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Forum: Platinen Idee: Platinen entwickeln/ätzen im Ultraschallbad


Autor: Richard B. (richard7)
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Hallo

wie bereits im Topic erwähnt würde es mich interessieren ob die 
Herstellung der Platinen im Ultraschallbad Vorteile bringt - Das 
Entwickeln dauert bei mir doch immer 5 - 8 min und ätzen nochmals 15-20.

Denkt ihr es würde es im Ultraschallbad schneller gehen?

Habt ihr evtl. ein solches Gerät bei euch rum stehen ? Ich würde es 
gerne selbst versuchen, leider scheitert es am nicht vorhandenen 
Ultraschallbad.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen

mfg

Richard

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Was genau erhoffst du dir bei der Anwendung mit Ultraschall? Klar es 
soll schneller gehen aber warum sollte es das ?

Ich meine ich versteh die Sache nicht - ich glaube es ist eifacher die 
Temperatur zu erhöhen. Das bringt bei entsprechenden Chemikalien was.

Ich versteh noch nicht wozu der Ultraschall gut sein soll =) sorry.

Ich schwenke meine Ätzwanne immer ein bischen - ob das was bringt vermag 
ich nicht mit Sicherheit zu behaupten.

ÖÖm billige Ultraschall-Reiniger gibt's beim großen C, Pollin oder den 
anderen üblichen Verdächtigen wie Geiz und Blöd, etc..

Autor: Richard B. (richard7)
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Naja eben die oxidierten Partikel schneller ablösen - vergleichbar mit 
Schwenkbewegungen nur eben etwas schneller...

Autor: El Jefe (bastihh)
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Richard B. schrieb:
> Naja eben die oxidierten Partikel schneller ablösen - vergleichbar mit
> Schwenkbewegungen nur eben etwas schneller...


etwas ist gut...

Grundsätzlich halte ich die Idee für nicht gerade so abwegig, dennoch 
sollte man bedenken, dass damit eine Menge giftiger Stoffe so in die 
Luft gelangen und nicht ohne in deine Lunge ;)

Grüße

Autor: Max M. (xxl)
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Sprühgeräte sind effektiver.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ich wuerd die Guelle zum Aetzen nicht in mein Ultraschallbad einfuellen.

Autor: Blubbelgumpf (Gast)
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>Das Entwickeln dauert bei mir doch immer 5 - 8 min und ätzen
>nochmals 15-20.

Dann machst du was falsch. Entwickeln dauert bei mir ca. 1 (eine) 
Minute, das Ätzen dauert bei mir maximal 3 (drei) Minuten.

Bungard-Basismaterial, Entwickler NaOH (Natriumhydroxid) in 1,5%iger 
Lösung, natürlich immer frisch angesetzt, Ätzlösung Eisen(III)Chlorid 
bei 50° C.

Autor: magnetus (Gast)
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Wenn ich mich nicht irre, bestehen die Wannen der Ultraschallbäder aus 
Metall. Das passt dann nicht wirklich mit Säure zusammen.

Gruß,
Magnetus

Autor: Blubbelgumpf (Gast)
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Die Metallwanne wäre kein Problem, Wanne mit Wasser füllen, ätzfestes 
Gefäß ins Wasser stellen, dann geht der Ultraschall auch ins Ätzbad.

Der Ätzvorgang wird aber deshalb zur Katastrophe werden, weil sich durch 
den Ultraschall (bzw. die dabei entstehenden Kavitäten) der Fotolack vom 
Kupfer ablösen wird.

Meiner Meinung nach eine Schnapsidee.

Autor: Blubbelgumpf (Gast)
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Nachtrag:

Es heisst natürlich Kavitation, nicht Kavität. Sorry.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Blubbelgumpf schrieb:
> Meiner Meinung nach eine Schnapsidee.

Ja, absolut. Wahrscheinlich muss er es aber trotzdem selbst probieren. 
Erst wenn er eine leere grüne Epoxi-Platine und ein kaputtes 
Ultraschallbad vor sich hat, wird er uns glauben. Oder seine Frau 
schmeisst ihn raus, weil sie keine Ätzbrühe überall in der Küche 
brauchen kann.

Der Zweck von Ultraschall ist das "Absprengen" von Schmutzpartikeln 
durch kleine Explosionen, dabei ist für den Ultraschall auch ein 
Fotolack nichts anderes als eine Oberflächenverschmutzung. Einen 
schnelleren Austausch von Ätzflüssigkeit unterschützt Ultraschall 
überhaupt nicht, da ist Sprühen am besten geeignet, Bewegene durch 
Schwenken geht auch.

Ultraschallbäder werden in der Fertigung durchaus eingesetzt: zum 
Ablösen des Fotolacks nach Galvanik und Ätzen.

Gruss Reinhard

Autor: faustian (Gast)
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Mit Wellen und Vibration (absichtlich ausgebrochenen PC-Luefter ans Bad 
drangetaped) hab ich schon viel rumexperimentiert (NaPS), das bringt 
nicht viel.

Autor: PeterL (Gast)
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Ich habe jetzt mal mitgestoppt:

Ende der Belichtung 13h31 45sec,
ins Lager, die Ätzschalen und die Chemie holen
in die Küche, (ich löse immer einen Esslöffel Atznatron in heißem Wasser 
von der Kaffeemaschine auf)
zum Waschbecken, in einer Ätzschale ist jetzt das relativ hoch 
konzentrierte NaOH Gebräu.
In die 2. Schale gebe ich Wasser und meine Ätznatronlösung + Platine,
wenn der Entwicklungsvorgang zu lange dauert, kommt noch etwas NaOH 
Lösung dazu.

Jetzt Platine abspülen, Rest vom Entwickler in den Kanal.
Ätzschale ausspülen,
Wasser Salzsäure + H2O2  + Platine in die Schale, beim geöffneten 
Fenster
raushalten und leicht schwenken,
nach dem Ätzen Lösung in den Kanister (sind max 100mL)
Platine spülen und in die konzentrierte Naoh Lösung zum strippen, NaOH 
Lösung in den Kanister (sind auch nur 100mL).
Platine und Ätzschalen abspülen, zurück zum PC und diesen Text schreiben
13h37 46 Sekunden also exakt 6min.

Autor: Richard B. (richard7)
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ich glaub euch das auch so ;) hmm 6min - ich muss wohl an meiner 
ätztechnik noch etwas verbessern... vermutlich ist meine Ätzlösung zu 
kalt wie Warm werden die "spiegelheizungen" von pollin?

Autor: faustian (Gast)
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An Plastikschalen kannst Du die Klebefolienheizungen vergessen. Die 
schmelzen das Plastik durch bevor das Wasser auch nur zehn Grad heisser 
geworden ist.

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