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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Suizidrate bei Ingenieuren und Informatikern

Autor: Apfelessig (Gast)
Datum:

Nach einem anstrengenden Tag und Selbstmordfantasien, frage ich mich,
wie hoch die Suizidrate bei Ingenieuren und Informatikern ist. In meinem
Fall spielt auch Autismus eine Rolle und ich habe eigentlich neben
meinen Beruf kein Leben (mehr). Ich kann meine Zeit nicht frei
einteilen, einen Freundeskreis zu finden, ist schwierig...

Aber wie ist es bei den anderen? Wie werden die damit fertig, ständig
Überstunden zu kloppen, ständig erreichbar zu sein und ständig
umherzuziehen.
Alkohol? Andere Drogen? Ich habe sogar den Verdacht, dass einer meiner
Kollegen irgendwas nimmt.
Autor: Warren Spector (jcdenton)
Datum:

ich bin zwar kein ing, aber nach 5 jahren berufsleben jetzt auf dem weg
dort hin. mir gehts super :)
ich würde niemals überstunden machen :-)

man braucht prinzipien. dinge, die man für sich festlegt, grenzen, die
man nicht bereit ist zu überschreiten. bei mir ist das z.b. ne 40h
woche. lieber unter die brücke oder hartz4, als ausbeuten lassen.

überleg dir wofür du arbeitest ... um dein LEBEN zu finanzieren.
du lebst aber nicht um zu arbeiten...

auch wenn manche das nie verstehen werden.

manche meinen, sich keine prinzipien leisten zu können, und lassen sich
dann von ihrer umwelt kaputtmachen.

nicht das ihr mich falsch versteht, ich habe schon 14-16h pro tag
gearbeitet, 8h für meinen arbeitgeber, und 6-8h danach für mich selbst
an der maschine gestanden und privatkram gebaut, und ich hab auch
projekte durchgerissen und nachts mit handy am ohr, hinten im
transporter zur messe sitzend, fehler gesucht.

aber da hatte ich spaß dran, das war freiwillig, und beruhte auf
gegenseitigkeit. die stunden wurden voll bezahlt, und ich habe zum
ausgleich diverse betriebseinrichtungen umfangreich privat nutzen
können.

aber ich würde nie einfach nur weil jemand nicht bereit ist noch
jemanden einzustellen der mir arbeit abnimmt, ständig standardmäßig
überstunden kloppen. bin doch nicht blöd.
Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Wenn Du wirklich die Faxen dicke hast kannst Du ja deine Beduerfnisse
verkleinern und aus dem Beruf aussteigen - immer noch besser als Suizid
oder?
Autor: Apfelessig (Gast)
Datum:

@Bleifuß
Das kann doch keine Lösung sein. Erstens liebe ich meine Wissenschaft
und zweitens wenn ich die Branche verlasse, dann arbeiten die Kollegen
doch weiter unter diesen Bedingungen.

Wer vor vierzig Jahren die schwach ausgeprägte Sozialpolitik oder die
Politik im Allgemeinen kritisierte, dem wurde entgegnet: "Dann geh doch
nach drüben." - Diese Leute finde ich furchtbar. Und Ihr Beitrag,
Bleifuß, enthält die gleiche Grundhaltung.
Autor: Bleifuss (Gast)
Datum:

Für mich ist "eher Suizid als sich verdammt noch mal nehmen was man will
und die anderen genauso für sich selbst verantwortlich sein lassen" eine
unakzeptable Grundhaltung.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum:

"Nach einem anstrengenden Tag und Selbstmordfantasien,"

KOMME BLOS NICHT AUF DUMME GEDANKEN, HÖRST DU!

"frage ich mich, wie hoch die Suizidrate bei Ingenieuren und
Informatikern ist. In meinem Fall spielt auch Autismus eine Rolle und
ich habe eigentlich neben meinen Beruf kein Leben (mehr)."

Das hat vermutlich weniger mit Deinem Beruf als mit Deinem Handycap zu
tun. Hast Du keine Familie? Geschwister, Eltern, gute Bekannte? Dann
wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, alle mal wieder zu besuchen. Vor
allem die Freunde, die Du schon länger nicht mehr besucht hast.

"Ich kann meine Zeit nicht frei einteilen, einen Freundeskreis zu
finden, ist schwierig..."

s.o.

"Aber wie ist es bei den anderen? Wie werden die damit fertig, ständig
Überstunden zu kloppen, ständig erreichbar zu sein und ständig
umherzuziehen."

Ja, das ist schon stressig. Wenn es überhand nimmt, solltest Du mal auf
die Bremse treten! Ich kenn das, Du kommst Dir vor wie im Laufrad, und
eigentlich spielt sich Dein komplettes Leben rund um den Beruf ab.

Einfacher Tipp: Jeden Tag mindestens eine halbe bis eine Stunde raus an
die frische Luft, durch die Natur wandern und genießen. Das gibt
zumindest einen kleinen Lichtblick auf die "Welt da draußen". Nur
zwischen Bett und Beruf zu pendeln geht auf Dauer extrem auf die Nerven.
Ich weiß jetzt allerdings nicht, wie sich das Ganze bei Autismus
verhält.


"Alkohol? Andere Drogen? Ich habe sogar den Verdacht, dass einer meiner
Kollegen irgendwas nimmt."

Weder noch. Eher zu viel Essen. ;-)
Autor: Gast2 (Gast)
Datum:

Ach ja, viel schlimmer wie Stress wegen viel Arbeit oder Druck empfinde
ich die langfristig sehr düsteren Aussichten als Ingenieur hier in .de.
Bis jetzt läuft alles glatt, aber ich habe schlimme Befürchtungen...
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

Apfelessig schrieb:
> Nach einem anstrengenden Tag und Selbstmordfantasien, frage ich mich,
> wie hoch die Suizidrate bei Ingenieuren und Informatikern ist.

Gewiss gering.

> In meinem Fall spielt auch Autismus eine Rolle und ich habe eigentlich
> neben meinen Beruf kein Leben (mehr). Ich kann meine Zeit nicht frei
> einteilen, einen Freundeskreis zu finden, ist schwierig...

Eventuell kann ein dafür professionell geschulter Experte helfen.
Beratungsstellen gibt es in jedem größeren Ort. Beratung in Anspruch zu
nehmen ist kein Zeichen von Schwäche, im Gegenteil; schließlich bedeutet
es, dass man sich seinen Problemen stellt und den Kampf mit ihnen
aufnimmt.

> Aber wie ist es bei den anderen? Wie werden die damit fertig, ständig
> Überstunden zu kloppen, ständig erreichbar zu sein und ständig
> umherzuziehen.
> Alkohol? Andere Drogen? Ich habe sogar den Verdacht, dass einer meiner
> Kollegen irgendwas nimmt.

Alkohol-/Drogenmissbrauch kommt in sämtlichen Branchen und Berufen vor.
Autor: frage (Gast)
Datum:

> Alkohol? Andere Drogen? Ich habe sogar den Verdacht, dass einer meiner
> Kollegen irgendwas nimmt.

Häh? Kündigen! Wer zwingt dich denn den Scheiss da zu machen?
Autor: frage (Gast)
Datum:

PS.

nochwas: geh mal ins bordell und lass dir da schoen einen schnattern :-)
Autor: Alex (Gast)
Datum:

>ständig
>Überstunden zu kloppen, ständig erreichbar zu sein und ständig
>umherzuziehen.

Arbeitest Du zufällig bei einer/m Zeitfirma/Dienstleister ???
Autor: Hunziker (Gast)
Datum:

Hi Apfelessig,

Suizid ist nie ein Lösung. Alkohol, Drogen, etc. auch nicht.

Was du beschreibst, könnte nah am Burn-Out-Syndrom sein.
Eine psychologische Beratung kann Auswege aufzeigen oder zumindest
helfen, die eigenen Prioritäten angemessen zu ordnen.

Wenn es bei mir mal Dicke kommt und ich wenig verfügbare Zeit habe,
nutze ich sie für schöne Dinge:
- 1x täglich Frischluft (Wetter egal)
- 1x täglich lächeln (wenn es sein muss vor dem Spiegel)
- 1x täglich essen, was ich will

Man muss sich zur Not selbst für das belohnen, was man geleistet hat.

Deine Einstellung zu deiner Wissenschaft und deinen Kollegen ehrt dich.
Nur es nutzt keinem, wenn du ihnen einen höheren Wert zumisst, als dir
selbst.

Und wenn es dir hilft, dich online auszutauschen, dann ist das auch
besser, als Alkohol, Drogen, oder Suizid.

