Datum: 02.02.2010 18:00
Hallo an Alle, Ich studiere im 5. Semester Mathematik und muss mich jetzt für ein Zweitfach entscheiden. Da ich ein wenig Hobbybastler (Elektronik) bin wollte ich zuerst Elektrotechnik wählen. Ist das heutzutage noch sinnvoll? Hier im Forum herrscht ja eher Untergangsstimmung. Mein Onkel ist auch studierter Mathematiker und arbeitet in einer Bank als Aktuar (verdient nicht schlecht). Was hat man sonst noch für Möglichkeiten als Mathematiker? Arbeiten in eurem Umfeld Mathematiker? Danke für eure Antworten.
Datum: 02.02.2010 18:25
Mathematiker schrieb: > Hallo an Alle, > > Ich studiere im 5. Semester Mathematik und muss mich jetzt für ein > Zweitfach entscheiden. Da ich ein wenig Hobbybastler (Elektronik) bin > wollte ich zuerst Elektrotechnik wählen. Ist das heutzutage noch > sinnvoll? Hier im Forum herrscht ja eher Untergangsstimmung. Ja, es ist sinnvoll. Insbesondere, wenn Du Interesse dafür mitbringst. Die Untergangsstimmung hier täuscht ein wenig darüber hinweg, dass es vielen Berufsgruppen noch viel schlechter ergeht. > Mein Onkel ist auch studierter Mathematiker und arbeitet in einer Bank > als Aktuar (verdient nicht schlecht). > Was hat man sonst noch für Möglichkeiten als Mathematiker? Arbeiten in > eurem Umfeld Mathematiker? Ja. In Forschung und Vorentwicklung sind durchaus auch Mathematiker gefragt. Beim Entwurf von Algorithmen, Filtern, Regelungen usw. hier in meinem Umfeld sind auch Mathematiker mit dabei. Günstig wäre für Dich natürlich, wenn Du Dir dann ein entsprechendes Fachpraktikum suchst und Dir auch Kenntnisse in Programmierung (C, evtl. auch C++) und Matlab (bei den E-Technikern sehr beliebt) aneignest. Mein bester Student (von den ganzen Hiwis, Fachpraktikanten, Diplomanden) war übrigens auch Mathematiker. ;)
Datum: 02.02.2010 18:34
Hallo Gastino G. auf welchem Gebiet arbeitest du?
Datum: 02.02.2010 18:56
Sensorsignalverarbeitung (Abstands- und Winkelmessung, Objektverfolgung, Regelalgorithmen usw.).
Datum: 03.02.2010 11:38
>Ja, es ist sinnvoll. Insbesondere, wenn Du Interesse dafür mitbringst. >Die Untergangsstimmung hier täuscht ein wenig darüber hinweg, dass es >vielen Berufsgruppen noch viel schlechter ergeht. Ach ja, welche sind das, mit vergleichbarer Qualifikation und Ausbildung? Mal ehrlich, schau Dir doch den Siemens-Thread an: es ist einfach so, dass es für Ingenieure mittel- und langfristig hier in Deutschland keine Daseinsberechtigung mehr geben wird, da sämtliche Entwicklung ausgelagert wird! Insgesamt wird die komplette Wirtschaft in Deutschland wohl langfristig untergehen, wenn man die diversen Prognosen liest. China, Indien und andere Schwellenländer sind einfach viel zu gut, günstig und übermächtig. Der Zug in die Zukunft ist bereits gestartet, und zwar ohne Europa. Statt dessen werden die Staaten hier in ihrer Schuldenlast versinken, was katastrophale Auswirkungen auf die Armut und den sozialen Frieden haben wird. Warte mal ab, was in den nächsten Monaten und Jahren in Griechenland passieren wird. Ähnliches wird langfristig in den meisten europäischen Staate geschehen. Wir haben hier einfach keine Chance mehr, das muss man einfach akzeptieren! Dass es die Ingenieure nun als erste trifft, ist Pech.
