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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik FTDI FT232RL - Probleme mit Platine/Verbinden mit PC


Autor: Carsten Born (corvulus)
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Hallo zusammen!

Ich beschäftige mich nun seit längerem mit dem FTDI Chip FT232RL. Ich 
habe vorher noch nie mit ICs gearbeitet und mir das Wissen, welches ich 
nun habe angelesen. In der Praxis versuche ich mich nun an einem 
einfachen USB-Parallel Konverter über diesen Chip.
Im Anhang habe ich ein Foto der aktuellen Platine (auf der Rückseite 
sind nur 2 Stecker und Drahtbrücken eingelötet), einen Schaltplan und 
das Platinenlayout als PNG beigefügt.
Die Platine habe ich mit der Toner-Bügel-Methode erstellt, was nach 
einigen Versuchen auch recht gut gelungen ist. Ich habe an allen 
Stellen, die mir eingefallen sind an der Platine die ohmschen 
Widerstände gemessen, ob eine Verbindung bzw. ein Kurzschluss vorliegen. 
Ich habe damit keine Fehler gefunden.

Nun zu meinem Problem:
Der Chip wird nur manchmal vom PC (oder auch vom Netbook) erkannt. Ich 
habe noch kein Muster dabei ausmachen können. Ich habe den Chip schon 
ein paar Mal mit dem MProg von FTDI auslesen können und habe auch schon 
erfolgreich den Inhalt eines EEPROMs von einer Funktionieren Platine auf 
meine überspielt. Geändert hat das an dem Verhalten auch nicht. Ich habe 
es noch kein Mal geschafft den Chip über mein Programm anzusteuern. Es 
kam fast immer eine Fehlermeldung, dass der chip nicht gefunden wurde, 
oder das USB Device wurde deaktiviert. Auch dabei habe ich kein 
Verhaltensmuster erkannt.

Ich bin nun mit meinem Latein am Ende und wüsste nicht, wonach ich noch 
suchen könnte oder wie ich den Fehler näher eingrenzen kann.
Habe für alle Fälle schon 2 neue chips bestellt, falls ich diesen 
gebraten haben sollte...
Ich habe im Moment nur foglende Einfälle:
-der Chip ist hin (ESD/Überhitzung/Kurzschluss)
-der Schaltplan ist falsch
-auf der Platine ist doch ein Kontakt nicht gegeben oder ein Kurzschluss
(das löten der winzigen Beinchen ist nicht gerade einfach, auch mit 
Lötnadel nicht)

Ich würde mich sehr über Tipps und Anregungen freuen un danke allen 
schoneinmal im Voraus für die Mühen

Mit freundlichen Grüßen

Carsten

EDIT: Der chip wird in der Regel erkannt, wenn ich eine Seite mit einem 
Minigasbrenner kurz (0,5Sek) erwärme. Auch der Speicher wird erfolgreich 
von MProg ausgelesen. Nur ansteuern kann ich ihn nicht. Spricht das mit 
dem erwärmen (bis der Zinn an den Beinchen kurz flüssig ist) für eine 
schlechte oder keine Verbindung mit der Leiterbahn?

Autor: Jochen R. (josch90)
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Ich hatte vor kurzer Zeit auch einige Probleme mit einem FTDI.

Das Hauptproblem war, dass ich den Schrim der usb-Buchse Platinenseitig 
nicht auf Masse gelegt habe.

Danach hatte ich immernoch sporadisch Aussetzer, was sich aber durch 
nachlöten und -prüfen aller Pins und einer Reinigung mit Spiritus behob.

Gruß

Autor: Anja (Gast)
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Die Abblockkondensatoren sind vieeel zu weit weg vom FTDI.
(Der läuft intern mit 48MHz!!!)

Ferner lege ich immer den RESET-Pin an +5V (ist zwar im Datenblatt nicht 
gefordert, könnte aber einen sporadischen Ausfall erzeugen insbesonders 
wenn die Leiterplatte nicht ganz sauber ist.)

Ansonsten: ich nehme mal an daß Du mit dem Multimeter alle Leitungen auf 
Kurzschlüsse und Unterbrechungen durchgeklingelt hast.

