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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 230V schalten mit dem AVR-NETIO-Board von Pollin


Autor: Gerald H. (gerald_h)
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Hallo,

ich habe mir bei Pollin das AVR-NET-io-Board gekauft (und auf die 
5V-Stromversorgung umgebaut) und möchte damit meine externe Festplatte 
und den Drucker einschalten. Also d.h. ich würde gerne 230V~ schlaten.

Den Beitrag unter "[[230V Schalten Atmega8 - Relaiauswahl]]" habe ich 
gelesen. Meine Frage ist, wie genau die Schaltung zum Schalten von 230V 
aussehen muss.
Bzw. kann ich diese Relais von Pollin (hatte ich einfach mal 
mitbestellt) dafür nutzen? - Wenn ja, wie wäre die Schaltung dafür?

Hochlast-Relais POTTER&BRUMFIELD T9AS1D12-5
5 V-/25 Ω, 1 Schließer, Schaltleistung 240 V~/30 A, für Printmontage 
geeignet. Maße (BxHxT): 27x20x32 mm.

http://www.pollin.de/shop/dt/NTA2OTU2OTk-/Baueleme...

Eigentlich wollte ich ursprünglich nur die "Bausatz SUB-D 
Anschlussplatine" (ebenfalls von Pollin - 
http://www.pollin.de/shop/dt/NDQ5OTgxOTk-/Bausaetz... 
) verwenden und dahinter dann eine umgebaute Steckdosenleiste, doch bin 
ich jetzt etwas unsicher.
Vielleicht will ich auch später noch größere Lasten (Laserdrucker - PC - 
oder Geräte >1000W) damit schalten.

Ist zumindest meine Überlegung zu dem 5-Voltnetzteil richtig:
AVR-NET-IO-Board:                               190mA
8x digi-Ausgang m. obigem Relais (8x 200mA)    1600mA
                                              =======
Ich brauche ein 5V-Netzteil m                  1800mA ?????


Hat jemand einen anderen (besseren) Vorschlag wie ich es vllt. sogar 
strom-spar-mäßig besser hinbekomme.

Ich würde mich über Schaltungsvorschläge freuen, da ich selbe den 
Wntwurf von Schaltungen kaum beherrsche....

Danke schon mal
Gruß Gerald

Autor: Steffen (Gast)
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Das obige Relais schaltet 30A bei 240V ->7,2kW > 1kW, das schalten von 
Laserdrucker und PC ist damit dann kein Problem. Ich würde mir aber mal 
Stromstossschalter ansehen, die müssen nur einmal gepulst werden damit 
sie anziehen, d.h weniger Stromverbrauch.

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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Erstmal habe ich mich oben verschrieben:

Die Relais brauchen einzelne bei 5V und 25 Ohm ja rund 20mA.
D.h. der Verbrauch der Relais liegt bei 8x20mA also 160mA.

Macht mit NET-IO-Board 190mA + 160maA === 350mA.

Weiter, wenn ich mich jetzt erstaml für meine oben genannten Relais 
entscheiden würde, wäre die Schaltung (und der BASIS-Widerstand) 
korrekt?

Also muss an die Basis des BC337 rund 57Ohm, also sagen wir 60Ohm?

Natürlich bräuchte ich die Schaltung 8mal, da das AVR-NET-IO-Board ja 
auch digitale Ausgänge hat und ich diese Schalten will.

Irgendwelche Einwände?

Muss halt sagen, dass ist echt neuland für mich.... daher meine 
Unsicherheit!

Danke schon mal....

Gruß Gerald

Autor: Survace (Gast)
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Gerald H. schrieb:
> 240 V~/30 A

Du sag mal bitte, was willst Du eigentlich mit 30 Ampere schalten? Ich 
hoffe, Du schaltest keine 30A-Lasten in Deinem normalen Hausnetz, oder 
hast Du zufällig Cu-Kabel mit einen Querschnitt von 10mm^2 verlegt? Ist 
die Aufnahme von dem Relais überhaupt so groß, um ein so großes Kabel 
dort anzuschließen?

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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Survace schrieb:
> was willst Du eigentlich mit 30 Ampere schalten? Ich

Nein, habe ich nicht vor....
doch... bei 95Cent je Relais konnte ich nicht nein sagen. ;-)
Also max. werde ich 1kW schalten....

Aber sonst irgendwelche Meinungen zu meiner Schaltung?