Datum: 03.02.2010 12:21
Gast3 schrieb: > Ach ja, welche sind das, mit vergleichbarer Qualifikation und > Ausbildung? Geisteswissenschaften ganz allgemein, Jura, aber auch Wirtschaftswissenschaften und Naturwissenschaften. Ich habe mehrere Leute mit akademischen Abschlüssen in Verwandt- und Bekanntschaft. Beruflich am besten geht es noch immer den Ingenieuren. > Mal ehrlich, schau Dir doch den Siemens-Thread an: es ist einfach so, > dass es für Ingenieure mittel- und langfristig hier in Deutschland keine > Daseinsberechtigung mehr geben wird, da sämtliche Entwicklung > ausgelagert wird! Insgesamt wird die komplette Wirtschaft in Deutschland > wohl langfristig untergehen, wenn man die diversen Prognosen liest. Nein. Es gibt immer wieder Wellen und Trends, die durchaus auch locker male eine zweistellige Anzahl von Jahren lang laufen können, aber es gibt genauso wieder gegenläufige Trends. Man muss nicht die Entwicklung von derzeit besonders schlecht geführten Großkonzernen bis in alle Eiwigkeiten extrapolieren! Außerdem hilft diese Diskussion dem Threaderöffner bei der Beantwortung seiner Frage kein Stückchen weiter.
Datum: 03.02.2010 12:29
Der momentan bekannteste Mathematiker dürte Herr Nonnenmacher sein... Ein Bekannter von mir ist auch Mathematiker und macht Risikoanalysen.
Datum: 03.02.2010 16:03
> Danke für eure Antworten.
Kein Problem.
Meine ehrliche Meinung?
Vergiss alles was mit Industrie und/oder ET zu tun hat. Du endest als
ganz arme Sau.
Was richtig brennt ist FINANZMATHE.
Damit wirst Du wenn du dich gut anstellst 2x soviel wie ein guter E-Tech
Ing verdienen. Dazu wirst Du nicht auf einer Müllhalde arbeiten und ein
schönes Umfeld (mit Frauen!) haben.
Als ETler sitzt Du quasi in der Scheisse und hast bis zur Rente nur noch
wenig zu lachen.
Herzliche Grüße aus Berlin
Datum: 03.02.2010 16:04
> Mal ehrlich, schau Dir doch den Siemens-Thread an: es ist einfach so, > dass es für Ingenieure mittel- und langfristig hier in Deutschland keine > Daseinsberechtigung mehr geben wird, da sämtliche Entwicklung > ausgelagert wird! Insgesamt wird die komplette Wirtschaft in Deutschland > wohl langfristig untergehen, wenn man die diversen Prognosen liest. Diese Projektion ist tatsächlich vom momentanen Standpunkt aus die wahrscheinlichste.
Datum: 03.02.2010 16:22
Mathematiker schrieb: > Was hat man sonst noch für Möglichkeiten als Mathematiker? Arbeiten in > eurem Umfeld Mathematiker? Mach Informatik dazu und geh in's algorithmic trading.
Datum: 04.02.2010 12:50
genauso sieht es aus, Finanzwirtschaft ist die Zukunft ,die Deutsche Bank hat 2009 5 Milliarden € Gewinn gemacht, welcher Industriekonzern kann das von sich behaupten,Die pfeiffen aus dem letzten Loch, würde es nicht die Kurzarbeit geben, wären BMW, und Opel bereits pleite durch die Bank weg !!!!! Die einzigen die das Topen sind die Ölkonzerne !
Datum: 04.02.2010 12:57
Nur soviel: Ich bin Mathematiker mit Nebenfach Physik und arbeite als Softwareentwickler für Automotive. Ich werde aller Voraussicht nach bald mit der Weiterbildung als Aktuar beginnen. Es geht nicht ums Geld, sondern darum, dass ich mich nach mehr als 10 Jahren im Job nicht mehr für das Geld verar^h^hkaspern lassen will. Sondern wenigstens für mehr Geld. Grüße, Stefan
Datum: 04.02.2010 13:24
"genauso sieht es aus, Finanzwirtschaft ist die Zukunft" Das ist doch totaler Blödsinn! Nach Deiner These kann also die Finanz"wirtschaft" im luftleeren Raum existieren? Falls dem so ist, tritt automatisch eine massive Inflation auf den Plan, der die schönen Milliarden der Banken auf den Wert eines Brotlaibs zusammenschrumpfen lässt. Nach Deiner Aussage existiert "Geld" zum reinen Selbstzweck. Die Gefahren solch obskurer Denkweise hat die Finanzkrise zumindest ein wenig aufgezeigt. Mir nützen Milliarden von Euro nichts, wenn ich dafür nichts kaufen kann!
