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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Feststpannungsregler mit größeren Kondensatoren betreiben


Autor: Oliver Kraft (Gast)
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Hallo allerseits,

ich hab grade nen Spannungsregler IC 78S05 2A 5V vor mir liegen und 
möchte wissen, ob dieser auf einwandfrei funktioniert, wenn ich andere 
Kondensatoren als im Test Circuit angegeben nehme.

Im Test Circuit sind 0.33 uF und 0.1 uF Kondensatoren verbaut. Ich hätte 
jedoch nur noch 100,220 und 1000 uF Kondensatoren hier.

Könnte es da Probleme geben? Hat jemand von euch bezüglich des Problems 
Erfahrungen gesammelt ?

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Halte Dich an die Herstellerangaben in den Datenblättern bzw. 
Applikationshinweisen!

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Die kleinen Kondensatoren sollen vorrangig Schwingen verhindern.
Vor dem Regler kannst du ne größere Tonne verbauen, wenns denn dein 
Netzteil hergibt. Hinter dem Regler so wenig Kapazität wie möglich.

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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eigentlich sind die werte 0,33 und 0,1 schon wichtig.
0,1 (also 100nF) am ein und ausgang sollten es schon sein, damit es 
nicht zu schwingungen kommt.
zusätliche grössere kondis im uF bereich am eingang schaden auch nicht .

wenn du gerade nichts anderes da hast, kannst du es ja mit jeweils 100uF 
versuchen. musst halt sehen und messen, ob es nicht schwingt.

tip: kauf dir einen satz 100nF kondensatoren. die werden ja ständig 
benötigt und ich denke, wer keine hat kann kein bastler sein.

gruss

Autor: oszi40 (Gast)
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Auge im Datenblatt hätte evtl. auch Schutzdioden gefunden.
Zu großer Elko am Augang erschwert das Regeln und bei Abschaltung ohne 
Last könnte Rückstrom in Regler fließen.

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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so hab jetzt noch 2 10 uF gefunden irgendwo

schaltung läuft auch toll nur ist das ergebnis am ende irgendwie nicht 
so der burner

Hab 8,3 V dran und hinten kommen 7 V raus . . . .  (Schaltung nur mit 
Kondensatoren drin)

Autor: T. C. (tripplex)
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Also ist die Schaltung doch nicht so toll ;)
Das liegt daran das der Feststpannungsregler schwingt da
du nicht die richtigen Kondensatoren verbaut hast und nicht
richtig regeln kann.
Wenn du ein Oszi vielleicht hast dann kannst du auch diese
Schwingung sehen.
Wenn du nun ganz nah an den Beinchen die 0.33µF/0.1µF
Kondensatoren verbaut wird dieses Schwingen weg gehen und du wirst
nur noch ein kleines Rauschen des Spannungsregler finden.

Autor: A. K. (prx)
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Pascal L. schrieb:

> Das liegt daran das der Feststpannungsregler schwingt da
> du nicht die richtigen Kondensatoren verbaut hast und nicht
> richtig regeln kann.

Die 78xx sind da anders als LDOs bei den Kondensatoren nicht allzu 
pingelig. 10µF beidseitig sollten es auch tun.

8V rein 7V raus klingt auch nicht wirklich nach Oszillation. Eher nach 
falsch angeschlossen.

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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Ne falsch angeschlossen hab ich meiner Meinung nach nichts.

Hab das Zeug auf einem Experimentierbrett aufgebaut nach dieser 
Schaltung: 
http://www.strippenstrolch.de/grafiken/stabilisier...

nur die Werte der Kond. mit 2x 10 uF ersetzt und andere Spannungsquelle 
mit eben 8.3 V und 2 A

Autor: A. K. (prx)
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Oliver Kraft schrieb:

> Ne falsch angeschlossen hab ich meiner Meinung nach nichts.

Nu, absichtlich macht man das selten. Du wärst aber nicht der erste, der 
in der Abbildung eines Dreibeiners die Sicht von unten und von oben 
durcheinander bringt.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Oliver Kraft schrieb:
> nur die Werte der Kond. mit 2x 10 uF ersetzt und andere Spannungsquelle
> mit eben 8.3 V und 2 A

Das sind mit Sicherheit auch falsche Typen: 10 µF hast du wahrscheinlich 
als Elko oder Tantal, die sind an dieser Stelle vollkommen ungeeignet. 
Gegen das Schwingen sind Keramikkondensatoren zu verwenden, etwas 
weniger gut auch Folienkondensatoren. Die 10 µF schaden allerdings 
nicht, wenn sie zusätzlich zu den 100 nF angeschlossen sind.

