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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Output von Synchrongenerator sinusförmig machen


Autor: Thomas L. (Gast)
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Ich habe hier einen Synchronstromerzeuger, mit den ich gern via USV (APC 
Smart-Serie) einen PC versorgen möchte. Leider findet die USV die Form 
der angebotenen Wechselspannung nicht gut. Ehrlich gesagt kann ich das 
verstehen (siehe Bild), nur was kann man machen, um die Spannungsform 
"geradezubiegen"?

Das besser aussehende Bild ist im kompletten Leerlauf entstanden, das 
total verbogene mit symmetrischer ohmscher Last von 3x 750W 
(Heizlüfter). Das Gerät soll 6kVA leisten und damit bei knapp halber 
Last gelaufen sein. In beiden Fällen versucht die USV, von Akku auf 
Netzbetrieb zu schalten, geht aber Millisekunden später wieder auf 
Akkubetrieb. Der Effektivwert der Spannung ist laut TrueRMS-Meter sowohl 
im Leerlauf als auch unter Last in Ordnung.

MfG Thomas

Autor: Andreas K. (derandi)
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Große Spule zur Glättung?

Autor: Michael (Gast)
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Dein Generator kann also 6kVA, wird er auch mit dieser Leistung 
angetrieben? Das ist fei net grad wenig. Und auch richtig, es braucht 
mehr als einen Generator um ein vernüftiges Stromnetz zu "erstellen", 
also was hängt alles am Ausgang? Mach dich doch mal schlau zum Thema 
Stromerzeugung.

Autor: FLT (Gast)
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Hallo,

folgende Fragen:

1. Ist es wirklich eine Synchronmaschine?
2. 6kVA bei welchem Leistungsfaktor?
3. Leistungsdaten des Antriebes?

Die gezeigten Oszibilder sehen mir nach ordentlichen
"Nutungsoberwellen" aus. Eine Spule dürfte da nicht reichen zum Filtern.

mfg

Frank

Autor: Torsten W. (wirehead)
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Meine meinung, das ist eine Wicklungssache...

Hat das teil schleifringe oder eine erregermaschine?
Oder gar ein polrad mit spule und diode in reihe? (kenn ich nur vom 
baumarkt)
Der generator hat wohl auch gerade nuten?

Gruß
Torsten

Autor: Thomas L. (Gast)
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Zum Aggregat: es ist ein handelsübliches Fertiggerät, laut Typenschild 
synchron und offiziell mit 6kVA deklariert. Die Qualitätsstufe würde ich 
durchaus mit "Baumarkt" bezeichnen. Nähere Informationen über den 
inneren Aufbau habe ich leider nicht. Da es nicht mein Eigentum ist, 
möchte ich es auch nicht in alle Einzelteile zerlegen, um diese 
Informationen zu gewinnen :-)

Da ich aber im schlimmsten Fall < 500 W ziehen möchte (USV lädt komplett 
leere Akkus), sollte die Kiste mehr als überdimensioniert sein. Der 
Motor läuft auch mit den drei Lüftern auf Stufe zwei (je 1500 W) absolut 
mühelos, das Multimeter zeigt unter jeder Lastsituation von Leerlauf bis 
4,5kW immer um die 51-52Hz an

> Eine Spule dürfte da nicht reichen zum Filtern
Wieso eigentlich eine Spule? Schließlich habe ich einmal eine ohmsche 
Last im Stromkreis und einmal einen Generator, der vermutlich eine 
induktive Charakteristik hat. Rein von der Logik her wäre hier doch eher 
eine Kapaziät sinnvoll?

MfG Thomas

Autor: Torsten W. (wirehead)
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mm die heizlüfter haben 2 stufen?
eine davon geht sicher über ne diode, klar das das die kurve drastisch 
verzerrt.

Autor: FLT (Gast)
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Thomas L. schrieb:
>> Eine Spule dürfte da nicht reichen zum Filtern
> Wieso eigentlich eine Spule? Schließlich habe ich einmal eine ohmsche
> Last im Stromkreis und einmal einen Generator, der vermutlich eine
> induktive Charakteristik hat. Rein von der Logik her wäre hier doch eher
> eine Kapaziät sinnvoll?

Stichwort: "Oberwellen herausfiltern?"

Autor: FLT (Gast)
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Torsten Otten schrieb:
> mm die heizlüfter haben 2 stufen?
> eine davon geht sicher über ne diode, klar das das die kurve drastisch
> verzerrt.