Datum: 04.02.2010 14:13
Ich denke auch, dass in den nächsten Jahren ein gewisser "Reinigungseffekt" passieren wird. Ein Wirtschaft verträgt es nicht jahrzehntelang, wenn produzierendes Gewerbe immer mehr eingeht und nur noch Banken übrig bleiben. Die größte Schuld an dem Dilemma haben auch nicht die Banken, sondern die Industrie, die kaum Eigenkapital mehr hat, praktisch alles per Kredit finanziert und jeden Gewinn sofort in Wachstum investiert, anstatt Rücklagen für bessere Zeiten zu bilden.
Datum: 04.02.2010 16:54
@ Stefan Hennig >Nur soviel: Ich bin Mathematiker mit Nebenfach Physik und arbeite als >Softwareentwickler für Automotive. Ich werde aller Voraussicht nach bald >mit der Weiterbildung als Aktuar beginnen. Es geht nicht ums Geld, >sondern darum, dass ich mich nach mehr als 10 Jahren im Job nicht mehr >für das Geld verar^h^hkaspern lassen will. >Sondern wenigstens für mehr Geld. Hallo Stefan. Wie machst du das mit dem Aktuar (selber Zahlen oder eine Stelle suchen wo es angeboten wird?). Ich bin Etechnikingenieur und mache zur Zeit meinen Master in Mathematik (hab noch 2 Jahre). Bin auch sehr interessiert danach eine Weiterbildung als Aktuar zu machen. Deshalb mein Interesse. Verdient man danach wirklich mehr Geld?
Datum: 04.02.2010 16:56
Wenn ich euch so höre glaub ich, dass es besser ist BWL als Nebenfach zu nehmen und nach dem Studium in die Bank zu gehen. Naja, danke nochmal für die Antworten.
Datum: 04.02.2010 18:05
Ich kann dazu nur sagen, dass eine Bekannte (Mathematikerin) aus dem Studium damals zu einer Bank gegangen ist. Ich fand ihr Einkommen damals jedenfalls nicht so überragend. Vor allem angesichts der Tatsache, dass sie dafür in Frankfurt wohnen musste. So pauschale Aussagen wie "Mache das und Du verdienst viel besser als X" sind jedenfalls Blödsinn.
Datum: 04.02.2010 18:54
Meeeep. Kann dir auf der Stelle 3 Fälle nennen, wo das Einkommen zwischen 60-100k liegt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Auf jeden Fall ist die Arbeit in der Bank in der Regel profitabler als eine Arbeit in der Industrie, darüber denke ich mal brauchen wir nicht diskutieren.
Datum: 04.02.2010 19:50
Einsteiger im Trainee Program der DB verdienen 51k fix + Bonus, davon träumen die meisten Ing Einsteiger !
Datum: 04.02.2010 20:02
Die Finanzindustrie wird irgendwann das ganze Papier fressen müssen oder es kann noch als Brennstoff zum Heizen genutzt werden. Der Kapitalismus ist am Ende! Die Menschen müssen sich auf nachhaltiges ökologisches nicht profit-orientiertes (solargetriebenes) Wirtschaften besinnen müssen oder werden sich im Krieg/Terrorismus zerfleischen.
Datum: 04.02.2010 20:08
Also ich denke das wichtigste ist es darüber nachzudenken, womit Du Dein restliches Leben verbringen willst. Wenn du an finanzdingen kein Interesse hast wirst Du darin auch nicht erfolgreich sein.
Datum: 04.02.2010 20:40
> Einsteiger im Trainee Program der DB verdienen 51k fix + Bonus, davon > träumen die meisten Ing Einsteiger ! So siehts aus! Der Ing ist einfach nicht viel wert, da es zuviel davon gibt. In den Hintern gekniffen sind wir Leute :-) Aber immer noch besser als am Bhf. Brötchen verticken, also gehts uns nicht ganz dreckig.
Datum: 04.02.2010 22:51
hahalol schrieb: > Meeeep. Kann dir auf der Stelle 3 Fälle nennen, wo das Einkommen > zwischen 60-100k liegt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich kann Dir auf Anhieb noch viel mehr Ingenieure nennen, bei denen das Gehalt genauso aussieht. ;) > Auf jeden Fall > ist die Arbeit in der Bank in der Regel profitabler als eine Arbeit in > der Industrie, darüber denke ich mal brauchen wir nicht diskutieren. Das ist erst mal nur eine Behauptung, denn hier geht es um "einfache" Angestellte, keine Investment-Zocker.
