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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fragwürdige Aussagen eines Prof.


Autor: Tom L. (munzi)
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Unser Dozent behauptete kürzlich das Luft an Wintertagen mitunter nur 
wenige kOhm Widerstand hat und deshalb ein Spannungsteiler mit der Luft 
aufgebaut werden kann. Dies kann ich mir aber überhaupt nicht 
vorstellen.

Weiterhin sagte er man könnte Taster beim AVR ATMEGA8 nicht gegen Vcc 
schalten. Das ist doch nach dem Tutorial mit Pull-Down möglich sein.

Das stimmt doch beides nicht, oder?

: Verschoben durch Admin
Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ja. Totaler Ramsch. In die Tonne.
Einen Taster macht man sinnvollerweise in der Tat gegen GND, dann kann 
man den internen Pullup nutzen.

Autor: Randy N. (huskynet)
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Tom Linz schrieb:
> Weiterhin sagte er man könnte Taster beim AVR ATMEGA8 nicht gegen Vcc
> schalten.

Integriert hat der ATmega8 nur Pull-Up-Widerstände, die man einschalten 
kann. Es bietet sich also an, die Taster gegen Masse zu schalten. Mit 
externen Pull-Down-Widerständen funktioniert das Ganze aber 
selbstverständlich auch gegen Vcc.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Tom Linz schrieb:
> Unser Dozent behauptete kürzlich das Luft an Wintertagen mitunter nur
> wenige kOhm Widerstand hat und deshalb ein Spannungsteiler mit der Luft
> aufgebaut werden kann. Dies kann ich mir aber überhaupt nicht
> vorstellen.

Luft selber ist ein ziemlich guter Isolator. Wenn aber Feuchtigkeit 
hinzukommt, sinkt der Widerstand natürlich. Wasser ist ein Kaltleiter. 
Der  Widerstand sinkt also bei sinkender Temperatur.

Es kommt also drauf an, wie feucht die Luft ist.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Mit einem Pulldown hast du einen Spannungsteiler gebaut. Das kann u.U 
Probleme mit dem Low-Pegel geben, zumal die Werte der eingebauten 
Pullups wild streuen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> das kann u.U Probleme mit dem Low-Pegel geben,
Nur, wenn blöderweise auch der interne Pullup eingeschaltet ist. Das 
sollte man dann natürlich tunlichst unterlassen...

>> Es kommt also drauf an, wie feucht die Luft ist.
Um da was messen zu können muß sie schon recht nass sein ;-)

Autor: Max M. (xxl)
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@Christian H.

>Luft selber ist ein ziemlich guter Isolator.
o.k.
Wenn aber Feuchtigkeit hinzukommt, sinkt der Widerstand natürlich.
o.k.
>Wasser ist ein Kaltleiter.
Ne, ein Heißleiter.
>Der  Widerstand sinkt also bei sinkender Temperatur.
Ne, umgekehrt.
Der Widerstand steigt bei sinkender Temperatur oder
der Widerstand sinkt bei steigender Temperatur.
(Negativer-Temperatur-Koeffizient)
>Es kommt also drauf an, wie feucht die Luft ist.
Der Widerstand sinkt mit steigender Temperatur weil warme Luft
mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft.

Hast das wahrscheinlich mit dem Leitwert verwechselt.

Tom`s Prof. soll in Rente gehen.
(Hatte auch mal so einen)

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Max M. schrieb:
> Hast das wahrscheinlich mit dem Leitwert verwechselt.
Sicherlich nicht.

Nein, hatte ich nicht gewusst, sondern nur auf die schnelle das Orakel 
von Delphi (Google) befragt und mich fahrlässigerweise drauf verlassen.

Autor: Martin (Gast)
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Entweder hast du dir die Geschichte ausgedacht oder deinen Professor 
falsch verstanden. Wer ist denn dein Professor? Möchte ihn gern einmal 
selbst fragen. Denn dir glaube ich nicht!

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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Üblicherweise passieren diese blöden Entladungen durch 
Gummisohlen,Platikklamotten aber im Winter. Ebenso Störungen, die auf 
statische Elektrizität an Elektronikgeräten zurückzuführen sind.

