www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Elektronik Moving Average zu wenig RAM in MSP430


Autor: Dennis A. (dennis999)
Datum:

Hallo zusammen,

ich habe einen kontinuierlichen Strom an Messwerten und möchte mir aus
diesen einen gleitenden Durchschnitt errechnen. Habe mir dazu einen
Vektor mit den Werten angelegt und bilde über diesen den Mittelwert -
bei einem neuen Messwert wird der älteste entfernt und der neue
hinzugefügt.

So weit so gut. Da es aber eigentlich 3 Messdatenströme mit long Werten
sind und die Mittelwerte am besten über ca. 500 Werte gebildet werden
ist das schon eine Menge Speicherbedarf.

Der MSP430FG439 hat 2kB RAM und da ich die Vektoren mit den Messwerten
als globale Variablen speicher scheint es ein Problem mit dem RAM zu
geben. Zumindest gibt mir die IAR Workbench ab ca. 150 Messwerten zur
Mittelung beim Linken folgende Fehlermeldung:
Error[e16]: Segment DATA16_Z (size: 0xb18 align: 0x1) is too long for segment definition. At least 0x31a more bytes needed. The problem occurred while  
processing the segment placement command "-Z(DATA)DATA16_I,DATA16_Z,DATA16_N,DATA16_HEAP+_DATA16_HEAP_SIZE=0200-09FF", where  
at the moment of placement the available memory ranges were "CODE:201-9ff" 
   Reserved ranges relevant to this placement: 
   200-9ff              DATA16_I 

Das beste wäre es den RAM zu entlasten - aber wie kann ich das machen?

Auf andere Berechnungs-Methoden wie z.B.:

MW(n+1) = ( MW(n) * (N-1) + x(n) ) / N

möchte ich eigentlich nicht zurückgreifen.

Wäre toll, wenn jemand eine Idee dazu hätte.
Autor: Jobst M. (jobstens-de)
Datum:

Naja, 3x500 LWords = 6000Byte passen da einfach nicht rein ...

3x150 LWords = 1800Byte - ja, da ist irgendwo die Grenze.

Benötigst Du einen kontinuierlichen Mittelwert, oder reicht einer alle
500 Samples?


Gruß

Jobst
Autor: gtf (Gast)
Datum:

Hallo Dennis,
schlage vor, vorausgesetzt dass die Umgebung es zulässt,
und dazu noch Paar I/O frei sind, den gebrauch von Seriellen SRAM’s zu
machen.
Díese gibt’s beispielsweise von Microchip.
http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcServic...

Eine Softwarelösung kann ich dir leider nicht bieten.

Gruß
gtf
Autor: Andi D. (xaos)
Datum:

Dennis A. schrieb:
> Auf andere Berechnungs-Methoden wie z.B.:
>
> MW(n+1) = ( MW(n) * (N-1) + x(n) ) / N
>
> möchte ich eigentlich nicht zurückgreifen.

was spricht denn gegen den mittelwertsatz ? performance probleme oder
sorgen um die genauigkeit ? normalerweise nimmt man den gerade für sowas
Autor: Jobst M. (jobstens-de)
Datum:

Dennis A. schrieb:
> möchte mir aus
> diesen einen gleitenden Durchschnitt errechnen

... ziehe meine Frage zurück :-)


Gruß

Jobst
Autor: Karl Heinz Buchegger (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Dennis A. schrieb:

> So weit so gut. Da es aber eigentlich 3 Messdatenströme mit long Werten
> sind und die Mittelwerte am besten über ca. 500 Werte gebildet werden
> ist das schon eine Menge Speicherbedarf.

Idee:
Wie wäre es, wenn du jeweils zb 10 Messwerte zusammenfasst und von
diesen den Mittelwert speicherst. Dann sampelst du erneut 10 Messwerte,
bildest davon den Mittelwert, schmeisst den ältesten 10-er Mittelwert
raus, den neuen rein und mittelst über diese 50 Mittelwerte.

Anstelle von 500 Werten musst du nur 50 speichern und hast trotzdem über
500 Messwerte gemittelt, die du allerdings nur alle 10 Werte
aktualisieren kannst.
Autor: Anja (Gast)
Datum:

Mit ein wenig schummeln kann man sogar die Aktualisierungsrate gleich
der Messrate halten:
Einfach beim Messen+Aufsummieren der neuen 10 Werte noch die fehlenden
Messwerte für den Mittelwert durch den Ältesten Mittelwert ersetzen.

Gruß Anja
Autor: Dennis A. (dennis999)
Datum:

Vielen Dank für eure Antworten,

werde die Lösung von  Karl heinz Buchegger implementieren, die könnte
genau das sein was ich brauche.

Wenn es dann zu langsam wird, dann ist zusätzlicher RAM sicher eine
Überlegung wert.
Autor: Dennis A. (dennis999)
Datum:

@ Andi D.

Den Mittelwertsatz möchte ich nicht verwenden, da ich immer eine
definierte Anzahl an vergangenen Messwerten betrachten möchte. Mein
Messdatenstrom ändert sich mit der Zeit, und mit dem Mittelwertsatz
gewichte ich ja über alle Messungen. Sprich wenn mein Pegel 100000
Messwerte auf 1 bleibt und dann für 100 Messwerte auf 2 springt, tut
sich beim Mittelwert nicht viel und ich bekomme den Sprung somit nicht
mit.

Deswegen möchte ich eben nur die letzten Werte betrachten und nicht
alle.

Im Prinzip möchte ich nur den Noise in meinem Datenstrom etwas glätten.
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum:

Du kannst ein IIR Filter nehmen. Je nach Ordnung / Grenzfrequenz filtert
es dir dein Noise weg und den Sprung bekommst du auch mit.

Gruss Helmi
Autor: Tauwetter (Gast)
Datum:

>und den Sprung bekommst du auch mit.

Da stellt sich dann die Frage, wie die Sprungantwort sein soll/darf :-)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel




Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder GIF-Format hochladen.
Siehe Bildformate
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken erkennst du die Nutzungsbedingungen an.

webmaster@mikrocontroller.netImpressumNutzungsbedingungenWerbung auf Mikrocontroller.net