Datum: 05.02.2010 10:17
Als Finanzmathematiker kannst Du sogar mehr als nen Investmentbanker verdienen in Deutschland. Wenn Du wüsstest was da Gehaltsmässig abgeht, würdest Du dich hinter dem nächsten Baum verstecken mit deinem armseligen Ing/Inf Diplom. Wir sind die neue Arbeiterklasse und werden zu 90% inzwischen auch so bezahlt.
Datum: 05.02.2010 10:32
Bitte aber nicht vergessen, dass einem der Job auch Spaß machen sollte und nicht nur viel Geld bringt. Wenn es Dir Spaß macht dich rein mit Zahlen und Statistiken zu beschäftigen, dann ist ein Job in der Versicherungsbranche sicherlich interessant, besonders wenn man z.B. zu einer Rückversicherer kommt, die ziemlich viel Forschung machen. Aber wenn Dir das basteln liegt und Du wirklich Spaß daran hast, wieso dann nicht wirklich Informatik dazu? Auch ich habe mehrfach mit Mathematikern zusammengearbeitet, die exzellente Programmierer waren. Und von wegen Untergang: Wer wirklich was drauf hat wird auch in zukunft in Deutschland gut leben können. Gruß Tom
Datum: 05.02.2010 10:41
>Bitte aber nicht vergessen, dass einem der Job auch Spaß machen sollte >und nicht nur viel Geld bringt. Das ist doch der totale Quatsch. Hier in den Foren sieht man doch, was mit den Menschen geschieht, die "das Hobby zum Beruf gemacht haben": Explodierende Arbeitslosenquote, null Chancen für Absolventen, einen Job zu bekommen, und tiefschwarze Zukunftsprognosen! Obwohl ich noch gut verdiene, bereue ich es bitter, Ingenieur geworden zu sein. Hätte ich mich früher für ein Studium mit sicherer Zukunft entschieden, müsste ich mir heute keine Gedanken machen, wie ich bis zur Rente so in 30 Jahren über die Runden kommen soll. Ingenieursstellen werden hier mittelfristig komplett abgebaut werden. Übrig bleiben Millionen von Ingenieuren, die mit Hartz IV oder unter der Brücke ihr Dasein fristen dürfen! So sieht die Zukunft der Ingenieure hier aus. Wer das nicht sieht, betreibt eine Vogelstrauß-Taktik.
Datum: 05.02.2010 10:45
Sorry, das ist doch vollkommener Unsinn. Womit, wenn nicht mir guter Ingenuersleistung soll denn deutschlands wirtschaft in Zukunft gegen Länder wie Indien/China bestehen? Es gibt für uns überhaupt keine Alternative als unsere Köpfe für gute Produkte einzusetzen. Und doch, die Arbeit muss zumindest für jemanden halbwegs intelligenten auch Spaß machen, dafür verbringt man zu viel Zeit damit. Tom
Datum: 05.02.2010 10:53
>Sorry, das ist doch vollkommener Unsinn. Womit, wenn nicht mir guter >Ingenuersleistung soll denn deutschlands wirtschaft in Zukunft gegen >Länder wie Indien/China bestehen? Wir haben keinerlei Chance, gegen die Leistungen der Menschen in China, Indien etc. zu bestehen. Die sind uns einfach in allen Belangen haushoch überlegen, schon zahlenmäßig! Außerdem sind die Menschen dort erstklassig qualifiziert, leistungsfähig, hochmotiviert. Das müssen wir einfach akzeptieren und rechtzeitig die Konsequenzen ziehen. In Deutschland werden lediglich Jobs übrigbleiben, die unbedingt benötigt werden, z.B. Ärzte, Landwirte, Jobs im Lebensmittelbereich, Lehrer, Beamte. Letztere dürfen dann den Untergang verwalten.
Datum: 05.02.2010 10:54
Gast3 schrieb: > Das ist doch der totale Quatsch. Hier in den Foren sieht man doch, was > mit den Menschen geschieht, die "das Hobby zum Beruf gemacht haben": > Explodierende Arbeitslosenquote, null Chancen für Absolventen, einen Job > zu bekommen, und tiefschwarze Zukunftsprognosen! Man sollte nicht den Fehler begehen, dieses Forum mit der Realität gleichzusetzen. Grundsätzlich werden Unzufriedene immer deutlich mehr Beiträge beisteuern als Zufriedene, so dass das Bild, welches entsteht, ziemlich verzerrt ist. Entsprechend muss man z.B. die Beiträge von Absolventen, die nichts kriegen, einordnen. Selbst wenn man nur die Anzahl der gesamten Forenschreiber/leser und die der hier negativ Schreibenden in Relation setzt, dann ist die Unzufriedenheit in der Tat gering. Chris D.