Im Sommer, bei warmer Luft ist viel mehr Wasser in der Umgebung, und 
deshalb sollte der Widerstand auch deutlich niedriger sein.

gude
ts

Autor: Michael M. (technikus)
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Fakt ist: Je feuchter die Luft, umso besser leitet sie. Aber gerade im 
Winter ist die Luft trockener. Gilt vor allem auch im Zimmer, darum sind 
ESD-Schäden im Winterhalbjahr wahrscheinlicher. Richtig feucht ist die 
Luft im Sommer, wenn es kurz vor einem Gewitter richtig schwül ist. Aber 
in den Bereich von kOhm (auf welche Strecke?) kommt man trotzdem nicht.

Frag mal Deinen Dozenten, warum Hochspannungsleitungen (im Winter) dann 
überhaupt funktionieren. Sollten da irgendwo in der Luft kOhm vorkommen, 
würden mit den 220 bzw. 380 kV etliche Ampere fließen.

Das mit den Tastern gegen VCC ist vollkommener Käse. Man muß halt einen 
externen Pulldown vorsehen und den internen im AVR ausschalten.

Servus
Michael

Autor: Mark P. (markenname)
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Thomas S. schrieb:
> Üblicherweise passieren diese blöden Entladungen durch
> Gummisohlen,Platikklamotten aber im Winter. Ebenso Störungen, die auf
> statische Elektrizität an Elektronikgeräten zurückzuführen sind.

genau das ist der Beweis. Die Luft ist wesentlich trockener 
(Heizungsluft) und es lassen sich leichter getrennte Ladungen aufbauen 
(Gummisohle & Boden), eben weil diese sich nicht wie sonst, danke 
feuchter Luft, besser ausgleichen/neutralisieren.

q.e.d

Autor: Max M. (xxl)
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>Wer ist denn dein Professor? Möchte ihn gern einmal selbst fragen.

willst doch nur petzen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Mancher Prof macht auch absichtlich Fehler um die Pfiffigkeit seiner 
Botanik-Studenten zu prüfen...

Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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genau, er wollte nur mal sehen ob noch jemand wach ist.. :-)

Autor: markus (Gast)
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Die Aussage "Luft hat einen Widerstand von x Ohm" ist sowieso sinnlos, 
da man für ein Material nur einen Widerstandskoeffizienten (Ohmmeter, 
wenn ich mich jetzt nicht täusche) angeben kann. Erst die Geometrie 
macht dann den tatsächlich gemessenen Widerstand.

Wenn er z.B. den Widerstand zwischen zwei Drähten einer langen 
Hochspannungsleitung meint, dann könnten einige kOhm durchaus hinkommen.

Dass der Widerstand an kalten Tagen besonders niedrig wird, bleibt 
natürlich Humbug.

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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Kalte Luft zieht sich zusammen, damit wird auch die Dichte an freien 
Ladungsträgern größer. Wenn jetzt deren Beweglichkeit zumindest gleich 
bleibt, sinkt der spezifische Widerstand.

Autor: markus (Gast)
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Kevin K. schrieb:
> Kalte Luft zieht sich zusammen, damit wird auch die Dichte an freien
> Ladungsträgern größer. Wenn jetzt deren Beweglichkeit zumindest gleich
> bleibt, sinkt der spezifische Widerstand.

Ich vermute allerdings, dass der geringere Wasseranteil kälterer Luft 
diesen Effekt um mehrere Grössenordnungen wettmacht.

Autor: Frage (Gast)
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> ...nur wenige kOhm Widerstand hat und deshalb ein Spannungsteiler
> mit der Luft aufgebaut werden kann.

Was genau passiert den mit der Luft, wenn da wirklich ein Stromfluss zu 
stande kommt? ;)

Autor: BLlTZMERKER (Gast)
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sie wird ionisiert :D --> BLITZ

aber das doofe ist jedes IC enthält den Magic Smoke und nur mit diesem 
Magic-Smoke funktioniert es, falls dieser Magic-Smoke mal entweicht 
stinkt es fürchterlich und man wird ihn nie nie nie mehr ins IC rein 
bringen.

Autor: Joe (Gast)
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Beide Aussagen am Anfang des Threads sind richtig!

