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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mosfet Treiber


Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo,

kann jemand einen Low-Side Mosfet Treiber empfehlen, der in einem
weiten Spannungsbereich arbeitet?

Angesteuert werden soll ein SPW47N60C3.

Weiter Spannungsbereich heißt, es soll mit mit Spannungen zwischen 6V
und 20V arbeiten können. (die IR-Typen von Reichelt verlangen min 12V)

Ciao,
Werner

Autor: Steffen (Gast)
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Tja, die 12V kommen daher, da die Gatespannung normaler Fets minnimal
12V betragen sollte, damit sie richtig durchschalten. Dein Treiber
braucht also eine interne Spannungsanhebung (-Verdopplung). Für
High-Side Treiber gibt es soetwas aber für Low-Side kenne ich da
keinen.
Als Abhilfe könnte evtl. ein externer Spannungsverdoppler
funktionieren.

Steffen

Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo Steffen,

> Tja, die 12V kommen daher, da die Gatespannung normaler Fets
minnimal
> 12V betragen sollte.

ich dachte immer die minimale Gatespannung hängt vom Strom ab, den ich
schalten will. Das es eine Grenze gibt, unter der man einen FET nicht
als Schalter verwenden sollte ist mir neu.

Aber danke für die Antwort. Anscheinend bin ich nicht blind und der
Markt gibt wirklich viel Auswahl her. IR4476/77/79 sind die einzigen
die ich gefunden habe.

Leider sind sie nicht bei den für Privatleute üblichen Verdächtigen zu
bekommen.

Ciao,
Werner

Autor: Steffen (Gast)
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Genauer gesagt hängt der On-Widerstand des Fets von der Gatespannung ab.
Es gibt allerdings auch Logig-Level Fets, die schon bei 5V oder weniger
voll durchschalten.

Einen Mosfet-Treiber einzusetzen macht im Prinzip nur Sinn, wenn Lasten
per PWM gesteuert werden. Er sorgt dafür, dass der Fet möglichst schnell
durchgesteuert wird und im Schaltmoment möglichst wenig (Schalt-)
Verlustleistung im Fet verbraten wird. Soll der Fet nur als Schalter
fungieren, ist ein Treiber nicht unbedingt notwendig.

Was willst Du eigentlich genau machen? Evtl. gibt es eine andere
Variante.

Steffen

Autor: crazy horse (Gast)
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MIC5011, mein Lieblings-FET-Treiber, kann alles, was du brauchst.
In SOIC8 habe ich welche da.
http://www.micrel.com/_PDF/mic5011.pdf

Autor: AxelR. (Gast)
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nicht schlecht, das Teil. Geht aber nur mit 5Volt, wie es aussieht.
Sowas für 2.7Volt wäre nicht schlecht.
Aber auch hier kann man ja einen NPN schwischenschalten.
Gruß
Axel

Autor: AxelR. (Gast)
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schwischenschalten muss nat. zwischenschalten heissen

brüll
Axel

Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo!

@Steffen
> Genauer gesagt hängt der On-Widerstand des Fets von der Gatespannung

> ab. Es gibt allerdings auch Logig-Level Fets, die schon bei 5V oder
> weniger voll durchschalten.

Von der Gatespannung hängt nur ab bis zu welchem Strom IDmax RDS gleich
RDSon ist.

SPW47:
UGS = 5V -> IDmax ~ 40A
UGS = 6V -> IDmax ~ 100A
UGS = 7V -> IDmax ~ 160A

Solange ID kleiner als IDmax ist, gilt in etwa Uds/Ids=RDSon=konstant.
Wird ein Strom von z.B. 20A geschaltet, hat eine Erhöhung der
Gatespannung von 5V auf 7V keinen Einfluss auf den RDS.

@crazy horse
> MIC5011, mein Lieblings-FET-Treiber, kann alles, was du brauchst.
Hört sich gut an, werde das Datenblatt heute Abend mal genauer
studieren. Ich befürchte allerdings, der MIC5011 ist etwas
unterdimensioniert um den SPW schnell schalten zu können.

Mir kommt es weniger darauf an das Gate des SPW weit aufzusteuern, als
ihn schnell schalten zu können. Ob die Gatespannung nun 5, 10 oder 15V
beträgt ist unerheblich da 'nur' 10A geschaltet werden sollen.

Ciao,
Werner

P.S.  Warum bei 10A einen Klotz wie den SPW47? Wegen seinem RDSon von
nur 70mOhm bei einer Spannungsfestigkeit von 650V.

Wenn jemand einen FET kennt, der einen kleineren RDSon bei UDSmax >
600V und IDmax > 10A, nur her damit. (Bei handhabbarer Bauform und im
bezahlbaren Rahmen) ;)

Autor: crazy horse (Gast)
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scheint mir sinnvoller, da einen IGBT einzusetzen.
Ansonsten: denkst im Ernst, ich such erstmal, was du da für einen
Mosfet einsetzt, um dann weiterzusuchen, welcher Treiber passt??? Dann
schreib dazu, welche Anforderungen du an den Treiber stellst - dein
Klötzchen hat sicher nicht jeder schon mal eingesetzt.

Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo Steffen,

> Ansonsten: denkst im Ernst, ich such erstmal, was du da für einen
> Mosfet einsetzt, um dann weiterzusuchen, welcher Treiber passt???
Wie kommst Du darauf?
Meine Bemerkung der MIC5011 ist evt. zu schwach war nur eine Bemerkung
was ich mir im Datenblatt noch genauer angucken möchte. Ich hatte nicht
vor mir die Arbeit abnehmen zu lassen.

Sorry wenn das anders rübergekommen ist.

> scheint mir sinnvoller, da einen IGBT einzusetzen.
Ich hab von IGBTs sogut wie keine Ahnung. Irgend einen Vorschlag?

Ciao,
Werner

Autor: crazy horse (Gast)
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dann schau dich mal bei den üblichen Verdächtigen um:
IRF
Infineon
ST
Intersil/Fairchild
um nur ein paar zu nennen

600V sind ein guter Wert für IGBTs, da ist die Auswahl am grössten.
Grob gesagt: am Eingang ist es ein Mosfet, am Ausgang ein bipolarer
Transistor. Es gibt keinen RDSon wie beim Mosfet (Verluste steigen
quadratisch mit dem Strom, (P=I²*R), sondern es gibt eine relativ
konstante Sättigungsspannung von ca. 1-2V, je nach Typ und
Betriebsbedingungen. Bei hohen Sperrspannungen sind sie meist Mosfets
vorzuziehen und auch deutlich billiger bei ähnlichen Daten. Nachteilig
ist die geringere Schaltgeschwindigkeit, bei 20kHz ist meist Schluss,
einzelne Typen schaffen auch mehr.

Autor: Eumel (Gast)
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Moin,

die Frage nach einem Treiberbaustein hatte ich mir auch gestellt - bin
dann aber bei einer diskreten totem-pole Stufe gelandet. 3 * sot23 und
3*0805 brauchen auch nicht viel Platz und kosten eher weniger.

Autor: Werner Just (Gast)
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Hallo crazy horse,

> dann schau dich mal bei den üblichen Verdächtigen um: [...]
werde ich tun, vielen Dank.

Ciao,
Werner

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