Datum: 05.02.2010 10:58
Interessierter schrieb: > @ Stefan Hennig > > Hallo Stefan. > Wie machst du das mit dem Aktuar (selber Zahlen oder eine Stelle suchen > wo es angeboten wird?). > Ich bin Etechnikingenieur und mache zur Zeit meinen Master in Mathematik > (hab noch 2 Jahre). Bin auch sehr interessiert danach eine Weiterbildung > als Aktuar zu machen. Deshalb mein Interesse. Verdient man danach > wirklich mehr Geld? Interessierter: Das ist jetzt erstmal OT, bitte per PM. Grüße, Stefan
Datum: 05.02.2010 11:00
>Man sollte nicht den Fehler begehen, dieses Forum mit der Realität >gleichzusetzen. Schau Dir doch mal die Zukunftsprognosen verschiedener Wirtschaftsexperten an. Die sprechen doch eine sehr deutliche Sprache! Das hat mit diesem Forum hier nichts zu tun, sondern mit der Realität. Es ist klar, dass viele nicht wahrhaben wollen, dass Deutschland mittelfristig untergehen wird. Das mag weh tun, aber ich halte es für besser, sich mit der Realität abzufinden, anstatt unberechtigte Hoffnungen zu haben. Und dass vor allem die Aussichten für Ingenieure auf absehbare Zeit grottenschlecht sind, dürfte selbst dem größten Optimisten inzwischen klar sein.
Datum: 05.02.2010 11:03
Gast3 schrieb: > Wir haben keinerlei Chance, gegen die Leistungen der Menschen in China, > Indien etc. zu bestehen. Auch dort kochen sie nur mit Wasser - wie wir hier immer wieder feststellen. > Die sind uns einfach in allen Belangen haushoch > überlegen, Das ist natürlich falsch. > schon zahlenmäßig! Das schon eher - wobei man nicht vergessen darf, dass großes Land = große Probleme bedeutet. Es gibt weder das Indien noch das China und die Regierungen dort haben einiges damit zu tun, alleine die Staaten zusammenzuhalten. Von Infrastrukturprobleme, Bestechung und Klüngel mal ganz abgesehen. > Außerdem sind die Menschen dort > erstklassig qualifiziert, leistungsfähig, hochmotiviert. Es gibt dort nur wenige, die eine Ausbildung haben und nur sehr wenige, die erstklassig qualifiziert sind. Die reinen Abgängerzahlen reichen als Argument nicht. Wissenschaftliches Denken in den Köpfen zu verankern funktioniert nicht einfach, indem man die Leute ins Studium stopft. Das sieht man ja schon hier in Ansätzen. > Das müssen wir > einfach akzeptieren und rechtzeitig die Konsequenzen ziehen. Vor allem sollte man nicht dramatisieren (oh, Gott, die gelbe Gefahr!). Konsequenz sollte eine gute Bildung sein. > Deutschland werden lediglich Jobs übrigbleiben, die unbedingt benötigt > werden, z.B. Ärzte, Landwirte, Jobs im Lebensmittelbereich, Lehrer, > Beamte. Letztere dürfen dann den Untergang verwalten. Wir schrumpfen doch eh - das passt scho' ;-) Chris D.