Kopf hoch.
Autor: Frank (Gast)
Datum:

Apfelessig schrieb:
> Nach einem anstrengenden Tag und Selbstmordfantasien, frage ich mich,
> wie hoch die Suizidrate bei Ingenieuren und Informatikern ist

Ging mir nach 10 Jahren als Entwickler genauso, musste mich in eine
psychosomatische Klinik begeben, 3 Monate dort abhängen ohne Erfolg.
Geholfen hat eine Gesprächstherapie und eine gleichzeitige medikamentöse
Therapie mit Antidepressiva. Arbeite immer noch als Entwickler, nehme
Job aber nicht mehr so ernst und habe es aufgegeben es jedem Ar... recht
machen zu wollen. Sollen sie mich rauswerfen, würde auf Abfindung klagen
und 1 oder 2 Jahre gut von der Abfindung leben, danach harzen.

Such Dir einen Psychologen für eine Therapie, Verhaltens- oder
Gesprächstherapie. Es wird helfen !
Autor: Gibts Ne (schneeblau)
Datum:

Obwohl ich bei unsren Studenten feststellen muss das Informatik- und
physikalische Studenten doch etwas "gesellschaftsfremder" sind...

das darf man aber nicht verallgemeinern...;)
Autor: faustian (Gast)
Datum:

Naja, man wird bitter davon, aber auch sehr rebellisch und stolz ...
trotzdem weint man manchmal Dingen nach die man eigentlich gar nicht
haben will, zumindest nicht in der üblichen Form.
Autor: Gast00 (Gast)
Datum:

> danach harzen.

schlechte Lösung. Danach ist dein vorher erarbeitetes Vermögen weg, weil
du es erst verpulvern musst, bevor du Hartz-IV bekommst.
Autor: frage (Gast)
Datum:

> Arbeite immer noch als Entwickler, nehme
> Job aber nicht mehr so ernst und habe es aufgegeben es jedem Ar... recht
> machen zu wollen. Sollen sie mich rauswerfen, würde auf Abfindung klagen
> und 1 oder 2 Jahre gut von der Abfindung leben, danach harzen.

Korrekte Einstellung! Als Entwickler braucht man viel Humor, harte Eier
und den LMAA-Modus, wenn man das nicht hinbekommt, sollte mans lassen.
Autor: frage (Gast)
Datum:

> Such Dir einen Psychologen für eine Therapie, Verhaltens- oder
> Gesprächstherapie. Es wird helfen !

Oder machs wie ich und such dir ne Psychologin als Freundin, von der
kriegste dann gleich die Privattherapie und allet wird jut^^
Autor: Nils (Gast)
Datum:

@frage (Gast)

> ... harte Eier... den LMAA-Modus ... such dir ne Psychologin als Freundin ...

Eines habe ich jetzt nicht ganz verstanden:
Ist Deine Freundin Urologin, Proktologin oder Phsychologin?
Ich denke, dass ist dir selbst nicht ganz klar - hauptsache deine
Freundin weiß es.

Nachdem sich hier viele ernsthaft eingebracht haben, ist dein Beitrag
ist einfach nur daneben.
Autor: Böser Onkel (Gast)
Datum:

Ich rate zu folgendem:

Auf XING oder Faecebook frühere Schulkameraden suchen und Treffs
arrangieren

In einen Sportverein eintreten, In einen Musikverein eintreten - das
schafft neue Freunde


Wegen Job:

Einfach mal bei den Jobbörsen registrieren und sich ein paar
Stellenangeote reinholen. Das dauert oft nicht lange, dann hat man was
Besseres.

-- die Zarten Jungs hier jetzt nicht weiterlesen ----

Wenn es ganz übel steht, kann man sich an seiner Umwelt abreagieren:

1) Chef, der einen tyrannisiert, einen Drohbrief schreiben und eine tote
Ratte vor die Türe legen, oder Bild seiner Kinder dem Brief belegen

2) Dem Ordnungsamt / Gewerbeaufsicht einige brisante Details über die
eigene Firma mitteilen, gfs Ausdrucken und Flugblätter auslegen, mit dem
Namen des Typen unterschrieben, der einen am meisten ärgert.

3) Man legt von dem Typen, der einen ärgert, ein Monster  XING 
faceebook-Profil an und bewirbt sich bei verschiedenen Firmen

4) Man schreibt mal einen Abschiedsbrief, erklärt die Situation, macht
die Firma richtig schlecht, kündigt was Schwerwiegendes an (Sabotage
etc) und sendet es an die Zeitungen und die Polizei. Natürlich tust Du
nichts, Du erzeugst aber Aufsehen und damit Gegendruck.

Luft ablassen hilft!
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

Apfelessig schrieb:
> Nach einem anstrengenden Tag und Selbstmordfantasien, frage ich mich,
> wie hoch die Suizidrate bei Ingenieuren und Informatikern ist. In meinem

Meinst Du mit "anstrengend" einen stressigen Tag? Wenn dem so ist, dann
sollte der Stress doch helfen, Probleme zu vergessen? Ich jedenfalls
liebe zeitlichen Stress auf Arbeit, das vermeidet Langeweile und Grübeln
- beides Grundlagen für schlechte Laune.

> Fall spielt auch Autismus eine Rolle und ich habe eigentlich neben
> meinen Beruf kein Leben (mehr). Ich kann meine Zeit nicht frei
> einteilen, einen Freundeskreis zu finden, ist schwierig...

Prima, Du kennst den Grund für Deine Probleme, damit hast Du vielen
Leuten eine ganze Menge voraus.
Freunde oder Bekannte zu finden, dürfte gerade für Leute mit sozialen
Schwierigkeiten über das Internet deutlich einfacher fallen als im
"realen Leben".

> Aber wie ist es bei den anderen? Wie werden die damit fertig, ständig
> Überstunden zu kloppen, ständig erreichbar zu sein und ständig
> umherzuziehen.

Indem man aktiv nach beruflichen Alternativen sucht und lernt, auf dem
Weg nach Hause die Arbeit komplett zu "vergessen". Man muss lernen,
Abstand zu gewinnen und sich auch nicht mit absolut unbefriedigenden
Jobs zu arrangieren oder darüber zu grübeln. Allerdings gibt es kein
Rezept, wie man das tut. Das muss schon jeder für sich selbst
herausfinden. Bei mir ging das nach 5,5 Jahren Studium und weiteren 5
Jahren Promotion mit praktisch niemals unbelasteten Wochenenden fast von
ganz allein. Ich kann jetzt so gut abschalten, dass ich Mühe habe, mich
montags wieder an das zu erinnern, was am vorhergehenden Freitag so
passiert ist.

> Alkohol? Andere Drogen? Ich habe sogar den Verdacht, dass einer meiner
> Kollegen irgendwas nimmt.

Kann sein, das verstärkt aber das Problem nur. Leute, die "etwas
nehmen", haben schon verloren, sind sozusagen die Gefallenen.
Das heißt aber nicht, dass man sich nicht einmal im Monat an einem
Wochenende ordentlich abfüllen kann. ;)

Und wenn es Dich beruhigt: Wenn Dein Kollege wirklich etwas nimmt, dann
bist Du wenigstens nicht Derjenige, den es am beschissensten geht. ;)


Und noch ein Hinweis: Du solltest Deine Prioritäten richtig setzen und
immer, wirklich immer beachten:

1. Körperliche und geistige Gesundheit
2. Körperliche und geistige Gesundheit
3. Lebensqualität
4. Familie
5. Ein gesichertes Auskommen und ein Beruf, der einen ausfüllt
Autor: frage (Gast)
Datum:

> Nachdem sich hier viele ernsthaft eingebracht haben, ist dein Beitrag
> ist einfach nur daneben.

Zieh dir den Stock aus dem Hintern, Nils ;)
Autor: Gast321 (Gast)
Datum:

@Apfelessig:
Hast du vielleicht eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Wenn es wirklich
so schlimm ist kann es durchaus sein, dass du berechtigten Anspruch auf
eine Beurfsunfähigkeit hast.

Das mit dem LMAA-Modus ist übrigens völlig richtig, auch wenn es etwas
daneben klingt.
Autor: derzilp (Gast)
Datum:

es gab mal nen Bericht im Fernsehen,da hieß es das in der IT-Branche
laut persönlicher Einschätzung 50% am nervlichen Zusammenbruch arbeiten.
Leider habe ich den Link nichtmehr zur Hand.
Autor: derzilp (Gast)
Datum:

Korrektur: soll natürlich "50% vor dem nervlichen Zusammenbruch stehen"
heißen .
Autor: Harald (Gast)
Datum:

Also, mir ging es ähnlich. Hab dann einfach gekündigt, die haben echt
blöd geschaut. Damit hat keiner gerechnet, wirst ja gesperrt beim AAMT.
Zufällig hab ich dann einen supernetten Job 2 Wochen später gefunden.