Schalten gegen Vcc geht nicht, es sei denn, man benutzt Hilfsmittel. 
Aber das ist ja nicht gemeint.

Luft kann in Abhängigkeit von Feuchtigkeit und Temperatur hohe 
Ionenkonzentrationen aufweisen.

Ionenkanäle, die zu Entladungen bei Gewittern führen, weisen niedrige 
Widerstandswerte auf.
Das elektrische Feld wächst so lange, bis die Spannung mehrere hundert 
Millionen Volt beträgt. Schließlich überschreitet die Feldstärke eine 
kritische Schwelle von ungefähr 170.000 Volt pro Meter, was zur 
Entladung führt.
Bei Stromstärken zwischen 1000A und 100000A kann sich jeder den 
"Luftwiderstand" eines solchen Ionenkanals selbst ausrechnen.

Autor: markus (Gast)
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Joe schrieb:
> Bei Stromstärken zwischen 1000A und 100000A kann sich jeder den
> "Luftwiderstand" eines solchen Ionenkanals selbst ausrechnen.

Wir reden von Luft. Nicht von einem Lichtbogen aus Plasma! Natürlich 
kann man den aus Luft erzeugen, aber da er nur unter bestimmten 
Umständen entsteht, kann man seinen Widerstand sicher nicht als 
"Widerstand von Luft" bezeichnen.


Joe schrieb:
> Schalten gegen Vcc geht nicht, es sei denn, man benutzt Hilfsmittel.
> Aber das ist ja nicht gemeint.

Wenn er die Aussage so pauschal als "geht nicht" macht, dann ist es 
zumindest verwirrend. Ein Pulldown ist ja kein exotisches Teil, sondern 
eine völlig normale Lösung.

Autor: Simon Huwyler (simi)
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So pauschal waren die Aussagen ja vielleicht gar nicht! Sondern einfach 
aus dem Kontext gezogen. Dafür spricht ja schon, dass er vom Widerstand 
und nicht vom spezifischen Widerstand spricht.

Ich kann mir also durchaus Vorstellen, beide Aussagen auch selber zu 
machen. Je nachdem, wonach genau ich gefragt werde.

Gruss
Simon

Autor: Tom L. (munzi)
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Er meinte, es wäre allgemein nicht möglich gegen Vcc zu schalten. Es kam 
bei mir so an, als ist es prinzipell nicht möglich, auch nicht mit einem 
externen Widerstand. Leider ist das keinem meiner Kommolitonen 
aufgfallen, da wir nur 2-3 Vorlesungen zu µC hatten.

Er sprach in dieser Vorlesung auch allgemein davon, dass, abhängig von 
der Temperatur, der Widerstand der Luft sinken kann und dass eventuell 
ein Spannungsteiler mit einem µC-Eingang und der Luft aufgebaut werden 
kann. Den genauen Kontext kenne ich nicht mehr, aber es ging jedenfalls 
nicht um Plasma oder extrem hohe Spannungen.

Den Namen des Dozenten möchte ich nicht unbedingt öffentlich nennen - 
man kann nie wissen, wer was wann liest und darüber verärgert sein 
könnte.
Achso: er hat seine Professur übrigens erst seit einigen Monaten, d.h. 
die Rentenzeit ist noch lange nicht erreicht :-)


Vielen Dank für eure Bemühungen, hat mich echt mal interessiert
Tom

Autor: Tom (Gast)
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Ich denke, der Prof meint das Verhalten bei "floating" Eingängen, ohne 
Pull-Up. Bei Eingangsimpedanzen im Bereich 10^12 Ohm spielt vielleicht 
der Luftwiderstand doch mit.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Joe schrieb:
>
> Ionenkanäle, die zu Entladungen bei Gewittern führen, weisen niedrige
> Widerstandswerte auf.

Ack. Deswegen ist ja auch das Vorschaltgerät bei Gasentladungsröhren 
nötig, um den Strom zu begrenzen.

> Das elektrische Feld wächst so lange, bis die Spannung mehrere hundert
> Millionen Volt beträgt. Schließlich überschreitet die Feldstärke eine
> kritische Schwelle von ungefähr 170.000 Volt pro Meter, was zur
> Entladung führt.

