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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Der Einstieg


Autor: Sebastian Apel (savageskull)
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Hallo,
ich bin neu im Forum.

ich weiß zu dem Einstieg gibt es schon mehrere Themen, aber es 
unterscheiden sich doch stark die Bedingungen und ich will ungern wieder 
ein Thema aus der Versenkung holen.

Ich habe auch die Tutorials überflogen, bin aber zu keinem Schluß 
gekommen.

Ich bin Elektriker und studiere Automatisierung und Robotik noch 
ziemlich am Anfang. Ich habe also etwas Grundwissen über Elektronik, 
jedoch stehe ich mit dem Programmieren etwas auf Kriegsfuß. Ich habe 
zwar etwas Erfahrung mit der Syntax von Basic und C und habe in der 
Praxis Siemens SPS mit AWL und FUP programmiert aber was tiefer in die 
Materie geht habe ich kaum Ahnung vom Programmieren zudem fehlt mir 
gerade in C doch ein größeres Vokabular der Befehle.

Nun habe ich als Hobby Tabletop was ein umfangreiches Modellbauen 
beinhaltet und da in dem Hobby vermehrt LEDs, mehr oder minder Laienhaft 
eingebaut werden, wollte ich mich auch daran machen, mal ein Modell zu 
beleuchten. Nur so ein zwei LEDs mit DIP Schalter, kann ja jeder und 
wollte da ein paar Funktionen mit einbringen und denke das kann man 
gleich als Einstieg in Mikrocontroller nutzen.

µC behandel ich erst in 2 Semestern und hatte persönlich noch nie 
Kontakt zu den Teilen. Ich stell mir dass so vor, dass ich wie in einer 
SPS ein "Programm" auf den Chip spiele und dann je nach Eingängen und 
Ausgängen gewisse Funktionen realisiere. Dabei möchte ich mit den 
Ausgängen LEDs direkt schalten können und die Schaltung selbst auf eine 
Lochplatine aufbauen (da ich so auch einen Einfluß auf größe und Form 
der Platine habe, ich kann die Platine auch ätzen). Als Spannungsquelle 
soll mir dann eine Batterie dienen, wobei ich hier noch nicht sicher 
bin, was (also 9V Block, 3V Lion Knopfzelle, 2* AAA etc)

Jetzt weiß ich aber nicht wo ich mit den µC anfangen soll.
Zum einen kann man so Einsteigersets kaufen (zb bei Amazon) wo eine 
Grundschaltung des µC sowie ein USB Dongle, die Software und ein kleines 
Handbuch dabei sind. Zum anderen kann ich mir die Teile auch einzeln 
bestellen.
Ich weiß bisher nicht mal was ich für einen µC benötige und wie ich das 
Programmieren anstelle.

Habe ich falsche Vorstellungen vom µC? Gibt es ein sinnvolles 
Starterset?

Gruß Sebastian

Autor: Rolf (Gast)
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oh die Frage nach dem Starterset löst hier in der regel Glaubenskriege 
zwischen STK500, Einsteigerset von myAVR und kauf bei Reichel nen 
Breadboard aus... ich denk mal mit deinen Vorkenntnissen hol dir das 
Breadboard und ne Hand voll Einzelteile ;-) das einzigste was du dann 
noch brauchst ist ein sinvoller Programmer da gibts die guten alten 
LPT/COM-Programmer oder die neuerern USB-Programmer und genau damit 
spielst du die Programme in die Zielschaltung...

Gruß Rolf

Autor: Gast01 (Gast)
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Wie immer ist es eine Frage des Geldes.
Wieviel willst du investieren ?
Danach richtet sich dann, was es an Hardware gibt.
An µC gibt es PICs und ATMELS sind so die meist
verbreiteten.
Einfach mal im Internet danach suchen.
Zum Programmieren gibt es genug freie und Demo Programme.

Autor: Wolfgang Bengfort (et-tutorials) Benutzerseite
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Für den Anfänger empfehle ich gern mein kostenloses Video-Tutorial:
http://et-tutorials.de/mikrocontroller/

Autor: Bernd N (Gast)
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Und wo bitte ist das Video ? sag mir nicht ich muß mich dafür anmelden.

Autor: Wolfgang Bengfort (et-tutorials) Benutzerseite
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Nein, brauchst Du nicht.
Einfach auf die jeweilige Folge klicken.

Autor: eklige Tunke (Gast)
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Wolfgang Bengfort schrieb:
> Nein, brauchst Du nicht.
> Einfach auf die jeweilige Folge klicken.
Also hier (Linux/FF) tut sich nichts, aber das ist bei vielen 
youtube-videos genauso. Flash und Linux, das wird wohl nie was werden...

Autor: Sebastian Apel (savageskull)
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Danke erstmal für die Antworten.

