www.mikrocontroller.net

Forum: Platinen UV LED Belichter - 759LEDs/(18*25)cm


Autor: Axel Krüger (axel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nabend!

Nachdem ich mit der Tonertransfermethode auf Grenzen gestoßen bin mit 
min. 0.8mm leiterbahndicke für reproduzierbare Ergebnisse und ich es 
satt hatte mit Wattebausch und Aceton zun hantieren, hab ich mich für 
den Bau eines LED-Belichters entschieden.

Ziel war es die LEDs so dicht wie möglich anzuordnen - Stromversorgung 
übernimmt ein altes ATX PC Netzteil - an der 5Volt Leitung hängt ein 
ca.9 ohm großer Lastwiederstand damit das NT angeht.

Die Leds sind zu je 3 Stück in Reihe geschalten inkl. 62 ohm smd 
Widerstand. Insgesamt sinds auf der Platine 759 Ultrahelle UV LEDs auf 
einer Fläche von 18*25 cm (Stromverbrauch gesamte Platte ca. 5A@12V)

Die LEDs hab ich übrigens über ebay aus Hongkong für 33 inkl. 
Versand/1000stk.

Hier ein paar Eindrücke:


(Rückseite LED Platine)
http://www.imgbox.de/users/eisman/04032010897.jpg

(LED mit Schleifpapier abgeschmirgelt um eine Gleichmäßige 
Lichtverteilung auf einer Höhe on ca. 4-5 cm hinzubekommen)
http://www.imgbox.de/users/eisman/06032010900.jpg

(Das ganze durch die Glasscheibe)
http://www.imgbox.de/users/eisman/06032010904.jpg

(Von oben - Steuerung über die 4 Standardtasten vorne - 
Sekundengenaueeinstellung mit Start und Stoptaste vor vorzeitigen 
Abbruch inkl. Speicherung des zuletzt eingestellten Wertes im EEPROM)
http://www.imgbox.de/?pr=eisman-06032010903.jpg

(Unterseite)
http://www.imgbox.de/users/eisman/06032010908.jpg

(im Betrieb mit weisses Batt auf der Glasscheibe)
http://www.imgbox.de/users/eisman/06032010905.jpg


Heute habe ich mal bisschen Erfahrungen mit dem Belichten, Entwickeln 
und ätzen gesammelt:

Ich habe leider nur einen Laserdrucker inkl. Reichelt 
Tonerverdichterspray.

Belichtungszeit:
Reicheltplatinen ca. 8sek
Bungard ca. 30sek

Geringfügig längere Zeiten wirken sich schon in Form von leichter 
Unterätzung bei den Leiterbahnen aus.

Bei Entwickeln hab ich habe ich wohl aber geschlammt. Habe 250ml Wasser 
mit 2,5g Natriumhydroxid angesetzt und nach ca. 5 sek waren bei den 
Bungardplatinen die Leiterbahnen lila sichtbar - und dann hab ich die 
sofort herausgenommen - nun habe ich hier in nen anderen Thread auch 
gelesen, dass man die Bungardplatinen danach noch min. 30sek drinne 
lassen soll und es völlig korrekt ist, das die Leiterbahnen dann wieder 
verblassen.
Bei den Reicheltplatinen (da hatte ich die Entwicklerlösung wohl zu 
stark mit ca. 13g /liter) waren nach ca. 3 sek die Leiterbahnen stark 
sichtbar und nach weiteren ca. 5 sek hab ich die rausgenommen aus der 
Lösung. Vermutlich sollte ich nächstes mal wirlich nur max. 10g/liter 
nehmen und sofort wenn die Leiterbahnen sichtbar werden die 
(Reichelt)Platine rausnehmen, denn beim Ätzen hat sich solche Haut von 
den Leiterbahnen gelöst und das wird wohl auch der zu stark angegriffene 
Lack gewesen sein.
Was meint ihr dazu?

Wenn ich mir jetzt meine geätzten Testmuster anschaue, dann sind (sofern 
ich den Dreh mit dem Entwickeln rausbekomme)) 0,25mm dicke Leiterbahnen 
möglich.


gruss Axel

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mir fallen 2 Dinge auf:

1. Die Platinen sind offensichtlich überbelichtet. Du brichst die 
Entwicklung lange vor ihrem Ende ab. Das führt zu ungleichmäßiger 
Entwicklung je nach Eintauchgeschwindigkeit in den Entwickler, Benetzung 
der Platinenbereiche mit Entwickler, Strömungsverhältnissen im 
Entwicklerbad ...