Gruß Anja

Autor: Carsten Born (corvulus)
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Das macht wirklich so viel aus? Dann überbrücke ich einfach mal die 
Schirmugn nach Masse und teste das mit dem Reinigen. Kann man auch 
Azeton nehmen? Habe das noch in Mengen von der Platinenherstellung über.

Ja, ich habe soweit alle Kombinationen von Leitungen, die mir einfielen 
geprüft und weder einen Kurzen noch eine nicht verbundene Stelle 
gefunden, also alles wie es sein soll.
Das mit den Kondensatoren habe ich nicht berücksichtigt, habe zwar mal 
gelesen, dass im HF Bereich die Layouts danach ausgelegt werden, aber 
nicht bedacht, dass das auch bei dem FTDI schon zutrifft.
Ich habe bei mir noch einige Flussmittelreste auf der Platine und weiß 
noch nicht ganz, wie ich die am besten weg bekomme.

Vielen Dank schoneinmal, ich versuche direkt einige davon umzusetzen.

Gruß Carsten

Autor: Jochen R. (josch90)
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Ja, das der Schirm so viel ausmacht hat mich auch gewundert...

Aceton dürfte auch gehen, ich würde nur vorher kurz testen ob es auch 
das Lötsinn nicht Angreift, ich kenn mich mit dem Chemischen kram net so 
aus ;)

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Aceton ist völlig ok. Es greift Lötzinn mit Sicherheit nicht an.

Bernhard

Autor: Anja (Gast)
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Bernhard R. schrieb:
> Aceton ist völlig ok. Es greift Lötzinn mit Sicherheit nicht an.

Lötzinn mit Sicherheit nicht, dafür manche Kunsstoffe die in 
Bauelementen verwendet werden. Ich verwende zum Reinigen Spiritus oder 
Isopropyl-Alkohol.

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Aceton greift manche Thermoplaste an, aber Duroplaste (Epoxidharz, 
Polyester) nicht.

Im übrigen dreht es sich hier um die Frage: Was kann man (notfalls auch) 
nehmen, wenn kein Alkohol vorhanden ist.

Bernhard

Autor: Carsten Born (corvulus)
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Habe noch Spiritus und Isopropyl-Alkohol hab ich auch noch einen Schluck 
denk ich. Löte gerade ersteinmal die Brücke zur Masse.

Gruß Carsten

EDIT:
"Active low reset pin. This can be used by an external device to reset 
the
FT232R. If not required can be left unconnected, or pulled up to VCC." 
Das hab ich aus dem Datenblatt kopiert. Es ist also demnach egal, ob ich 
den Reset imerm auf Low oder immer auf High habe? Ich nutze nur den Chip 
um später 6 MOSFETs zu steuern, habe also keine anderen Devices.

Autor: Anja (Gast)
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Der Reset-Pin muß an +5V nicht an Masse.
(Du willst ja schließlich keinen Dauer-Reset).

Autor: Carsten Born (corvulus)
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Ähm, meinte ich, ja. :-)
Ich hab die Platine nun mit Isopropyalkohol gereinigt. Die Platine wird 
erkannt und auch mein Testprogramm funktioniert. :-)
Das einzige, was nun nicht funktioniert ist die Schaltung mit dem 
MOSFET, der die Spannung für die externen Geräte steuern soll. Ich messe 
da gerade 2V statt der 5V. Ich überprüfe jetzt nocheinmal alle 
Lötstellen un versuche noch einige Verunreinigungen besser zu entfernen.
Ich hoffe, das klappt danach halbwegs.

Vielleicht kann mir jemand sagen, ob der MOSFET geeignet gewählt ist 
(Datenblatt ist angehangen) und richtig geschaltet ist.
Habe mir das Wissen wie gesagt selber angeeignet und weiß nicht immer, 
was alles zu beachten ist, oder ob ich alles richtig nachgeschlagen 
habe.

Gruß Corvulus

Autor: Carsten Born (corvulus)
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Allen Anscheins nach scheint nun alles zu funktionieren. Habe noch ein 
paar Lötstellen erneuert, ein wenig alles gesäubert un nun scheint es 
keine Probleme zu geben.
Ich danke vielmals für die gute und schnelle Hilfe!

Gruß Carsten

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