Kann ich mir nicht vorstellen dass man eine teure Diode für sowas
"verschwendet".
Da wird wohl eher in Stufe 2 noch ein Heizwiderstand zugeschaltet.

Autor: Thomas L. (Gast)
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Habe gerade nachgesehen - keine Diode im Heizlüfter, sondern zwei 
separat schaltbaren Heizelemente.

MfG Thomas

Autor: Thomas L. (Gast)
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Wäre ein Netzfilter (wie z.B. dieser hier: 
http://www.dehn.de/cgi-bin/pdbWWW/extpublicpdb.cgi...) 
eventuell einen Versuch wert? Oder sind die Oberwellen zu niederfrequent 
dafür?

MfG Thomas

Autor: FLT (Gast)
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Ich kann aus dem ersten Bild 18 "Zacken" auf einer Halbwelle auszählen, 
das macht dann 36 für eine komplette Schwingung. Das dürfte die Nutzahl 
des Statorblechpaketes sein.
Also habe ich 36 Schwingungen während einer Periode von 10 ms Dauer.
Wenn ich mich nicht vertan habe dann ist das 3600Hz.

Autor: Thomas L. (Gast)
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Ok, für die kleinen "Zacken" mag das stimmen. Nur weiß ich ehrlich 
gesagt nicht, ob das das Hauptproblem ist. Ich vermute eigentlich eher, 
dass die verbogene Kurvenform die USV irritiert. Aber Versuch macht 
kluch, ich werde es einfach mal probieren.

MfG Thomas

Autor: FLT (Gast)
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Die verbogene Kurvenform ist wohl eine Mischung aus Oberwellen und den 
Nachteilen eines "Klauenpol"-Ankers im Generator.
Herr Fourier lässt grüssen.
Der Klauenpolgenerator war schon bei seinem ersten Einsatz bei der 
Übertragung von Lauffen nach Frankfurt ein zentraler Kritikpunkt des
AEG Chefkonstrukteurs M. von Dolivo-Dorbowolsky.
Andererseits eine einfache Konstruktion im Vergleich zu anderen 
Lösungen.

Autor: FLT (Gast)
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FLT schrieb:
> AEG Chefkonstrukteurs M. von Dolivo-Dorbowolsky

Er heisst natürlich Dobrowolsky.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Thomas L. schrieb:
> Ich habe hier einen Synchronstromerzeuger, mit den ich gern via USV (APC
> Smart-Serie) einen PC versorgen möchte. Leider findet die USV die Form
> der angebotenen Wechselspannung nicht gut. Ehrlich gesagt kann ich das
> verstehen (siehe Bild), nur was kann man machen, um die Spannungsform
> "geradezubiegen"?
>
> Das besser aussehende Bild ist im kompletten Leerlauf entstanden, das
> total verbogene mit symmetrischer ohmscher Last von 3x 750W
> (Heizlüfter). Das Gerät soll 6kVA leisten und damit bei knapp halber
> Last gelaufen sein. In beiden Fällen versucht die USV, von Akku auf
> Netzbetrieb zu schalten, geht aber Millisekunden später wieder auf
> Akkubetrieb. Der Effektivwert der Spannung ist laut TrueRMS-Meter sowohl
> im Leerlauf als auch unter Last in Ordnung.



Man geht, insbesondere bei diesem bekannten Problem das vornehmlich APC 
Syteme zeigen anders vor:

Per SW kannst Du über die Schnittstelle die Sensitivtät der APC gegen 
Spannungsschwankung (dto. Frequenz) einstellen.

Für Betrieb mit Stromerzeuger ist die APC generell unempfindlicher 
einzustellen. Empfehlung der APC-Servicestelle.

Haben wir hier so abgeändert , seit dem ist alles bestens und die APC 
vermeidet den Dauer-HinHer-Schalt-Effekt

Autor: Thomas L. (Gast)
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> Per SW kannst Du über die Schnittstelle die Sensitivtät der APC gegen
> Spannungsschwankung (dto. Frequenz) einstellen.
Das ist sehr interessant. Ich habe an meiner USV auch einen Knopf an der 
Rückseite, mit dem man hier drei Stufen wählen kann. Leider verändert 
das das Problem nur insofern, dass die USV jetzt scheinbar umschaltet, 
aber dann nur einen ungesunden Brummton von sich gibt. Die LED, die 
normalerweise Netzbetrieb anzeigt, bleibt trotzdem in jeder der drei 
Stufen aus.

Gibt es da in der Windows-Software noch weitere Einstellungen? Habe hier 
nämlich gerade nur die Linux-Tools zur Hand.

MfG Thomas

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