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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hilfe, Atmega88 verfust


Autor: OlliW (Gast)
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Hallo Zusammen,

dammed... ich habe einen Atmega88 (SMD) in eine Schaltung eingelötet, 
aber ich Depp habe beim ersten proggen für die Fuses die Einstellung 
interner RC Oszi des ATmega8 genommen... und jetzt kommt beim Proggen 
immer "device missing or unknwon device"... HILFE...

Ich benutze PonyProg, serielle Schnittstelle, Pollin Board (also 
Serial:SI Prog API in PonyProg)
Wenn ich das jetzt richtig sehe sind die Fuses
CkDiv8 = 1
CkOut = 1
Sut1:0 = 10
Cksel3:0 = 0100

Nach dem Datenblatt soll dass die Einstellung für den Uhrenquarz sein.
Also habe ich einen Uhrenquarz eingelötet, aber PonyProg leifert beim 
Versuch die Fuses zu schreiben oder zu lesen den obigen Fehler.

Jetzt habe ich mir gedacht dass vielleicht der Oszillator mit dem 
Uhrenquarz nicht richtig läuft oder es zum proggen eine schnellere 
Frequenz braucht. Verstehe das nicht genau, aber das Datenblatt könnte 
so gelesen werden dass man einfach nur an XTAL1 einen Takt anlegen muss, 
also habe ich an XTAL1 den Ausgang eines 1MHz-Quarzoszillators 
angelegt... liefert aber immer noch den Fehler...
Also habe ich mit einen anderen Atmega8 einnen 30kHz Oszillator gebaut 
und dieses 0 bis 5V Signal an XTAl1 angelegt... liefert aber immer noch 
den Fehler...

Was kann ich denn noch machen um den ATmega88 bzw das Projekt zu retten?

An den anderen Fuses habe ich nicht gespielt.

Schon mal Danke,
  Olli

Autor: Ronny (Gast)
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> interner RC Oszi des ATmega8

Jup, damit sollte der Atmega ohne externen Quarz oder Oszillator prima 
laufen, würde 8MHz / 8 = 1 MHz machen...

> Jetzt habe ich mir gedacht dass vielleicht der Oszillator mit dem
> Uhrenquarz nicht richtig läuft oder es zum proggen eine schnellere
> Frequenz braucht.

Nö, würde es eher mal langsamer denn schneller probieren.

> CkDiv8 = 1
> CkOut = 1
> Sut1:0 = 10
> Cksel3:0 = 0100

Ähm, hab dieses Setting noch nie probiert, aber hast du tatsächlich die 
CkDiv8 gesetzt? Das wären dann 32kHz/8 = 4kHz Takt...das ist arg 
langsam, vor allem da der Chip langsamer (glaub es war ein viertel des 
Main-Taktes) als sein Clock beschrieben werden möchte.

Autor: Michael M. (Gast)
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f_ISP < f_MPU/4
stell also deine isp frequenz mal so weit runter, wie du kannst.

dass ponyprog die häkchen bei nicht programmierten fuses setzt, weißt 
du?

Autor: dr.schmock (Gast)
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Ich hatte das Problem auch mal, mit nem ATtiny24 - auch SMD.
Zum Glück hatte ich noch einen passenden Dremelaufsatz parat: eine 
Mini-Trennscheibe.
Also das Teil auf nen Akkuschrauber montiert und dem Tiny die Beinchen 
amputiert.
Anschließend könnte ich die verbleibenden Füßchen leicht einzeln 
herunterlöten.

Bin mal gespannt, ob du den µC noch mit ISP zum Laufen bekommst. Meines 
Wissens geht das nur mit HV-Programmierung - aber andere kennen sich da 
besser aus.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Es gibt bei PonyProg eine spezielle Option, mit der man den ISP-Takt 
sehr weit heruntersetzen kann. Siehe auch hier:
http://www.lancos.com/e2p/ponyprog2000.html#s2.6.2
Die VERYSLOW oder ULTRASLOW-Option ist dann wohl notwendig.
Gestzt wird:
SPIBusSpeed=NORMAL
auf:
SPIBusSpeed=VERYSLOW
oder:
SPIBusSpeed=ULTRASLOW
in der ponyprog.ini.

Wichtig ist nur, daß weder SPIEN (ISP-Freigabe) noch RSTDSBL (Reset-Pin 
gesperrt) verstellt wurden. In diesem Fall hilft nur noch ein 
HV-Parallelprogrammer, z.B. STK500 oder Hammers HV-Prog.

Nochmal zur Erinnerung:
Bei PonyProg IMMER vor dem Programmieren der Fuses diese mit Read 
einlesen!

Autor: OlliW (Gast)
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Danke für die Hinweise,

vorallem das mit der Option zur Verlangsammung bei PonyProg, kannte ich 
nicht. Ich hatte gestern dann noch mit avrdude rumgespielt, weil ich 
dort den -i Parameter für nen Delay gefunden hatte. Funktionierte aber 
auch nicht...

... und die Lösung war... den 1MHz Takt des ext Oszillators an den XTAL2 
Pin !!!!  Da ist doch glatt das Datenblatt falsch, da steht in Beiden 
(doc8161, doc2545) eigentlich eindeutig dass beim ser. proggen der Takt 
an XTAL1 = Pin 7 beim TQFP anliegen muss...

... mit dem ext. Takt an Pin 8 ging es jedenfalls sofort...

manoman.

Thx,
  Olli

Autor: Pete K. (pete77)
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Komisch, irgendwie lese ich "verfust" immer nur im Zusammenhang mit 
"PonyProg"...

Wann erhält dieses Programm endlich mal eine vernünftige 
Bedienoberfläche?

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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OlliW schrieb:
> Da ist doch glatt das Datenblatt falsch, da steht in Beiden
> (doc8161, doc2545) eigentlich eindeutig dass beim ser. proggen der Takt
> an XTAL1 = Pin 7 beim TQFP anliegen muss...

Nein, das Datenblatt ist korrekt. XTAL1 ist schon richtig, wenn ein 
externer Takt oder Quarz/Resonator gewählt wurde. Anders ist es, wenn 
ein interner, zu niedriger Takt gewählt wurde, da geht es garnicht. Es 
ist nun aber so, daß CPU und XTAL2 parallel am Ausgangstreiber des 
internen RC-Oszillators hängen. Knallst du da einen einigermaßen 
kräftigen Oszillator dran, z.B. so eine TTL-Blechbüchse, dann kommt der 
interne Treiber nicht mehr dagegen an, der externe bestimmt, wo es 
langgeht. Da hier Ausgang auf Ausgang arbeitet, sollte man sowas nur im 
Notfall und kurzzeitig machen, damit nichts abraucht. Da man aber nicht 
sicher sein kann, daß die Innenschaltung so bleibt, sollte man sich 
nicht darauf verlassen, daß das auch in Zukunft oder bei anderen Typen 
so funktioniert. Besser ist es, zweimal zu prüfen, ob man die Häkchen 
auch wirklich richtig gesetzt hat.

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