Ähm, nein, so einfach ist es nicht.

Trockene Luft braucht ca. 2-3 Millionen Volt pro Meter zum Durchbrechen. 
Bei hoher Feuchtigkeit (bei Gewitter ja meist gegeben) ist es zwar 
weniger, trotzdem wird die nötige Feldstärke für einen klassischen 
Durchbruch auch bei Gewitter nichtmal annähernd erreicht (direkt in der 
Wolke werden bis zu ca. 200kV/m erreicht, zwischen Boden und Wolke 
weniger, am Boden nicht mehr als ca. 20kV/m).

Tatsächlich ist bis heute noch nicht abschliessend geklärt, wie es 
trotzdem zum Blitz kommen kann, der dann auch noch zig Kilometer lang 
sein kann. Die gängige Theorie dazu ist die des Runaway Breakdown: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Runaway-Breakdown

Andreas

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Kevin K. schrieb:
> Kalte Luft zieht sich zusammen, damit wird auch die Dichte an freien
> Ladungsträgern größer. Wenn jetzt deren Beweglichkeit zumindest gleich
> bleibt, sinkt der spezifische Widerstand.

Sie bleibt aber nicht gleich, da eben, nun ja, die Dichte der Luft 
zunimmt, womit die mittlere freie Weglänge abnimmt ;-)

Ausserdem nimmt der Ionisationsgrad mit sinkender Temperatur (und damit 
sinkender Teilchenenergie) auch ab.

Andreas

Autor: Gastino G. (gastino)
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Tom Z. schrieb:
> Er sprach in dieser Vorlesung auch allgemein davon, dass, abhängig von
> der Temperatur, der Widerstand der Luft sinken kann und dass eventuell
> ein Spannungsteiler mit einem µC-Eingang und der Luft aufgebaut werden
> kann.

Und wieso habe ich Depp mir so viele Widerstände gekauft? :( :D

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Gastino G. schrieb:
> Und wieso habe ich Depp mir so viele Widerstände gekauft? :( :D

Tja, hättest Du halt eine Hand voll Thermostaten und Peltierelemente 
kaufen sollen.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Gastino G. schrieb:
> Und wieso habe ich Depp mir so viele Widerstände gekauft? :( :D

Die ESC ist vor allem bei Luftwiderständen mit niedrigen Werten meist 
ein wenig hoch, ausserdem sind die Bauformen ein wenig gross, deshalb 
sind sie für viele Schaltungen nicht besonders geeignet ;-)

Andreas

Autor: Knalltöner (Gast)
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1. Bei einem µC aus der 8051 Familie ist ein (relativ hochohmiger) 
Pull-up eingebaut. Jeder Port kann als Eingang oder Ausgang arbeiten.
Erfolgt an eine Portleitung ein Schreibzugriff wie z.B.
        CLR     P3.7
wird ein Transistor gegen GND geschaltet.
(open Collector bzw. open Drain)
Wir messen an P3.7 low.
Würde jetzt jemand mit einem Taster etc. eine Verbinung mit Vcc 
hergestellen, würde ein erhöhter Strom fließen, das Bauteil könnte 
beschädigt werden. Würde jemand zusätzlich, damit der µC überhaupt 
erkennen kann, das ein nach VCC geschalteter Schalter offen ist, einen 
Pull-down Widerstand einbauen, müsste dieser bedeutend niederohmiger 
sein, als der eingebaute Pull-up-Widerstand, damit es eine eindeutigen 
Low-Pegel gibt.
Somit währe der Stromverbrauch in jedem Falle höher als in der 
Konfiguration mit Schalter gegen Masse und eingebautem weak-Pull-up.

2. Der spezifische Widerstand von Luft ist ziemlich hoch, so in der 
Gegend von 10^14 eher mehr. Kann ich im Moment nicht genau sagen, wenn 
interressiert, der mag in Wiki etc. nachschauen.
Ein Ladungstransport mag bei niedrigen bis mittleren Feldstärken (weit 
unterhalb einer Durchschlagsfeldstärke) eine der folgenden Ursachen 
haben:
1. von Tau benetzte Oberflächen
2. Ladungstransport bei hoher Luftfeuchtigkeit durch 
ionisierte/geladenen Nebeltröpfchen
3. bewegte Körper. Hier erfolgt ein scheinbarer Ladungstransport durch 
Influenz

In jedem Fall ist Luft als Nichtleiter/Isolator anzusehen.

