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Forum: Platinen Neue Schaukelätzmaschine


Autor: Jürgen W. (juergen_w) Benutzerseite
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Hallo,

habe eben gerade die Bauanleitung meiner neuen Ätzmaschine hochgeladen.
Das ganze könnt ihr euch hier anschauen.

http://www.avr-projekte.de/aetz2.htm

Grüsse Jürgen

Autor: Frager (Gast)
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Wie hast du bei dieser Ätzmaschine die Acrylglasplatten gesägt und 
verklebt? Sieht nämlich echt gut aus das Gehäuse!

Autor: Sebastian (Gast)
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Sieht nicht schlecht aus. Und gut dokumentiert. Bravo!

Autor: Jürgen W. (juergen_w) Benutzerseite
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Frager schrieb:
> Wie hast du bei dieser Ätzmaschine die Acrylglasplatten gesägt und
> verklebt?
Mit einem Stichsägetisch. Die Kanten sind zwar nicht besonders nach dem 
sägen
aber nach dem schleifen mit Schleifpapier P100 - P800 (extrafein) wird 
das dann. Geklebt habe mit UHU Hartplastik.

http://www.neutechnik-werkzeug-shop.de/shop/articl...

Sebastian schrieb:
> Sieht nicht schlecht aus. Und gut dokumentiert. Bravo!

Dank dir :-)

Autor: Frager (Gast)
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Jürgen W. schrieb:
> Frager schrieb:
>> Wie hast du bei dieser Ätzmaschine die Acrylglasplatten gesägt und
>> verklebt?
> Mit einem Stichsägetisch. Die Kanten sind zwar nicht besonders nach dem
> sägen
> aber nach dem schleifen mit Schleifpapier P100 - P800 (extrafein) wird
> das dann. Geklebt habe mit UHU Hartplastik.

Ah, okay. Weil die Kanten sehen echt ordentlich aus. Ich habe Acrylglas 
auch schon einige Male mit der Stichsäge gesägt, nur wurden die Kanten 
längst nicht so glatt wie sie bei dir sind; da waren doch einige Furchen 
durch das vermutlich zu grobe Sägeblatt drin...
UHU Hartplastik ist ein guter Tip, den werde ich vermutlich mal testen, 
denn Gehäuse aus Acrylglas sehen einfach schön aus ;-)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Acrylglas kann man sehr gut mit einer Fliesensäge schneiden - das gibt 
recht ordentliche Schnittkanten.

Kleben tut man das Zeug mit Acrifix. Das Ergebnis ist wie geschweißt, 
das Acrifix ist flüssiges Acrylglas, das unter UV-Beleuchtung 
polymerisiert. Dazu reicht bereits das aus, was im Tageslicht enthalten 
ist, unterm Platinenbelichter geht es aber deutlich schneller.

Autor: Jürgen W. (juergen_w) Benutzerseite
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Acrylglas kann man sehr gut mit einer Fliesensäge schneiden - das gibt
> recht ordentliche Schnittkanten.

Das hätte ich vorher wissen müssen, war das erste mal bei mir mit 
Acrylglas schneiden :-).
Meinst du eine Handsäge oder eine elektrische Trenscheibe ? Wenn 
elektrisch, trocken oder nass ?

Danke auch für den Tip mit Acrifix. Ich habe immer noch von dem 
Acrylglas übrig, ist ein toller Werkstoff mit dem ich bestimmt noch 
öfters arbeiten werde.

Grüsse Jürgen

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Jürgen W. schrieb:
> Meinst du eine Handsäge oder eine elektrische Trenscheibe ? Wenn
> elektrisch, trocken oder nass ?

Eine elektrische. Ich hab trocken geschnitten, aber naß könnte man 
zumindest mal probieren, wenn es mit dem betreffenden Gerät geht.

Beim Trockenschneiden bildet sich eine Wurst aus plastischem Material.

> ist ein toller Werkstoff mit dem ich bestimmt noch öfters arbeiten werde.

Finde ich auch. Es ist allerdings nicht ganz einfach, optisch 
einwandfreie Klebungen hinzubekommen. Wenn man mit Acrifix klebt, ist es 
ratsam, die Schutzfolie bis zum Schluß drauf zu lassen und nur an den 
Klebrändern einen Millimeter frei zu machen, damit die Schutzfolie nicht 
in den schwer vermeidbaren Wulst eingeklebt wird.

Das Non-plus-Ultra an Klebmitteln ist jedoch das sehr flüchtige und 
ziemlich ungesunde Dichlormethan. Das produziert keine Wülste und 
verschweißt das Acrylglas ohne Zugabe.

Autor: Jürgen W. (juergen_w) Benutzerseite
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Dank dir nochmals für die Tips.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Wenn man mit Acrifix klebt, ist es
> ratsam, die Schutzfolie bis zum Schluß drauf zu lassen und nur an den
> Klebrändern einen Millimeter frei zu machen, damit die Schutzfolie nicht
> in den schwer vermeidbaren Wulst eingeklebt wird.

