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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Siemens spült 2000 Leute auf die Straße

Autor: Siemens (Gast)
Datum: 28.01.2010 11:48

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,151...

diesmal ists Antriebstechnik und Industrieanlagenbau. Wiviel Ingenieure
sind davon betroffen?
Autor: Manfred von Antenne (dipol)
Datum: 28.01.2010 12:45

@  Siemens (Gast)

Du solltest dir eine korrekte Aussage angewöhnen.
Mit deiner reisserischen Darstellung liegst du unter BILD-Nivau!

Zur Klarstellung:

1. Niemand wird auf die Strasse gespült.
2. Es werden keine Leute entlassen, auch keine Ingenieure, und
3. Es werden Arbeitsplätze abgebaut, ohne Betriebsbedingte Kündigung.

Scheinbar ist dir der Unterschied zwischen Arbeitsplatzabbau und
Entlassung nicht bekannt?
Autor: Martin (Gast)
Datum: 28.01.2010 12:53

... Manfred von Antenne ...

Du mußt dich unbedingt bei Siemens bewerben. Nein, nein nicht als
Dummschwätzer - sondern als Pressesprecher. Ach, du bis der Ansicht da
gibt es keinen Unterschied? Na, um so besser für dich.

P. S. Kennst du den Unterschied zwischen scheinbar und anscheinend? Tja,
da kann ich dann auch nicht mehr helfen.
Autor: Siemens (Gast)
Datum: 28.01.2010 12:55

Zitat:"Der Konzern teilte mit, die Stellenstreichungen möglichst ohne
betriebsbedingte Kündigungen umsetzen zu wollen."

das Wort möglichst ist hier die Hintertür für die Personaler !
Autor: _Patrick_ (Gast)
Datum: 28.01.2010 13:04

Wie so oft, wird die Wahrheit vermutlich in der Mitte liegen.

Ich kenne die Mitarbeiter-Struktur der genannten Bereich nicht und von
daher ist mir nicht klar, in wie weit die 2000 Stellen ausschließlich
durch natürliche Fluktuation frei werden; jedoch bezweifle ich es.
Dann bleibt der Weg, den Mitarbeitern ein Angebot zu machen, was sie
nicht ablehnen können (Abfindung, Vorruhestand...)
Als nächstes wurden Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.
Sie sollen nur möglichst vermieden werden.

Es werden also keine 2000 Leute auf die Straße gespült. Die Annahme,
dass keine Mitarbeiter das Unternehmen verlassen (müssen) ist allerdings
auch naiv.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 28.01.2010 13:13

"Scheinbar ist dir der Unterschied zwischen Arbeitsplatzabbau und
Entlassung nicht bekannt?"

Dem Arbeitslosen wird egal sein, warum er arbeitslos ist. Fakt ist: Es
wird weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigte bei Siemens
geben. Warum, spielt für den Arbeitsmarkt und volkswirtschaftlich keine
Rolle. Die Wirkung ist dieselbe.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 28.01.2010 13:20

Ich denke, das ist erst der Anfang. Die ganz große Entlassungswelle bei
den Firmen wird im Laufe des Jahres noch auf uns zurollen! Ich bin
gespannt, wie das die sozialen Sicherungssysteme verkraften werden. Der
Anfang mit Beitragserhöhungen der GK ist ja schon gemacht. Obwohl in den
ganzen Moloch aus Pharma- Ärzte- Apotheker-lobby und Protektionis an
allen Ecken und Enden sollte mal gründlich aufgemischt werden. Ich würde
außerdem die "Parxisgebühr" in der jetzigen Form abschaffen und statt
dessen mindestens 10,- EUR pro Arztbesuch verlangen. Vor kurzem stand in
einem Artikel meiner Tageszeitung, dass in 2009 jeder Deutsche
durchschnittlich 18(!) Mal einen Arzt aufgesucht hat. 18 Mal, das ist
doch der Wahnsinn!
Autor: _Patrick_ (Gast)
Datum: 28.01.2010 13:32

Hallo Gast2,
was ist jetzt gegenstand der Diskussion - der Stellenabbau bei Siemens
oder eine neue Gesundheitsreform?
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 28.01.2010 15:33