3. Das Wissen der Menschheit über einzelne Fachgebiete mag sich ähnlich 
dem Moorschen Gesetz alle x Monate verdoppeln.
=> Der Wissensstand eines Studenten (2010) in einem niedrigen Semester 
verhält sich zur Menge des überhaupt wissbaren näherungsweise wie null 
zu unendlich. Insbesondere FH-Studenten aber auch Bachelor Studenten 
verlassen in den meisten Fällen ihre Ausbildungsstätte mit einem 
absoluten Nullwissen das nicht an das Praxiswissen eines begabten 
Hobbybastlers heranreicht. Dieses Nichtwissen umfasst nicht nur die 
Praxis, fehlende Kentnisse über Schaltungsdesign und Methodik, sondern 
auch Theorie und mathematische Grundkentnisse. Die meisten Mitglieder 
der genannten Personengruppe beherschen nicht einmal elementarste 
Grundlagen in Rechnen mit komplexen Zahlen, Smith-Diagramm oder 
Laplace-Transformation.
Ich breche den von vornerein zum Scheitern verurteilten Versuch, hier 
die nahezu unendlich große Menge des Nichtwissen aufzuzählen ab um 
mich lieber einer endlichen Aufzählung von Fähigkeite auf der haben 
Seite zu widmen:
Powerpoint, dumm rumlabern und erst nachmittags um 15Uhr aufstehen, das 
können die Burschen gut.

Autor: Gastino G. (gastino)
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Knalltöner schrieb:
> Die meisten Mitglieder
> der genannten Personengruppe beherschen nicht einmal elementarste
> Grundlagen in Rechnen mit komplexen Zahlen, Smith-Diagramm oder
> Laplace-Transformation.

Interessante Ansichten. Kannst Du vielleicht noch erklären, wie man sich 
so eine Verbitterung und Realitätsferne einhandeln kann?

Autor: Tom L. (munzi)
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Knalltöner schrieb:
> Powerpoint, dumm rumlabern und erst nachmittags um 15Uhr aufstehen, das
> können die Burschen gut.

Darf ich das als derbe Beleidigung auffasen?
Ich weis ja nicht woher du deine klischeehaften Vorstellungen hast, aber 
ich kann dir versichern, dass bei mir und meinen Kommilitonen des 
Studiengangs Telekommunikationsinformatik so was nicht drinn ist.

Knalltöner schrieb:
> Die meisten Mitglieder
> der genannten Personengruppe beherschen nicht einmal elementarste
> Grundlagen in Rechnen mit komplexen Zahlen, Smith-Diagramm oder
> Laplace-Transformation.

Darf ich auch hier widersprechen?
Zudem wäre "die Personengruppe" an alledem nicht Schuld, sondern das 
Bildungswesen allgemein. Da deine Äußerungen aber sowieso total 
realitätsfern sind, möchte ich mich derartigem Gelaber nicht hingeben.

Autor: Thomas S. (tsalzer)
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Knalltöner (Gast) ist ein Arschloch, aber er ist ein gutes Arschloch!

guude
ts

Autor: Anatomiker (Gast)
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Nein, anatomisch gesehen gewiss nicht.

Autor: Alexander Liebhold (lippi2000)
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Man könnte die Aussage deines Profs wenigstens halbwegs richtig stellen:

Mal angenommen du hast eine schöne lange Leitung am Pin und du schickst 
schöne kurze Pulse (geringe Anstiegszeit) darüber, dann hast du zu einem 
2.Draht im Fernfeld einen Freiraumwellenwiderstand von 377Ohm!

lach
Hat zwar nix mehr mit der ursprünglichen Aussage zu tun, aber diese ist 
wenigstens korrekt.

Gruß Alex

Autor: Knalltöner (Gast)
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Tom Z. schrieb:
> Darf ich das als derbe Beleidigung auffasen?

