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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schrittmotor: bipolar UND unipolar?


Autor: Joachim Schäfer (Gast)
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Hallo,

ich habe bei einer eBay-Auktion ein Paket mit defekten Druckern zum
Ausschlachten gekauft - vor Allem wegen der Schrittmotoren.
Ich habe zwar bisher noch nichts mit Schrittmotoren gemacht, aber aus
einer kurzen Einführung, die ich mal irgendwo im Netz gelesen habe
weiss ich, dass es wohl bipolare Schrittmotoren sind - schon weil sie
nur vier Anschlussdrähte haben.
ABER: Dort, wo die Leitungen angeschlossen sind, ist jeweils in der
Mitte noch ein Kontakt unbelegt, wo noch ein weiteres Kabel
angeschlossen werden könnte (Siehe leider etwas verschwommenes Foto im
Anhang).
Nun frage ich mich, ob das nicht evtl. ein Indiz dafür ist dass ich
diese Motoren auch unipolar ansteuern könnte, wenn ich diese beiden
Kontakte auch noch anschliessen würde - oder haben diese Kontakte
einfach keine Funktion?

Autor: harry (Gast)
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hi,
die möglichkeit besteht durchaus, häufig werden unipolare motoren im
bipolarbetrieb eingesetzt und die anschlussdrähte einfach schon bei der
produktion weggelassen. am einfachsten ist es wohl, mit einem ohmmeter
vom mittenanschluss zu den beiden kabeln den widerstand zu messen. wenn
der anschluss als mittelanzapfung beschaltet ist kann der motor auch
unipolar betrieben werden.
gruss, harry

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

miss doch einfach mal zwischen den mittleren Kontakten und den
jeweiligen äußeren. Wenn du da etwa den halben Spulenwiderstand mißt
sind das die Mittelanzapfungen der Spulen.

Matthias

Autor: Joachim Schäfer (Gast)
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Danke für eure Postings! Nachdem ich das gelesen habe, kam mir das mit
dem Widerstand messen auch irgendwie bekannt vor...
Naja, wunderbar. Dann weiss ich jetzt jedenfalls, dass ich die Motoren
auch unipolar betreiben kann - sehr schön.
In einem anderen Thread hier habe ich gelesen, dass man unipolare
Schrittmotoren sehr einfach an einem Mikrocontroller betreiben kann, da
man nur vier Transistoren und vier Dioden bräuchte. Kann mir zufällig
noch jemand einen Link nennen, wo ich dazu ein Schaltbild + evtl. ein
paar weitere Infos finden kann?

Autor: harry (Gast)
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hi,
da braucht's nicht viel info. auf die mittelanzapfung des motors (auf
beide natürlich) legst du die betriebsspannung, jeden anschluss des
motors (4 st.) legst du auf je den kollektor eines transistors (je nach
type reicht ein bc337, wenn's dickere motoren (strom >1 ampere) sind
nehm ich gerne darlington-typen, die haben die dioden schon drinnen).
die basis hängst du über 750 zum avr-pin, den emitter auf gnd. den
gemeinsamen massepunkt der transistoren kannst du auch über einen shunt
(0,1 - 1ohm, je nach strom) nach gnd legen, dann kannst du den
motorenstrom während des betriebs messen. und dann: eine spule nach der
anderen ein- und abschalten, schon tickt das motorchen.
gruss, harry

Autor: Thomas Strauß (Gast)
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Hallo Joachim

du kannst auch den 7-fach Darlington-Leitungstreiber ULN2003 nehmen.
Der liefert max. 500mA pro Kanal. Bei längerer Belastung empfiehlt es
sich einen Chip-Kühlkörper aufzusetzen. Für Experimente ist die
Schaltung gut geeignet. Eine High-End-Schaltung ist dies nicht.



                         _____________
                        |     |        |
                       SP1   SP2       +8...12V
                      _|__|__|__|______|___
                     | 16 15 14 13     9   |
                     |                     |
                            ULN2003        |
                     |                     |
                     |_____________________|
                        |  |  |  |       |8 = Masse
                       1  2  3  4
                         P1.0...3


so etwa wäre die Schaltung. Die Mittelanzapfungen gehen zusammen an ca.
+8V mit dem Pin9 des Chips. Die Spulen-Enden gehen an Pins 16/15 bzw.
14/13. Diese sind mit den Darlington-Ausgängen verbunden. Die
dazugehörigen Eingänge sind Pins 1..4.

Pin 8 geht an Masse. Der Chip hat Schutzdioden eingebaut.

Damit der Motor läuft, muß eine passende Impulsfolge an die Pins 1...4
gehen - am besten ausprobieren!

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