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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Blutdruckmessgerät zum Messen des Luftdrucks?


Autor: Martin (Gast)
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Tja, die Überschrift sagt es schon: kann man ein Blutdruckmessgerät zum 
Messen des Luftdrucks 'missbrauchen'?

Autor: mhh (Gast)
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Würde sagen - nein.

Autor: Marcus (Gast)
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Naja, kommt drauf an ob der Sensor genau genug ist.
andersrum kann man aus einem elektronischen Luftdruckmessgerät 
garantiert ein Blutdruckmessgerät machen. (Vorausgesetzt man hat die 
entsprechende "Hardware" wie Manschette, Pumpe, etc...)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Marcus schrieb:
> andersrum kann man aus einem elektronischen Luftdruckmessgerät
> garantiert ein Blutdruckmessgerät machen.

Nicht unbedingt. Wenn das Luftdruckmessgerät einen Absolutdruck-Sensor 
hat, dann würde der Umbau den absoluten Blutdruck messen - der hängt 
aber u.a. auch vom Luftdruck ab.

Blutdruckmeßgeräte arbeiten mit Relativdrucksensoren gegen den 
Luftdruck.

Autor: Marcus (Gast)
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Blutdruckmessgeräte messen nicht direkt den Blutdruck, sondern die 
Druckimpulse. Diese Impulse werden durch den Herzschlag generiert und 
sie können nur messtechnisch erfasst werden, wenn der Manschettendruck 
niedrig genug ist, dass das Blut wieder hindurchströmen kann.

Es reicht also wenn der Sensor den aktuellen Druck der Manschette misst 
und auch Druckschwankungen (Pulsschläge) detektieren kann, also schnell 
genug misst.
Den aktuellen Manschettendruck (relativ zum Luftdruck) bekommt man indem 
die Manschette vorher komplett geleert wird und dieser Wert als 
(relativ) 0 gesetzt wird. Dannach wird aufgeblasen und man bekommt den 
relativen Manschettendruck.

Soweit zumindest meine Vorstellung von dem Messverfahren. Konnte ich 
deine Aussage damit widerlegen oder habe ich an dir vorbeigeredet uhu?

Autor: Andreas K. (derandi)
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Der Blutdruck wird relativ zum Luftdruck gemessen und liegt bei grob 0,1 
Bar.
Theoretisch wäre der Messbereich dieses Sensors wohl durchauchs 
geeignet, aber:
Dann müsste man den Drucksensor in dem Luftbalg so umbauen, das ein 
fester Bezugsdruck entsteht, beispielsweise durch einen Hohlraum hinterm 
Sensor der fix mit 1,0 Bar (Absolut) gefüllt ist.
Der Druck würde sich aber durch Erwärmen erhöhen, also könnte/sollte man 
zumindest die Temperatur dieses Vergleichsvolumens messen und das dann 
rechnerisch kompensieren.

Autor: Martin (Gast)
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... Blutdruckmeßgeräte arbeiten mit Relativdrucksensoren gegen den
Luftdruck. ...

Versteht ich das richtig, dass das Gerät die Differenz Luftdruck 
Blutdruck ermittelt? Das kann doch nicht sein - oder verstehe ich das 
Prinzip nicht?

Fall  Blutdruck Luftdruck     Differenz

A     0,1 Bar       0,95 Bar  0,85 Bar
B     0,1 Bar       1,05 Bar  0,95 Bar

Autor: Andreas K. (derandi)
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Nene, der umgebende Luftdruck wird als Null-wert genommen.
Lass dir mal den Verlauf einer händischen Messung erläutern:
Da kriegt man eine Manschette um den Arm, die wird aufgeblasen bis das 
Blut abgedrückt wird, dann lässt man langsam die Luft raus und horcht 
mit dem Stethoskop, ab wann man in der Armbeuge Strömungsgeräusche hört, 
(der erste Wert) und ab wann sie wieder aufhören (der zweite, niedrigere 
Wert).

Zusammen macht das diese Blutdruckangabe, z.B. 125/85 mmHg.

Der Blutdruck hängt ja auch vom Luftdruck ab, der drückt ja gleichmäßig 
auf den Körper, also kann der Blutdruck nur einen Wert darüber 
einnehmen.
Würde man jetzt den Absolutwert des Blutdrucks notieren müsste man 
natürlich auch den momentanen Luftdruck wegrechnen, aber wenn der 
Druckmesser an der Manschette gleich die Differenz zur Umgebungsluft 
misst spart man sich das.