2. Die Belichtungszeit ist gigantisch kurz. Mit anderen Worten: Deine 
LEDs sind sehr hell!

Du solltest m.E. als allererstes Deinen Belichtungs- und 
Entwicklungsprozeß in Ordnung bringen, denn andernfalls ist dieses 
Super-Gerät echt "Perlen vor die Säue geworfen".

Prozeßoptimierung:
1. Beschränkung auf das technisch bessere Material (Meinung hier im 
Forum: Bungard).
2. Belichtungsreihe:
Vorweg: Die Entwicklungszeit ist - wie die Entwicklertemperatur und 
-konzentration auch - konstant (auf Herstellerangaben) zu halten!!!

Abgeleitet von den o.g. 30 sec. wird eine Reihe mit (2,5 / 3,5)  5  7 
 10  15  22  ... Sekunden Belichtungszeit durchgeführt. 
Abbruchkriterium ist die Platine, bei der zu starke Unterätzungen 
auftreten.

Die Vorlage sollte parallele Linien mit jeweils 0,1 / 0,15 / 0,2 / 0,3 / 
0,4 mm Linienbreite und Linienabstand enthalten.

Es wird jetzt folgendes geschehen:
Die ersten Platinen sind unterbelichtet; der Fotolack wird nicht 
abgelöst.
Dann folgen Platinen, bei denen Lack-Brücken zwischen Bahnen auftreten.
Anschließend sieht alles gut aus.
Dann gibt es Unterätzungen.

Die korrekte Zeit liegt in der Mitte der guten Zeitstufen.

Diese Prozeßoptimierung kostet Dich einen Tag Arbeit - anschließend 
weißt Du allerdings, daß Du das Maximum aus Deinen Prozeß herausgeholt 
hast. Dir ist zusätzlich die Grenze bekannt, die Dein Verfahren besitzt.

Viel Erfolg
Bernhard

Autor: Albrecht H. (alieninside)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Axel Krüger schrieb:
> ...
> Die Leds sind zu je 3 Stück in Reihe geschalten inkl. 62 ohm smd
> Widerstand. Insgesamt sinds auf der Platine 759 Ultrahelle UV LEDs auf
> einer Fläche von 18*25 cm (Stromverbrauch gesamte Platte ca. 5A@12V)
>

Tolle Idee an sich und auch bienenfleißig umgesetzt!

Aber manchmal muß wohl einfach jemand die Extrema aufzeigen um andere zu 
neuen Lösungen zu inspirieren. Also eines ist schon mal klar, so ein 
Ding werde ich mir aller Voraussicht nach, NICHT bauen!
Wenn überhaupt, dann maximal in der passenden Größe für eine Europlatine 
und natürlich mit ordentlichem Abstand nach oben und zwischen den LEDs.
Dass die von dir gezeigte Lösung bei industrieller Fertigung mit 
selektierten LEDs, eine Chance hätte, halte ich sogar für möglich. Aber 
als Selbstbauprojekt? Da werde ich das Gefühl nicht los, dass das früher 
oder später in der Vitrine landet, sei es nun, weil einzelne LEDs 
ausfallen, bereits zu Beginn oder mit der Zeit in ihrer Leistung 
unterschiedlich nachlassen oder einfach der durch das Scannergehäuse 
vorgegebene Abstand zur Platine nicht der richtige ist, (zu kurz?).

Also bevor ich 759 LEDs einlöte, ..., da kommt mir doch spontan der 
Gedanke, lieber 30 davon in einer Reihe auf dem Scannerschlitten zu 
montieren und diesen dann zum Belichten mehrmals auf und ab fahren zu 
lassen ...


> ...
>
> Belichtungszeit:
> Reicheltplatinen ca. 8sek
> Bungard ca. 30sek
>

Hmm, merkwürdig, die Proma-"Reichelt"-Platinen haben sonst bei mir immer 
länger gebraucht als die Bungard-Platinen.

> Geringfügig längere Zeiten wirken sich schon in Form von leichter
> Unterätzung bei den Leiterbahnen aus.
>
> Bei Entwickeln hab ich habe ich wohl aber geschlammt. Habe 250ml Wasser
> mit 2,5g Natriumhydroxid angesetzt

Also ich tendiere inzwischen auch nur noch zu max. (10g / Liter) als zu 
max. (15g / Liter), aber 10g sind auf jeden Fall in Ordnung.

