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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie entscheiden für Diplomarbeit

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Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:11

Hallo Leute,

wie würdet ihr euch entscheuden?

Ich habe zwei Angebote für eine Diplomarbeit:

1. Ein gutes, größeres Unternehmen wo ich 5min Fußweg habe. Das
Arbeitsklima ist gut mit den Kollegen verstehe ich mich, die Vergütung
passt und die Chancen übernommen zu werden sind relativ gut. Allerdings
ist das ein Thema wo ich mich länger einarbeiten müsste und was von
meiner Wunschfachrichtung abweicht.

2. Eine kleine Bude wo ich ca. eine Stunde Arbeitsweg habe. Über das
Arbeitsklima und die Kollegen kann ich nichts sagen. Vergütung wollen
sie sich noch überlegen,können es nicht versprechen. Die Chancen
übernommen zu werden kenne ich nicht.
Aber das Thema ist voll meine Wunschfachrichtung.

Ich kann mich echt nicht entscheiden.Bitte gebt mir mal paar Tipps.

LG
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:18

Spontan würde ich mich für 1.) entscheiden. Allerdings kann es später
von Vorteil sein, noch Kontakt zu einer zweiten Firma zu haben. Das neue
Thema bei 1.) würde ich eher als Chance sehen!

Eine Stunde Fahrtzeit kannst Du in 1.) quasi jeden Tag länger arbeiten.
;-) Das kommt immer gut an.

Wären die Leute der ersten Firma verärgert, wenn Du zu einer anderen
Firma gehen würdest?
Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:24

Hallo,

schwer zu sagen aber würde fast sagen das sie verärgert sind. Ich habe
dort schon als Praktikant gearbeitet und die haben sich voll ins Zeug
gelegt für mich, ein gutes interesantes Thema zufinden. Die haben sich
sogar von selber bei mir gemeldet. Bei Firma 2 musste ich mehr mals
anrufen.

Gruß
Autor: oszi40 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:25

Eine Stunde Fahrzeit
ist eine Stunde + Nettolohnverlust durch Benzin und Fahrzeug
Ein kurzer Weg ist für Familie und Firma ein Vorteil.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:27

>schwer zu sagen aber würde fast sagen das sie verärgert sind.

Also dann auf jeden Fall 1.) Wenn Du dich da wohl fühlst, zögere nicht
einen Tag und sage zu! Und wie gesagt: freue Dich auf das neue Thema und
zeige, was du drauf hast!
Autor: hahalol (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:31

Nimm die größere Herrausforderung!
Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:31

Ja ich glaube auch fast das ich zu 1 gehe. Nur bin ich noch voll auf die
Fachrichtung fixiert. Das kam durchs Studium und ich bin dort auch sehr
gut drin. Wenn ich nun zu 1 gehe und komplett in einer anderen Richtung
arbeite, komme ich bestimmt nie mehr zu dem anderen zurück? Oder habt
ihr Erfahrungen, das man während des Berufslebens mal komplett die
Richtung ändert?
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 04.02.2010 20:35

Das, was ich in meiner Diplomarbeit gemacht habe, habe ich in meiner
bisherigen Berufslaufbahn eher nicht gemacht. Von der Fachrichtung her
hat es freilich schon gepasst.
Autor: Tim (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:36

NIMM NUMMER 1!

Ich muss gerade selbst erfahren, wie schwierig es ist, als Jung-Ing.
einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Wenn du Chancen hast, übernommen
zu werden und du dich mit dem Thema anfreunden kannst, gäbs da für mich
nichts mehr zu überlegen!

Ich habe mich "damals" bei meiner DA auch für das Thema entschieden, das
mit am meisten Spaß gemacht hat. Jetzt bin ich schlauer und hätte mir
lieber eine große Bude gesucht, bei der ich evtl. übernommen worden
wäre. Na ja, man kann nichts rückgängig machen.
Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:43

Ja ich glaub ihr habt recht, auch wenn ich mich dann wohl von meiner
lieblings Fachrichtung verabschieden muss. Ich werde aber morgen noch
mal bei Firma 1 vorbeischauen und noch mal genau fragen wie denn die
chancen für eine Übernahme sind.
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum: 04.02.2010 20:45

>Ich habe mich "damals" bei meiner DA auch für das Thema entschieden, das
>mit am meisten Spaß gemacht hat. Jetzt bin ich schlauer und hätte mir
>lieber eine große Bude gesucht, bei der ich evtl. übernommen worden
>wäre. Na ja, man kann nichts rückgängig machen.