Tendenziell werden große Aktiengesellschaften wie Siemens immer
versuchen Stellen abzubauen. Zum einen weil die Produktivität steigt und
man daher für die gleiche Arbeit mit der Zeit immer weniger Leute
braucht. Zum anderen weil man dadurch die Lohnkosten senkt und somit den
Gewinn steigert, wozu man als Aktiengesellschaft ja quasi verpflichtet
ist. Das geht dann solange bis der Idealfall mit Null Angestellten
erreicht ist ;-)
Autor: Michael S. (bugles)
Datum: 28.01.2010 15:50

Ist seltsam aber wer weiß vielleicht werden die ja Ausgelagert. Soweit
mir bekannt hat Siemens aber ein plus von ca 20%. Finde sowas immer
erschrenkend das Firmen kein Plus von 2% mehr haben was vor 20 Jahrne
durchaus eine spitzenrendite am Dax war. Heute haben die 20% und müssen
entlassen :-/

Da kommt man als normaler Mensch irgendwie nicht mehr hinterher.
Autor: namenlos (Gast)
Datum: 28.01.2010 17:19

Manfred von Antenne schrieb:
> 1. Niemand wird auf die Strasse gespült.
> 2. Es werden keine Leute entlassen, auch keine Ingenieure, und
> 3. Es werden Arbeitsplätze abgebaut, ohne Betriebsbedingte Kündigung.
Gut, hast Recht.
Niemand wird auf die Strasse gespült.
Nach dem die Leute ihre Aufhebungsverträge unterschrieben haben,
beziehungsweise ein Jahr lang in sogenannten Auffanggesellschaften
gelungert haben, dann wird es 2000 Arbeitsplätze weniger geben...
Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
Datum: 28.01.2010 17:28

In Deutschland hat Siemens 128.000 Mitarbeiter. Davon gehen statistisch
jedes Jahr ca. 2% (eher mehr) in den Ruhestand.

Macht also deutlich über 2000 MA, die dieses Jahr in Rente gehen.

Ist also gar kein Problem, 2000 MA abzubauen, ohne zu kündigen.

Gruss
Axel
Autor: dagger (Gast)
Datum: 28.01.2010 17:38

Axel Laufenberg schrieb:
> In Deutschland hat Siemens 128.000 Mitarbeiter. Davon gehen statistisch
> jedes Jahr ca. 2% (eher mehr) in den Ruhestand.
1. Arbeiten 128.000 Mitarbeiter deutschlandweit bei Siemens.
2. Nicht alle arbeiten in der Antriebstechnik oder in dem
   Industrieanlagenbau.
3. "möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen" klingt auch nach was
   anderem als der natürlichen Fluktuation.
4. 2000 weniger bei Siemens (Deutschland) heiss 2000 Jobs weniger in
   Deutschland.
Autor: Manfred von Antenne (dipol)
Datum: 28.01.2010 17:57

Martin schrieb:
> ... Manfred von Antenne ...
>
> Du mußt dich unbedingt bei Siemens bewerben. Nein, nein nicht als
> Dummschwätzer - sondern als Pressesprecher. Ach, du bis der Ansicht da
> gibt es keinen Unterschied? Na, um so besser für dich.
>
> P. S. Kennst du den Unterschied zwischen scheinbar und anscheinend? Tja,
> da kann ich dann auch nicht mehr helfen.

Martin, warum beantwortest du dir deine eigenen Fragen?

Das hat mit intelligenter Diskussionskultur nichts zu tun.

Geh mal auf die Wortwahl im 'Betreff' ein!
Autor: Werner (Gast)
Datum: 28.01.2010 17:57

Es wird bestimmt ohne betriebsbedingte Kündigungen abgehen. Normal
bietet Siemens eine gute Abfindung an, die man annehmen muß, um
Sanktionen zu entgehen. Das Problem ist, dass in Erlangen die
Forschungsbereiche stark betroffen sein werden. D. h. Ingenieure und
Naturwissenschaftler, die über 50 sind, werden auf diese Weise
herausgekauft. Damit geht aber auch das Know-How verloren. Die
Abteilungen werden nach Tschechien und in die Slovakei verlegt. Daduch
wird in Deutschland keiner entlassen, aber die Arbeitsplätze gehen hier
verloren. Und wer möchte mit 50 schon ohne Aufgaben sein? Siemens wird
nicht der einzige Konzern sein. Kollegen bei Bosch machen sich auch
schon Sorgen, da sie ähnliches erwartet.
Autor: Manfred von Antenne (dipol)
Datum: 28.01.2010 18:01

Siemens schrieb:
> Zitat:"Der Konzern teilte mit, die Stellenstreichungen möglichst ohne
> betriebsbedingte Kündigungen umsetzen zu wollen."
>
> das Wort möglichst ist hier die Hintertür für die Personaler !