Ich habe ja 5mm Acrylglas benutzt, da habe ich einfach mit Teskrepp 
abgeklebt und die 5mm Klebefläche freigelassen. Nur muss man das 
Klebeband nach dem zusammenfügen sofort abziehen. Lässt man das so 
trocknen geht es nur noch extrem schwer wieder ab. Wartet man nur 1-2 
Minuten, zieht der Kleber Fäden so das kleckern vorprogrammiert ist.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Beim Trockenschneiden bildet sich eine Wurst aus plastischem Material.

Ja, war bei mir auch so, das Acryl hat einen niedrigen Schmelzpunkt. Das 
Sägeblatt ist ausschlaggebend. Ich hatte am anfang ein feines Sägeblatt 
da war das extrem, zum Teil schweisste sich das Plexi während dem sägen 
hinter dem Sägeblatt wieder zusammen. Dann hatte ich ein mittelgrobes 
Blatt und das ging dan einwandfrei.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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> Ich hatte am anfang ein feines Sägeblatt da war das extrem, zum Teil
> schweisste sich das Plexi während dem sägen hinter dem Sägeblatt wieder
> zusammen.

Das Blatt der Fliesensäge ist 2 mm dick und hat überhaupt keine Zähne, 
sondern eingelagerte Hartmetallstückchen.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Die Maschine sieht wirklich gut gemacht aus. Die Lösung mit dem 
Schaukeln einer Schale klingt interessant für den im Hobbybereich wohl 
eher üblichen seltenen Einsatz mit dem Problem des Lagerns alter 
Ätzlösung.

Hast Du Erfahrung mit dem Ätzen 2-seitiger Platinen? Leidet da nicht das 
Ergebnis auf der Seite, die in der Schale unten liegt?

Autor: Sebastian R. (sebr)
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Das Prinzip gefällt mir auch sehr gut.
Aber einiges macht mich nachdenklich, nänlich wie flüssigkeitsbeständig 
das ganze ist und wie sich die Metallteile an der Maschine schlagen über 
die Zeit....
Jedes mal Ätzlösung neu ansetzen wäre auch nix für mich, auch zu 
schierig zu dosieren bei so geringen Mengen von 0,2l.
Werde mir auch mal sowas bauen Für Fe3Cl, da kann ich nur eine Heizfolie 
nehmen und mir auch die Temp.-Überwachung sparen. Just4Fun :)
Hab ja noch weiterhin meine Küvette.

Mit doppelseitigen PLatinen kann ich mir vorstellen dass es Probleme 
gibt....evtl. scheuert der Fotolack ab oder es sammeln sich Luftbläschen 
unter der Platine. Abhilfe würde hier eine Art Rahmen bringen in den man 
die Platine einspannt. Dann müsste man aber auch den Pegel der Ätzlösung 
erhöhen wodurch ein grosser Vorteil der Konstruktion, nämlich die 
schnelle Anheizzeit, wieder zunichte gemacht würde....

Autor: Jürgen W. (juergen_w) Benutzerseite
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Gerd E. schrieb:
> Hast Du Erfahrung mit dem Ätzen 2-seitiger Platinen? Leidet da nicht das
> Ergebnis auf der Seite, die in der Schale unten liegt?

2-seitig ist kein Problem, die erste Ätzmaschine ist noch auf meiner HP.
http://www.avr-projekte.de/aetz.htm
In den Videos ätze ich eine 2-seitige Platine. Die Platine schleift 
eigentlich nicht auf dem Schalenboden sodas der Lack keinen Schaden 
nimmt. Ich drehe auch ab und zu die Platine mit einer Kunststofpinzette 
um.

Sebastian R. schrieb:
> Jedes mal Ätzlösung neu ansetzen wäre auch nix für mich, auch zu
> schierig zu dosieren bei so geringen Mengen von 0,2l.

Den Bogen hast du schnell raus. Man braucht noch nicht einmal 0,2l. Bei 
kleinen Platinen bedecke ich nur den Boden und mache 2 Kaffeelöffel 
Natriumpersulfat dazu.
Je nach blaufärbung benutze ich die angesetzte Ätzlösung auch nochmal.

Man kann ja auch, wenn man unsicher ist 1/2 Liter ansetzten (abwiegen) 
und immer nur soviel entnehmen wie man braucht.

Sebastian R. schrieb:
> Werde mir auch mal sowas bauen Für Fe3Cl, da kann ich nur eine Heizfolie
> nehmen und mir auch die Temp.-Überwachung sparen. Just4Fun :)

Ätzmaschine1, Link siehe oben ;-)

Grüsse Jürgen

Autor: G4st (Gast)
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Wie lange brauchst du mit deiner Schaukelätzmaschine für eine einseitige 
Platine?

Autor: Jürgen W. (juergen_w) Benutzerseite
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Je nach Temperatur und Qualli der Ätzlösung zwischen 5 und 15 Minuten.

Autor: Bussard (Gast)
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Bei 2-seitiger Platine verkratzt nichts, wenn man an den 
gegenüberliegenden Rändern (die natürlich später abgeschnitten werden) 
je einen kleinen Gummiring aufzieht. Schon kratzt am Boden nichts und 
die Ätzlösung kann auch durchströmen.
Gruß Volker

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