Folgendes empfehle ich Dir:

1) Entferne sämtliches was mit Arbeit zu tun hat aus Deiner Wohnung
2) Hör auf Dein schlechtes Selbstbewusstsein mit Arbeitsleistung
kompensieren zu wollen, d.h. sag auch mal: "das dauert eine Woche" und
nicht "ist morgen fertig"
3) Tu so als ob Du morgen stirbst und überlege Dir was Du dann machen
würdest. Dann fallen Dir wieder Sachen ein, an die Du schon lange nicht
mehr gedacht hast.
4) Autogenes Training

Gruß
Autor: Scherbo (Gast)
Datum:

Einen richtigen "Bourn Out" hatte ich auch schon ...
Man arbeitet ewig auf ein Projektziel hin, hat schon massive
Probleme weil Milestones etc. nicht eingehalten werden können
und dann ist man endlich am Ziel und hat den voll
Funktionsfähigen Proto in den Händen ...
Aber irgendwie ist da noch was, warum hab ich nochmal gleich
das letzte Jahr 250 Überstunden gemacht ? Sollte sich der Erfolg
nicht anders anfühlen ? Keine Freude das scheinbar unmögliche
doch noch geschafft zu haben ...
Da Fällt man in ein ganz schön tiefes Loch aus dem man sich
von selbst nicht so leicht rausziehen kann.
Autor: G. L. (glt)
Datum:

Man arbeitet um zu Leben und lebt nicht, um zu arbeiten!

Harald hatte da nen schönen Punkt:

Stell dir vor, morgen stirbst Du - was würdest Du am meisten bedauern,
nicht gemacht zu haben? Und das ist DEIN PERSÖNLICHER MILESTONE,
Terminsetzung unverzüglich.

Egal was, und wieviel Du dir erarbeitest - lebenswert ist nur die Zeit,
die Du mit der Familie, Frau/Freundin, Kindern u. Freunden verlebst.
Achte mal wieder auf kleine Dinge um Dich herum u. erfreu dich daran.
Autor: Jens (Gast)
Datum:

Wer wirklich unter Dampf steht, ist:




1. Entweder schon platt



2. hat bestimmt keine Zeit hier solchen Scheiß zu schreiben
Autor: Marcel Bbbbb (mpunkt)
Datum:

wenn du keine familie hast sprich kinder, kannst du doch in die vollen
gehen und auf der arbeit mal auf den tisch hauen....aber lass die waffe
zu hause...
Autor: gast0 (Gast)
Datum:

> Ein gesichertes Auskommen und ein Beruf, der einen ausfüllt

Dieses Glück haben nur noch sehr wenige Leute. Man arbeitet eben das,
womit man irgendwie finanziell über die Runden kommt. Ich kenne ehrlich
gesagt niemanden, der sein Hobby zum Beruf machen konnte oder das
arbeitet, was er eigentlich will.
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum:

gast0 schrieb:
>> Ein gesichertes Auskommen und ein Beruf, der einen ausfüllt
>
> Dieses Glück haben nur noch sehr wenige Leute. Man arbeitet eben das,
> womit man irgendwie finanziell über die Runden kommt. Ich kenne ehrlich
> gesagt niemanden, der sein Hobby zum Beruf machen konnte oder das
> arbeitet, was er eigentlich will.

Jetzt kennst Du zumindest hier im Forum jemanden, der genau das getan
hat - aber das geht natürlich nur in der Selbstständigkeit :-)

Ich empfinde (empfand) es als furchtbare Vorstellung, etwas tun zu
müssen, das mir keine Freude macht. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu
schade.

Ich freue mich z.B. jeden Morgen sehr darauf, ins Büro/Labor zu kommen.

Chris D.
Autor: Michael S. (bugles)
Datum:

>Ich freue mich z.B. jeden Morgen sehr darauf, ins Büro/Labor zu kommen.

Hallo Chris, und Beiträge kreuzen sich bei gewissen Themen ja immer
wieder. Das Dus selbstständig bist und ne eigene Firm hast wissen wir ja
nur wann willst du endlich expandieren ? ich glaube einige würden sofort
bei dir anfangen ;-)
Autor: Claudio H. (bastelfinger)
Datum:

Wie alt bist du? Meine Frau hat jede Menge Freundinnen, die sich immer
bei uns ausheulen, wie schlecht die Männer sind und wie allein die sich
zu Hause fühlen. Die würde ich gerne mit ein paar ordentlichen
Ingenieuren zusammenbringen, damit das Gejammere verstummt. Die Frauen
sind zwischen 27- 34, soll ich dich mal auf eine Party einladen?
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum:

Michael S. schrieb:
>>Ich freue mich z.B. jeden Morgen sehr darauf, ins Büro/Labor zu kommen.
>
> Hallo Chris, und Beiträge kreuzen sich bei gewissen Themen ja immer
> wieder.

Das könnte damit zu tun haben, dass ich zu diesen Themen einiges aus
eigener Erfahrung beitragen kann kann ;-)

> Das Dus selbstständig bist und ne eigene Firm hast wissen wir ja
> nur wann willst du endlich expandieren ?

Oh, ich bin schon lange dabei. Aber ich setze dabei auf gesundes
Wachstum - das ist dann nicht arg so schnell wie bei anderen, dafür
streng monton und deutlich wachsend :-)
Auf gut Deutsch: keine Schulden machen, ordentliche Rücklagen bilden,
Gewinne größtenteils investieren

> ich glaube einige würden sofort bei dir anfangen ;-)

Mal schauen :-) Eventuell muss ich ab Mitte des Jahres noch eine
Halbtagsbürokraft haben - aber das gehe ich erst nach dem Umzug in
größere Räume an.

Aber vielleicht nochmal zu meiner Intention:
Ich habe das alles auch mitgemacht: Unzufriedenheit, bekloppte Chefs,
auch Angst um den Arbeitsplatz, ständiger Termindruck mit Deadlines, die
unmöglich zu halten waren, unbezahlte Überstunden usw.

Eine gewisse Zeit hält man das durch aber irgendwann muss man dann doch
Konsequenzen ziehen, wenn man nicht unglücklich durch's Leben gehen
möchte oder gar krank werden will.

Wenn ich hier den einen oder anderen dazu bringen kann, zumindest mal
über eine Veränderung nachzudenken hätten meine Beiträge schon ihren
Zweck erfüllt.

Natürlich ist Selbstständigkeit nicht immer einfach und es gibt auch
Papierkrams etc.
Aber es lohnt sich (trotz vieler Unkenrufe) sehr, sich hier in DE
selbstständig zu machen. Ich genieße es, Vorhaben/Probleme etc.
diskutieren und dann eben sofort eine Entscheidung treffen zu können,
die nicht in einer Woche umgeworfen wird, weil sich irgendeine Abteilung
querstellt.

Ich weiss nicht, ob ich es wirklich so rüberbringen kann, aber ist
ungeheuer faszinierend und motivierend, wenn man an seinem Unternehmen
feilen kann, hier und dort etwas verbessert und sieht, dass es die
richtige Entscheidung war. Und auch bei falschen Entscheidungen ist es
ebenfalls spannend, Lösungen und den eigenen Denkfehler zu finden.
Ich hätte das bei Start meiner Unternehmung selbst nicht gedacht, aber
das entwickeln einer Unternehmensstrategie ist hochinteressant -
insbesondere, wenn man das selbst direkt mit einem "Los geht's!"
umsetzen kann.

Sieh meine Beiträge also bitte nicht als "Ich bin der Held und
Angestellte arme Würstchen", sondern als "Guck mal, wie ich das gelöst
habe - vielleicht wäre das ja auch etwas für Dich?"

Chris D.
Autor: ArthutDent (Gast)
Datum:

Das Leben ist schoen :-)
Autor: Chris (Gast)
Datum:

Claudio H. schrieb:
> Wie alt bist du? Meine Frau hat jede Menge Freundinnen, die sich immer
>
> bei uns ausheulen, wie schlecht die Männer sind und wie allein die sich
>
> zu Hause fühlen. Die würde ich gerne mit ein paar ordentlichen
>
> Ingenieuren zusammenbringen, damit das Gejammere verstummt. Die Frauen
>
> sind zwischen 27- 34, soll ich dich mal auf eine Party einladen?

Wo wäre die Party denn? Ich wäre auch gern dabei, bin 32 :-)
Autor: GefährlichesHalbwissen (Gast)
Datum:

Claudio H. schrieb:
> Wie alt bist du? Meine Frau hat jede Menge Freundinnen, die sich immer
> bei uns ausheulen, wie schlecht die Männer sind und wie allein die sich
> zu Hause fühlen. Die würde ich gerne mit ein paar ordentlichen
> Ingenieuren zusammenbringen, damit das Gejammere verstummt. Die Frauen
> sind zwischen 27- 34, soll ich dich mal auf eine Party einladen?