> und nach ca. 5 sek waren bei den
> Bungardplatinen die Leiterbahnen lila sichtbar - und dann hab ich die
> sofort herausgenommen - nun habe ich hier in nen anderen Thread auch
> gelesen, dass man die Bungardplatinen danach noch min. 30sek drinne
> lassen soll und es völlig korrekt ist, das die Leiterbahnen dann wieder
> verblassen.

Ja, da wird beim Eintauchen schlagartig alles kurz lila und dann fängt 
der Lack an den belichteten Stellen an sich in Schlieren abzulösen. Und 
das braucht halt unter ständiger Bewegung bei Zimmertemperatur schon bis 
zu einer Minute oder länger, bei Proma-"Reichelt"-Platinen eher länger, 
(aber vielleicht hat sich das in den letzen 4 Monaten ja schon wieder 
geändert, ich musste Mitte letzten Jahres Proma-Platinen bis zu 5 
Minuten im Entwickler schwenken).

> Bei den Reicheltplatinen (da hatte ich die Entwicklerlösung wohl zu
> stark mit ca. 13g /liter) waren nach ca. 3 sek die Leiterbahnen stark
> sichtbar und nach weiteren ca. 5 sek hab ich die rausgenommen aus der
> Lösung.

Viel zu kurz.

>Vermutlich sollte ich nächstes mal wirlich nur max. 10g/liter
> nehmen und sofort wenn die Leiterbahnen sichtbar werden die
> (Reichelt)Platine rausnehmen, denn beim Ätzen hat sich solche Haut von
> den Leiterbahnen gelöst und das wird wohl auch der zu stark angegriffene
> Lack gewesen sein.
> Was meint ihr dazu?

Schon möglich, klingt nach Überbelichtung. Wie schaltest du denn deine 
LEDs, elektronisch oder über ein Relais? Müsstest vielleicht mal über 
Dimmung oder Pulsbetrieb nachdenken, wenn das so knapp mit den 
Belichtungszeiten ist?

>
> Wenn ich mir jetzt meine geätzten Testmuster anschaue, dann sind (sofern
> ich den Dreh mit dem Entwickeln rausbekomme)) 0,25mm dicke Leiterbahnen
> möglich.
>
>
> gruss Axel

Halt uns auf dem Laufenden, interessant ist das allemal!

Autor: Holger S. (holli_1)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Könntest du mal ein Bild mit der Lichtverteilung einer originalen und 
abgeschmirgelten LED machen?
Ich habe schon einen Belichtungstest mit einer einzelnen LED gemacht und 
festgestellt, so viele LED's bräuchte ich eigentlich nicht. Allerdings 
ist die Lichtverteilung ungleichmäßig.

Gruß,
Holli

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Allerdings ist die Lichtverteilung ungleichmäßig.

Hat schon jemand mit der Diffusorscheibe aus einem (z.B. gebrochenen) 
TFT/LCD Bildschirm experimentiert oder schuckt die zuviel Licht?

Autor: Axel Krüger (axel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Erstmal Danke für die Tips! Ich werde jetzt nochmal eine Testreihe 
machen mit den Bungardplatinen - leider konbte ich bei Reichelt nur 
Epoxyd kaufen - das das soo mies in der Verarbeitung ist hätte ich ja 
nicht gedacht - ein Laubsägeblatt für Stahl ist nach 4cm stumpf))

Ob ich das nochmal machen würde wäre fraglich, denn mit dem Einlöten der 
Leds, dass hab ich mir einfacher vorgestellt und einen Tag hab ich damit 
zugebracht immer wieder neue ausgefallene LEDs zu "reparieren". Ich habe 
die LEDs erst abgeschmirgelt nachdem die eingelötet waren - das ging 
relativ fix aber daduch sind einige Leiterbahnen gebrochen.

Hier ist die Testplatine von gestern(Bungard):
http://www.imgbox.de/users/eisman/07032010915.jpg
Danach zu urteilen wären 20sek für Bungard schon ausreichend...



Hier einmal eine originale LED im Abstand von ca. 4,5cm zum Papier(mit 
Blitz fotografiert)
http://www.imgbox.de/users/eisman/08032010917.jpg

Und hier nochmal das gleiche abgeschmirgelt (soweit, das die Krümmung 
vollständig aber gerade so weg ist (auch ohne Blitz)
http://www.imgbox.de/?pr=eisman-08032010918.jpg
Die Ausleuchtung ist dann wirklich gleichmässig und es gibt keinen Rand 
oder so.

