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Forum: Platinen Ein paar Fragen zur verwendung von Lötpaste


Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi,

hab hier bald nen umgebauten Pizzaofen stehen und würde aber gern ein 
paar Sachen wissen bevor ich erst mal alles falsch mache.

1. Wie viel Paste kommt auf einen Pad? wenn man keine Maske hat?
2. Wie macht man das am besten bei TQFP oder LQFP? Kann man da wirklich 
einfach einen dünnen Pastenstrang quer über alle Pins ziehen?

Gruß
Tom

Autor: Max M. (xxl)
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>1. Wie viel Paste kommt auf einen Pad? wenn man keine Maske hat?
Womit dosierst du denn? Außerdem ist die Konsistenz einer Paste nicht
immer gleich. Je nach Lagerung/Herstellungsalter kann die geschmeidig
wie Zahnpasta oder pastös wie Frischkäse sein. Musste ausprobieren ob
deine Kleckse im Mittel gleich groß werden. So 1-3 Kubikmillimeter
reichen in der Regel pro Pad. Wenig ist meist günstiger. Ohne
Dosiergerät ist das ganze aber ziemlich unhandlich zu verarbeiten.
Wenn du es nicht in den Griff bekommst und Leiterplatten kaufst, dann
geh mal zu PCB-Pool. Da ist die Maske gleich mit dabei und umsonst.

>2. Wie macht man das am besten bei TQFP oder LQFP? Kann man da wirklich
>einfach einen dünnen Pastenstrang quer über alle Pins ziehen?
Das hängt nun wirklich von deinen Layout und der Leiterplatte ab.
Mit den richtigen Pads und entsprechendem Isolates dazwischen
und anständig Lötstoplack sollte das schon gehen. Allerdings muss
dein Ofen das auch packen, also am besten mit einem Temperaturprofil
oder per Preheat. Wenn der Ofen zu lahm ist, kann das u.U. schief
gehen. Schnelles Erhitzen ohne zu überhitzen ist dabei immer noch am 
günstigsten. Muss man wie beim ätzen alles erst mal richtig 
ausprobieren.
Kann natürlich erstmal kosten bis alles ausgetüftelt ist.
Dummys(Bauteile) gibts wohl nicht für Hobbyisten?

>hab hier bald nen umgebauten Pizzaofen stehen
Haste mal ein paar technische Daten?

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hallo Max,

danke erst mak für die Antwort.
Ich wollte diese Paste hier verwenden:

http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=6833;PROVID=2402

Was gibt es denn als Dosiergeräte?

Die Platine ist auf jeden Fall professionell gefertigt mit Lötstopplack 
oben drauf.

Bei TQFP oder LQFP ist einzelne Auftragen auf die Pins ja wohl ziemlich 
unmöglich.

Den Ofen hab ich on einem Forumsmitglied der seinen ganzen Bestand 
neulich aufgelöst hat, ist ein Severin mit 1000Watt und je einer Spirale 
oben und unten.

Nee, Dummis hab ich leider keine zur Hand.

Gruß
Tom

Autor: Max M. (xxl)
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>Was gibt es denn als Dosiergeräte?
Schau mal hier im Kapitel 3:

http://ak-bleifrei.izm.fraunhofer.de/servlet/is/21...

=>Dosierpistolen

Ich weiß aber keinen Preis. Wird wohl unerschwinglich für
einen Bastler sein. So eine blaue Pistole die da in dem
Kapitel mal auftaucht könnte da schon reichen.
(Muss zur Kartusche passen).
Bei den üblich Verdächtigen P,R,C, gibts anscheinend nichts.
Ich hab das aber schon noch mal wo anders gesehen.
Ansonsten das mal für den nächsten Messebesuch auf die Wunschliste
zu setzen hilft kurzfristig wohl nicht.

>Nee, Dummis hab ich leider keine zur Hand.
Sollte man sich besser besorgen weil es nicht unbedingt
gleich beim ersten mal klappt. Bezugsquelle weis ich leider nicht mehr.

>Bei TQFP oder LQFP ist einzelne Auftragen auf die Pins ja wohl ziemlich
>unmöglich.
Wenn man über einen professionellen SMD-Bestückungsplatz verfügt mit 
Vergrößerungseinrichtung und eine sehr ruhige Hand, geht das schon, aber
wer hat das schon? Eben nur die die auch sowas wirtschaftlich nutzen 
können. Die Nachfrage für Hobbyisten ist da wohl für die Industrie
nicht interessant genug.

Ich würde mir an deiner Stelle lieber ne Schablone besorgen.
Das ist die einfachste und wahrscheinlich günstigste Lösung.

Autor: Gerd (Gast)
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Ist der Verbrauch der teuren Paste mit Schablone nicht wesentlich höher? 
Oder zieht man Reste wieder in die Spritze?

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Wenn ich das richtig verstehe verwendet man bei ner Schablone eh besser 
die Paste aus der Dose und nicht aus der Spritze, dann kann man am 
Schluss den Überschuss wieder in die Dose kratzen.
Tom

Autor: Max M. (xxl)
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Wenn du den Stempel aus er Spritze bekommst, geht das auch mit Spritze.
Allerdings dringt dann auch Luft mit ein und dann hällts nicht mehr so
lang. Bei der Dose genauso. Lt. Herstellerdatenblatt ungeöffnet 6 Monate
haltbar. Und wer weiß, wie lang das Zeug schon beim Händler gammelt.

Autor: Michael M. (Gast)
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Gerd schrieb:
> Ist der Verbrauch der teuren Paste mit Schablone nicht wesentlich höher?
> Oder zieht man Reste wieder in die Spritze?

in der industrie werden die masken über die platine gespannt, dann ein 
strang paste aufgetragen, mit einem rakel in die pads gestrichen und der 
rest kommt wieder in die dose und diese wieder in den klimaschrank.
da ist nichts mit spritzen.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Kann noch mal jemand zum Löten von TQFP oder LQFP ohne Maske was sagen?

Klappt das mit einen dünnen Strang über alle pins?

Gruß
Tom

Autor: Michael M. (Gast)
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was soll denn "dünn" sein? hängt auch von der paste ab.
da hilft doch eh nur ausprobieren...

wenn du die paste schon hast, geh doch mal mit dem lötkolben ran. dann 
siehst, wie gut oder schlecht die fließt, wie das volumenverhältnis 
paste/lötstelle ist.

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