www.mikrocontroller.net

Forum: Analogelektronik und Schaltungstechnik Strommessung in Schaltnetzteilen

Autor: BUZman (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Hallo,
ich habe in der AN44 von LT eine Variante zur Strommessung in
Schaltnetzteilen gefunden. Ist diese galvanisch getrennte Messung
wirklich zuverlässig, so dass man das (Strom)signal auswerten und z. B.
zur Strombegrenzung oder zum Abschalten des Ausgangs verwenden kann? Das
wäre ja ein geniales Verfahren, zumindest im Selbstbaubereich.
Bei einem ersten Test mit einem kleinen Ringkern konnte ich einen Strom
feststellen, der jedoch in etwa logarithmisch von Ausgangsstrom abhängt.
Daher habe ich noch Zweifel, ob das wirklich zuverlässig und
reproduzierbar geht.
Gruß,
Wolfgang
Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
Datum:

BUZman schrieb:
> Hallo,
> ich habe in der AN44 von LT eine Variante zur Strommessung in
> Schaltnetzteilen gefunden. Ist diese galvanisch getrennte Messung
> wirklich zuverlässig, so dass man das (Strom)signal auswerten und z. B.
> zur Strombegrenzung oder zum Abschalten des Ausgangs verwenden kann?

Ja, das ist zuverlässig!

> Das wäre ja ein geniales Verfahren, zumindest im Selbstbaubereich.

Naja - genial würde ich es nicht gerade nennen, sondern eher üblich
(auch oder gerade) im 'professionellen' Bereich, um Ströme z.B.
galvanisch getrennt zu messen, denn man muß die Primär- und
Sekundärwicklung nicht zwingend miteinander verbinden.

> Bei einem ersten Test mit einem kleinen Ringkern konnte ich einen Strom
> feststellen, der jedoch in etwa logarithmisch von Ausgangsstrom abhängt.

Da liegt das Problem möglicherweise im verwendeten Kernmaterial.
Evtl. geht der Kern schon bei nur einer Windung und den entsprechenden
Amperes durch die Primärwicklung in die Sättigung. Das kann bei sehr
kleinen Ringkernen jedenfalls durchaus passieren.

> Daher habe ich noch Zweifel, ob das wirklich zuverlässig und
> reproduzierbar geht.

Bei richtiger Auslegung und Bauteil-/Materialwahl funzt diese Art der
Strommessung bei Schaltnetzteilen eigentlich sehr zuverlässig.
Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

BUZman schrieb:
> Hallo,
> ich habe in der AN44 von LT eine Variante zur Strommessung in
> Schaltnetzteilen gefunden. Ist diese galvanisch getrennte Messung
> wirklich zuverlässig, so dass man das (Strom)signal auswerten und z. B.
> zur Strombegrenzung oder zum Abschalten des Ausgangs verwenden kann? Das
> wäre ja ein geniales Verfahren, zumindest im Selbstbaubereich.

So was wird in zigtausenden von PC Netzteilen seit Jahren erfolgreich
verwandt.

Daher die Antwort: JA.
Autor: User (Gast)
Datum:

Das geht doch nur, wenn man < 50% Pulsbreite hat?
Autor: Michael O. (mischu)
Datum:

User schrieb:
> Das geht doch nur, wenn man < 50% Pulsbreite hat?
Das stimmt nicht!!! Der Strom hat halt einen sägezahnförmigen Verlauf.
Ein Tief/Hochsetzsteller funktioniert doch auch mit Tastgraden > 50%.

Es gibt mehrere Grenzen für einen Messtrafo:
- DC kann ein Trafo nicht übertragen (100% Tastgrad nicht möglich)
- er sollte nicht in Sättigung gehen (nahe 100%)
- Isolationsspannung sollte nicht überschritten werden (kann bei extrem
steilen Flanken passieren)
- Frequenz darf nicht zu hoch sein
Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Michael O. schrieb:
> - Frequenz darf nicht zu hoch sein

Stromtrafos gibt's durchaus kaufbar bis 1 GHz.

Das sollte reichen für die meisten SNT .-))
Autor: Michael O. (mischu)
Datum:

Andrew Taylor schrieb:
> Michael O. schrieb:
>> - Frequenz darf nicht zu hoch sein
>
> Stromtrafos gibt's durchaus kaufbar bis 1 GHz.
>
> Das sollte reichen für die meisten SNT .-))

Es ist alles relativ - mehr wollte ich nicht sagen.
Für hohe Ströme gibt es Trafos, die nur einige 100 Hertz Bandbreite
haben.
Solche Dinge werden z.B. in Energieversorgungsnetzen eingesetzt um
Freileitungen und Stromverteilerstationen oder auch Endkunden mit
eigenem Trafo zu monitoren.
Autor: BUZman (Gast)
Datum:

Danke für eure vielen Antworten. Mein "Energieversorgungsanetz" ist ein
Step-down mit dem LT1076 zum Laden eines 1s4p Li-Ion Akkus für einen
LED-Scheinwerfer. Ich suchte eine Möglichkeit, den Ladevorgang bei einem
Minimal--Strom zu beenden, indem ich den diskreten Mosfet in der
Minusleitung abschalte. Das müsste mit einem Signal aus dem Stromtrafo
ja gehen.


An alle Bastler: In Kaputten Energiesparlampen findet man auf der
Platine meist einen kleinen Ringkern und noch ein paar andere schicke
Sachen. Daher stammt z. B.  mein Ringkern für den Stromwandler.

Antwort schreiben

Die Angabe einer Email-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per Email über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel




Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder GIF-Format hochladen.
Siehe Bildformate

Mit dem Abschicken erkennst du die Nutzungsbedingungen an.

webmaster@mikrocontroller.netImpressumNutzungsbedingungenWerbung auf Mikrocontroller.net