Geht nicht nur dir so...
Autor: Zacc (Gast)
Datum: 04.02.2010 21:05

Oder habt ihr Erfahrungen, das man während des Berufslebens mal komplett
die
Richtung ändert?

mal ? ... Dauernd. Ich wuerd mal postulieren, dass das gesammte Wissen
in 6 Jahren ausgetauscht wird. Das sieht man auch daran, dass die
Werkzeuge, die von 10 Jahren das Beste, Abgehobenste, Teuerste waren,
nun Standard sind, und man's am Schleckstengel bekommt. Das bedeutet man
muss dran bleiben, zumindest die naechsten 25 Jahre. So mit 50 kann man
sich dann ueberlegen in die Schulung, Verkauf, ..., zu gehen.
Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 04.02.2010 21:13

Mal ein ganz krasses Bsp. Ich arbeite 5 Jahre in der Softwareentwicklung
und will dann in die Hochspannungstechnik... das ist doch fast nicht
machbar oder?
Autor: Tom (Gast)
Datum: 04.02.2010 21:29

>Mal ein ganz krasses Bsp. Ich arbeite 5 Jahre in der Softwareentwicklung
>und will dann in die Hochspannungstechnik... das ist doch fast nicht
>machbar oder?

Doch, wenn die Hochspannungsanlagen in Betrieb nehmen willst, weltweiter
Einsatz fast das ganze Jahr nicht abschreckt, dann schon.
Autor: Zacc (Gast)
Datum: 04.02.2010 21:54

Hochspannungstechnik... als was ? Es gibt Firmen, die stellen Elemente
dafuer her. zB Schalter, Isolatoren, Sicherungen, Kabel usw.
Und dann gibt es Firmen, die das Zeug einetzen, zb die Energiekonzerne.
Deren Installationen muss man planen, bauen, warten.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 05.02.2010 01:03

Student2010 schrieb:
> Mal ein ganz krasses Bsp. Ich arbeite 5 Jahre in der Softwareentwicklung
> und will dann in die Hochspannungstechnik... das ist doch fast nicht
> machbar oder?

Kommt ein bisschen drauf an, Du könntest ja auch Software für die
Steuerung von Hochspannungsanlagen entwickelt haben. ;-)
Aber ist schon was dran, in einen Bereich zu wechseln mit dem man bisher
absolut rein gar nichts zu tun hatte ist tendenziell eher schwierig,
wenn auch nicht unmöglich.
Autor: Mr. T (Gast)
Datum: 05.02.2010 06:23

Student2010 schrieb:
> Oder habt ihr Erfahrungen, das man während des Berufslebens mal komplett > die
Richtung ändert?
Weiß ja nicht, was Du studierst (vermutlich MINT?). Wenn Du in der
Entwicklung landest, dort arbeitest und dann in den Vertrieb wechselst,
führt kein Weg zurück! Vertriebsingenieure sind i.d.R. für die
Entwicklung unbrauchbar. Man könnte jetzt auch sagen "zu unfähig". Aber
sowas darf man ja nicht sagen ;)
Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 05.02.2010 07:21

Ja stimmt schon in den Vertrieb will ich auch nicht.
Mir ist schon klar was ich in der Hochspannungstechnik machen kann. Ich
glaube nur, dass es schwer wird wenn man 10 Jahre Software entwickelt
hat z.B dann als Prüffelding. für Teilentladungsmessungen zu arbeiten
oder eine Stelle zu bekommen.

Gruß
Autor: Thisamplifierisloud (Gast)
Datum: 05.02.2010 07:53

Absolut 1. !!!

Du wirst sowieso immer wieder feststellen, daß Du nicht unbedingt das
machst,
was Du wolltest oder studiert hast.

Wenn Du mal in nem Laden drin bist, kannst Du Dich evtl. entsprechend
Deinen Neigungen und Fähigkeiten entwickeln.

Woanders hingehen kannst Du später immer noch.

Die genannten Vorteile wirst Du allerdings eher selten in der
Konzentration finden !