Das klingt aber so, als wären die bereits mit Ingenieuren zusammen.
Autor: GefährlichesHalbwissen (Gast)
Datum:

Apfelessig schrieb:
> Nach einem anstrengenden Tag und Selbstmordfantasien, frage ich mich,
> wie hoch die Suizidrate bei Ingenieuren und Informatikern ist. In meinem
> Fall spielt auch Autismus eine Rolle und ich habe eigentlich neben
> meinen Beruf kein Leben (mehr). Ich kann meine Zeit nicht frei
> einteilen, einen Freundeskreis zu finden, ist schwierig...

Vielleicht ein Stoffwechselproblem.

Abhilfe:
- Ernährung mit Vitaminen und nicht zuviel Fett/Fleisch.
- Sport (muss nicht extrem sein, mit dem Fahrrad zur Arbeit reicht).
- Viel Schlaf, denn der Körper muss seine steuernden Substanzen aufbauen
und recyceln können.
- Psychopharmaka können kurzfristig helfen, sollten einem aber nur
aufzeigen, dass es auch anders geht. Der Organismus hat eigene, bessere
Medizin, die "nur" aktiviert zu werden braucht. Dabei helfen die oben
genannten Punkte. Ein fähiger Arzt kann hier helfen. Ich kenne aber auch
keinen und unser Gesundheitssystem hat sich gegen Fälle wie dich und
mich gewandt, aber es gibt bestimmt welche. Außerdem kann man sich auch
selbst helfen.

Meine These, wenn die körperliche Gesundheit stimmt, kehrt auch die
Sonne zurück und die Verbitterung ist gebannt. Dann erkennt man in den
Mitmenschen (auch in den Bösewichtern, wie Chefs, Kollegen und Kunden)
das was sie eigentlich sind: arme Würstchen, die auch ihre Sorgen haben
und um das Überleben kämpfen müssen.

Den Rat "such dir eine Freundin und alles wird gut" gebe ich dir nicht,
weil das falschrum gedacht ist. Werde eine fröhlicher Mensch und die
Menschen kommen zu dir. Bemüh dich die Sorgen der anderen wahrzunehmen,
dann bist du auch nicht mehr so böse auf sie.

Zu den Existenzängsten: Frage dich, ob du ein Dach über dem Kopf und
genug zu essen hast, hast du keine Verantwortung gegenüber Familie, bist
du frei von schweren Behinderungen? Wenn du alle Fragen mit ja
beantworten kannst, bist du frei und brauchst keine Sorgen haben. Wir
haben in Deutschland zur Zeit keinen Krieg, keine Naturkatastrophen,
keine Seuchen und derzeit nicht einmal einen Diktator. Die Schwarz-Gelbe
Koalition werden wir locker verkraften. Also eigentlich kein Grund zur
Sorge.
Autor: Pezi (Gast)
Datum:

Hi Apfelessig!

Willkommen in der Burn-Out-Area! Das Problem kenn ich nur zu gut denn
die gleichen Gedanken habe ich vor gut 2 Jahren auch gehabt.
Als erstes solltest du in deiner Arbeit anfangen zurück zustecken. Auch
mal NEIN sagen.
Wenn du schon lange keinen Urlaub mehr hattest dann nimm dir einen!

Such dir ein Hobby was dir wirklich spass macht und nicht direkt mit
deinem Beruf zutun hat.
Wenn du ein Hobby hast dann google mal im Internet nach
Interessen-Gruppen oder Clubs die das selbe Hobby als Ziel haben. Das
hilft auch deinen Bekanntenkreis zu erweitern. ;)

Sollte sich deine derzeitige Lage schon über Monate hinwegziehen, rate
ich dir einen Psychologen aufzusuchen.

Du hast geschrieben das in deinem "Fall auch Autismus eine Rolle
spielt". Lässt du das auch per Medikamente Therapieren? Wenn ja, dann
such aufalle Fälle deinen behandelden Arzt auf!

Ich würde aber egal was schnellst möglich was unternehmen.
Sonst rutscht du genau wie ich noch tiefer rein und das ist dann nicht
mehr lustig.
Bei mir wurde das ganze dann so schlimm dass ich richtige Depressionen
bekommen hab. Ich hab weder in der Arbeit noch Privat, noch richtig was
auf die Reihe bekommen. Ein Freundeskreis existierte plötzlich nicht
mehr.
Gesundheitliche Probleme mit dem Herz traten auf.

Irgendwann aber (ich weiss den ausschlaggebenden Grund nicht) entschloss
ich mich ärztliche Hilfe aufsuchen. Seit dem geht es kontinuierlich
bergauf....

mfg und Gute Besserung ;)
Autor: juppi (Gast)
Datum:

>>Suizid ist nie ein Lösung. Alkohol, Drogen, etc. auch nicht.

Suizid richtig durchgeführt ist IMMER die Endlösung.
Diese Gedanken haben alle Menschen, auch Ingenieure!;-)

Nur in ganz wenigen Fällen sind die auslösenden Probleme nicht
lösbar.

Gruß
Autor: Frank (Gast)
Datum:

juppi schrieb:
> Suizid richtig durchgeführt ist IMMER die Endlösung.
>
> Diese Gedanken haben alle Menschen, auch Ingenieure!;-)

Diese Gedanken haben nicht alle Menschen. Suizidgedanken sind ein
Symptom einer schweren Depression die sich aber gut behandeln laesst.
Durch geeignete Therapien verschwinden diese quaelenden Gedanken auch
wieder.
Autor: Daniel (Gast)
Datum:

also ich kann da nur sport empfehlen...
mal ne stunde joggen gehen, ein paar hanteln stemmen, mit dem velo den
berg hinauf... (aber richtig, muss weh tun gg)
Autor: Erheblich (Gast)
Datum:

> Suizid richtig durchgeführt ist IMMER die Endlösung.

Das ist reine Hypothese.
BEWEISE (!!) erstmal, dass es danach nicht noch schlimmer ist.
Das steht nämlich durchaus nicht fest.
Autor: juppi (Gast)
Datum:

wer noch nie Selbstmordgedanken hatte ,macht sich selbst etwas vor!!

.....und das ist völlig normal.
Autor: Chris (Gast)
Datum:

Die meisten Probleme wären lösbar, aber es gibt eben Leute die sind so
weit herunter dass sie nicht mehr in der Lage sind und auch garnicht
mehr wollen die Kraft aufzubringen die erforderlich wäre.

Therapie kann da helfen, aber leider auch nicht in jedem Fall. Es kann
auch so kommen dass man sich hinterher der Sache bewusst ist dass man
nie wirklcih normal sein kann, sondern einfach so ist wie man ist. Man
kann nur lernen damit umzugehn und es nicht ganz so schlimm werden zu
lassen. Nach der Therapie fühlt man sich oft noch viel minderwertiger
als zuvor.

Sport hilft tatsächlich sehr. Aber wie will man sich dazu aufraffen
wenns einem eh nur noch dreckig geht und man Sport vielleicht schon sein
ganzes Leben lang gehasst hat?

Ob Suizid ne Lösung ist oder nicht ist wohl eher philosophischer Natur.
Genauso die Frage ob es Gott gibt und wenn ja welchen. Das können wir
uns sparen. Ich persönlich gehe davon aus dass es danach vorbei ist. Ein
Mensch ist doch nichts um Universum. Im Endeffekt gibts doch garnichts
was wirklich wichtig ist. Ich finde es auch fast arrogant vom Menschen
zu denken er wäre so wichtig dass er nach seiner primitiven Existenz
noch was anderes zu erwarten hat.
Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Skurril sind halt immer nur die Gründe, warum sich die Leute umbringen:
"Meine Freundin hat mich verlassen" (andere haben gar keine Frau)
"Mein Job wurde gekündigt" (Millionen leben von Hartz4, oder im Rest der
Welt sogar ohne Harzt4)
"Ich hab eine 6 bekommen und trau mich nicht das meiner Mama zu sagen"
(die hatte auch mal eine 6, und hat es ihrem Kind noch nie gesagt)

Wie ist das bei merkwürdigen Filmen immer: Mir fallen 32768
Möglichkeiten ein, wie man sich in den jeweiligen Situationen ANDERS
machen könnte, aber der Akteur wählt gerade die eine, die laut Drehbuch
ins noch grössere Chaos führt.