Autor: Schrotty (Gast)
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Zum Verständnis:

Der Blutdruck, den man üblicherweise misst, ist der ÜBERDRUCK, den dein 
Blut gegenüber dem Umgebungsdruck aufweist.

Autor: Schrotty (Gast)
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sorry, jetzt war ich zu schnell...

Der Sensor ist also ein Sensor, der Überdrücke gegenüber dem 
Umgebungsdruck messen kann.
Wenn du aber Luftdruck messen willst, dann ist der Luftdruck ja bereits 
der Umgebungsdruck.. also wird der Sensor dir immer Null anzeigen. Denn 
der Luftdruck ist ja der Umgebungsdruck und somit kann kein Überdruck 
gemessen werden.

Autor: Helge Tefs (htefs)
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Andreas K. schrieb:
> Der Blutdruck hängt ja auch vom Luftdruck ab, der drückt ja gleichmäßig
> auf den Körper, also kann der Blutdruck nur einen Wert darüber
> einnehmen.

Entschuldige, aber das ist Unsinn. Wenn dem so wäre, würden alle Leute 
in höher gelegenen Bergregionen an Blutunterdruck und alle Taucher an 
Bluthochdruck leiden. Letztere wären vermutlich schon mehrfach 
gestorben, da der Umgebungsdruck unter Wasser allein bei 10m Tiefe schon 
doppelt so hoch ist, wie an der Oberfläche. Bedenke, Blut ist nahezu 
nicht komprimierbar und damit auch nicht vom Umgebungsdruck abhängig.
Richtig ist, dass bei der herkömmlichen (nichtinvasiven) 
Blutdruckmessung der Umgebungsdruck berücksichtigt werden muss, da hier 
mit der Druckmanschette gearbeitet wird, die immer dem Einfluß des 
Umgebungsdrucks ausgesetzt ist. Trotzdem wird auf dem Messgerät immer 
der absolute Druck innerhalb der Manschette angezeigt.

Autor: L. K. (ladde)
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Das stimmt nicht! Blutdruck ist immer Relativdruck.
Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Blutdruck zweiter Absatz in 
Allgemeines. Frei verfügbare medizinische Quellen habe ich leider grade 
nicht zur Hand, aber da steht das gleiche drin.

Autor: Udo R. S. (Gast)
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Das ist doch alles konfus.
Gemessen wird nur der Druck in der Manschette und zwar für den oberen 
Wert sobald die Korotkow-Geräusche zu hören sind und der untere Wert ist 
der wenn diese Geräusche wieder verschwinden.
Die Skala ist dann vom Hersteller des Geräts auf die übliche 
Blutdruckwerte geeicht.
Der Maschettendruck muss jetzt eigentlich relativ gemessen werden, sonst 
würden die Messgerät nicht/falsch funktionieren wenn so ein Gerät z.B. 
auf 2000m Höhe benutzt werden soll. Außerdem wäre wie schon gesagt eine 
deutlich aufwendigere Temperaturkompensation notwendig.

Autor: Helge Tefs (htefs)
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L. K. schrieb:
> Das stimmt nicht! Blutdruck ist immer Relativdruck.

OK, ich gebe zu, ich habe da einen Denkfehler. Ich nehme alles zurück. 
Sorry.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Helge Tefs schrieb:
> Letztere wären vermutlich schon mehrfach
> gestorben, da der Umgebungsdruck unter Wasser allein bei 10m Tiefe schon
> doppelt so hoch ist, wie an der Oberfläche. Bedenke, Blut ist nahezu
> nicht komprimierbar und damit auch nicht vom Umgebungsdruck abhängig.

Das Blut ist zwar nicht kompressibel, aber die Blutgefäße kollabieren, 
wenn der Luftdruck höher ist, als der Blutdruck. Die verhalten sich wie 
Schläuche...

Autor: Thomas F. (adriano6) Benutzerseite
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vielleicht haarscharf an der Fragestellung vorbei, aber mit einem 
Blutzuckermessgerät kann ich den Luftdruck messen:

http://home.arcor.de/wehrsdorf/Oled-Display-Recycl...

;-)

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