Schalten tue ich die Leds über ein Relais - und dabei wollte ich erst 
einen Mosfet nehmen ... ansonsten könnte ich eventuell noch eine 
Plexiplatte dazwischen legen.

gruss Axel

Autor: _Patrick_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Axel,

Was muss man denn verbrechen um als Strafe 759 LEDs löten zu müssen? ;-)

In der Elektor gab es mal ein Projekt, in dem das Thema mit 24 
Kingbrights abgehandelt wurde.
http://www.elektor.de/jahrgang/2006/mai/uv-leds-st...

Autor: Albrecht H. (alieninside)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Axel Krüger schrieb:
> ...Ich werde jetzt nochmal eine Testreihe
> machen mit den Bungardplatinen - leider konbte ich bei Reichelt nur
> Epoxyd kaufen - das das soo mies in der Verarbeitung ist hätte ich ja
> nicht gedacht - ein Laubsägeblatt für Stahl ist nach 4cm stumpf))
>

Ich geh immer zu jemandem der eine Tischkreissäge mit Absaugung hat und 
lass mir handliche 100x80 mm Stückchen sägen, das passt dann auch gut 
zur Freeware-Version von Eagle. Bei Conrad gibts auch Hartpapierplatinen 
von Bungard, wobei ich mit den Hartpapierplatinen von Reichelt 
normalerweise ebenfalls nach ein, zwei anfänglichen Fehlversuchen gut 
klarkomme. Zusätzlich habe ich dann noch 0.5 mm Epoxy von Bungard, das 
lässt sich gerade noch so händisch bearbeiten und eignet sich z.B. gut 
für Adapterplatinen.

> ...
>
> Hier ist die Testplatine von gestern(Bungard):
> http://www.imgbox.de/users/eisman/07032010915.jpg

Nein Sir, gefällt mir überhaupt nicht!  ;-)

> Danach zu urteilen wären 20sek für Bungard schon ausreichend...
>

Könnt ich jetzt so nicht einschätzen.

>
>
> Hier einmal eine originale LED im Abstand von ca. 4,5cm zum Papier(mit
> Blitz fotografiert)
> http://www.imgbox.de/users/eisman/08032010917.jpg
>

Aha.

> Und hier nochmal das gleiche abgeschmirgelt (soweit, das die Krümmung
> vollständig aber gerade so weg ist (auch ohne Blitz)
> http://www.imgbox.de/?pr=eisman-08032010918.jpg

Faszinierend.

> ...
>
> Schalten tue ich die Leds über ein Relais - und dabei wollte ich erst
> einen Mosfet nehmen ... ansonsten könnte ich eventuell noch eine
> Plexiplatte dazwischen legen.

Das wäre halt gleich wieder eine weitere Variable. Wenn du durch eine 
weitere Reduzierung der Belichtungszeiten kein besseres Ergebnis 
erhältst, dann nimm das Panel doch einfach mal aus dem Scanner raus und 
belichte dann, (entweder durch die Original Scannerscheibe oder über 
eine Glasplatte aus einem billigen Bilderrahmen), in Abständen von 6, 10 
oder max. 15 cm, (mit größeren Belichtungszeiten). Wenn richtig 
belichtet wurde, sollte eine Bungard-Platine eine Entwicklungszeit von 
min. 1 bis max. 1.30 Minuten in einem normal angesetzten Entwicklungsbad 
(10g / Liter) problemlos ohne Schaden zu nehmen überstehen können.

Autor: Axel Krüger (axel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja das Elektorprojekt hab ich auch schon gesehen - auch diesen einen 
Selbstbaubelichter in der Holzbox mit 720Led (allerdings auf einer 
größeren Fläche). Mit dieser Dichte an LEDs wollte ich eben das Pronlem 
umgehen, einen größeren Abstand zwischen LEDs und Platine zu haben, 
damit alles im Scanner passt.


Ich hatte noch eine Epoxyd Bungardplatine und habe gerade mein Prototyp 
Layout geätzt, da ich doch nicht 10 Sägeblätter verschwenden wollte für 
kleine "Test-Aetz-platinen".

Belichtungszeit: 27sek

Entwickeln mit 10g/l und unter starkem schwenken: 80sek
Thx für die Angabe der Belichtungszeit @ Albrecht H. , leider findet man 
bei einigen Tutorials im Internet nur die Angabe, dass man wenn man das 
Layout erkennen kann, man die Platine rausnehmen sollte - das wäre 
widerum nach 3 sek der Fall gewesen)) In der letzten Minute hat sich nix 
mehr auf der Oberfläche verändert im Entwicklerbad.