Und zu einem Einwand weiter oben: natürlich muss eine Stromversorgung 
beliebig hohe Kapazitäten am Ausgang vertragen - die versorgte Schaltung 
ist schliesslich voll davon. Und am Eingang auch - da kommt der Strom 
z.B. aus einem 1000 µF Elko. Also beides Blödsinn.

Gruss Reinhard

PS die beste Massnahme gegen Schwingungen ist ein Oszilloskop!

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Reinhard Kern schrieb:
> Und zu einem Einwand weiter oben: natürlich muss eine Stromversorgung
> beliebig hohe Kapazitäten am Ausgang vertragen - die versorgte Schaltung
> ist schliesslich voll davon.
Ja, das ist schön für die Schaltung. Es ändert aber nichts davon, dass 
jede zusätzliche Kapazität in der Schaltung das Regelverhalten 
verschlechtert.

> Und am Eingang auch - da kommt der Strom
> z.B. aus einem 1000 µF Elko.
Ja, und?

> Also beides Blödsinn.
Danke, willkommen in der Realität.

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Ich frage mich, weshalb ich als erstes den Hinweis mit dem Lesen des 
Datenblattes gegeben habe und der dann ganz toll ignoriert wird!
Stattdessen wird das Mehrfache an Zeit zum Beitragsschreiben 
verwendet...

Autor: A. K. (prx)
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Ingolf O. schrieb:

> Ich frage mich, weshalb ich als erstes den Hinweis mit dem Lesen des
> Datenblattes gegeben habe und der dann ganz toll ignoriert wird!

Was steht da denn genau drin? Dass der C vorneweg nur nötig ist, wenn 
kein Elko in der Nähe ist (lies: jeder C tut es, egal ob Kerko oder 
Elko). Und dass der C dahinter gänzlich optional ist.

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Da ist i.d.R. die gesamte Applikationsschaltung inkl. der BE-Werte 
abgedruckt!
Aber das ich Dir das verticken muß, hätte ich nicht gedacht...

Autor: Bensch (Gast)
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> schaltung läuft auch toll nur ist das ergebnis am ende irgendwie nicht
so der burner

> Hab 8,3 V dran und hinten kommen 7 V raus . . . .  (Schaltung nur mit
Kondensatoren drin)

Super toll, wie schnell man manche zufrieden stellen kann....

WAS hängt denn vorne dran? Und WIE hast du gemessen?

Autor: A. K. (prx)
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Ingolf O. schrieb:

> Aber das ich Dir das verticken muß, hätte ich nicht gedacht...

Ich muss daraus schliessen, dass du das das Datasheet entgegen deinem
Hinweis auch nicht gänzlich gelesen sondern dir nur die Bildchen
angeschaut hast.

Es gibt da nämlich gut versteckt noch ein paar interessante Fussnoten.

Zum Eingangskondensator steht dort: "Required if regulator is located in
appreciable distance from power supply filter". Mit diesem Filter ist
der Ladeelko gemeint.

Und zum Ausgangskondensator: "Although no output capacitor is needed for
stability, it does improve transient response".

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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vorne hängt 10 uF und hinter 78S05 auch ein 10 uF. An + Ausgang und GND 
hänge ich dann einen 330 kOhm Widerstand und messe über diesen die 
Spannung.

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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Hier mal nen Bild davon und die gemessenen Spannungen über dem 
Widerstand

Autor: mhh (Gast)
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Ich habe das Datenblatt jetzt nicht gelesen, aber: Manche Regler 
brauchen ein paar mA Last für die vorgesehene Ausgangsspannung. 330 kOhm 
ist in dem Fall keine ernsthafte Last. Versuche es mal mit 1 kOhm.

Autor: Stefan M. (celmascant)
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Versuch mal ehr einen 1k-Widerstand am Ausgang. Das Teil hat ja noch gar 
keine Last!
Im Datenblatt sollte übrigens auch was zur Mindestlast stehen. Bei zu 
wenig strom regeln die teile meistens nicht richtig!
Eine Einschalt-kontroll-LED tuts aber meistens als Mindestlast^^

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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ja ok ich versuchs gleich mal

Der Strom is bei 7-8V auch 2A ....

Autor: Kurt (Gast)
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>Gruss Reinhard

>PS die beste Massnahme gegen Schwingungen ist ein Oszilloskop!

wenn ich an jeden Spannungsregler den ich verbaut habe ein Oszilloskop 
löten würde wäre ich arm ...