Würde gerne ein "Jo, Junge is okay! Bau's zusammen!" hören...
Wie gesagt, der AVR ist Neuland für mich...

Komme eher aus der Hausinstallationsrichtung...

Gruß Gerald

Autor: holger (Gast)
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>Die Relais brauchen einzelne bei 5V und 25 Ohm ja rund 20mA.

Wenn es wirklich 25 Ohm sind dann brauchen die 200mA.
Wenn es 250 Ohm sind brauchen sie 20mA.

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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holger schrieb:
> Wenn es wirklich 25 Ohm sind dann brauchen die 200mA.
> Wenn es 250 Ohm sind brauchen sie 20mA.

Also, ja.. jetzt geht's aber los. Jetzt korigiere ich mich noch falsch!
Es sind 25 Ohm! - Also doch 200mA!

Autor: Axel Ro. (axelroro)
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Hallo,
zum Stromsparen bietet sich eine Ansteuerung über PWM an, d.h. erstmal 
100% zum sicher durchschalten, und dann mit Haltestrom, z.B. 50% weiter 
halten.

Bei 8 Relais würde sich auch ein IC ULN2803a mit 8 
Darlingtontransistoren anbieten, welches direkt an die uC Pin's geht, 
500mA pro Anschluss schafft und auch gleich eine Freilaufdiode drin hat. 
Gibts bei Reichelt für ein paar Cent.

Die Ansteuerung über PWM lässt sich durch ein zwischengeschaltetes 
74HC573n IC über einen PWM Pin für alle Relais umsetzen.

Siehe z.B. Schaltung hier:
http://www.freebus.org/index.php/hardware-mainmenu...

Grüsse
Axel

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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Axel Ro. schrieb:

> zum Stromsparen bietet sich eine Ansteuerung über PWM an, d.h. erstmal
> 100% zum sicher durchschalten, und dann mit Haltestrom, z.B. 50% weiter
> halten.
>
> Die Ansteuerung über PWM lässt sich durch ein zwischengeschaltetes
> 74HC573n IC über einen PWM Pin für alle Relais umsetzen.

Also das mit dem PWM verstehe ich nicht ganz. Kannst du mir mal den 
Vorteil erklären?
Bzw. wie funktioniert das ganze mit dem PWM (vllt auch mal ein 
Rechenbespiel, wenn nicht zu viel verlangt ist).


Zu...
> Bei 8 Relais würde sich auch ein IC ULN2803a mit 8
> Darlingtontransistoren anbieten, welches direkt an die uC Pin's geht,
> 500mA pro Anschluss schafft und auch gleich eine Freilaufdiode drin hat.

Also wie das K8IO von Pollin
http://www.pollin.de/shop/dt/NzcyOTgyOTk-/Bausaetz...
bzw. der Screenshot im Anhang.

Also was ich bei dem Schaltplan nicht ganz verstehe:
_wieso ist nochmals ein Diode D1 (1N4936) an der Spule vorhanden (ich 
dachte, die wären im ULN2803A integriert)?
_wie berechne ich die Widerstände (Pull-up?) zwischen uC-Ausgang und 
ULN2803A? - In meinem Fall brauche ich 200mA bei 5V an der Spule.

Ich möchte das Ganze einfach verstehen... es hilft mir nichts, wenn ich 
nur eine Schaltung nachbaue...

Soll nicht heißen, dass ich über den Tipp mit der Schaltung zum PWM 
nicht dankbar bin!

Autor: gerd (Gast)
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Warum nimmst du nicht gleich die Relaisplatine von Pollin?

- gerd

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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gerd schrieb:
> Warum nimmst du nicht gleich die Relaisplatine von Pollin?

Ja daran hatte ich auch schon gedacht, aber ich denke nicht, weil:
1. dieses keine 230V schalten kann.
2. ich schon ein Netzteil mit 5V habe und mein NET-IO-Baord auch mit 5V 
betreibe.
3. mir der viele Karm auf dem Pollin-Board zum Teil (das würde ich ja 
gerne auch von euch wissen) überflüssig erscheint (LEDs bei den Spulen 
brauche ich einfach nicht).

Zum anderen will ich auch das auf dem Pollin-Board raffen!

Danke!