Ätzen: ca. 70 min in ca. 55Grad heissen (schon vorher benutzter, relativ 
schwacher) Natriumpersulfatlösung

Vorweg muss ich noch sagen, das man wirklich "durchgucken" kann durch 
das auf Reichelt-Laserdrucker-Folien gedruckten Layout.

Hier auf dem Foto sieht man, dass auf der kompletten rechten Seite der 
Platine noch schwach Fotolack auf den belichteten Stellen drauf ist:
http://www.imgbox.de/users/eisman/09032010927.jpg

Links auf dem Bild ist zu sehen wie die Platine auf der Glasscheibe lag 
-> an der kritischen Seite waren tatsächlich weniger LED Reihen seitlich 
der Platine als auf der anderen Seite.

Nun ist die Frage, ob man es wagen sollte, lieber 10sek länger zu 
belichten oder ob dann schon der Fotolack unter der Tonerschwärze 
angegriffen wird. Optimal wäre hier sicherlich ein 
Tinenstrahldrucker....

Hier fertig geätzt mit Fotolack:
(Auffällig sind hier die Lackreste an den geätzten Stellen - der müsste 
doch eigentlich schon vor dem ätzen weg sein?)
http://www.imgbox.de/users/eisman/09032010928.jpg

Auffällig hier wieder die schlechte Quali auf der rechten Seite:
http://www.imgbox.de/users/eisman/09032010929.jpg

Hier habe ich den Lack mit Nagellackentferner entfernt:
http://www.imgbox.de/users/eisman/09032010932.jpg

Bevor ich nun wirklich den Abstand erhöhe (was ich eigentlich verweiden 
wollte), würde ich eher noch eine Art "Diffusor" auf "halber Höhe" 
verwenden der das Licht gleichmäßiger (auch an den Rand) verteilen soll.

Insgesamt bin ich aber schon durchaus zufrieden, denn mit der 
Tonertransfermethode mit Bügeleisen würde es nicht ansatzweise so gut 
aussehen :)

gruss Axel

Autor: Albrecht H. (alieninside)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Axel Krüger schrieb:
> ...
>
> Entwickeln mit 10g/l und unter starkem schwenken: 80sek
> Thx für die Angabe der Belichtungszeit

Eigentlich handelte es sich ja um die Entwicklungszeit, Belichtungsreihe 
hast du ja wohl schon gemacht, wie ich einem der oberen Bilder entnehme.

> @ Albrecht H. , leider findet man
> bei einigen Tutorials im Internet nur die Angabe, dass man wenn man das
> Layout erkennen kann, man die Platine rausnehmen sollte - das wäre
> widerum nach 3 sek der Fall gewesen)) In der letzten Minute hat sich nix
> mehr auf der Oberfläche verändert im Entwicklerbad.
>

Das war jetzt auch nicht so gemeint, dass die Entwicklung so lange 
dauern muss, (wobei ich 80 Sekunden durchaus o.k. finde, ich halte immer 
die Stoppuhr in der anderen Hand und hole die Platine nach spätestens 
1m45s aus dem Entwicklerbad), die Entwicklung kann auch früher 
abgeschlossen sein, aber 1m45s oder 1m30s muss eine nicht überbelichtete 
Platine im Entwicklerbad aushalten können auch ohne dass sich nachher im 
Ätzbad die Leiterbahnen ablösen.

Ich zitiere mal von der Bungard-Website: "Bezogen auf unseren 
Spezialentwickler beträgt die Entwicklungszeit bei 20 °C ca. 45 
Sekunden. Der Resist übersteht im Entwickler eine Verweildauer von mind. 
5 Minuten ohne jede Beschädigung".

(Ok, da geht es um den Bungard-Spezialentwickler)

> Ätzen: ca. 70 min in ca. 55Grad heissen (schon vorher benutzter, relativ
> schwacher) Natriumpersulfatlösung
>

Ich ätze zur Zeit mit Eisen(III)-chlorid bei ca. 30 - 35 Grad C, ist 
zwar gelegentlich ne Sauerei, aber das Ätzbad hält sich während es nicht 
benutzt wird praktisch unbegrenzt. Bei der Verwendung von 
Natriumpersulfat bin ich allerdings nie über 43 Grad gegangen, ich meine 
gehört zu haben, dass NaPs bei Temperaturen über 50 Grad sehr schnell 
zerfällt und an Ätzkraft verliert.


