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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Der Anfang eines Absolventen

Autor: VHF (Gast)
Datum: 28.01.2010 13:48

Hallo!
Da ich bald mit dem Studium (E-Technik) fertig sein werde, möchte ich in
die Bewerbungsphase übergehen. Nachdem ich mir zig Stellenanzeige
vorgenommen habe, bin ich leider zum Entschluss gekommen, dass ständig
etwas gefordert wird, was ich nicht gelernt habe.
Darum die Frage an diejenigen, die KEIN Praxissemseter mit Übernahme
hatten:
Habt ihr euch erfolgreich auf eine Stellenanzeige beworben, an denen nur
einige Forderungen übereinstimmten!? Gibt es die Möglichkeit des
Quereinstiegs (z.B. Nachrichtentechnik zur Qualitätssicherung?). Mich
interessieren hier nur Erfahrungen!!!
Autor: Tobias (Gast)
Datum: 28.01.2010 14:26

Das ist ganz normal. Die Firmen wollen halt immer Superhelden die alles
könne, max. 25 Jahre alt sind und über langjährige Berufserfahrung
verfügen. Da es diese Superhelden aber nicht gibt oder wenn nur in sehr
geringem Umfang müssen die Firmen dann auch normale Leute nehmen. Also
einfach auf ne Stelle bewerben die dich interessiert auch wenn du nicht
alles erfüllen kannst was gefordert wird. War bei mir genauso.
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 28.01.2010 15:19

"Der Anfang eines Absolventen"...

...ist der Anfang vom Ende ;-)


(SCNR)
Autor: oszi40 (Gast)
Datum: 28.01.2010 17:39

Du mußt nur 1x zu rechten Zeit am rechten Ort sein , wo einer gebraucht
wird.

Es ist nicht verboten, in einer Firma anzurufen, die z.B. 100
Lokomotivführer sucht und nachzufragen ob die noch weitere Stellen wie
... zu besetzen haben.

Schlimmstenfalls suchen sie noch eine Fachkaft mit Mikrowellenerfahrung
und Führerschein: Bockwurstverkäufer.
Autor: Matze (Gast)
Datum: 28.01.2010 21:30

Die Faustformel ist glaube ich, dass man mindestens 80% der Forderungen
erfüllen sollte um eine realistische Chance zu haben. Und bei den
Kernpunkten sollte man natürlich nicht völlig daneben liegen. (Wenn
wirklich langjährige Berufserfahrung gefordert wird, dann hast du als
Einsteiger meistens keine Chance).

Aber den perfekten Bewerber gibt es nur selten; doch je spezifischer die
Stellenausschreibung, desto größer die Chance, dass die geeigneten Leute
sich auch auf diese Stelle bewerbeben. Im Endeffekt braucht man einige
allgemeine Basics und muss den Rest halt lernen. Es wird überall nur mit
Wasser gekocht!

Wenn das, was du bisher so in Vertiefung, Praktikum und Diplomarbeit
gemacht hast einigermaßen zur Stelle passt, kannst du die konkreten
Punkte schon etwas weicher auslegen. Man kann dann davon ausgehen, dass
du ausreichen motiviert und fähig bist, nach einer gewissen Anlernphase
produktiv zu arbeiten.

Und als Berufserfahrung (die ja zur Zeit überall drinsteht) lässt man
zur Not auch ein Praktikum gelten. Deine Chance hängt immer wesentlich
davon ab, wie nötig der Arbeitgeber neues Personal hat, wie attraktiv
die Stelle auch für Berufserfahrene ist, ergo wer sich alles darauf
bewirbt. Das weiß man natürlich im Vorfeld nicht.

Ich hatte vor zwei Jahren mehrere konkrete Angebote, obwohl mir
Berufserfahrung und diverse Fachkenntnisse fehlten. Das war natürlich
auch vor der Krise. Aktuell würde ich micht nicht zu zaghaft bewerben,
sondern ordentlich klotzen. Im Zweifel mutig eine Bewerbung mehr, kostet
ja nichts. Und regionale Einschränkungen bei der Suche sind keine gute
Idee, da dir so wahrscheinlich die passendsten Angebote durch die Lappen
gehen.
Autor: VHF (Gast)
Datum: 29.01.2010 08:30

