Hallo zusammen,
ich habe einen kontinuierlichen Strom an Messwerten und möchte mir aus
diesen einen gleitenden Durchschnitt errechnen. Habe mir dazu einen
Vektor mit den Werten angelegt und bilde über diesen den Mittelwert -
bei einem neuen Messwert wird der älteste entfernt und der neue
hinzugefügt.
So weit so gut. Da es aber eigentlich 3 Messdatenströme mit long Werten
sind und die Mittelwerte am besten über ca. 500 Werte gebildet werden
ist das schon eine Menge Speicherbedarf.
Der MSP430FG439 hat 2kB RAM und da ich die Vektoren mit den Messwerten
als globale Variablen speicher scheint es ein Problem mit dem RAM zu
geben. Zumindest gibt mir die IAR Workbench ab ca. 150 Messwerten zur
Mittelung beim Linken folgende Fehlermeldung:
Das beste wäre es den RAM zu entlasten - aber wie kann ich das machen?
Auf andere Berechnungs-Methoden wie z.B.:
MW(n+1) = ( MW(n) * (N-1) + x(n) ) / N
möchte ich eigentlich nicht zurückgreifen.
Wäre toll, wenn jemand eine Idee dazu hätte.
Naja, 3x500 LWords = 6000Byte passen da einfach nicht rein ...
3x150 LWords = 1800Byte - ja, da ist irgendwo die Grenze.
Benötigst Du einen kontinuierlichen Mittelwert, oder reicht einer alle
500 Samples?
Gruß
Jobst
Hallo Dennis,
schlage vor, vorausgesetzt dass die Umgebung es zulässt,
und dazu noch Paar I/O frei sind, den gebrauch von Seriellen SRAM’s zu
machen.
Díese gibt’s beispielsweise von Microchip.
http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcService=SS_GET_PAGE&nodeId=2698
Eine Softwarelösung kann ich dir leider nicht bieten.
Gruß
gtf
Dennis A. schrieb:
> Auf andere Berechnungs-Methoden wie z.B.:>> MW(n+1) = ( MW(n) * (N-1) + x(n) ) / N>> möchte ich eigentlich nicht zurückgreifen.
was spricht denn gegen den mittelwertsatz ? performance probleme oder
sorgen um die genauigkeit ? normalerweise nimmt man den gerade für sowas
Dennis A. schrieb:
> So weit so gut. Da es aber eigentlich 3 Messdatenströme mit long Werten> sind und die Mittelwerte am besten über ca. 500 Werte gebildet werden> ist das schon eine Menge Speicherbedarf.
Idee:
Wie wäre es, wenn du jeweils zb 10 Messwerte zusammenfasst und von
diesen den Mittelwert speicherst. Dann sampelst du erneut 10 Messwerte,
bildest davon den Mittelwert, schmeisst den ältesten 10-er Mittelwert
raus, den neuen rein und mittelst über diese 50 Mittelwerte.
Anstelle von 500 Werten musst du nur 50 speichern und hast trotzdem über
500 Messwerte gemittelt, die du allerdings nur alle 10 Werte
aktualisieren kannst.
Mit ein wenig schummeln kann man sogar die Aktualisierungsrate gleich
der Messrate halten:
Einfach beim Messen+Aufsummieren der neuen 10 Werte noch die fehlenden
Messwerte für den Mittelwert durch den Ältesten Mittelwert ersetzen.
Gruß Anja
Vielen Dank für eure Antworten,
werde die Lösung von Karl heinz Buchegger implementieren, die könnte
genau das sein was ich brauche.
Wenn es dann zu langsam wird, dann ist zusätzlicher RAM sicher eine
Überlegung wert.
@ Andi D.
Den Mittelwertsatz möchte ich nicht verwenden, da ich immer eine
definierte Anzahl an vergangenen Messwerten betrachten möchte. Mein
Messdatenstrom ändert sich mit der Zeit, und mit dem Mittelwertsatz
gewichte ich ja über alle Messungen. Sprich wenn mein Pegel 100000
Messwerte auf 1 bleibt und dann für 100 Messwerte auf 2 springt, tut
sich beim Mittelwert nicht viel und ich bekomme den Sprung somit nicht
mit.
Deswegen möchte ich eben nur die letzten Werte betrachten und nicht
alle.
Im Prinzip möchte ich nur den Noise in meinem Datenstrom etwas glätten.
Naja, aber die 4 Jahre Forschung, um zu der genialen Erkenntnis zu
gelangen: "Wenn man keinen RAM hat, dann schmeißt man das Zeug eben in
den ROM", sind nicht umsonst.
Sie dienen als (extrem) schlechtes Beispiel.
Und wie bekommt man die 16Bit-Werte in ein char?
Ganz einfach. Man speichert nur die Anzahl der gesetzten Bit ab.
He, so kann man bis zu 255 gesetzte Bit in einen char quetschen. ;)
:D
Warum sind die Messwerte überhaupt "long". Hast du einen A/D Wandler mit
mehr als 16bit?
Für 500Werte a' 16bit benötigt man nur 1kByte. Da ist dann immer noch
1kB übrig.