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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik minusgrade (<-20°)


Autor: Luky S. (luky)
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Hallo!
Ich habe kleinere Probleme mit meinen Schaltungen bei tiefen 
Temperaturen.
Gibt es einen größeren Speicher für diese Temperaturen? Bislang habe ich 
gewöhnliche SD-Karten zum speichern verwendet, wenns kalt wird gibt es 
mit diesen aber sporadische und nicht reproduzierbare Aussetzer.
Leider muss ich aber ziemliche Datenmengen abspeichern (ca. 5MB pro Tag 
über 1 Monat). Welche Alternativen gäbe es?
Darüberhinaus suche ich noch Kabel (Versorgung + 2 Datenleitungen) die 
auch bei Minusgraden flexibel bleiben und dabei bezahlbar sind. 
Gewöhnliche Kabel werden sehr starr und es gibt teilweise Kabelbrüche.

Autor: Peter (Gast)
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Silikonleitugnen bleiben sehr flexibel.

Wenn du genug strom zur verfügung hast kannst du ja die SD-Karte 
beheizen, wenn nicht hilft es eventuell sie ordentlich einzupacken. Denn 
auch die paar mA die die Karte braucht werden ja in Wärme umgewandelt.

Autor: Luky S. (luky)
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Recht viel Strom habe ich nicht übrig, das Zeug soll mit einer 
Autobatterie laufen. Ist natürlich auch nicht ideal bei tiefen 
Temperaturen, funktioniert aber mehr oder weniger.
Optional würde ich noch gerne ein Display zur Kontrolle verbauen. Hat 
jemand einen Tipp für ein temperaturunempfindliches Teil?

Autor: JJK (Gast)
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>Hat jemand einen Tipp für ein temperaturunempfindliches Teil?

HCMS-Serie von HP/Avago
LED-Matrixdisplays.
Arbeiten bei mir bis unter -40 Grad in einem GPS.
Runtergedreht auf 13% Helligkeit ist der Stromverbrauch 
AA-Batterie-kompatibel.

juergen

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Display:
Electronic Assembly vertreibt LC-Display mit erweitertem 
Temperaturbereich (-20°C - +70°C). Diese besitzen (wenn ich mich recht 
erinnere) auch eine automatische Kontrastregelung gegen die Temperatur 
und die Leistungsaufnahme (ohne Hintergrundbeleuchtung) ist marginal. 
Unter -20°C machen dann in er Tat LED-Matrix-Displays Sinn.


Speicher:
Ich arbeite beruflich mit USB-Sticks und CF-Karten nach MIL Standard, 
diese haben eine erweiterten Temperaturbereich von sowas um die -40°C - 
+85°C. Wenn USB oder CF Sinn macht, kann ich Dir gerne mal die 
Hersteller raussuchen. Wuerde mich aber wundern, wenn es keine 
entsprechenden SD-Karten gaebe...


Die Idee mit der Heizung wuerde ich uebrigens auch nicht gleich 
verwerfen: Bei guter Isolierung reichen da in der Tat ein paar mA aus.


Volker

Autor: oszi40 (Gast)
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>sporadische und nicht reproduzierbare Aussetzer

Vermutlich Ausdehnung unterschiedlicher Materialen?
Das Elend tritt besonders gern bei zyklichen Temeraturänderungen 
Tag/Nacht auf. Daher vorbeugend Temperatursprünge vermeiden, besser 
isolieren und thermische Trägheit ausnutzen (Ziegelhaus statt 
Papphütte).

Es reicht nicht, sich über Aussetzter zu beklagen, man muß rechtzeitig 
Prüfmechanismen einbauen, die die Gesundheit des Systems überwachen. Zum 
Beispiel täglich od. zyklisch Prüfsumme bilden und Zeit abspeichern, 
Alarm auslösen nach Fehlern ...

Autor: Luky S. (luky)
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Dass es sich um Ausdehnungsprobleme handelt glaube ich eher nicht da ich 
es bislang nur einige Stunden am Stück betrieben habe und die Aussetzer 
nur bei tiefen Temperaturen von <10° aufgetreten sind. Um den 
Gefrierpunkt herum arbeitet das System einwandfrei und CRC habe ich 
eingebaut, nur nutzt es nicht viel wenn ich erkenne dass die Daten nicht 
gespeichert werden...

Autor: Peter (Gast)
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Luky S. schrieb:
> Dass es sich um Ausdehnungsprobleme handelt glaube ich eher nicht da ich
> es bislang nur einige Stunden am Stück betrieben habe und die Aussetzer
> nur bei tiefen Temperaturen von <10° aufgetreten sind.

Das versteht ich jetzt nicht. Das klingt ja so als ob du glaubst das 
sich ein Material <10C° nicht weiter negativ ausdehnt.

Autor: oszi40 (Gast)
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Genau da ist ja das Ausdehnungsproblem, wo feinste Anschlüsse wegreißen 
und bei Wärme wieder Kontakt geben.
Da hift nur Teile systematisch austauschen oder evtl. Fön+Kältespray in 
leichten Fällen zur Diagnose

Autor: Luky S. (luky)
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Bei tieferen Temperaturen schreibt das System seine Messwerte nicht 
korrekt auf die SD-Karte. Die ist ja eigentlich nur von 0-70° 
spezifiziert. Der Rest funktioniert einwandfrei, das Teil macht ja auch 
andere Dinge.
Ich habe darum ganz konkret die Speicherkarte im Verdacht und suche eine 
Alternative.

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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Luky S. schrieb:
> Ich habe darum ganz konkret die Speicherkarte im Verdacht und suche eine
> Alternative.

Diesen Verdacht kannst Du ganz einfach überprüfen. Wie das geht stand ja 
schon mehrfach im Thread.

Autor: Plan (Gast)
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Google hilft:
http://www.google.com/search?q=SD-Card+%22-40%C2%B...


Nimm das hier, der erste Eintrag:


OEM SD Card


Die OEM SD Card ist ein robuster Datenspeicher für industrielle und 
mobile Anwendungen:

        * Kapazität von 256 MB - 8 GB (8 GB SDHC)
        * 2.000.000 Schreibzyklen
        * 15 Bit ECC Funktion
        * Bad block management (BBM)
        * Wear-Leveling Support
        * SLC NAND Flash
        * Industrieller Temperaturbereich -40 C° bis + 85 °C
        * Voll kompatibel zu 1.1/2.0 SD Standard
        * Kopierschutz Mechanismus: höchste Sicherheit entsprechend des 
SDMI Standard
        * Unterstützt SD/SPI Mode
        * Mindestens 10 MB/s im Schreib/Lesemodus (4 data lines)
        * 9-Pin Interface (clock, command, 4 x data, 3 x lower lines)
        * 100% kompatibel mit allen SD und MMC Anwendungen
        * Salt water spray:
          3% NaCI/35oC; 24h acc. MIL STD Method 1009


http://www.csm.de/html/pccard/cardspro.htm

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