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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik zwei Ausgänge miteinander verbinden


Autor: Bernd (Gast)
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Hi,

hab in einem Schematic gesehen (leider nicht online), dass zwei Ausgänge 
von einem Buffer Gate miteinader verbunden sind für die LED Beschaltung 
vom Ethernet. Zwischen diesen beiden Ausgängen befindet sich der 
Vorwiderstand und die Dual-LED.

Bei den Signalen handelt es sich um die Link100 und Link1000 Signale 
(Ethernet). Eines dieser beiden Signale ist immer high und das andere 
immer low -> dadurch leuchtet dann jeweils eine der beiden LEDs.

Wann darf man zwei Ausgänge miteinander verbinden. Bzw. warum 
funktioniert das in diesem Fall?


Gruß
Bernd

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Bernd schrieb:
> Wann darf man zwei Ausgänge miteinander verbinden.

z.B Wenn es open Kollektor oder tristate fähige  sind


> Bzw. warum
>
> funktioniert das in diesem Fall?

Open collector.

Autor: HildeK (Gast)
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Bernd schrieb:
> Wann darf man zwei Ausgänge miteinander verbinden. Bzw. warum
> funktioniert das in diesem Fall?

Ja, wenn man dafür sorgt, dass immer einer hochohmig ist oder wenn es 
Open Collector/Drain-Ausgänge sind.

> Zwischen diesen beiden Ausgängen befindet sich der
> Vorwiderstand und die Dual-LED.

Dann sind die Ausgänge ja nicht direkt miteinander verbunden und wo ist 
das Problem?
Solange die Dimensionierung so erfolgt ist, dass der maximale 
Ausgangsstrom (bei HIGH) oder der maximale Eingangsstrom (bei LOW) nicht 
überschritten wird, unterscheidet sich dies nicht von der häufiger zu 
findenden Variante, dass eine LED z.B. auf der einen Seite an VCC oder 
GND hängt und sonst direkt von einem Ausgang geschaltet wird.

Autor: Bernd (Gast)
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HildeK schrieb:
> Solange die Dimensionierung so erfolgt ist, dass der maximale
> Ausgangsstrom (bei HIGH) oder der maximale Eingangsstrom (bei LOW) nicht
> überschritten wird, unterscheidet sich dies nicht von der häufiger zu
> findenden Variante, dass eine LED z.B. auf der einen Seite an VCC oder
> GND hängt und sonst direkt von einem Ausgang geschaltet wird.

das war mir nicht ganz klar, ob man das wie eine LED gegen VCC oder GND 
betrachten darf bzw. kann, wenn einer der beiden Ausgänge stets high und 
der andere low ist.

Andrew Taylor schrieb:
> z.B Wenn es open Kollektor oder tristate fähige  sind

bei den Ausgängen handelt es sich um 3-State-Outputs;

Wenn beide IC-Outputs direkt miteinander verbunden sind, dann geht das 
aber auch nur, wenn beide gleichzeitig high oder low sind, oder? 
Irgendwie versteh ich das noch nicht ganz.

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Bernd schrieb:
> das war mir nicht ganz klar, ob man das wie eine LED gegen VCC oder GND
> betrachten darf bzw. kann, wenn einer der beiden Ausgänge stets high und
> der andere low ist.

HildeK hat das schon korrekt beschrieben. Du meinst bestimmt so eine 
"2-beinige" Duo-LED, bei der die Stromrichtung ueber die Farbe bestimmt. 
Ist ein Pin HIGH, dann liegt er auf VCC, ist der andere LOW, dann liegt 
er auf GND. Der Strom kann fliessen. Invertiert man die Pegel, fliesst 
der Strom in die andere Richtung.


Volker

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Zum besseren Verständnis sollte man sich einfach mal Aufbau und Funktion 
der "Totem Pole"-Ausgangsschaltung eines CMOS-ICs ansehen. Wenn man zwei 
Ausgänge jetzt über eine Last miteinander verbindet, erhält man als 
Ergebnis eine H-Brücke.

Mit der H-Brücke kann man nun die Spannung an der LED beliebig umpolen, 
um jeweils die gewünschte Hälfte der Duo-LED zum Leuchten zu bringen.

Natürlich muss man die Belastbarkeit der Ausgänge berücksichtigen, für 
eine einfache LED (mit Vorwiderstand zur Strombegrenzung) reicht es aber 
bei vielen ICs locker.

Tristate ist dabei gerade nicht erforderlich, höchstens um die LED 
ganz abzuschalten (ginge aber auch mit Low/Low oder High/High auf den 
Ausgängen).