Ach, und dein Einstieg für das Vokabular eines AgitProp-Funktionärs der
Sozialisten?
Autor: Freelancer (Gast)
Datum: 28.01.2010 18:20

> Abteilungen werden nach Tschechien und in die Slovakei verlegt.

Ach deshalb kommt meine Vertragsverlängerung von einer Frau Hrdlickova?

Mir hat schon mal einer gesagt, daß sie jetzt viel in Tschechien machen,
aber so recht konnte ich es nicht glauben.

> Das Problem ist, dass in Erlangen die Forschungsbereiche stark
> betroffen sein werden

Sind sie schon, sind sie schon. Haben alles rausgeschmissen, was Geld
sparen hilft. Da aber die Siemens schon seit Jahren die wichtigen Sachen
von den externen hat machen lassen, schiessen sie damit besonders viel
Knowhow weg. Über bleiben die unfähigen 30jährigen Krümelkaacker der
internen Siemens Akademie und vom Learning Campus, die viel
kommunizieren und nichts bauen können.

In den letzten Jahren hat sich die Siemens so stark verschlankt, daß
bald nix mehr da ist, zum verkleinern. Ist lustig und traurig zugleich,
was die an Knowhow wegwerfen.
Autor: gast# (Gast)
Datum: 29.01.2010 02:59

Wieviele Ingenieure hat Siemens in den letzten 15 Jahren denn schon
abgebaut? Man liest ja seit Jahren nur noch von Personalabbau bei dieser
Firma.
Autor: Werner (Gast)
Datum: 29.01.2010 08:36

@gast#:

Ich kann nur für den Bereich in Erlangen/Nürnberg sprechen. Hier wurden
zunehmend die älteren Ingenieure und Naturwissenschaftler mit Abfindung
und deren "Zustimmung" aus der Firma entfernt. Der Altersdurchschnitt
ist dadurch auf etwa 35 bis 38 Altersjahre gesunken. Dabei kam der
Nachwuchs fast immer aus den betriebseigenen Bildungseinrichtungen, von
der FH oder Uni kam nur ein geringer Prozenzsatz. Auswahlkriterium für
externe Absolventen war nicht fachliche Eignung, sondern bereits
vorhandene Beziehungen zum Siemenskonzern. Wird dann ein Bereich in
Deutschland abgebaut und in östliche Nachbarländer oder nach Asien
verlegt, bekommen die jüngeren Mitarbeiter die Order zum
betriebsbedingten Umzug. Die Gehaltshöhe wird dem jeweiligen
Landesniveau angepaßt (Versetzung zur jeweiligen Landesniederlassung mit
neuem Vertrag und "Zustimmung" des Mitarbeiters). Eine Weigerung ist
nicht vorgesehen, da die Vertragsgestaltung dies ausdrücklich zuläßt. Im
Prinzip findet im Konzern kein Abbau von technischen Arbeitsplätzen
statt, sondern nur eine Verlagerung in Länder mit geringerem
Gehaltsniveau. Die Arbeitsplätze gehen nur für den Standort Deutschland
verloren. Vor diesem Hintergrund erscheint die Diskussion über einen
Mangel an MINT-Absolventen in Deutschland vollkommen an den Tatsachen
vorbei zu gehen.
Autor: max (Gast)
Datum: 29.01.2010 08:52

es wird immer mehr entwicklung nach tschechien verlagert. vor zwei
jahren hieß es noch, dass keine entwicklungstätigkeit nach tschechien
ausgelagert wird. meine abteilung hat aber allein im letzten jahr vier
große entwicklungsprojekte nach tschechien verlagert. von der leitung
kommt nur die aussage, man muß die ausländischen kollegen so gut wir nur
möglich bei der entwicklung unterstützen, nur so könne man die
entwicklerarbeitsplätze hier in deutschland halten.