Autor: A. K. (prx)
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mhh schrieb:

> Ich habe das Datenblatt jetzt nicht gelesen, aber: Manche Regler
> brauchen ein paar mA Last für die vorgesehene Ausgangsspannung.

Der LM317 beispielsweise. Was meist vom entsprechend dimensionierten 
Spannungsteiler gleich mit erledigt wird.

Für die 78xx gilt das nicht.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Oliver Kraft schrieb:
> ja ok ich versuchs gleich mal
>
> Der Strom is bei 7-8V auch 2A ....

Was? Mach doch mal vernünftige Sätze! Da fließen 2A? Riechst du nicht 
schon den 7805, der kurz vor dem in-Rauch-aufgehen ist?

Autor: mhh (Gast)
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A. K. schrieb:
> Für die 78xx gilt das nicht.

Doch, bei manchen (nicht allen) Herstellern schon.

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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mit diode und vorwiderstand

immernoch 6.8 V

Autor: A. K. (prx)
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mhh schrieb:

> Doch, bei manchen (nicht allen) Herstellern schon.

Danke, wusste ich noch nicht. (Negativ-) Beispiel dafür?

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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Simon K. schrieb:
> Was? Mach doch mal vernünftige Sätze! Da fließen 2A? Riechst du nicht
> schon den 7805, der kurz vor dem in-Rauch-aufgehen ist?

Nein ich rieche nichts. Weil das auch ein 78"S"05 ist und 2 A aushält !

Autor: A. K. (prx)
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Oliver Kraft schrieb:

> Nein ich rieche nichts. Weil das auch ein 78"S"05 ist und 2 A aushält !

12V rein, 7V raus, mal 2A ergibt 10W Wärmeleistung. Ohne Kühlkörper sind 
aber nur gut 1W drin - dabei wird der schon verdammt heiss.

Autor: Gast1 (Gast)
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Hallo,
leider sieht man auf den Bildern nicht wie rum du den eingebaut hast.
Leg den Spannungsregler mal mit der Kühlfahne auf den tisch, so das 
Plastik oben ist.
Der rechte Anschluss ist jetzt der Eingang
Der mittlere die masse
Der linke sind die 5V

tausch den Regler mal aus evlt ist er deffekt

Autor: Oliver Kraft (Gast)
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A. K. schrieb:
> Oliver Kraft schrieb:
>
>> Nein ich rieche nichts. Weil das auch ein 78"S"05 ist und 2 A aushält !
>
> 12V rein, 7V raus, mal 2A ergibt 10W Wärmeleistung. Ohne Kühlkörper sind
> aber nur gut 1W drin - dabei wird der schon verdammt heiss.

Und warum wird er bei mir nicht heiß ?  Kann das damit zusammenhängen, 
dass ich in der selben Leiste auf dem Brett arbeite ?

Autor: A. K. (prx)
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Gast1 schrieb:

> Leg den Spannungsregler mal mit der Kühlfahne auf den tisch, so das
> Plastik oben ist.
> Der rechte Anschluss ist jetzt der Eingang

Und ich sach noch, dass man das leicht durcheinander bringen kann. ;-)

Autor: mhh (Gast)
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A. K. schrieb:
> Danke, wusste ich noch nicht. (Negativ-) Beispiel dafür?

KIA78xx von KEC -> 5 mA
die Anderen finde ich jetzt auf die schnelle nicht

Autor: A. K. (prx)
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Oliver Kraft schrieb:

> Und warum wird er bei mir nicht heiß ?

Weil keine 2A fliessen? 10W reicht für einen kleinen Lötkolben, das 
macht sich bemerkbar. Üblicherweise mit olfaktorischer Signalisierung, 
oder per Aua.

> Kann das damit zusammenhängen,
> dass ich in der selben Leiste auf dem Brett arbeite ?

Fliessen wirklich 2A?

Autor: A. K. (prx)
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mhh schrieb:

> KIA78xx von KEC -> 5 mA

Steht das da irgendwo drin (hab nix gesehen), oder ergibt sich das erst
aus der Praxis?

Autor: mhh (Gast)
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Werte im Datenblatt beziehen sich auf 5 mA </= Iout </= 1,4 A.
Ausgangsspannung in der Praxis bei 1 mA "schwammig". Sollte mal für 
einen schnellen Versuchsaufbau eine Referrenzquelle spielen.

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