ABER: Die Selbstmordraten sind in Ländern wie Finnland im Winter am
grössten, hier normal, und in Griechenland und Spanien am niedrigsten,
ein sonniges freundliches Wetter ist also definitiv lebenserhaltend.
Autor: Karlheinz R. (tween20)
Datum:

Hallo Apfelessig,

Du erwähnst einen autistischen Hintergrund. Das erfordert unbedingt
kompetente Betreuung. Leider sind  diese  Spezialkenntnisse auch bei den
psychiatrischen Fachkollegen nicht besonders verbreitet. Du solltest
dennoch umgehend derartige Hilfe in Anspruch nehmen. In der Regel findet
man doch mit der Zeit jemand mit der entsprechenden Kompetenz.
Dieses Forum ist wirklich sehr vielseitig. Deshalb finde ich es gut, Daß
auch mal sowas angesprochen wird.
Nur zur Info: Auch unter den sogenannten  Heilberuflern gibt es durchaus
welche, die gern programmieren und statt vorm EKG auch vorm Oszi sitzen
und ab und zu  Selbstentwickeltes ätzen.
Autismus ist keine Krankheit, sondern eine "Störung" in der sozialen
Interaktion. Da lässt sich Vieles trainieren und erlernen. Auch
Einstein, Mozart und manche andere haben diese Problematik gehabt.
Schließlich besteht dabei auch die Fähigkeit, sich besonders intensiv in
ein Gebiet zu vertiefen und ein hohes Mass an Kompetenz zu erreichen.
Aber: sucidale Tendenzen sind immer ein Alarmsignal. Da muss sofort
fachgersecht interveniert werden.

Viele Grüße
tween20
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

MaWin schrieb:
> Skurril sind halt immer nur die Gründe, warum sich die Leute umbringen:
> "Meine Freundin hat mich verlassen" (andere haben gar keine Frau)
> "Mein Job wurde gekündigt" (Millionen leben von Hartz4, oder im Rest der
> Welt sogar ohne Harzt4)
> "Ich hab eine 6 bekommen und trau mich nicht das meiner Mama zu sagen"
> (die hatte auch mal eine 6, und hat es ihrem Kind noch nie gesagt)

Sind das Ursachen oder Auslöser? Ich glaube eher Letzteres.

Karlheinz R. schrieb:
> Autismus ist keine Krankheit, sondern eine "Störung" in der sozialen
> Interaktion.

Was ist der Unterschied zwischen einer Krankheit und einer Störung?
Autor: Mr.T (Gast)
Datum:

Claudio H. schrieb:
> Die würde ich gerne mit ein paar ordentlichen
> Ingenieuren zusammenbringen, damit das Gejammere verstummt.

Läuft ein Mann die Strasse entlang, sieht einen Frosch. Meint der
Frosch: "Küss mich und ich werde mich in eine Prinzessin verwandeln."
Der Mann schnappt den Frosch und steckt ihn in die Tasche. Nach ein paar
Minuten das gleiche Spiel "Küss mich..." Er steckt den Frosch wieder in
die Tasche. Nach dem dritten Mal meint der Mann "Hör mal: ich bin
Programmierer und hab keine Zeit für eine Freundin, aber ein sprechender
Frosch ist cool."


Abgesehen davon: hier ist das Jammerforum! Wie willst Du hier den
Gesuchten finden?
Autor: 1234 (Gast)
Datum:

Karl Koch, Boris Floricic..... einige sprechen von selbstmord.....
andere von mord... beide sind jedoch tot....
Autor: Erheblich (Gast)
Datum:

> Ich persönlich gehe davon aus dass es danach vorbei ist. Ein
> Mensch ist doch nichts um Universum. Im Endeffekt gibts doch garnichts
> was wirklich wichtig ist. Ich finde es auch fast arrogant vom Menschen
> zu denken er wäre so wichtig dass er nach seiner primitiven Existenz
> noch was anderes zu erwarten hat.

Es ist arrogant, Dinge zu behaupten, über die man nach eigener Aussage
keine Aussage machen kann ("gehe davon aus" = kein Beweis).

Es ist auch mehr als eine philosophische Frage. Jeder Gläubige weiß,
dass es mit dem körperlichen Tod nicht zuende ist. Das bedeutet
automatisch, dass man seinem Leid mit dem physischen Tod möglicherweise
kein Ende setzt. Vorsicht ist also die Mutter der Porzellankiste.
Wer nicht gläubig ist, leugnet damit die wesentlichen
Informationsquellen über das Leben nach dem Tod und verliert somit
gleichzeitig jede Information über das, was nach dem physischen Tod
kommt, bleibt also ebenfalls in der Ungewissheit.

Im übrigen ist es ja gerade der kalte, herzlose Materialismus, der die
geistig-seelische Seite des Menschen ignoriert, der Leute in die
Verzweiflung und den Suizid treibt.

Das beste Mittel gegen Depression ist, anderen Menschen Gutes zu tun.
Dafür wurde der Mensch geschaffen, und wenn er diese schöpferische,
liebende Seite nicht lebt, fehlt ihm etwas Essentielles, was dann zur
Depression führt.
Ich meine mit "lieben" nicht speziell die Frau an seiner Seite (weil,
die fehlt ja gerade manchmal), sondern die allgemeine, brüderliche
Liebe, die versucht, allen Menschen auf ihrem Weg weiterzuhelfen, ihren
Horizont zu erweitern, sie seelisch zu fördern und zu unterstützen.
Autor: Jens Plappert (Firma: FTSK) (gravewarrior)
Datum:

Amen.
Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Kauf Dir einen Hund.

Ist viel billiger und gesuender als Pfuschologen und Happy-Pillen.
Autor: D. Chris (Gast)
Datum:

@Chris D.
>Jetzt kennst Du zumindest hier im Forum jemanden, der genau das getan
>hat - aber das geht natürlich nur in der Selbstständigkeit :-)

<Ironie>
Er ist es, der allgegenwärtige, immer selbst präsentierende, natürlich
beste Chef der Welt seiende, multitalentige und einzigartige Chris D.

Du hast es absolut geschafft, wer bezahlt dich denn fürs im Forum
abhängen?
</Ironie>

Hast du es eigentlich nicht langsam satt dein Ego sozusagen für Lau von
wirklich belasteten Leuten hier aufpolieren zu lassen?

@Mr T.
>Abgesehen davon: hier ist das Jammerforum! Wie willst Du hier den
>Gesuchten finden?

Nein, dies ist auch das Forum, in dem man sich einfach mal anonym als
Superheld darstellen kann. Schau dir das doch mal an, der eine erzählt
ständig von seiner imaginären Weltfirma und deren tollen Kunden und
Produkten, während sich andere in der realen Wirtschaft zu tatterigen
Krüppeln stressen lassen.

An Alle:

Am "besten" fand ich den Vorschlag "stell dir vor du stirbst", das nenn
ich mal einen Mutmacher - hats euch denn eigentlich unter die
Schädeldecke gehagelt?
Autor: 4321 (Gast)
Datum:

ich denke es sind mehr als es sich selbst gegenüber hier zugeben wollen
... ich mein meinen namen würd ich da hier auch nicht drunter setzen ...
man würde nie wieder eine berufsunfähigkeitsversicherung oder eine
lebensversicherung bekommen ;-)

im übrigen gehöre ich auch zu den leuten die da schon mehr als einmal
drüber nachgedacht haben ...

das leben is halt kein ponyhof...
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum:

D. Chris schrieb:

> Er ist es, der allgegenwärtige, immer selbst präsentierende, natürlich
> beste Chef der Welt seiende, multitalentige und einzigartige Chris D.

Danke, danke :-)
Wie war das: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich
verdienen.

> Du hast es absolut geschafft, wer bezahlt dich denn fürs im Forum
> abhängen?

Naja, bei ein bis zwei Beiträgen pro Tag liegt das noch im "Mal eben
abschalten"-Rahmen.

> Hast du es eigentlich nicht langsam satt dein Ego sozusagen für Lau von
> wirklich belasteten Leuten hier aufpolieren zu lassen?

Mach Dir mal um mein Ego keine Gedanken.
Aber lies vielleicht einfach mal meinen Beitrag - insbesondere den
letzten Satz. Ich hoffe, das kannst Du.

> An Alle:
> Am "besten" fand ich den Vorschlag "stell dir vor du stirbst", das nenn
> ich mal einen Mutmacher - hats euch denn eigentlich unter die
> Schädeldecke gehagelt?

Womit Du jetzt unheimlich viel zum Thema beigetragen hast.

Chris D.
Autor: stefan (Gast)
Datum:

Da Apfelessig nicht mehr antwortet, können wir auch nicht sagen, wie er
sich entschieden hat :-(
Autor: D. I. (grotesque)
Datum:

stefan schrieb:
> Da Apfelessig nicht mehr antwortet, können wir auch nicht sagen, wie er
> sich entschieden hat :-(

Zumindest kam noch nichts in den Nachrichten
Autor: Karlheinz R. (tween20)
Datum:

(-> markbrandis) Nun mal abschließend vereinfacht: Störung/Krankheit

 Krankheit ist behandelbar oder auch heilbar (vgl WHO-Definition des
Krankheitsbegriffs). Eine Störung ist hier zum Beispiel eine angeborene
Kommunikationsbehinderung aus dem  autistischen Formenkreis, die vom
Betroffenen als Einschränkung wahrgenommen wird, aber nicht
heil-/therapierbar ist. Derjenige stellt sich auf dieses Defizit ein, in
dem ihm die Strategien fehlen und fokussiert sich auf die ihm eigenen
Stärken und kann so gut zurechtkommen. Mozart, Beethoven Newton, Edison
haben es gezeigt.
Kommen wir nun aber lieber doch zur Elektronik zurück, dem eigentlichen
Forumsthema.
Die theoretische Elektrotechnik habe ich beispielsweise eher als eine
etwas schwer kommunizierbare Materie empfunden, die aber zum Verständnis
essentiell ist.