Datum: 05.02.2010 11:11
Gast3 schrieb: > Schau Dir doch mal die Zukunftsprognosen verschiedener > Wirtschaftsexperten an. Ach, das sind sicher die, die damals auch Aktien empfohlen haben und auch die Bankenkrise vorausgesagt haben? Und dann kamen die Leute, die sich gegenseitig mit Schrumpfungsprozenten der hiesigen Wirtschaft übertroffen haben ... Wirtschaftsexperten reden dem nach dem Mund, der sie bezahlt. > Die sprechen doch eine sehr deutliche Sprache! Ja und? Das ist nur eine Meinung von vielen. > Das hat mit diesem Forum hier nichts zu tun, sondern mit der Realität. Nein, das sind Prognosen, keine Tatsachen. Wenn ich alle prognosen sog. Wirtschaftexperten auflisten würde, die in den letzten 10 Jahren nicht eingetroffen sind, wäre ich heute abend noch damit zu Gange. > Es ist klar, dass viele nicht wahrhaben wollen, dass Deutschland > mittelfristig untergehen wird. Das mag weh tun, aber ich halte es für > besser, sich mit der Realität abzufinden, anstatt unberechtigte > Hoffnungen zu haben. Und dass vor allem die Aussichten für Ingenieure > auf absehbare Zeit grottenschlecht sind, dürfte selbst dem größten > Optimisten inzwischen klar sein. Realität ist, dass auch hier Ingenieurdienstleistungen in Zukunft weiterhin gebraucht werden. Dass einige Konzerne massiv entlassen werden (müssen), ist dabei nicht wirklich wichtig. Dafür entstehen im Kleinen hochflexible, innovative Unternehmen. Horrormeldungen machen sich einfach besser - das gilt für Medien wie auch "Experten". Chris D. (gerade nach 2009 sehr optimistisch)
Datum: 05.02.2010 12:42
Chris D. schrieb: > Auch dort kochen sie nur mit Wasser - wie wir hier immer wieder > feststellen. Und oftmals auch mit viel zu wenig... Ich glaube, China ist das am meisten überschätzte Land der Welt. Die sind sicher aufgrund ihres Protektionismus (Währungsabwertung, Rohstoffe) sehr unangenehm, aber die haben auch heftige politische und gesellschaftliche Probleme, auf denen ganz sicher nicht die in allen Bereichen innovativste Wirtschaft wachsen wird. Dazu gehört weit mehr als nur viele Leute und eine passable Ausbildung.
Datum: 05.02.2010 12:44
Chris D. schrieb: > Wenn ich alle prognosen sog. Wirtschaftexperten auflisten würde, die in > den letzten 10 Jahren nicht eingetroffen sind, wäre ich heute abend noch > damit zu Gange. So ist es. Was in den letzten Jahren an Stumpfsinn prognostiziert wurde und immer noch wird (auch innerhalb der Firmen), geht auf keine Kuhhaut mehr. Für mich sind das keine Experten, sondern Wirtschafts-Astrologen.
Datum: 05.02.2010 17:24
>Selbst wenn man nur die Anzahl der gesamten Forenschreiber/leser und die >der hier negativ Schreibenden in Relation setzt, dann ist die >Unzufriedenheit in der Tat gering. Ich denke auch, dass die Leute die fachbezogen posten also z.B. im Analogtechnik-Forum nicht unbedingt die gleichen sind die hier andauernd rumjammern...
Datum: 06.02.2010 13:17
Mathematiker haben es ganz schön schwer, seitdem wir Taschenrechner und PCs haben, die uns das Rechnen abnehmen. :-)
Datum: 09.02.2010 16:47
Mathematiker werden vorallem von Banken und Versicherungen gesucht. Also Mathematiker sind durchaus sehr gefragt und verdienen besser als manche BWLer. Lieber Brockmüller. Mathematik ist nicht nur das Rechnen. Mathematik ist die Sprache der Wissenschaft.;-)
Datum: 09.02.2010 18:20
Voyager_1 schrieb: > Lieber Brockmüller. Mathematik ist nicht nur das Rechnen. Mathematik ist > die Sprache der Wissenschaft.;-) Das hätte ich jetzt nicht gedacht. :-) Schon seltsam, dass manche Leute immer noch nicht Ironie als solche erkenne. Brocki hat eine hohe Meinung von der Mathematik. Brocki legt wert auf Mathematik. Brocki vertieft sich gerne in mathematische Formeln. Wenn ich mich mit Mathematik beschäftigen darf, dann ist das so, als wenn ich mit meinem Kollegen und Freund Stöver musiziere. :-)
Datum: 09.02.2010 18:53
Früher dachte ich die Physik wäre die Erklärung für das Universum und alles. Heute glaube ich, es ist die Mathematik die uns viele, viele Forschungsjahre später mal alles erklären wird. O.k., wir wissen die Lösung ist 42, aber wie kommt man dahin?
Datum: 09.02.2010 19:27
6 * 7 2 3 7 (1+1) * (1 + 2) * (1 + 2 + 3) Faszinierend :-)
Datum: 09.02.2010 19:38
... hm, 1+2+3 soll 7 sein, komisch ...
Datum: 09.02.2010 20:24
...als Tutor im Grundstudium...ha ha ha



