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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 4,5V - 6V -> 4V ?


Autor: Daniel F. (Gast)
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Hallo,
ich baue grade eine motorsteuerung mit dem L293D. Die Schaltung soll mit 
4 Mignon-Zellen (Spannungsbereich grob 4.5V bis 6V) laufen. Die Motoren 
hätten gerne 2-3V/max. 1.2A. Der L293D hat nun leider einen voltage drop 
von ca. 1.2V-1.8V. Ich habe gemessen, dass ich, um eine passende 
Ausgangsspannung unter last zu haben, am Eingang vom IC ca. 4V-4.5V 
brauche. Da ich gerne die Motordrehzahl konstant haben möchte, wenn die 
Batteriespannung abfällt, scheiden Spannungsteiler (auch wegen 
ineffizienz) und vorgeschaltete Dioden aus. Ich dachte an einen 
LM2576-ADJ, aber der hat einen zu hohen voltage drop.

Hat vielleicht jemand eine gute Idee, wie ich der sache beikommen kann 
ohne z.B. 2 L620x oder einen "exotischeren" Spannungsregler, wie den 
LM2743, zu beschaffen?

Vielen Dank schonmal,
Daniel

: Verschoben durch Admin
Autor: Spannung net so interessant... (Gast)
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Motore sind träge.
Einfach mit ner PWM ansteuern die dem Mittelwert entspricht.
Das ganze Spannungsabhängig gemacht.

Autor: Daniel F. (Gast)
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Das heißt ich müsste die Batteriespannung messen und mein PWM-Signal, 
dass ich ja eh erzeuge dann anpassen? Also z.B.:

Vbat = 6V
Vmotor = Vbat - 1.5V = 4.5V

gVor = 66,6% (~2.0V bei geträumten 3.0V)

4.5V - 3.0V = 1.5V
1,5V / 4.5V = 1/3

gFinal = 66,6% - 66,6% * 1/3 = 44,4%

(Probe: 44,4% * 4.5V ~ 2.0V.. scheint richtig zu sein..)

Ist das auch richtig?

Autor: Tauwetter (Gast)
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>Da ich gerne die Motordrehzahl konstant haben möchte,

solltest Du die Drehzahl als Referenz nehmen und nicht die eff. 
Motorspannung.

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Tauwetter schrieb:
>>Da ich gerne die Motordrehzahl konstant haben möchte,
>
> solltest Du die Drehzahl als Referenz nehmen und nicht die eff.
> Motorspannung.

Da kann ich nur zustimmen. Das klingt zwar im ersten Moment nach einem 
nicht unerheblichen Mehraufwand, aber erstens ist das Ergebnis genau und 
zweitens ist das Messen der Spannung bei genauer Betrachtung auch nicht 
ganz trivial:

- Die Spannung an so einem DC-Motor ist mit Sicherheit auch bei 
Verwendung einer idealen Spannungsquelle und ohne Last nicht ganz 
konstant. Auf dem Oszi wuerde man mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit ein "Zittern" sehen (wenn die Buersten auf einem 
Kontakt schleifen oder den Kontakt wechseln z.B.).

- Mit Verwendung einer PWM wird das ganze dann noch komplizierter. Man 
kann nur noch in den ON-Phasen messen und zu beginn einer ON-Phase 
laeuft der Motor (auch wenn er sich aufgrund seiner Traegheit noch 
bewegt) immer wieder an, die Spannung duerfte also zu Beginn dieser 
Phase eine andere als zum Ende hin sein.

Interessant waere vielleicht mal, ob man die Drehzahl ueber das oben 
beschriebene "Zittern" ermitteln koennte.

Bei jedem neuen Projekt ueberlege ich erstmal, ob das schonmal jemand 
gemacht haben koennte und wo. Und ob man sich da Loesungen abgucken 
koennte. In diesem Falle faellt mir spontan der gute alte Walkman (oder 
auch nicht SONY-Derivate ;)) ein. Die Dinger haben die Audiokassetten ja 
ueber die gesamte Batterielebensdauer mit ziemlich konstanter 
Geschwindigkeit abgespielt. Hat das schonmal jemand analysiert?

Volker

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Volker Schulz schrieb:
> Die Dinger haben die Audiokassetten ja
> ueber die gesamte Batterielebensdauer mit ziemlich konstanter
> Geschwindigkeit abgespielt.

Also ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die zum Ende hin immer 
langsamer werden.

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Vlad Tepesch schrieb:
> Volker Schulz schrieb:
>> Die Dinger haben die Audiokassetten ja
>> ueber die gesamte Batterielebensdauer mit ziemlich konstanter
>> Geschwindigkeit abgespielt.
>
> Also ich kann mich noch gut daran erinnern, dass die zum Ende hin immer
> langsamer werden.

Deswegen schrieb ich ja "ziemlich". Ganz zum Ende hin wurde es 
langsamer, ja. Irgendwann reicht's halt nicht mehr. Wenn wir aber davon 
ausgehen dass die Batterien linear entladen wurden, blieb die 
Geschwindigkeit ueber einen weiten Bereich konstant. ;)

Volker

Autor: Daniel F. (Gast)
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Das ist in der Tat interessant, aber auch schon etwas zu raffiniert 
denke ich. Ich nehme an, dass beide Motoren bei gleicher Last und 
gleicher Spannung etwa die gleiche Leistung/Last, also die ungefähr die 
gleiche Drehzahl haben. Die tatsächliche Drehzahl ist nicht allzu 
kritisch. Wichtig ist mir vor allem die Leistungsbegrenzung nach oben 
durch die Spannung, weil mir schon ein paar Motore abgeraucht sind und 
nicht erst die Motoren in die "Überspannung" fahren will und dann 
nachregeln.

Vielen Dank.

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