Uein-Uaus)* I

Als Beispiel: einen 7805 kannst Du bei 30V Eingangsspannung schon mit
500 mA locker himmeln, obwohl der 7805 eigentlich bis zu 1A abkann...

Gruß
KMT

Autor: Jens Renner (Gast)
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Laut Datenblatt muss die Eingangsspannungzwischen 7,5V und 20V liegen.
Darunter funktioniert der Regler nicht richtig.

Die Kondensatoren unterdrücken kurze Spannungsschwankungen, d.h. auch
die Regelung ist besser (kein Schwingen o.ä.).

Im Übrigen ist 0,5A schon ganz anständig.

Autor: Quark (Gast)
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Hallo,
vieleicht schwingt der Regler?
Jeweils einen 100nF direkt von GND zum Ausgang und
von GND zum Eingang.
Am Eingang ca. 100uF nach GND, am Ausgang ca. 10uF nach GND.
Den Elko am Ausgang des Reglers nicht zu groß wählen,
damit sich der Regler nicht zu tode regelt.
Erklärungen? Kommen vieleicht (hoffentlich) gleich von den Profis.

So hätte ich jetzt geschrieben. Aber im Datenblatt
ist am Eingang nur ein 0.33uF nach GND, und am Ausgang
0,1uF nach GND.
Beschalte ich die Regler auch immer Falsch?
Grüße
Quark

Autor: Kai M. Tegtmeier (Gast)
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Jup, habe eben auch noch mal das Datenblatt von ST bemüht. ST gibt sogar
eine Mindest-Eingangsspannung von 8V an; darunter geht nix und regelt
auch nicht anständig.

Was Du brauchst ist ein sog. Low-Drop-Spannungsregler. Such danach mal
die bekannten Herstellerseiten (National, ST etc.) durch, da solltest
Du fündig werden.

Guts Nächtle
Kai Markus

Autor: Quark (Gast)
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@Jens
sorry ich war zu langsam

Autor: Patric (Gast)
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Jeder Linearregler hat eine s.g. Dropoffspannung. Das ist die Spannung
um die der Eingang höher liegen muss als der Ausgang. Beim den 78xx
sind das IIRC 1.25V (oder waren es noch mehr?!)
Hat man keine Eingangsspannung in der Höhe zur Verfügung muss man zu
s.g. LowDropoff-Reglern greifen, die eine geringere Dropoffspannung
(<=0.7V) haben.
Kann man auch diese minimal höhere Spannung am Eingang nicht
bereitstellen (z.B. Akku/Batteriebetrieb) bleiben nur noch Schaltregler
als Alternative.

Die 78xx neigen dazu schnell zum Kurzwellensender zu werden wenn man
die Kondensatoren nicht wie im Datenblatt angegeben einplant. 0,1u bis
0.33u an Eingang und Ausgang helfen. Die Spannung aus manchen
Steckernetzteilen ist manchmal sehr wenig geglättet, dagegen hilft noch
ein 100u-220u Elko direkt am Eingang.

Autor: Martin Steghoefer (Gast)
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Erstmal danke ich euch allen für die vielen Antworten!

Ich habe als erstes das Netzteil gegen ein 9V-Netzteil ausgetauscht.
Die Ausgangsspannung des Reglers ist jetzt stabiler, aber immer noch zu
niedrig. Besonders toll ist das sowieso nicht, weil der Regler jetzt
natürlich das 4-fache an Leistung verbraucht.

Ich werde mir jetzt ein paar passende Kondensatoren besorgen und
probieren, inwieweit das die Angelegenheit verbessert. Kann es sein,
dass hochfrequente Schwankungen auftreten, die mir mit meinem
Billig-Multimeter verborgen bleiben? Was zeigt das Multimeter dann an -
einen Mittelwert? Interessant finde ich auch die Tatsache, dass das
Multimeter im Wechselstrombetrieb (!) am Ausgang des Reglers gute 8V
Effektivspannung misst. Was kann man daraus schließen? Ich habe leider
keine Ahnung, wie das Multimeter funktioniert.

Ich danke nochmal allen, die mir ihre Zeit geopfert haben und noch
opfern werden!

Autor: Wolle (Gast)
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Da hast du dann einen Oszillator aufgebaut statt eines
Gleichspannungsreglers.
Was du misst, ist der Wechselspannungsanteil, der produziert wird.
Besorge dir erstmal die Kondensatoren, bau sie entsprechend ein und
miss dann nochmal.
Das Messgerät "filtert" in der Einstellung den Gleichspannungsanteil
aus. Normal sollte die Anzeige im Wechselspannungsbereich "0.000"
sein.

Autor: Stephan Hochberger (Gast)
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Ich nehme mal an dass die 8 V mit nem Einfachen Multimeter gemessen
sind. Die messen aber nur den Wechselanteil in der nähe der
Netzfrequenz...

Ich glaube kaum dass der Regler in dem Bereich schwingt, sondern dass
das Netzteil einfach keine Siebung hat.

Autor: vize (Gast)
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nehme dafür z-dioden

Autor: Michel (Gast)
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Bringt das Netzteil 9V DC? Oder eventuell 9V AC? Dann wäre ein
Gleichrichter angebracht. Lässt sich einfach realisieren mit 4 Dioden
(z.B. 2N4001) oder du nimmst einen fertigen Gleichrichterbaustein.
Dannach musst du nur noch Siebungs- und Glättungskondensatoren einbauen
und dann auf den Regler.
Gruss
Michel

Autor: Ratber (Gast)
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@Martin Steghoefer



Sei mir bitte nicht böse aber bei den Fehlern die du gemacht hast
besteht offensichtlich ein gewaltiger Informationsbedarf denn auch wenn
du das Netzteil bald im Griff hast wirste höchstwarscheinlich beim
nächsten Schritt (Ich vermute mal es ist nen Controller) wieder auf der
Nase liegen.

Deswegen lege ich dir folgenden Link wärmstens an Herz denn ohne
Grundlagen bringt die Bastelei nur Frust.


http://www.elektronik-kompendium.de


Dort findest du reichlich Informationen zu fast jedem Thema.


Gruß
Ratber

Autor: Martin Steghoefer (Gast)
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Für gute Informationsquellen bin ich natürlich immer dankbar.

Trotzdem wird mich der nächste Schritt nicht zu Fall bringen, denn der
Spannungsregler ist in dieser Schaltung der letzte Schritt. Die
restliche Schaltung mit Controller, DCF-Empfänger und Leuchtdioden mit
Transistor-Verstärkung funktioniert prächtig. Bisher habe ich die
Schaltung mit den 6V direkt aus dem Netzteil betrieben. Damit wollte
sich der letzte µC allerdings nicht zufrieden geben und hat irgendwann
den Dienst verweigert, weshalb ich mich jetzt mit dem Spannungsregler
herumschlagen muss.

@Michel: Nein, es handelt sich um ein Gleichspannungsnetzteil
(stabilisiert). Ich messe mit meinem Multimeter auch keinen
Wechselspannungsanteil am Eingang des Reglers, nur am Ausgang.

Ich teile euch dann mit, was die Transistoren bewirkt haben!
Danke an alle!

Autor: Tobi (Gast)
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schon gewagt einen controller so direkt auf den maximum ratings zu
betreiben

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