Mich regional einschränken möchte ich  mich gar nicht. Ich komme aus dem
Norden und möchte bloß weg hier.
Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
Personaler telefonisch zu melden?
Übrigens, ich habe vor dem Studium schon eine Ausbildung als
Elektroniker gemacht und 2 Jahre gearbeitet. Aber das wird bestimmt als
Erfahrung verfallen.
Soll ich in meinen Bewerbung nur auf das Wissen meines Studiums eingehen
und warum ich die Firma so Toll finde, oder gibt es mehr Aspekte?
Desweiteren bin ich ein Mensch, der gerne mehr lernen möchte, darum ist
es mir fast egal, welche Stelle ich bekomme, denn ich muss ja
hauptsächlich Wurzel schlagen können....; oder ist diese Ansicht falsch?
Autor: Delete Me (skywalker)
Datum: 29.01.2010 09:58

VHF schrieb:
> Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
> Personaler telefonisch zu melden?
Sagen wir es mal ganz allgemein: Je besser die sich deinen Namen merken
können, desto besser sind deine Chancen einen Job zu bekommen. Bewerben
sich 20 Leute auf eine Stelle und einer ist dem Personalchef schon vor
den Bewerbungsgesprächen durch kompetente Telefonate namentlich bekannt,
dann kann (muss aber nicht) das ein Vorteil für denjenigen sein. Manche
nehmen so was auch gern als Beleg für ein kommunikatives Verhalten.
Wichtig ist jedoch, dass der Anruf selbst "kompetent" sein sollte. Das
heißt man sollte sich vorher genau im klaren darüber sein was man fragen
möchte, wie man fragen möchte und wie man das am Telefon (oftmals landet
man erstmal bei der Sekretärin und muss sich bis zum richtigen
Gesprächspartner durcharbeiten) auch umsetzt. Ein positiv empfundener
Anruf kann sich positiv auf die Bewerbung auswirken, aber ein negativ
empfundener Anruf wird sich ebenso negativ auswirken. Auch die Fragen
sollten durchdacht sein. Erfragt man Infos zur ausgeschriebenen Stelle
oder der Firma, die man auch mit wenig Mühe von der Homepage hätte
bekommen können, wirkt das weniger positiv.
Man sollte auch beachten mit wem man spricht. Der Personaler ist zwar
wichtig für den Bewerbungsprozess und die "Rahmendetails" zu der Stelle,
fachliche Fragen wird er aber in der Regel nicht beantworten können.
Wichtig ist auch, dass man sich alle Namen merken sollte. Dann kann man
sich im Bewerbungsanschreiben auch auf eine bestimmte Person beziehen
wenn man weiß, dass diese auch die Bewerbung bekommt (dies ist aber
nicht immer pauschal sinnvoll). Für diesen Zweck sollte man bei
Unsicherheit auch die korrekte Schreibweise eines Namens erfragen, denn
nichts ist schlimmer als wenn der Name des Ansprechpartners falsch
geschrieben ist.
Autor: Matze (Gast)
Datum: 30.01.2010 00:30

> Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
> Personaler telefonisch zu melden?

Ich denke es ist als Anfänger schwer in diesem frühen Stadium sinnvolle
Fragen zu stellen und vor allem im Zweifel zu begründen, warum man das
jetzt wissen will. Man will ja primär erst einmal Fuß fassen und sich
nicht in eine bestimmte Richtung gezielt verändern. Und wirklich
umfangreich erläutert bekommt man den Job im Vorstellungsgepräch, hier
muss man Fragen stellen!

Wie Martin bereits erwähnte, kann ein Vorabtelefonat den ersten
positiven Eindruck und evtl das i-Tüpfelchen für eine spätere Einladung
bringen. Wenn durchklingt, dass die Fragen nur Vorwand zur
Selbstpräsentation sind, geht das ganze nach hinten los, da sich weder
Personaler noch Abteilungsleiter gerne ihre Zeit stehlen lassen.

Vorab anzurufen ist weder die Regel und noch eine inoffizielle Pflicht.
Ich schätze mal, dass die große Mehrheit darauf verzichtet. Mir
beispielsweise liegt es nicht besonders mit wildfremden Leuten ein
Telefonat zu führen, bei dem ich meine Fragen anbringen und gleichzeitig
kompetent und sympatisch rüberkommen muss. Entsprechend habe ich mich
auf meine schriftlichen Bewerbungen konzentriert, was prima funktioniert
hat.
Autor: dagger (Gast)
Datum: 31.01.2010 23:48

Hans H. schrieb:
> Deshalb bieten wir doch Praktikas an.
> Für die Luschen sieht es natürlich übel aus. Die braucht kein
> Mensch.
Nur Luschen nennen andere Luschen und kennen den Pural von Praktikum
nicht.