Zum Glaubenskrieg ist das mal nett, sowas vom anderen Ende zu erleben, 
da ich das von eurer Seite aus, beim PC mit den Spielergrafikkarten ATI 
und Nvidia kenne. :D

Also ich brauche den µC, die Schnittstelle zum PC und Software.
Einen IC Halter, Vorwiderstände, Kondensatoren, Platine und so Sachen 
wie Festspannungsregler etc zähl ich jetzt mal nicht mit.

Wenn ich ein Set bekomme, wo die aktiven Bauteile als Einzelteile dabei 
sind, dann prima.
Nur wenn ich jetzt suche, finde ich Sets a 30€ bis 150€ und ich habe 
keine Ahnung, wo der Unterschied ist und was ich brauche. Ich weiß auch 
nicht ob es Unterschiede bei der Schnittstelle, Programmierung und 
Funktionen zwischen den µC oder deren Hersteller gibt.

Ich stelle mir eine kleine LED Kette vor, wo das Licht wandert bzw eine 
blinkende LED und ein paar zusätzliche LEDs die kontinuierlich an sind 
bzw auch etwas pulsieren.

Diese Funktion soll so billig wie möglich erfüllt werden.
Dabei ist die Kunst eigentlich nicht der µC sondern das in dem 
begrenztem Modell zu ermöglichen:
http://www.games-workshop.com/gws/catalog/productD...
(als Maßstab, das Teil ist etwa 25cm lang)
Bei der Batterie geht das Thema schon los, da eine Lion Knopfzelle zwar 
recht klein ist und ich einen printsockel für die Platine bekomme, aber 
die Spannung ziemlich linear mit der sehr geringen Kapazuität abnimmt 
und ich die 3V nicht lange halten kann (besonders bei vielen LEDs 
gleichzeitig)
Eine 9V Blockbatterie hat zwar auch keine überragende Kapazität, dafür 
aber eine hohe Spannung die ich mit Festspannungsregler fest auf zB 3V 
halten kann.

Also ich weiß selbst noch nicht so recht die Eckdaten, da ich wohl 
zuallererst das Modell morgen mal ausmessen muß, was da so reinpasst. 
Gerade die LEDs machen mir Sorgen.

Ich habe schon den Gedanken, als Draht, lackierten Motordraht zu nehmen, 
da der nicht so dick ist.

Bei der ganzen Planung bin ich halt auf den Gedanken bekommen, das 
Projekt gleich mit einem µC zu kombinieren.

Autor: Harald S. (harri)
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Hi Sebastian,

die Atmel Microcontroler können je nach Typ mit Spannungen von 1,8 bis 
5,5V betrieben werden.
Nimm doch einfach 2 oder 3 x Mignon Zellen (oder die noch dünneren, 
deren Name mir grade nicht einfällt ;-) und häng den Controller und die 
LEDs direkt dran. Kein Spannungsregler, nur Controller (evtl. mit 
internem Oszillator betreiben), Widerstände und LEDs (idealerweise 
Low-Power-Typen).

mfg
Harri

Autor: Rosetta (Gast)
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Atmel und PIC, Atmel und PIC, Atmel und PIC...
wie wenn es nichts anderes gäbe. Mich kotzt das dier im Forum schon 
gewaltig an. Man sollte ´mal über den Tellerrand schauen.

Autor: s.w. (Gast)
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Rosetta schrieb:
> Atmel und PIC, Atmel und PIC, Atmel und PIC...
>
> wie wenn es nichts anderes gäbe. Mich kotzt das dier im Forum schon
>
> gewaltig an. Man sollte ´mal über den Tellerrand schauen.

Egal welcher. Gibt es beide bei watterott. Sogar vorrätig. ;-)

Autor: Rosetta (Gast)
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s.w. schrieb:
>> Atmel und PIC, Atmel und PIC, Atmel und PIC...
>>
> Egal welcher. Gibt es beide bei watterott. Sogar vorrätig. ;-)

Genau diese Beiden meinte ich akkrat nicht!

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Rosetta schrieb:
> Atmel und PIC, Atmel und PIC, Atmel und PIC...
> wie wenn es nichts anderes gäbe. Mich kotzt das dier im Forum schon
> gewaltig an. Man sollte ´mal über den Tellerrand schauen.

ok, habe ich gemacht.
Und was sehe ich da? Einen Atmega32...

Autor: Rosetta (Gast)
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Klaus Wachtler schrieb:
>> Atmel und PIC, Atmel und PIC, Atmel und PIC...
>> wie wenn es nichts anderes gäbe. Mich kotzt das dier im Forum schon
>> gewaltig an. Man sollte ´mal über den Tellerrand schauen.
>
> ok, habe ich gemacht.
> Und was sehe ich da? Einen Atmega32...