Nein, definitiv nicht.
Fühl dich auf keinen Fall von meinen Aussagen angegriffen, das lag zu 
keinem Zeitpunkt in meiner Absicht. Ich habe lediglich beklagt, das die 
Menge des zu lernenden Stoffes sich alle x Monate verdoppelt. Auch wenn 
du und deine Kommilitonen jede Woche ein Fachbuch durcharbeiten, was so 
das Maximum des auf Dauer schaffbaren ist, würde dieser Fleiß trotzdem 
nicht ausreichen, um die exponential ansteigende Woge des 
Wissenszuwachses auf Dauer in sich aufzusaugen. Aber nicht verzweifeln, 
es gibt einen Ausweg:
Man spezialisiert sich auf Telekommunikationsinformatik
Im Unterricht der auf der F.H. straff organisiert ist, werden Maxwell, 
Übertragungswege, Modulationsarten, Betriebssyteme und Systemverwaltung 
etc. flüchtig gestreift. Am Ende gibt es dann eine schöne Urkunde. Ihr 
könnt mit diesem Wissen zwar keinen Sender bauen, naja, 1 Transistor 
UKW-Minispion geht schon ;-) auch einen Empfänger könnt ihr nicht bauen, 
aber ihr wisst immerhin, das es sowas gibt. In der Industrie kann man 
euch im Vertrieb gut brauchen. Wem das nicht genug ist der macht einfach 
noch den MCSE

Autor: Schrotty (Gast)
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@Knalltöner:
Und an der Uni ist das viel besser, gell?
Die können dir dann den Maxwell rauf und runter rechnen, bis dir ganz 
schwindelig wird, aber sind leider verloren, wenn sie ohne Matlab einen 
Vorwiderstand für eine LED ausrechnen müssen :-)

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es oft ganz gut ist, wenn man die 
Theorie verstanden hat, die dahinter steckt, aber es keinesfalls 
zwingend notwendig ist, immer alles auf 8 geltende Ziffern ausrechnen zu 
müssen. Oft genügt eine grobe Abschätzung, ein gewisses "Gefühl" für die 
Materie, und alles ist gut.

Ich gebe dir recht, dass viele Leute die Hochschule ohne fundiertes 
Fachwissen verlassen, aber ich würde das nicht an Uni oder FH 
festmachen.
Vielmehr geht es um das Engagement des Einzelnen, offen zu sein, für 
neue Dinge und die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich rasch in neue 
Themen einzuarbeiten.
DAS sind die Fähigkeiten, die einen guten Ing. auszeichnen. Wie der 
Lernstoff, ändert sich auch die Technik rasend schnell und daher sind 
geistige Flexibilität und ein gewisses "Grundwissen" erforderlich.

Und am Ende kommt es auch darauf an, WO und WAS man arbeitet.
Sicher sind in Forschungsinstituten Leute gefragt, die gewisse 
Fachgebiete mit allen Auswüchsen absolut beherrschen und dort mit viel 
Geld und Zeit die neuen Technologien bereitstellen.
In der Industrie ist aber oftmals der Allrounder gefragt, der von allem 
so viel Ahung hat, dass er gute Produkte, günstig und schnell 
entwickeln, Testen und zur Serienreife brigen kann.

Autor: Tom L. (munzi)
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@Knalltöner:
So wie du dich jetzt ausgedrückt hast, kann ich dir nur voll zustimmen.
Mich persönlich stört es, dass man seit jeher nur Halbwissen besitzt. 
Schon zu Schulzeiten hat man alles nur streifen können und auf ein 
entsprechende Studium verwiesen. Jetzt studiert man und lernt wieder 
sehr viele meiner Meinung nach auch oft unnütze Dinge - alle allerdings 
wieder nur flüchtig und recht theoretisch - und wird dann immer wieder 
auf den Master verwiesen... Fundiertes Wissen kann man so natürlich 
nicht aufbauen, das ist klar. Doch wie soll das auch gehen in 3 Jahren?

Doch kann natürlich der arme Student dafür nichts und auch nichts 
dagegen tun.

@Alexander Liebhold:
Guter Versuch, aber so hat es leider reineweg gar nichts mehr mit seiner 
Aussage zu tun. ;-)

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