Autor: gerd (Gast)
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zu 1.) Rein von den Daten (und dem Layout der Platine) sollten die 
Relais schon 230V schalten können. Ob die Schraubklemmen und die 
Leitbahnen aber dicken Dauerstrom mitmachen steht auf einem anderen 
Blatt! Aber prinzipiell geht es imho.

zu 2.) Nach Schaltplan sieht es mir so aus, als wenn man via Jumper die 
Relaisplatine auch über das NET-IO versorgen könnte. Also, keine 
separate Versorgung notwendig!

zu 3.) LEDs etc. müssen ja nicht von dir bestückt werden, wenn du sie 
nicht benötigst?! So, whats the matter?

Nur dein letzter Satz ist in meinen Augen ein richtiges Argument und das 
kann ich sogar nachvollziehen und finde ich löblich! ;)

Nix für ungut!

- gerd

Autor: gerd (Gast)
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Pollin scheint die Freilaufdioden zusätzlich vorgesehen zu haben - was 
ich garnicht so schlecht finde, da die Dioden auch in die Nähe der 
Spulen gehören, damit die Transienten nciht über die halbe Leiterkarte 
bügeln (EMV).
Die einzigen Pullups, die ich auf dem Board erkennen kann, sind R19-R23 
(10k) - die werden nicht berechnet. Es handelt sich um 
"Über-den-Daumen"-Standard-Werte, da diese Widerstände keinen anderen 
Nutzen haben, als die Signalleitungen auf einen definierten Pegel zu 
ziehen, wenn der µC seine Ausgänge hochohmig hat (Reset o.ä).

Die Widerstände zu dem ULN, die du meinst, sind nur zur Strombegrenzung 
da (Angst-Widerstände), um die Ausgänge des µC vor zu dicken Strömen zu 
bewahren. Der ULN schaltet lediglich die Relais bei Ansteuerung nach 
Masse.

- gerd

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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gerd schrieb:
> zu 1.) Rein von den Daten (und dem Layout der Platine) sollten die
> Relais schon 230V schalten können. Ob die Schraubklemmen und die
> Leitbahnen aber dicken Dauerstrom mitmachen steht auf einem anderen
> Blatt! Aber prinzipiell geht es imho.

Okay, also könnte ich anstelle die Relais direkt auf das Board zulöten 
and diese Stellen die Anschlussklemmen löten und die Relais mittels 
einer besseren Verdrahtung "für 230V" auslegen. Korrekt?

> zu 2.) Nach Schaltplan sieht es mir so aus, als wenn man via Jumper die
> Relaisplatine auch über das NET-IO versorgen könnte. Also, keine
> separate Versorgung notwendig!

Okay, laut dem PDF bei Pollin ist die 5V-Versorgung eher anders herum 
gedacht!
Pollin: "Mit dem Jumper JP1 können Sie einstellen, ob externe, über die 
25-pol. Sub-D-Buchsenleiste an der PC-Relaiskarte angeschlossene
Module, mit einer Versorgungs-spannung von 5V- versorgt werden sollen."


> zu 3.) LEDs etc. müssen ja nicht von dir bestückt werden, wenn du sie
> nicht benötigst?! So, whats the matter?
Okay!

> Nur dein letzter Satz ist in meinen Augen ein richtiges Argument und das
> kann ich sogar nachvollziehen und finde ich löblich! ;)

Danke!

Post edit, wegen nochmaliger Frage bzgl. dem Verständnis...
Zwischenzeitlich war ein Post vor mir... Auch hier Danke!

Autor: gerd (Gast)
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Ergänzung:

Den 7805  sowie die Dioden D2,D3,D4 und D6 (=Brückengleichrichter) und 
die Kondensatoren C1-C4 (als "Netzteil" auf der Platine deklariert) 
musst du nicht bestücken, wenn du das Relaisboard ausschliesslich 
fremdspeisen möchtest (Jumper gesetzt). Und die LEDs samt 
Vorwiderständen sind auch nicht zwingend und können weggelassen werden.

Noch eine Anmerkung: Das Hantieren an 230V ist lebensgefährlich und wenn 
du kaum bis garkeine Erfahrung bzw. auch keine Ausbildung im Bereich der 
E-Technik hast (worauf man aus deinen Posts schliessen kann), dann bleib 
bitte aus dem Bereich der Netzspannung erstmal raus. Es bringt nichts, 
wenn deine ersten Erfahrungen gleich durch einen elektrischen Schlag im 
Krankenhaus enden. -> Kein Oberlehrerabsatz - lediglich ein gut 
gemeinter Rat!