Dagegen beim Beschäftigen mit meinem CAN-HausBus fühle ich mich
jedenfalls nicht im einem autistischen Eck, sondern inmitten einer
kreativen Gemeinschaft, die viel Interssantes und Nützliches auf die
Beine stellt.
Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

______________
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 ||


http://www.youtube.com/watch?v=4q3XAWCh258
Autor: MaBSD (Gast)
Datum:

MaWin schrieb:
> ABER: Die Selbstmordraten sind in Ländern wie Finnland im Winter am
> grössten, hier normal, und in Griechenland und Spanien am niedrigsten,
> ein sonniges freundliches Wetter ist also definitiv lebenserhaltend.

Interessanterweise stimmt das so mit dem Winter nicht unbedingt. In
Finnland zum beispiel werden die meisten suizide im schnitt im Juli
begangen...
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

MaBSD schrieb:
> Interessanterweise stimmt das so mit dem Winter nicht unbedingt. In
> Finnland zum beispiel werden die meisten suizide im schnitt im Juli
> begangen...

Ja, weil das Wetter und das Drumherum den Kontrast zur eigenen Stimmung
noch stärker erscheinen lässt.
Autor: Link zu (Gast)
Datum:

MaWin schrieb:
> ABER: Die Selbstmordraten sind in Ländern wie Finnland im Winter am
> grössten
Eigentlich sind die Selbstmordraten an Feiertagen am höchsten,
Weihnachten, Silvester, Geburtstage,...
Autor: als-ob (Gast)
Datum:

hallo,
ich bin ein Ingenieur mit über 30-jährigen Berufspraxis. Fachlich war
ich immer top und an ziemlich großen Kisten beteiligt.
Zwischenmenschlich leider nicht so. Mich quällten ähnliche Gedanken wie
Dich, weil ich nicht bei Kollegen und Vorgesetzten gut ankommen konnte,
trotz super Ergebnisse. Nach mehreren Kündigungen, Scheidung und Verlust
des Hauses war ich bereit eine fachliche Hilfe zu suchen. Nun nach
weiteren zehn Jahren stehe ich vor Diagnose: Autismus.
Mein Rat bitte suche eine qualifizierte Hilfe und lasse Dich nicht
entmutigen, wenn Du zuerst auf eine Niete im weßen Kittel triffst.
Grüße!
Autor: smoerre (Gast)
Datum:

Autismus gilt ja als Krankheit - insofern am besten noch kombinieren mit
Burn-Out und krankschreiben lassen.
Dann kannst Du Party feiern bei Lohnfortzahlung, ist doch optimal.
Deinen Kollektivwahn solltest Du gleich auch mituntersuchen lassen.
Wenn Du selbst ernsthafte und unlösbare Probleme hast, was interessieren
Dich dann die Probleme Deiner Kollegen? Was soll das denn? Denkst Du
ernsthaft, die können Dir weiterhelfen?
Aber war sowieso wohl nur ein Troll-Thread ?!
Autor: Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
Datum:

So Dinge wie Autismus, Legasthenie, und Analphabetismus, machen viele
Probleme im Leben. Dafür muß der Betroffene nichts können.

Ein wenig von diesen Dingen steckt in uns anscheinend Normalen immer
auch, nur nicht extrem. Jeder der mal etwas in sich hinein hört, kennt
seine Schwächen. Und wenn was nicht erkannt ist, und das gibt es wohl
viel zu oft, dann lebt man damit immer sehr sehr beschwerlich.

Ein Autist, kann vielleicht eine e-Funktion mit Bruch im Exponenten im
Kopf berechnen, aber vielleicht nicht die Schuhe zu binden.

Ich erinnere mich an Top-Ingenieure in einem ehemaligen Unternehmen. Die
suchten sogar gezielt nach solchen Leuten. Irgend jemand wußte dort, daß
solche Menschen excellente Arbeit leisten. Irgendwie, war da alle paar
Jahre dann einer dabei. Bei Besprechungen, standen die auch noch ihren
Mann, mit Top-Argumenten. Bei zwischenmenschlichen Gesprächen,
stammelten die gelegentlich irgend was unbrauchbares. Der Projektmanager
sprach auch noch abfällig darüber, nach dem Motto, wir haben da mal
einen gefunden, der ziellos in der Gegend herum irrte, und
eingefangen...
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Eine tolle Idee:

Erfolgreich mit Autisten
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,570496,00.html
Autor: Hä-jetzt Noch (Firma: Oha) (hacky)
Datum:

Man sollte sich etwas zentraler positionieren. Es gibt Momente wo der
Chef/Kunde Druck macht und es gibt auch Momente wo man unter den Augen
des Chefs/Kunden noch an der Messe am zu zeigenden Prototypen
rumwerkelt. Und alle sind dann Happy wenn's laeuft. Irgendwann wird
allen gewahr, dass die Termine viel zu kurz waren, das Projekt sich als
eher ambitioes herausstellt, und es nun laeuft. Und irgenwann wird allen
klar dass was sie sehen und bestaunen zwar funktioniert, aber ausser dem
Ingenieur keiner eine wirklich genaue Ahnung hat. Und sie es auch nicht
duplizieren koennten wenn sie die Dokumentation dazu haetten.
Autor: Paul (Gast)
Datum:

>Autismus gilt ja als Krankheit - insofern am besten noch kombinieren mit
>Burn-Out und krankschreiben lassen.
>Dann kannst Du Party feiern bei Lohnfortzahlung, ist doch optimal.

Was für'n Blödsinn.

Autismus gibt es in verschiedensten Ausprägungen. Vom leichten kaum
merkbaren Fehlverhalten gegenüber der Umwelt über Aspergersyndrom bis
zum Savant. Was das mit Burn out zu tun hat, ist mir schleierhaft.

Übrigens: Auch eine psychische Krankheit ist eine echte Krankheit, bei
der man "keine Party feiert". Depressionen haben z. B. eine ähnliche
Mortalität wie manche Krebsformen. Leute mit schizoiden
Persönlichkeitsstörungen sind manchmal kaum noch lebensfähig. Da
Partyfeiern zu unterstellen, ist gelinde gesagt dummfrech.

PS.: Lohnfortzahlungen gibt es nur für 6 Wochen, dann übernimmt das zu
einem gekürzten Betrag die Ersatzkasse. Jemand, der eine EU-Rente
beantragt, kann auf Höhe H4 leben und muß alle 2 Jahre einen Neuantrag
stellen. Wird der abgelehnt, hat man keinerlei Ansprüche mehr. Eine
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ist ausgeschlossen.
Autor: smoerre (Gast)
Datum:

> Autismus gibt es in verschiedensten Ausprägungen. Vom leichten kaum
> merkbaren Fehlverhalten gegenüber der Umwelt über Aspergersyndrom bis
> zum Savant.

>Was für'n Blödsinn
Wenn man vorab wertet ohne zu nachzufragen, ist das Arroganz, weiter
nichts.

Ich bin da etwas altmodisch und auch kein Arzt - früher gab's diese
ganzen Krankheiten nicht. Da mußte man seine Probleme selber lösen, weil
es keine Psychologen vor Ort gab, usw. ... und das geht notgedrungen
auch.
Heute sind die Möglichkeiten eben besser.

> Depressionen haben z. B. eine ähnliche Mortalität wie manche Krebsformen.
Ja, sterben müssen wir alle einmal - aber das liegt zum Gutteil auch an
einem selbst zu kämpfen.
Kämpfen muß jeder - anderswo verhungen die Menschen, kämpfen jeden Tag
um Ihre Existenz, die haben da gar keine Zeit sich um irgendwelche
Depressionen den Kopf zu zerbrechen, geschweige denn Medikamente zu
kaufen - da geht's ums Überleben. Du hast offenbar noch nichts von der
Welt gesehen! Und komischerweise sind die trotz Ihres elenden Lebens
glücklich,

Im übrigen sehen sich die Autisten selbst ja gar nicht als krank an -
deshalb ja auch meine Idee mit dem Burnout-Syndrom.
Jeder brauch mal ne Auszeit und wenn es einem zu wild wird (und
Suizidgedanken sind ja wohl das allerletzte), dann muß mal zu
Notmaßnahmen greifen.
Schaffe, Schaffe, und dann tot umkippen oder Amok laufen kann's ja wohl
nicht sein.