Los, tu es !
Autor: max (Gast)
Datum: 05.02.2010 08:09

Hallo,
ich denke, arbeiten ohne Bezahlung (Praktika), sollte man nach
Möglichkeit nicht machen. Auch ein "Guter Name" einer Firma ist kein
Grund, solange man eine bezahlte Alternative hat.
Zusätzlich ist Bezahlung auch eine Wertschätzung, denn interessante
Themen kann sich jeder ausdenken. Eine ökonomische Basis soll vorhanden
sein und auch das ist bei einer Bezahlung ausgedrückt.
Autor: tuppes (Gast)
Datum: 05.02.2010 08:26

Wie die meisten anderen schon sagten, es spricht fast alles für Angebot
1. Denk vor allem nicht nur an die DA, sondern auch an die Zeit danach.
Gute Chancen für eine Übernahme, du kennst die Kollegen und das
Arbeitsumfeld, dazu noch die Wohnortnähe, das klingt ideal.

Student2010 schrieb:
> Allerdings
> ist das ein Thema wo ich mich länger einarbeiten müsste
> und was von meiner Wunschfachrichtung abweicht.

Um besser einschätzen zu können, wie weit das auseinanderliegt: Was ist
deine Wunschfachrichtung, und in welcher Fachrichtung würdest du hier
eingesetzt?
Autor: Student2010 (Gast)
Datum: 05.02.2010 10:34

Meine Wunschrichtung ist die elektrische Antriebsrichtung. Alles was so
mit Leistungselektronik und Regelung von Antrieben zu tun hat.
Und in Firma 1 würde ich eine Firmware für ein USB 3.0 Interface bauen.

Gruß
Autor: tuppes (Gast)
Datum: 05.02.2010 11:03

Antriebstechnik vs. Highspeed-Datenkommunikation, also, viel weiter
auseinander gehts nicht.

USB 3.0 ist wohl im Kommen, denke ich. Wer sich da auskennt, hat
bestimmt gute Chancen. Ein weiterer Grund, das zu machen.

Bleibt die Frage, wie sehr dein Herz an der Antriebstechnik hängt. Der
Abschied davon könnte endgültig sein. Wenn diese Vorstellung für dich OK
ist, dann ist das Angebot 1 bestimmt das bessere. Wenn du glaubst, dass
du diese Entscheidung dein Leben lang bedauern wirst, dann mach das
andere, aber sei dir bewusst, dass es (so wie du es geschildert hast)
der härtere Weg sein wird.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 05.02.2010 11:03

"Und in Firma 1 würde ich eine Firmware für ein USB 3.0 Interface
bauen."

Mach's! Das ist doch auch interessant. Und eine Diplomarbeit hat ja auch
eine Sonderstellung. Freue Dich auf Deine Aufgabe und strenge Dich an,
damit Du eine hervorragende Note bekommst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 05.02.2010 11:07

"Der Abschied davon könnte endgültig sein. "

Schmarrn! Er kann doch nach dem Studium jederzeit wieder dort
einsteigen. Ich habe nach dem Studium in einem völlig anderen Bereich
angefangen, und habe das als Bereicherung gesehen. Man muss doch nicht
immer auf demselben Pfad wandeln. Obwohl Antriebstechnik schon ein wenig
speziell ist, wo Erfahrung eine größere Rolle spielt. Dennoch würde ich
auf jeden Fall zu USB 3.0 raten. Ist doch gerade erst auf dem Markt,
macht sich also gut, mit einer so modernen Technik entwickelt zu haben.
Autor: tuppes (Gast)
Datum: 05.02.2010 13:09

Gast9 schrieb:
> Schmarrn!

Bleib doch höflich.

Ich schrieb "es KÖNNTE ein endgültiger Abschied sein", nicht "es WIRD
...". Du kennst den Unterschied, ja?

> Er kann doch nach dem Studium jederzeit wieder dort einsteigen.

Theoretisch vielleicht. Praktisch sinkt mit jedem Jahr, in dem er sich
in Datenkommunikation spezialisiert, seine Attraktivität für die
Antriebstechnik.

So wie die Entscheidung geschildert ist, ist sie zwar nicht unumkehrbar,
aber sie hat schon eine gewisse Langzeitwirkung, dessen sollte man sich
bewusst sein.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 05.02.2010 17:14

>> Schmarrn!
>
>Bleib doch höflich.

Sorry, war nicht böse gemeint. Bin wohl zu oft in Minga tätig ;-)

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