- gerd

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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gerd schrieb:
> Pollin scheint die Freilaufdioden zusätzlich vorgesehen zu haben - was
> ich garnicht so schlecht finde, da die Dioden auch in die Nähe der
> Spulen gehören, damit die Transienten nciht über die halbe Leiterkarte
> bügeln (EMV).

Okay, das hatte ich auch mal gelesen... ist jetzt klar...

> Die einzigen Pullups, die ich auf dem Board erkennen kann, sind R19-R23
> (10k) - die werden nicht berechnet. Es handelt sich um
> "Über-den-Daumen"-Standard-Werte, da diese Widerstände keinen anderen
> Nutzen haben, als die Signalleitungen auf einen definierten Pegel zu
> ziehen, wenn der µC seine Ausgänge hochohmig hat (Reset o.ä).

Okay, ... gibt es dazu eine "Über-den-Daumen"-Standard-Werte-Tabelle 
(Artikel/Link)?

> Die Widerstände zu dem ULN, die du meinst, sind nur zur Strombegrenzung
> da (Angst-Widerstände), um die Ausgänge des µC vor zu dicken Strömen zu
> bewahren. Der ULN schaltet lediglich die Relais bei Ansteuerung nach
> Masse.
D.h. die hängen nicht mit den 12V (von Pollin vorgesehen) oder 5V (in 
meinem Fall) zusammen....

> Den 7805  sowie die Dioden D2,D3,D4 und D6 (=Brückengleichrichter) und
> die Kondensatoren C1-C4 (als "Netzteil" auf der Platine deklariert)
> musst du nicht bestücken, wenn du das Relaisboard ausschliesslich
> fremdspeisen möchtest (Jumper gesetzt). Und die LEDs samt
> Vorwiderständen sind auch nicht zwingend und können weggelassen werden.

Bis auf den Jumper (siehe oben) klar!
Aber aus meiner Sicht an CD+ des ULN kommen dann meine 5V-Versorgung 
(nicht über den Jumper bezogen). Richtig?


> Das Hantieren an 230V ist lebensgefährlich ....
> -> Kein Oberlehrerabsatz - lediglich ein gut gemeinter Rat!

Nehme ich ernst... Ja, selber habe ich nicht so die Ahnung mit uC und 
Logik, etc. Schaltungen. Will mich aber jetzt einarbeiten...
Habe eher "das Grobe" (Hausinstallationen - noch in Lehre) bis jetzt 
gemacht...

Autor: gerd (Gast)
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Gerald H. schrieb:
> Okay, also könnte ich anstelle die Relais direkt auf das Board zulöten
> and diese Stellen die Anschlussklemmen löten und die Relais mittels
> einer besseren Verdrahtung "für 230V" auslegen. Korrekt?

THEORETISCH, ja! Aber praktisch, bitte nicht. Wie ich in meinem 
Ergänzungspost schon geschrieben habe: Das mit der Netzspannung kann 
auch gerne mal gründlich in die Hose gehen. Selbst wenn du dir beim 
Basteln keinen 'abholst, so kann es später passieren, dass die Bude 
lichterloh brennt. Und das muss doch nicht sein, oder? :)

Gerald H. schrieb:
> Okay, laut dem PDF bei Pollin ist die 5V-Versorgung eher anders herum
> gedacht!
> Pollin: "Mit dem Jumper JP1 können Sie einstellen, ob externe, über die
> 25-pol. Sub-D-Buchsenleiste an der PC-Relaiskarte angeschlossene
> Module, mit einer Versorgungs-spannung von 5V- versorgt werden sollen."

:)
Ja, Pollin denkt viel hin und her... aber diese Fremdversorgung 
funktioniert in diesem Fall in beide Richtungen. D.h. an dem Pin, an dem 
das Relais-Board 5V rausgeben könnte, kann das NET-IO auch einspeisen 
(vgl. die beiden Schaltpläne - auf beiden Seite ist dort +5V (Pin15) 
aufgelegt). Du kannst also ENTWEDER die Relaiskarte mit dem NET-IO 
versorgen ODER (wenn du das "Netzteil" doch bestücken solltest) mit der 
Relaisplatine das NET-IO versorgen. ABER: Niemals solltest du beide an 
eine ext. Versorgungspannung hängen - dann zersemmelt es zumindest die 
Regler.