> Jemand, der eine EU-Rente beantragt, kann auf Höhe H4 leben und muß alle > 2
Jahre einen Neuantrag stellen.
Ich denke mal, wenn einer krank ist, kann er noch einiges mehr
rausholen, ansonsten wäre es eine traurige Gesetzgebung - wobei Du Recht
haben könntest; das ist dann leider ein trauriges Schicksal, unserem
Staat sei Dank.
Aber Du hast keine Repressalien in den 2 Jahren so wie bei H4.

> Wird der abgelehnt, hat man keinerlei Ansprüche mehr.
Du scheinst Dich ja sehr genau auszukennen.

> Eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ist ausgeschlossen.
Wenn Du kein Geld hast, kannst Du noch einen H4-Antrag stellen - der
wird auch genehmigt, wenn Du ihn rechtzeitig stellt.
Eine Wiedereingliederungsvereinbarung mußt Du sogar unterschreiben.
Die Chance besteht immer, auf welchen Niveau ist eine andere Frage.
Ohne Antag wär dann noch das Sozialamt der letzte Rettungsanker.
Ansonsten heißt es dann betteln oder verhungen, so sind nun mal die
Regeln in diesem Staat. Einen Antrag mußt Du schon stellen, egal ob
krank oder nicht.
Autor: Frank (Gast)
Datum:

smoerre schrieb:
> Ich bin da etwas altmodisch und auch kein Arzt - früher gab's diese
> ganzen Krankheiten nicht. Da mußte man seine Probleme selber lösen, weil
> es keine Psychologen vor Ort gab, usw. ... und das geht notgedrungen
> auch.
> Heute sind die Möglichkeiten eben besser.

Früher gabs diese Krankheiten nicht? Woher weisst Du das? Wann war denn
"früher"? Vor 500 Jahren haben sie die Betroffenen in Käfige gesperrt
und als Attraktionen gegen Bares auf Jahrmärkten ausgestellt. Vor 70
Jahren hat man sie ermordet, Euthanasie nannten sie das. Dein Motto ist
"Augen zu und durch"? Oder hast Du nur nicht den Hauch einer Ahnung
vovon Du redest? Würdest Du selbst unter so einer Krankheit leiden die
es nicht gibt würdest Du nicht so einen Humbug von Dir geben.

Kopfschüttelnd
Frank
Autor: smoerre (Gast)
Datum:

> Würdest Du selbst unter so einer Krankheit leiden die
> es nicht gibt würdest Du nicht so einen Humbug von Dir geben.
wie gesagt, Autisten sehen sich selbst nicht als krank an.

> Dein Motto ist
> "Augen zu und durch"? Oder hast Du nur nicht den Hauch einer Ahnung
> vovon Du redest?
Immer mal sachlich bleiben.
Was machste denn, wenn der Arzt nicht vor Haustür ist oder noch
schlimmer, Du kein Geld für teure Medikamente hast oder das Geld für die
Medikamente sparen willst bzw. mußt ?!
Irgendwie mußt Du ja dann auch klarkommen.
Autor: Bekennender (Gast)
Datum:

Nein, die Leute gehen einfach sang- und klanglos unter und keiner
bekommt es mit. Und die, die es mitbekommen aber den Hintergrund nicht
kennen, bezeichnen einen als Versager.

Ich hatte glücklicherweise Menschen, die bedingungslos an mich geglaubt
haben und mich vor dem Absturz gerettet haben. Das ist auch keine
Intelligenzfrage - auch ein IQ von 130 sagt Dir dummerweise nicht, wie
Du dein Leben in den Griff bekommst. Er lässt Dich aber glücklicherweise
erkennen, dass es offenbar ein nicht identifiziertes Problem gibt, dass
Du alleine nicht in den Griff bekommst. Man selber erlebt leider immer
nur die Wirkweise und die Folgen, aber nie die Ursache. Und
Depressionen, die aus Verzweiflung über das eigene Versagen resultieren,
sind etwas, was ich keinem wünsche und wo ich bis zum eigenen Durchleben
auch gesagt hätte: Stell Dich nicht so, da muss man halt durch. Kopf
hoch, dann ist's in 2 Wochen wieder gut.
Vergiss es, Depressionen (nicht zu verwechseln mit Stimmungstiefs) heilt
man nicht nebenbei selber.
Depressionen sind potentiell letal und betreffen auch immer das Umfeld
im letztlich massiven Dimensionen, wenn man privat verbandelt ist.

Das Glück eines Backups in Form von Vertrauen hat leider nicht jeder -
der ehemals engste Freund meiner Frau wurde eines Morgens im Stadtpark
gefunden. An einem Seil von einem Baum hängend.

Solche Hinweise, man soll sich nicht so anstellen, wirken immer wie eine
derbe Beleidigung und erzeugen ein ganz grosses Unmutsgefühl.. Auch wenn
ich die Aussage nachvollziehen kann, solange man selber davon nicht
betroffen ist.
Autor: Paul (Gast)
Datum:

>früher gab's diese ganzen Krankheiten nicht.

Wenn Asperger das erst 1944 publizierte, heißt das lange noch nicht, daß
es diese Krankheit nicht schon vorher gab. Man gab dem (unbekannten)
Kind einen Namen. Wer hätte auch gedacht, daß ein Magengeschwür in 80%
der Fälle eine Infektion ist? Damals hat man Rollkuren und Billroth-OPs
an den armen Schweinen durchgeführt. Damit war das weitere Leben
gezeichnet, während man heute i. d. R nach 7 Tagen mit 3 Medis geheilt
ist.

>Ja, sterben müssen wir alle einmal - aber das liegt zum Gutteil auch an
>einem selbst zu kämpfen.

Vielleicht solltest Du selber mal eine Depression bekommen. In vielen
Fällen wird sogar ein Defizit von Neurotransmittern im Gehirn
diskutiert. Damit ist die Krankheit sogar physisch fassbar. Dein Problem
(und das der meisten im Volk) ist, daß eine psychische Erkrankung als
"Auszeit", schwacher Wille dargestellt wird.

>Im übrigen sehen sich die Autisten selbst ja gar nicht als krank an

Das macht ein Trisomie-21-Erkrankter auch nicht.

>Du scheinst Dich ja sehr genau auszukennen.

Mit Sicherheit. Ich habe einen GdB von 70%.

>Eine Wiedereingliederungsvereinbarung mußt Du sogar unterschreiben.

Aber nicht auf dem 1. Arbeitsmarkt. Kannste in der REHA versuchen. Das
Studium ist dann für die Katz.
Autor: rex_gildo-jr (Gast)
Datum:

smoerre schrieb:
> Ich bin da etwas altmodisch und auch kein Arzt - früher gab's diese
> ganzen Krankheiten nicht. Da mußte man seine Probleme selber lösen, weil
> es keine Psychologen vor Ort gab, usw. ... und das geht notgedrungen
> auch.
> Heute sind die Möglichkeiten eben besser.


Schmarrn ?!

Am Beispiel der Posttraumatischen Belastungsstörungen ( früher
Kriegszitterer) , lässt sich gut aufzeigen, das erst vor knapp 100
Jahren mit der Erforschung begonnen wurde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegszitterer

Menschen mit diesen psychischen Störungen konnte gar nicht geholfen
werden, sie wurden einfach als Pflegefall ins Irrenhaus gesteckt.

Genauso habe ich einen Onkel ,der den Krieg lediglich als Kleinkind
miterlebt hat. Dieser ist auch der Auffassung, dass die Überlebenden
(Großeltern) des Krieges ihre (psychischen)Probleme auch alleine in den
Griff gekriegt haben ( Kriegserlebnisse verdrängen).

Aber auch da weiss man heute, dass viele alte Menschen bis heute
Albträume und Angstzustände haben und eigentlich gar nicht mit dem
Erlebten fertig werden.

Somit kann mir niemand erzählen, dass es früher keine psychischen
Erkrankungen usw. gab. Die Menschen mussten es halt mit sich ausmachen
und ein Leben lang darunter leiden. Eben auch weil es ein
gesellschaftliches Tabuthema war ( oder noch ist) .

Gruß
Autor: smoerre (Gast)
Datum:

> Vergiss es, Depressionen (nicht zu verwechseln mit Stimmungstiefs) heilt
> man nicht nebenbei selber.
die heilt man ggf. mit einer Schocktherapie - danach ist man entweder
geheilt oder tot. Ist zwar eine sehr krasse Form - wenn aber gar nichts
mehr hilft, ist es einen Versuch wert.

> der ehemals engste Freund meiner Frau wurde eines Morgens im Stadtpark
> gefunden. An einem Seil von einem Baum hängend.
ich kenne auch solche Fälle - ich denke mal das hat auch viel mit dem
Erlebnisbackground, Egoismus und Selbstmitleid und insbesondere auch
falschen Medikamenten zu tun.
Ein entscheidender Faktor ist wohl auch der mangelnde Glaube an sich
selbst und an Gott.