Gut, sie wollen auf mein Argument nicht eingehen. Auch gut. Ich bin 
raus.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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> Und was sehe ich da? Einen Atmega32...

Schön aufgebaut.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Rosetta schrieb:

> Gut, sie wollen auf mein Argument nicht eingehen.

Das Argument liest sich eher wie eine Provokation und die Frage gab es 
bereits so oft, dass es sogar Artikel dazu gibt: [[Entscheidung 
Mikrocontroller]] und Mikrocontroller Vergleich. Was ist denn dein 
µC-Favorit und warum?

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Stefan B. schrieb:
> Schön aufgebaut.

Danke!

Mit dem Ding bastle ich ganz gerne rum; es ist eine Kreuzung aus
Eval-Board (die sonst immer pro Pin nur Platz für ein Kabel haben)
und einem Steckbrett (wo praktischerweise immer mehrere verbunden
sind, aber dafür der Standardkram wie Spannungsversorgung, Quarz,
LCD etc. fehlt).

Die vielen Pins rechts unten sind (so wie das Bild liegt)
spaltenweise miteinander verbunden, teilweise über den
Reihenwiderstand zusätzlich mit +5V, gegenüber sind nochmal
welche dann über einen Widerstand zu GND.
Außerdem sind noch ein paar Schalter und LEDs drauf und RS232.

Autor: Harald S. (harri)
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Rosetta schrieb:
> Atmel und PIC, Atmel und PIC, Atmel und PIC...
> wie wenn es nichts anderes gäbe. Mich kotzt das dier im Forum schon
> gewaltig an. Man sollte ´mal über den Tellerrand schauen.

Ja, klar gibt es noch andere Controller.
Für den Einstieg (man beachte den Titel des Threads :-) dürfte es aber 
durchaus Sinn machen etwas weit verbreitetes zu nehmen als eine seltener 
genutzte Familie.

Ich selbst hab bisher nur mit den Atmels rumgebastelt und deshalb 
erstmal den hingeschrieben. Einfach so und ohne andere ausschliessen zu 
wollen.

Empfiehl doch mal einen Controller außer Atmel und PIC der folgende 
Kriterien erfüllt:
- billig bei den üblichen Versendern erhältlich
- einfacher Programmieradapter im Selbstbau möglich, alternativ billig 
zu erwerbendes Teil
- sehr gute Einsteiger-Tutorials im Netz verfügbar
- kein SMD-Gehäuse, ca. 10-20 IO-Pins wo man LEDs (mit Vorwiderstand ;-) 
direkt anschliessen kann
- Betriebsspannungsbereich von 2-5V
- kann auch mit intern erzeugtem Takt arbeiten, das spart Bauteile ein
- kostenloser Entwicklungsumgebung für C und Basic erhältlich (dann kann 
man erstmal einfache Dinge mit Basic bauen -> schnelles Erfolgserlebnis 
und sein Programm dann auf C portieren -> zum Erfahrung sammeln für 
Studium)
- Funktionen wir ein AD-Wandler sind nett, dann könnte man die 
Geschwindigkeit des LED-Lauflichtes mit einem Poti einstellen

mfg
Harri

Autor: Florian (Gast)
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Sebastian Apel schrieb:
> Jetzt weiß ich aber nicht wo ich mit den µC anfangen soll.

http://www.blafusel.de/misc/my_first_mc.html

Autor: Slawo Janotta (slawo)
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Hallo Sebastian,
willkommen im Forum :-)
wenn du nicht so Erfahrung mit höheren Programmiersprachen wie C oder 
Basic hast, kannst die µCs auch alle in Assembler programmieren. Das ist 
dann so Hardware-Nah, dass es für dich für den Anfang vielleicht 
einfacher ist, wenn du dich schon mit DSPs auskennst. Auf jeden Fall 
eine Alternative zum Überlegen.
Wenn man jetzt den AVR nimmt (der einzige, mit dem ich rumbastle, daher 
kann ich nichts zu den anderen sagen), so bekommst du die Software zum 
Entwickeln direkt von Atmel umsonst. Ich selbst habe das 
Experimentierboard STK 500. Das hat den Vorteil, dass der Programmer 
schon onboard ist und du nur noch die Software von Atmel installieren 
musst und ein serielles Kabel vom PC zum STK 500 anschließen. Alles 
andere, was man zum ersten Spielen braucht, inklusive ein µC, LEDs, und 
Taster zum ausprobieren, ist schon dabei. Preis z.B. bei Reichelt 
momentan ca. 77 EUR: http://www.reichelt.de/?;ARTICLE=34093
Bei PIC wird das wohl auch so ähnlich sein, kenne ich aber wie gesagt 
nicht.
In meinen Augen ist die Lösung mit dem STK 500 die schnellste 
Möglichkeit, sofort loszulegen. Brauchst nicht mal einen Draht zu löten.
Gruß
Slawo.

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