Ansonsten: Ganz netter Trollversuch, also in diesem und dem anderen
Thread.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 00:02

VHF schrieb:
> Hallo!
> Da ich bald mit dem Studium (E-Technik) fertig sein werde, möchte ich in
> die Bewerbungsphase übergehen. Nachdem ich mir zig Stellenanzeige
> vorgenommen habe, bin ich leider zum Entschluss gekommen, dass ständig
> etwas gefordert wird, was ich nicht gelernt habe.

Das ist normal.

> Darum die Frage an diejenigen, die KEIN Praxissemseter mit Übernahme
> hatten:
> Habt ihr euch erfolgreich auf eine Stellenanzeige beworben, an denen nur
> einige Forderungen übereinstimmten!? Gibt es die Möglichkeit des

Ja. Du weißt ja nicht, welche der aufgeführten Anforderungen besonders
wichtig und welche "nice to have" sind.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 00:07

VHF schrieb:
> Mich regional einschränken möchte ich  mich gar nicht. Ich komme aus dem
> Norden und möchte bloß weg hier.

Flexibilität hinsichtlich des Orts ist einer der wichtigsten Punkte, um
erfolgreich bei der Jobsuche zu sein.

> Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
> Personaler telefonisch zu melden?

Wozu? Um den zu nerven? Bei denen klingelt oft genug das Telefon.

> Übrigens, ich habe vor dem Studium schon eine Ausbildung als
> Elektroniker gemacht und 2 Jahre gearbeitet. Aber das wird bestimmt als
> Erfahrung verfallen.

Nein, nicht zwingend. Hängt ganz von der Aufgabe ab.

> Soll ich in meinen Bewerbung nur auf das Wissen meines Studiums eingehen
> und warum ich die Firma so Toll finde, oder gibt es mehr Aspekte?

Wichtig ist, ob die Schwerpunkte Deines Studiums oder noch besser des
Fachpraktikums mit denen der Stellenbeschreibung übereinstimmen. Du
solltest Dein Interesse für die Aufgabe kundtun. Ob Du die Firma toll
findest oder nicht, interessiert keinen Menschen. Irgendwelche
Lobgesänge wirken eher lächerlich.

> Desweiteren bin ich ein Mensch, der gerne mehr lernen möchte, darum ist
> es mir fast egal, welche Stelle ich bekomme, denn ich muss ja
> hauptsächlich Wurzel schlagen können....; oder ist diese Ansicht falsch?

Du solltest schon einen Plan von dem haben, was Du beruflich mal machen
willst. Das, was Du jetzt beginnst, wird mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf Deinen weiteren beruflichen Verlauf
haben. Einfach irgendwas zu tun, ist keine gute Idee.
Autor: Andreas Fischer (chefdesigner)
Datum: 01.02.2010 00:10

> Praktikas

Kürzlich auf Xing gefunden:

1 Praktika
2 Praktikas
3 Praktikase
4 Praktikasen
5 Praktikasens
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 00:12

Matze schrieb:
> Vorab anzurufen ist weder die Regel und noch eine inoffizielle Pflicht.
> Ich schätze mal, dass die große Mehrheit darauf verzichtet. Mir
> beispielsweise liegt es nicht besonders mit wildfremden Leuten ein
> Telefonat zu führen, bei dem ich meine Fragen anbringen und gleichzeitig
> kompetent und sympatisch rüberkommen muss. Entsprechend habe ich mich
> auf meine schriftlichen Bewerbungen konzentriert, was prima funktioniert
> hat.

Ich würde auch eher von einem Anruf abraten. Selbst, wenn man den
tollsten Anruf führt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht sehr niedrig,
dass der Gesprächspartner eher genervt ist. Bei denen klingeln dauernd
die Telefone.

Bei solchen ausgeschriebenen Stellen sind ohnehin nicht die wirklich
entscheidenden Personen namentlich aufgeführt, sondern nur eine
Personaler-Tante (oder Onkel). Und die kann weder fachlich weiterhelfen
noch trifft die die Entscheidung, wer eingeladen wird und wen man
letztendlich einstellt.

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