Datum: 04.02.2010 15:21
Hallo, ich habe eine Frage an allen freiberuflichen E-Technick Ingenieure. Ich fange grade als Freiberufler im Bereich Soft- und Hardwareentwicklung an. Wie sind eure Erfahrungen mit Versicherungsunternehmen für die Berufshaftpflichtversicherung? Könnte ihr mir einen weiterempfehlen? Vielen Dank im Voraus
Datum: 04.02.2010 16:07
Empfehlen eigentlich nicht, teuer sind alle, wenn die Deckung ausreichend sein soll bzw. man im falschen Bereich arbeitet ;-) aber ein paar Fragen zur Vorbereitung: - Genaue Beschreibung der Tätigkeiten - Wie viel Prozent der Tätigkeiten z.B. auf Software und Hardwareentwicklung entfallen - In welchen Bereichen die Entwicklungen eingesetzt werden - Schadensmöglichkeiten und erwartete Schadenshöhen - Welche (speziellen) vertraglichen Vereinbarungen mit Kunden bestehen (können) - Welche Qualifikation, wie viele Jahre Berufserfahrung - Welche Fortbildungsmaßnahmen sind geplant, um sich auf dem Stand der Technik zu halten - Welche Referenzen - Welche Umsatzerwartungen - IT auf dem Stand der Technik Firewalls, Datensicherung etc. - Auslandsrisiken - Werden Subunternehmer eingesetzt Kosten in etwa 1-1.5% des Jahresumsatzes. Selbstbeteiligung sollte max. 1% der Schadenssumme betragen. Darauf achten das wirklich alle Tätigkeiten versichert sind (nicht etwa nur ein paar Gelistete), sind Vertragsstrafen z.B. durch verzögerte Leistung mitversichert, sind alle Projektphasen versichert usw. usf.
Datum: 04.02.2010 17:53
>Freiberufler im Bereich Soft- und Hardwareentwicklung
Hat das Finanzamt das schon abgesegnet? Einige Behörden
machen da nämlich Ärger und unterstellen Gewerbe, vor allem
wenn man die rein geistige, künstlerische, kreative Schiene
verlässt und das ist bei der Hardwareentwicklung gewöhnlich
der Fall. Geprüft hab ichs noch nicht aber Zweifel sind
da schon angebracht.
- Schadensmöglichkeiten und erwartete Schadenshöhen
Gehts da nicht unbegrenzt wie beim Auto? Man weiß doch häufig
gar nicht was einem geschäftlich und umsatzmäßig wiederfährt bzw.
was man verantworten kann.
Datum: 04.02.2010 20:15
Vielen Dank für die Antworten. Das Problem, find ich auch, eine angemessne Deckungssumme zu wählen. Ich kann nicht abschätzen, welche Folgeschäden durch einen Fehler entstehen können. Oder sollte man sich hier immer nur an der von dem Kunden geforderten Deckungssumme orientieren? Gibt es bestimmte Unternehmen, die sich auf Versicherungen für E-Technikbereich spezialisiert haben? @Max M. Ich war noch nicht beim Finanzamt. Ich hoffe, dass sie keine Probleme machen werden. Mein Steuerberater meinte, dass das gehen sollte.
Datum: 04.02.2010 20:22
>Gehts da nicht unbegrenzt wie beim Auto? Man weiß doch häufig >gar nicht was einem geschäftlich und umsatzmäßig wiederfährt bzw. >was man verantworten kann. Also ich habe eine Betriebshaftpflicht mit erweiterter Vermögensschadenabdeckung. Das ist im IT-Bereich eigentlich Pflicht, und ist der teuerste Brocken an der Versicherung. Wenn Du eine erweiterte Vermögensschadenshaftpflicht von 1.000.000 bezahlbar bekommst, kannst Du Dich schon glücklich schätzen. Du solltest mit einer Jahresprämie von 1500,- bis 2000,- Euro rechnen.