> Vorweg muss ich noch sagen, das man wirklich "durchgucken" kann durch
> das auf Reichelt-Laserdrucker-Folien gedruckten Layout.
>
> ...
>
> Nun ist die Frage, ob man es wagen sollte, lieber 10sek länger zu
> belichten oder ob dann schon der Fotolack unter der Tonerschwärze
> angegriffen wird.

Oder der Klassiker: 2 Folien / Transparentpapier passgenau übereinander 
legen, das geht eigentlich immer, dann kann man auch die Belichtungszeit 
wieder etwas aufdrehen.

> Optimal wäre hier sicherlich ein
> Tinenstrahldrucker....
>

Ja, ab zweimal überdrucken wirds ganz gut.

> ...
>
> Bevor ich nun wirklich den Abstand erhöhe (was ich eigentlich verweiden
> wollte), würde ich eher noch eine Art "Diffusor" auf "halber Höhe"
> verwenden der das Licht gleichmäßiger (auch an den Rand) verteilen soll.
>
> Insgesamt bin ich aber schon durchaus zufrieden, denn mit der
> Tonertransfermethode mit Bügeleisen würde es nicht ansatzweise so gut
> aussehen :)
> ...

Die meisten Leute, die sich einen UV-LED-Belichter bauen, haben vorher 
mit einem Gesichtsbräuner, (verwende ich auch), genügend Erfahrung 
gesammelt, die dir jetzt z.T. fehlt. Wer zuvor mit UV-Röhren bereits 
perfekte Ergebnisse erzielt hat, ändert natürlich nichts mehr an der 
Konfiguration, wenn er seinen neuen LED-Belichter ausprobiert, d.h. 
Drucker, Belichtungsvorlage, Platinenmaterial, Temperaturen, 
Konzentrationen und Entwicklungsdauer bleiben gleich, man muss also nur 
noch mit der Belichtungsdauer und evt. mit dem Abstand des 
LED-Belichters herumspielen, das vereinfacht die Sache erheblich.

Geht irgendwas schief, kann man einfach anhand der Gegenprobe mit dem 
Röhrenbelichter, ausschließen, dass es am Platinenmaterial, an der 
Qualität der Vorlage oder am Entwicklungsvorgang liegt.
>
> Insgesamt bin ich aber schon durchaus zufrieden, denn mit der
> Tonertransfermethode mit Bügeleisen würde es nicht ansatzweise so gut
> aussehen :)
>
> gruss Axel

Autor: Axel Krüger (axel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So habe jetzt mal von Conrad die Billigmarke genommen.

Bungard platine hat 27 sek. gebraucht (Belichtung) - da denke ich, nagut 
mach ich jetzt mal 30 sek. - anschliessend rein in den Entwickler mit 
10g liter  füer ca. 80 sekunden - anschliessen Aetzloesung 
Natriumpersulfat -  absolut nix hat sich getan ....  Nach 10 min raus 
und 3,5Minuten !!! belichtet - wieder fuer 80 sek. in den Entickler und 
rein ins Aetzbad. Das Layout zeichnete sich zu keinem Zeitpunkt ab - ich 
glaube ich werde die gleich rausnehmen und im Muell hauen.

So eine Sch****!! Ich kaufe ausschliesslich nur noch Bungard!! Aber 
Conrad hat nur Epoxydplatinen im Laden und keine Hartpapier - und 
bestellen im Inet + abholen geht bei Conrad auch nicht... und Reichelt 
hat keine Bungard HP Platinen. Alles Schei *****.....

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
CSD-electronics hat auch gutes Platinenmaterial und liefert schnell!

Autor: ... (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
CSD oder auch Octamex hat Bungard-Material.

Autor: ... (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Du kannst auch Privat bei Bungard direkt bestellen.

Autor: Axel Krüger (axel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In manchen Shops gab es leider auch nur die epoxyd Platinen. Naja in 
Endeffekt ist trotzdem alles gut geworden :) - hab dann bei conrad 
bestellen lassen  - bezahlt - kassenzettel verloren -  deswegen bei 
abholung nochmal bezahlt .... Was mir unklar ist , ist nur, dass ich nur 
27 sek am anfang gebraucht habe mit dem belichten (lag das an den neuen 
leds ???)   Jedenfalls erreiche ich jetzt ideal ergebnisse mit 70sek 
belichten, 14g/l entwickler fuer 100 sek und dann in der mikrowelle 2 
glaeser gebrauchte aetzloesung  ........  :)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.