Andreas

Edit: letzter Absatz eingefügt

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Nur mal zu den Grundlagen:
> dass zwei Ausgänge von einem Buffer Gate miteinader verbunden sind ...
> Zwischen diesen beiden Ausgängen befindet sich der Vorwiderstand
> und die Dual-LED.
Wenn sich zwischen 2 Pins was befindet, sind die nicht miteinander 
verbunden :-o

Und wenn jeder der beiden Pins dafür ausgelegt ist, den LED-Strom 
auszuhalten, dann ist es egal, ob der LED-Strom dort rein- oder 
rausfließt.

Autor: Bernd Schuster (mms)
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Volker Schulz schrieb:
> Du meinst bestimmt so eine
>
> "2-beinige" Duo-LED, bei der die Stromrichtung ueber die Farbe bestimmt.

ne das sind zwei einzelne LEDs in einem Gehäuse (mit insgesamt 4 Pins). 
Kathode der einen LED wird mit der Anoder der anderen LED auf einen 
Ausgang geschaltet und vica verca.

Bernd Schuster schrieb:
> Wenn sich zwischen 2 Pins was befindet, sind die nicht miteinander
>
> verbunden :-o

ok, sobald ein Verbraucher dazwischen geschaltet ist, dann kann die 
Spannung z.B. an diesem Abfallen (wenn ein Ausgang high und der andere 
gleichzeitig low ist -> und lediglich der Strom der durch den 
Verbraucher fließt muss von beiden ICs (IC-Ausgängen) ausgehalten werden 
können.

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Bernd Schuster schrieb:
> Volker Schulz schrieb:
>> Du meinst bestimmt so eine
>>
>> "2-beinige" Duo-LED, bei der die Stromrichtung ueber die Farbe bestimmt.
>
> ne das sind zwei einzelne LEDs in einem Gehäuse (mit insgesamt 4 Pins).
> Kathode der einen LED wird mit der Anoder der anderen LED auf einen
> Ausgang geschaltet und vica verca.

Ja, das ist das gleiche Prinzip wie bei der "2-beinigen" (mit Ausnahme 
dass bei der "4-beinigen" auch beide Farben gleichzeitig leuchten 
koennen. Es gibt sie noch mit 3 "Beinchen" (gemeinsame Anode oder 
Kathode, da wird dann die Beschaltung zwischen 2 IC-Pins schwieriger. ;)


Volker

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Bernd schrieb:
>
> Andrew Taylor schrieb:
>> z.B Wenn es open Kollektor oder tristate fähige  sind
>
> bei den Ausgängen handelt es sich um 3-State-Outputs;

Okay.

>
> Wenn beide IC-Outputs direkt miteinander verbunden sind, dann geht das
> aber auch nur, wenn beide gleichzeitig high oder low sind, oder?
> Irgendwie versteh ich das noch nicht ganz.

Nun, gerade DAS ist einer Eigenschaften von tristate: Neben High und low 
gibt es noch HOCHOHMIG als dritten Zustand.

In diesem Zustand hängt der Ausgang etwas lax gesagt schlaff mit rum. 
Ein anderer Ausgang, der dann aktiv low oder high geschaltet wird, 
"zieht"  den hochohmigen Ausgang mit.

Nun sollte  klar sein.

Autor: Falk Brunner (falk)
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Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Aber Tristate spielt doch hier ueberhaupt keine Rolle. Er hat quasi zwei 
LEDs antiparallel zwischen zwei Portpins...


Volker

Autor: Bernd Schuster (mms)
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Volker Schulz schrieb:
> Aber Tristate spielt doch hier ueberhaupt keine Rolle. Er hat quasi zwei
>
> LEDs antiparallel zwischen zwei Portpins...

und in diesem Fall ist es dann egal, welche Art von Outputs die beiden 
ICs besitzen.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Bernd Schuster schrieb:
> Volker Schulz schrieb:
>> Aber Tristate spielt doch hier ueberhaupt keine Rolle. Er hat quasi zwei
>>
>> LEDs antiparallel zwischen zwei Portpins...
>
> und in diesem Fall ist es dann egal, welche Art von Outputs die beiden
> ICs besitzen.

NEIN! Open Collector geht nicht.

Gruss Reinhard

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Reinhard Kern schrieb:
> Bernd Schuster schrieb:
>> Volker Schulz schrieb:
>>> Aber Tristate spielt doch hier ueberhaupt keine Rolle. Er hat quasi zwei
>>>
>>> LEDs antiparallel zwischen zwei Portpins...
>>
>> und in diesem Fall ist es dann egal, welche Art von Outputs die beiden
>> ICs besitzen.
>
> NEIN! Open Collector geht nicht.

Sehe ich ja auch so... Man braucht LOW=GND, HIGH=VCC.

Volker

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