Gerald H. schrieb:
> Danke!
>
> Post edit, wegen nochmaliger Frage bzgl. dem Verständnis...
> Zwischenzeitlich war ein Post vor mir... Auch hier Danke!

Kein Problem - aber lass dir das mit den 230V nochmal durch den Kopf 
gehen (sprichwörtlich!) - das Risiko ist den Nutzen nicht wert.

- gerd

Autor: gerd (Gast)
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Gerald H. schrieb:
> Okay, ... gibt es dazu eine "Über-den-Daumen"-Standard-Werte-Tabelle
> (Artikel/Link)?

http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...

Gerald H. schrieb:
> D.h. die hängen nicht mit den 12V (von Pollin vorgesehen) oder 5V (in
> meinem Fall) zusammen....

Sie hängen mit den 5V schon in soweit zusammen, als das sie einen Strom 
begrenzen sollen im Fehlerfall. Sie müssen aber nicht extra berechnet 
werden. Auch so eine "Über-den-Daumen-aus-Erfahrung"-Geschichte.

Gerald H. schrieb:
> Aber aus meiner Sicht an CD+ des ULN kommen dann meine 5V-Versorgung
> (nicht über den Jumper bezogen). Richtig?

Hm.. ich habe das Datenblatt gerade nciht vor Augen, aber ich meine 
gelesen zu haben, dass die Relais auch bei 5V schon anziehen können 
(bitte nachprüfen), indem Fall geht das. Dann kann die Versorgung auch 
"über den Jumper" kommen. Ggf. müsste noch eine Brücke auf den 
12V-Kreis. Das müsste man aber wie gesagt mal ausprobieren.

Gerald H. schrieb:
> Habe eher "das Grobe" (Hausinstallationen - noch in Lehre) bis jetzt
> gemacht...

räusper Ok, zumindest nicht "fachfremd" ;)

- gerd

Autor: Gerald H. (gerald_h)
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Okay...

Werde zumindest mal die Abspeckung (NT, LEDs, etc. raus) vornehmen.

Kann ich dann mit den Relais (sagen wir 12V) schalten, bespreche ich in 
der Berufsschule (mit der Platine in der Hand) die Möglichkeiten wie ich 
230V unter Beachtung der Sicherheit schalte.

Danke an alle und besonders an Gerd!!!

Autor: Axel Ro. (axelroro)
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Hallo Gerald
siehe zum Vorteil PWM unten:
> zum Stromsparen bietet sich eine Ansteuerung über PWM an, d.h. erstmal
> 100% zum sicher durchschalten, und dann mit Haltestrom, z.B. 50% weiter
> halten.
>
> Die Ansteuerung über PWM lässt sich durch ein zwischengeschaltetes
> 74HC573n IC über einen PWM Pin für alle Relais umsetzen.

>>Also das mit dem PWM verstehe ich nicht ganz. Kannst du mir mal den
>>Vorteil erklären?
>>Bzw. wie funktioniert das ganze mit dem PWM (vllt auch mal ein
>>Rechenbespiel, wenn nicht zu viel verlangt ist).

Ein Relais benötigt zum Schalten eine Spannung x, sagen wir mal 24V bei 
einem 24V-Relais (oder eben 5V). Nachdem das Relais umgeschaltet hat, 
benötigt es zum sicheren Halten jedoch nur noch z.B. 12V. Steht 
üblicherweise im Datenblatt des Relais. Wo aber nun die 12V herzaubern 
... Hier kommt nun die PWM ins Spiel - wir takten das Relais einfach mit 
z.B. 1kHz schnell ein und aus, wobei das Verhältnis der Ein-Zeit und der 
Aus-Zeit der prozentualen (mittleren) Spannung entspricht. In der 
Aus-Zeit fliesst die in der Spule gespeicherte Energie durch die 
Freilaufdiode zurück.
In der von mir verlinkten Schaltung ist das nun so gelöst, dass ein PWM 
Pin des uC auf das 78HC573n IC geht (Pin 1), und dort alle angelegten 
Pegel im PWM Takt umschaltet.
Rechnen muss man da nicht viel - PWM 60% ein/40% aus sorgt eben für 60% 
der ursprünglichen Spannung - im Mittel über die Zeit eben.


Zu...
> Bei 8 Relais würde sich auch ein IC ULN2803a mit 8
> Darlingtontransistoren anbieten, welches direkt an die uC Pin's geht,
> 500mA pro Anschluss schafft und auch gleich eine Freilaufdiode drin hat.