es soll auch kein mitarbeiter seinen 60. geburtstag in der abteilung
erleben. mit 58 soll möglichst schluß sein. nachwuchs und
wissenstransfer spielt überhaupt keine rolle. lieber holt man sich junge
und vorallem leiharbeiter ins boot, die dann keine ahnung von den
produkten haben. ist schon lustig mit anzuhören wenn ein kunde anruft
und man muß ihm sagen, dass man keine ahung von seiner eigenen
entwicklung hat. ist nicht nur einmal vorgekommen...

stimmt, je besser der kontakt in die firma ist, desto  schneller erhält
man einen arbeitsplatz. für andere externe ist es fast unmöglich
reinzukommen, außer über leiharbeitsfirmen...

wird noch ein interessantes jahr werden!
Autor: Gast12 (Gast)
Datum: 29.01.2010 13:01

Versteht einer die Politik von Industrieunternehmen?

Wieso posaunt mann Stellenabbau der auch noch möglichst ohne
Betriebsbedingte Kündigungen geschehen soll so in die Öffentlichkeit?

Ist das Firmen - psycho- Politik oder doch nur Mediengetue?

Diese Meldung juckt mich nicht wirklich.
Finde nur, dass man als Mensch in der heutigen Zeit ziemlichem
Psychogekaspere ausgesetzt ist.

Also wenn die Herren Manager den Laden nur noch mit Stellenabbau und
Stellen Verlagerung in der fetten Gewinnzone halten können, dann sollte
man so allmählich mal an den Fähigkeiten dieser Herren zweifeln.

Diese Herren wollen auch in billiglohnländer produzieren und entwickeln
und in hochlohnländer teuer verkaufen. Da wird sich die Katze in ein
paar Jahren in den Schwanz beisen.
Autor: Harald (Gast)
Datum: 29.01.2010 13:20

@Antennen-Manfred


>Du solltest dir eine korrekte Aussage angewöhnen.
>Mit deiner reisserischen Darstellung liegst du unter BILD-Nivau!

Weißt Du wie man Niveau schreibt ? Gröhl! Naja, die Darstellung ist
eigentlich ja vom Spiegel, n'est pas?

Über kurz oder lang sägen die ganzen Konzerne sowieso am Ast auf dem Sie
sitzen. -> kleine Bilanz

Mehr Arbeitslose -> weniger Steuern -> weniger Aufträge vom Staat ->
weniger Einnahmen -> mehr Arbeitslose

Dafür geht die Produktion ins Ausland. Wer kauft die ganzen Maschinen
dann?
Autor: Warmweiß (Gast)
Datum: 29.01.2010 14:31

In Deutschland wird nur noch der Untergang verwaltet, mehr nicht. Dafür
kontrolliert, konsequent und weitgehend unbemerkt.
Die Schönredner und Zwangsoptimisten noch dazu sind dann das Schlimmste,
was es geben kann. Der Deutschlandzug wird peu à peu mit hoher
Geschwindigkeit auf ein Stumpfgleis geleitet und Warner werden gleich
mit System umd Schwachsinnsargumenten niedergemacht. Ich hoffe
wenigstens, dass diese Leute dann mit im Zug sitzen, wenn es rappelt.
Aber wahrscheinlich hat sich das feige Ges..s dann schon aus dem Staub
gemacht.
Autor: Onkel Kapotto (Gast)
Datum: 29.01.2010 16:17

Es wird nicht nur nach Tschechien verlagert, sondern immer mehr in die
Slowakai, weil T. schon viel zu teuer ist. Die Sauerei ist, dass die
Firmen den ansiedlungsfreundlichen Steuererlass mitnehmen und dann
weiterziehen. Die Tschechen haben also auch nichts davon. Nur einige
Drecksäcke in der Tschechichen Verwaltung die geschmiert werden.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 29.01.2010 18:59

"In Deutschland wird nur noch der Untergang verwaltet"

Definiere "Untergang"? Auflösung/Abbau der Wirtschaft/Industrie? Wie
werden die Menschen in .de dann leben? Wie im 18. Jahrhundert? Und in
welchem Zeitraum? Gut möglich, dass in Deutschland einige Generationen
später nur noch Brachland ist. Aber kurzfristig würde es eng wegen der
ganzen Bürgerkriege, Hungertoten, Obdachlosen, ganz zu schweigen von den
Slums.
Autor: Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
Datum: 29.01.2010 19:12

Freelancer schrieb:

>Da aber die Siemens schon seit Jahren die wichtigen Sachen
>von den externen hat machen lassen, schiessen sie damit besonders
>viel Knowhow weg.