> Wenn Asperger das erst 1944 publizierte ...

Ich habe ja gesagt, daß heute die Möglichkeiten besser und vielfältiger
sind.
Jeder sollte auch diese Möglichkeiten nutzen, sofern sie ihm bei seinem
Problem helfen.
Wenn nicht, dann muß man andere Möglichkeiten wählen - es gibt ja genug
Auswahl.

> Vielleicht solltest Du selber mal eine Depression bekommen.
Wer sagt Dir, daß ich die nicht schon längst welche habe.
Wie jede gute Etechniker habe auch ich die ein oder andere Krankheit -
dazu stehe ich.
Ich habe halt gelernt damit zu leben bzw. tue selbst was dagegen im
Rahmen meiner Möglichkeiten ... und wenn man sich seine Umwelt so
anschaut, dann hat wohl mittlerweile jeder eine größere Macke.
Im Extremfall kann man das sogar in bare Münze umsetzen - brauchst ja
nur mal was auf Youtube nachzuträllern und schon haste einen
Plattenvertrag in der Tasche, wenn die Klickrate stimmt.
Ist auch okay, wenn heutzutage sowas klappt.

>Im übrigen sehen sich die Autisten selbst ja gar nicht als krank an
> Das macht ein Trisomie-21-Erkrankter auch nicht
Dann muß man das auch respektieren und Möglichkeiten aufzeigen und genau
das wird nicht getan.
Man versucht stattdessen die Leute umzupolen, das klappt nicht.

> Dein Problem
>(und das der meisten im Volk) ist, daß eine psychische Erkrankung als
"Auszeit", schwacher Wille dargestellt wird.
das ist Deine Interpretation. Eine Auszeit und schwacher Wille sind zwei
verschiedene Baustellen, Du mischt alles zusammen.

> Aber nicht auf dem 1. Arbeitsmarkt. Kannste in der REHA versuchen. Das
> Studium ist dann für die Katz.
Totaler Quatsch - es gibt immer Mittel und Wege, wenn man unbedingt
krankhaft der Meinung ist arbeiten zu müssen auch wenn man es gar nicht
mehr braucht.
Du kannst ja auch ins Ausland gehen, am besten mal irgendein
Entwicklungsland, wo der GdB keinerlei Rolle spielt.
Da mußt Du dann arbeiten, kannst auch noch in Richtung Deines Studiums
umsetzen, wenn Du es schaffst, oder gehst total zugrunde.

> Dieser ist auch der Auffassung, dass die Überlebenden
> (Großeltern) des Krieges ihre (psychischen)Probleme auch alleine in den
> Griff gekriegt haben ( Kriegserlebnisse verdrängen).
Ist doch gut, wenn er es für sich selbst geschafft hat und einen
individuellen Lösungsweg gefunden hat, der vielleicht auch auf den ein
oder anderen anwendbar ist - dann laß ihn doch seinen Erfolg.
Immer an anderen rumkritisieren und Patentrezepte aufstülpen wollen, nur
weil es die herrschende Lehrmeinung so vorsieht.

Fazit:
Finde Euch damit ab, daß bisweilen auch mehrere (von mir aus auch
skuril-bizarre) Wege zum Ziel führen - das hat schon damals bis zum
heutigen Tag offenbar niemand kapiert.
Autor: Paul (Gast)
Datum:

>die heilt man ggf. mit einer Schocktherapie - danach ist man entweder
>geheilt oder tot. Ist zwar eine sehr krasse Form - wenn aber gar nichts
>mehr hilft, ist es einen Versuch wert.

Aus welcher Zeit kommst Du Denn? Was Du meinst ist eine
Elektrokrampftherapie (EKT). Das ist wohl nicht Mittel der ersten Wahl,
sondern der letzte Versuch, wenn Medikamente und Psychotherapie versagt
haben.

Auch in psychatrischen Anstalten begehen Depressive noch genügend
Selbstmord.
70-80 % der Selbstmorde geht auf das Konto von Depressionen

Ich finde es schon etwas mit zurückgebliebener Einstellung gedacht, wenn
man die Depression mit gutem Willen und "selbst was dagegen tun" heilen
will. Wenn Deine Denksweise ein Neurologe hört, der denkt sich aber auch
seinen Teil.

>Totaler Quatsch - es gibt immer Mittel und Wege, wenn man unbedingt
>krankhaft der Meinung ist arbeiten zu müssen auch wenn man es gar nicht
>mehr braucht.

Das brauchst DU mir nicht zu sagen, ich rede aus Erfahrung. Es gibt 2
Möglichkeiten, man beantragt EU-Rente kann sich aber eine
qualifikationsadäquate Beschäftigung für alle Zukunft abschminken. Oder
man beantragt keine und kämpft sich krank durch die Arbeitswelt.

PS.: Schon manchen Diabetes-1-Kranken wurde die Anrechnung als
chronische Krankheit werwehrt. Also ob der jemals wieder davon gesund
würde.
Dem Portträger wurde die parenterale Ernährung gestrichen, um die
Pflegestufe runter zu bekommen usw.
Autor: Frank (Gast)
Datum:

smoerre schrieb:
> ich kenne auch solche Fälle - ich denke mal das hat auch viel mit dem
> Erlebnisbackground, Egoismus und Selbstmitleid und insbesondere auch
> falschen Medikamenten zu tun.
> Ein entscheidender Faktor ist wohl auch der mangelnde Glaube an sich
> selbst und an Gott.

.. und genau diese Haltung gegenueber Betroffenen fuehrt zu Ausgrenzung
und Schuldzuweisung, genau das Gegenteil von dem was sie brauchen. Einem
schwerst Depressiven Egoismus, Selbstmitleid oder mangelnden Glauben an
Gott vorzuhalten ist als ob man ihm eigenhaendig die Schlinge um den
Hals legt. Das kannst Du doch nicht ernst meinen, oder? Sicher willst Du
nur trollen ;) Mach das doch woanders, warum gerade hier wo Leute
mitlesen die u.U. ein echtes Problem haben/hatten, die fuehlen sich doch
ins Gesicht geschlagen.

Grus
F.
Autor: smoerre (Gast)
Datum:

> Aus welcher Zeit kommst Du Denn? Was Du meinst ist eine
> Elektrokrampftherapie (EKT).
das habe ich überhaupt nicht gemeint, aber das würde jetzt zu weit
führen, deshalb lasse ich das jetzt mal.

> Auch in psychatrischen Anstalten begehen Depressive noch genügend
> Selbstmord.
> 70-80 % der Selbstmorde geht auf das Konto von Depressionen
wenn das wirklich so ist, dann läuft mächtig was falsch, da die meisten
ja wohl auch wegen Despressionen dahin gekommen sind.

> man die Depression mit gutem Willen und "selbst was dagegen tun" heilen
> will. Wenn Deine Denksweise ein Neurologe hört, der denkt sich aber auch
> seinen Teil.
wer mit Erfolg heilt, der hat am Ende recht, auch wenn die Methode
vielleicht nicht okay ist.
Wie hoch ist denn die Erfolgsrate bei Neurologen, etc. ?
Ich meine jetzt Heilung des Patienten.
Schon mal danach gefragt ?
Die Antwort hast Du oben gegeben - 70-80% Selbstmordrate in einer
Klinik, unfassbar!

> Es gibt 2
> Möglichkeiten, man beantragt EU-Rente kann sich aber eine
> qualifikationsadäquate Beschäftigung für alle Zukunft abschminken. Oder
> man beantragt keine und kämpft sich krank durch die Arbeitswelt.
Ehrlich gesagt, ich kapiere Dein Problem nicht ganz.
Du hast offenbar die Möglichkeit eine EU-Rente zu bekommen.
Die Möglichkeit schlägst Du aus wegen irgendwelcher möglichen Probleme
in der Zukunft, okay.
Jetzt mal die Gegenfrage: Wie alt bist Du und wie lange bist Du schon
aus dem Arbeitsprozess heraus?
Du hast den Spatz in der Hand (das haben andere nicht!) und wählst die
Taube auf dem Dach - das ist unglaublich!
Selbst wenn Du jetzt noch die super Arbeit bekommen solltest, wie hoch
ist dann denn später Deine Rente?
Man kann sich auch in seiner Freizeit verwirklichen, das nur mal
nebenbei.

> Einem schwerst Depressiven Egoismus, Selbstmitleid oder mangelnden
> Glauben an Gott vorzuhalten ist als ob man ihm eigenhaendig die Schlinge > um
den Hals legt.
Das macht er immer noch selbst, so ihm denn die Entscheidungskompetenz
durch Ärzte nicht abgenommen wurde.
In dem Zusammenhang ist auch die Verteilungsstatistik der Suzide
interessant - hauptsächlich in Industriestaaten und Schwellenländern,
und bei Männern.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Su...
Also die Ursachenforschung ist gefragt.

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