>>Also wie das K8IO von Pollin
>>http://www.pollin.de/shop/dt/NzcyOTgyOTk-/Bausaetz...
>>bzw. der Screenshot im Anhang.

Ja, oder eben die Schaltung, welche ich verlinkt habe. Die ist besser. 
Stell Dir einfach an dem Stecker im Schaltplan einen Port des uC vor + 1 
PWM.

>>Also was ich bei dem Schaltplan nicht ganz verstehe:
>>_wieso ist nochmals ein Diode D1 (1N4936) an der Spule vorhanden (ich
>>dachte, die wären im ULN2803A integriert)?

Unnötig, schadet aber auch nichts. Das ULN2803a ist ja genau für den 
Zweck gemacht. Gert hat natürlich recht, ist günstiger nahe am Relais, 
aber ich glaube nicht, dass dies EMV technisch eine Rolle spielt. Da ist 
der Ein-/Aus-Funke auf der Leistungsseite des Relais viel heftiger - 
wofür es aber auch wieder Lösungen gibt (Varistor oder Snubber).

(Pollin hat das Relaisbord ja für den Printerausgang am PC gedacht, 
vermutlich sind die Widerstände zur Sicherheit, da dieser üblicherweise 
weniger belastbar ist als der AVR).

>>_wie berechne ich die Widerstände (Pull-up?) zwischen uC-Ausgang und
>>ULN2803A? - In meinem Fall brauche ich 200mA bei 5V an der Spule.

Unnötig, die sind schon im ULN2803A mit drin - schaue mal ins 
Datenblatt. Ist TTL kompatibel - einfach ran an die uC Ausgänge. Ist vom 
Layout auch so, dass die 8 Eingänge auf die 8 Ausgänge eines Ports des 
uC passen (wenn man nicht auch noch das 74HC573 dazwischenschaltet).

Grüsse
Axel

Autor: Didi (Gast)
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Update:

Ich weiss  nicht, wie das im letzten März war ..
.. die aktuellen Relais-Boards von Pollin kommen mit einem
Relais Sanyou SJ-S-112DM
--> 250V/5A

-Didi

Autor: eProfi (Gast)
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> Autor: gerd (Gast)    Datum: 15.03.2010 16:06
> Pollin scheint die Freilaufdioden zusätzlich vorgesehen zu haben -
> was ich garnicht so schlecht finde, da die Dioden auch in die Nähe
> der Spulen gehören, damit die Transienten nicht über die halbe
> Leiterkarte bügeln (EMV).

> Gert hat natürlich recht, ist günstiger nahe am Relais,
> aber ich glaube nicht, dass dies EMV technisch eine Rolle spielt.

Tut mir leid, aber Gerd hat in diesem Fall nicht recht, denn:
Durch die an der Spule liegende Diode fällt der Strom in der Zuleitung 
plötzlich ab --> EMV. Richtig ist, die Diode möglichst nahe am 
Transistor zu plazieren, damit durch die Zuleitung ein möglichst 
konstanter Strom fließt.

Spielt hier zwar keine so große Rolle, aber bei höheren Strömen schon!

Autor: Helge Tefs (htefs)
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Mal ein Wort zur Sicherheit, weil das hier im Thread irgendwie fehlt: 
Wenn man bei 230V nicht sicherstellen kann, was man schaltet (Nullleiter 
oder Phase), dann sollte man immer beide Leitungen zu- oder abschalten! 
Selbst wenn auf der Pollin-Karte die Relais also 230V schalten könnten, 
sollte man diese Karte bei einer "losen" Installation (Stecker in der 
Steckdose) nicht verwenden. Nur wenn die Installation fix ist 
(Relaiskarte fest am Stromnetz angeschlossen) und man so sicherstellen 
kann, dass immer die Phase weggeschaltet wird, dann könnte man auch mit 
einem einfachen Relais mit einem Schaltkontakt auskommen. Allerdings ist 
auch in diesem Fall fraglich, ob die Sicherheitsanforderungen an die 
Leiterplatte bzw. das Design selbiger (Leiterbahnabstand, 
Kriechstrecken) für 230V eingehalten werden.

Autor: henkel (Gast)
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also ich persknlich hole mir keine volt 230 auf die platine. Kauf dir 
einfach einen schwung eltako schaltrelais und ein stück hutschiene und 
entsprechende versorgung
 Von mindestens  8v.

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