Na, ganz so kann man es ja auch nicht sehen. In ner kleinen Klitsche, wo
ich zuvor war, bauten sie ein Steuergerät für Siemens, wobei Siemens
diese Sparte kurz vorher aufgab. Die Arbeitsplätze werden so etwas in
den kleinen Mittelstand verlagert, wo Gehaltsniveau und
Arbeitsplatzsicherheit geringer sind, jedoch die Auslastung des
Entwicklers erheblich höher. Aber nicht zwangsläufig ins Ausland.

Aber Mann, was waren die stolz wie Bolle, daß sie was für Siemens machen
durften...
Autor: Ländle (Gast)
Datum: 01.02.2010 08:05

Man kann doch Firmen keinen Vorwurf für ihr Handeln machen, solange sie
sich auf dem Boden des Gesetzes gewegen. Wenn die Verlagerung von
Kapazitäten in andere Länder durch die EU gefördert wird und Deutschland
ein Teil der EU-Administration ist, ist dieses Handeln auch im Sinne der
Deutschen Administration und Politik. Folglich ist diese Handeln auch
zum Wohle des Deutschen Volkes. Übrigens besteht kein Zwang in
Deutschland seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es besteht die
Möglichkeit zu eigenen Entscheidungen, die auch durch steuerliche
Vorteile unterstützt werden.
Autor: Delete Me (skywalker)
Datum: 01.02.2010 09:52

Liest man sich sich durch was manche Firmen so verzapfen, dann fragt man
sich ob der Vorstand nicht von einer Horde Schimpansen besser besetzt
wäre. Oder von mir selbst.
Autor: _Patrick_ (Gast)
Datum: 01.02.2010 10:40

Martin,
das hängt wohl sehr stark davon ab, was dein Ziel ist ;-)
Autor: Ländle (Gast)
Datum: 01.02.2010 10:50

@Martin F.

Ob Schimpansen oder sie selbst im Vorstand erfolgreiche Arbeit leisten
könnten bezweifle ich stark. Sowohl ihnen als auch den Schimpansen
fehlen die Mittel und die Verbindungen, um erfolgreiche Lobbyarbeit
leisten zu lassen. Bleiben sie bei ihren Leisten!
Noch eine bescheidene Frage zum Abschluß: Warum stellen sie sich in
ihrem Beitrag mit Schimpansen auf eine Stufe?
Autor: staman (Gast)
Datum: 01.02.2010 10:57

@Ländle:

> Man kann doch Firmen keinen Vorwurf für ihr Handeln machen, solange sie
> sich auf dem Boden des Gesetzes gewegen.

Prinzipiell hast du da natürlich recht Aber eine Firma wie Siemens, die
in internen Propagandavideos über "unsere neuen Werte" u.a.
"Verantwortung" als einen solchen in den Vordergrund stellt, sollte
anders verhalten. Zumal, wenn trotz weltweiter Wirtschaftskrise, wieder
Milliardengewinne eingefahren wurden.
So ein Verhalten ist einfach nur noch peinlich.
Autor: Max M. (xxl)
Datum: 01.02.2010 11:06

>Noch eine bescheidene Frage zum Abschluß: Warum stellen sie sich in
>ihrem Beitrag mit Schimpansen auf eine Stufe?
Warum nicht? der genetische Unterschied beträgt nur 3%.
Der Abstand von einem Vorstandsmitglied zum gemeinen Mob dürfte
höher liegen.
Autor: _Patrick_ (Gast)
Datum: 01.02.2010 11:09

Max,

Du gehst also davon aus, dass Vorstandsmitglieder sich genetisch vom
Menschen unterscheiden? Gewagte These, aber wenn du sie beweisen kannst
ist sie Bahnbrechend
Autor: Ländle (Gast)
Datum: 01.02.2010 12:20

@staman :

da muß ich dir Recht geben. Firmen, die sich als verantwortungsbewust in
der Öffentlichkeit präsentieren und dann verantwortungslos handeln, wie
zum Beispiel Siemens, verdienen Verachtung. Man kann ihnen Verachtung
entgegenbringen, aber es wird sie nicht interessieren. Durch ihre
Lobbyarbeit haben sie die Unterstützung der Politik und der
Administration. Dadurch wird auch ein Handeln im Graubereich, hart an
der Grenze zur Ungesetzlichkeit, in den Grünen Bereich gerückt. Solches
Handeln schadet dem Ruf vieler redlicher Manager.
Autor: Gunb (Gast)
Datum: 01.02.2010 12:28

Siemens = Bank mit angeschlossener Elektroabteilung.

if(Bank){
  Keine soziale Verantwortung;
  return(FrühKapitalismus);
else{
  Der Rest der übrigbleibt;
  return(toStraße);
}
Autor: Gerald Hellinghaus (Gast)
Datum: 01.02.2010 12:35

Siemens kann man vergessen. Ich wohne ursprünglich hier um die Ecke,
direkt in deren Nähe, aber die Gehaltsangebote sind einfach unter aller
Würde. Ich frage mich langsam, wer da überhaupt noch arbeitet? Und wenn
sie wirklich mal einen einstellen, dann nur temporär, projektbezogen
über Zeitarbeiter. Da sie aber Gehaltslimits haben führt es dazu, dass
Erfahrene nicht dort arbeiten können sondern immer wieder Anfänger
geholt werden.
Autor: Delete Me (skywalker)
Datum: 01.02.2010 12:42

Ländle schrieb:
> @Martin F.
>
> Ob Schimpansen oder sie selbst im Vorstand erfolgreiche Arbeit leisten
> könnten bezweifle ich stark. Sowohl ihnen als auch den Schimpansen
> fehlen die Mittel und die Verbindungen, um erfolgreiche Lobbyarbeit
> leisten zu lassen. Bleiben sie bei ihren Leisten!
Stimmt schon, ich wüsste nicht was ich mit dem ganzen Geld anfangen
sollte. ;)

> Noch eine bescheidene Frage zum Abschluß: Warum stellen sie sich in
> ihrem Beitrag mit Schimpansen auf eine Stufe?
Damit ihr auch mal was zum lachen habt. :P
Autor: Rene (Gast)
Datum: 07.02.2010 17:32

Ich bin komme aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld. Hier sollen von den 2000
MA von Siemens 840 gehen.Das entspricht etwa 25% aller
Industriearbeitsplätze in der Region(wieviel MA wären das denn z.B. in
München, Nünberg, Berlin, Hamburg????). Das ist mit allen die noch
zusätzlich arbeitslos werden- MA von Zulieferern, Bäcker, Metzger,
sonstige Handwerker und Geschäfte usw. einem wirtschaftlichen Kahlschlag
gleichzusetzen.
Es gibt außerdem sehr viele 40/50 jährige. Wenn die jüngeren gehen
müssen, werden sie die Gegend verlassen (müssen). Dann sind hier
irgendwann nur noch alte. Dann haben wir "Mecklenburg- Vorpommern"
mitten in Deutschland.

.....darüber sollten wir nachdenken......wir alle......
Autor: ???? (Gast)
Datum: 07.02.2010 17:36

> Da sie aber Gehaltslimits haben führt es dazu, dass
> Erfahrene nicht dort arbeiten können sondern immer wieder Anfänger
> geholt werden.

Anfänger haben bei S nur mit ganz viel Vitamin B oder mit einem
ausgezeichneten Studienabschluss eine Chance.
Autor: ohje (Gast)
Datum: 08.02.2010 17:26

> .....darüber sollten wir nachdenken......wir alle......

Jo fertig und nun?
Ist doch jedem klar, dass Deutschland ein Überbevölkerungsproblem hat.
Autor: ich (Gast)
Datum: 08.02.2010 18:44

@ Rene
Ich bin aus Berlin. Hier sind mehrere 1000 MA, die bei Siemens waren,
gegangen worden. Das entspricht etwa 25% aller Industriearbeitsplätze in
der Region (Spandau). Juckt fast kein $chwein mehr. Willkommen im Klub.
Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Datum: 09.02.2010 15:19

Ländle schrieb:
> @Martin F.

> Noch eine bescheidene Frage zum Abschluß: Warum stellen sie sich in
> ihrem Beitrag mit Schimpansen auf eine Stufe?

Ich bin zwar nicht der Martin. ;-)

Aber eventuell hat er vestanden, was sie noch nicht verstanden haben.


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