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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR gegen Handy-Störstrahlung schützen?


Autor: Hans Kaufer (Gast)
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Hallo, so wie ich es nun nach einiger Zeit des Ärgerns und Probierens
herrausbekommen habe, stören die Handystrahlen meine AVR-Schaltungen
(2313).


Gibt es eine Möglichkeit die Platine an sich (momentan noch Lochraster)
gegen diese Strahlen zu schützen?
Da ich mit 433Mhz-Funksendern arbeite, kann ich keine komplett
geschütztes Gehäuse nehmen.

Wer hat Erfahrungen mit dem Thema und kann mir da weiterhelfen.
Google und suche im Forum brachten nicht den gewünschten Erfolg.

Vielen Dank

Autor: Tom (Gast)
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Ein paar Details mehr wären hilfreich.
Funktioniert den Gerät mit Batterien oder über ein Netzteil?
Ist die Masse an Erde gebunden? Hast du Blockkondensatoren verwendet?
Wie erkennt man die Störungen?

Gruss Tom

Autor: Hans Kaufer (Gast)
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also laufen tut es mit einem 16V Netzteil und dann den üblichen Sachen
wie 7805 mit 100N etc. Relais(Unterbrechen Stromversorgung vom Akku,
Display etc) sind ca 4cm vom Prozessor entfernt, mit Freilaufdioden
(1N4148)an den Spulenseiten.

Sollte eigentlich die Kontakt-Pins der Relais (führen 5-7V) auch
irgendwie beschaltet werden? Wegen Lichtbögen etc?

Die Störungen treten auf, in dem LED  sporadisch leuchten, die
eigentlich nicht leuchten sollen.
Programmteile ausgeführt werden, die nicht ausgeführt werden sollen
(Taste nicht gedrückt).

Und die Fernbedienung teilweise funktioniert und teilweise nicht.

Also ein nicht reproduzierbares, scheinbar zufälliges Verhalten.
Aber immer dann, wenn das Handy in der Nähe ist. Ansonsten läuft alles
bestens

Wenn nun so ein Handy den Bildschirm zum flimmern und das Radio zum
rattern bringen kann, dann schadet es auch sicher der Schaltung. So
denke ich zumindest.

Autor: Benedikt (Gast)
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8051 sind viel unempfindlicher als AVRs. Wenn es am Ende garnicht gehen
sollte, kannst du ja umsteigen...

Autor: Tom (Gast)
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Ich habe vor etwa einem Jahr mal mit den 433MHz Modulen gebastelt, das
Problem bei mir war am Anfang, dass dieses Band sehr "schmutzig" ist,
d.h. jedes Thermometer mit Aussensensor sendet auf diesem Band.

Ich habe damals den UART des AVR verwendet, um Daten zu senden und zu
empfangen. Kann es sein, dass du Datenmüll empfangst, welche dann als
Schaltkommandos interpretiert werden?

Mit den AVR hatte ich bis jetzt nie Probleme, ich achte immer auf eine
ordentliche Masseverbindung, uC und andere ICs mit 10nF Abblocken,
Leitungen die von aussen kommen mit einem RC-Glied, Speisung mit einem
LC-Glied entstören.

Der ISP-Programmer brachte bei den ersten Versuchen störungen in den
uC, als ich meine Schreibtischlampe eingeschalten habe, wurde ein Reset
ausgelöst.

Gruss Tom

Autor: Thorsten II. (Gast)
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Hallo !

Du kannst mal versuchen die Versorgungsspannung unmittelbar vor dem AVR
mittels einer kleine Spule abzublocken. Wirkt wahre Wunder !

Ich verwende dafür Chipcoils von Murata ( SMD ) mit 47µH
 Reichelt ). Kurz vor den AVR setzen. Möglicherweise reicht schon eine
in der Masseleitung. Sollte das nicht reichen noch eine in die
Positivleitung.

Thorsten II

Autor: Stefan (Gast)
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Du kannst das Gerät fast komplett abschirmen. Am besten massives
Metallgehäuse. z.B. Aluminium. Ein Loch reinmachen um die Antenne
anzuschliessen, denn die muss natürlich ausserhalb der Abschirmung
sein.
Dann braucht man auch noch ein Loch für das Netzteil. Die Löcher
sollten so klein wie möglich sein.
Man kann das Gehäuse dann gleich als Masse verwenden.

Alle Leitungen, die nach draussen führen, mit nem passenden Filter
versehen und möglichst kurz halten.

Autor: Hans Kaufer (Gast)
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vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

ich verwende 2 Spulen (100µH, einmal Masse und einmal 16V), allerdings
vor dem 7805.

LC-Glied? Was ist denn das?
Und welches RC-Glied ist denn am besten für Leitungen von aussen? 10Ohm
mit 4,7µF?

Ich verwende immer 100N Kondensatoren. Allerdings habe ich an keinem
Optokoppler(zum AVR-Port auf Low bzw High setzen) einen dran.

Autor: Jörn (Gast)
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Das hört sich mehr nach Programmierfehlern an, als nach Layoutproblemen.
Sorry. Hast du alle Eingänge auf definierten Pegel? (Pullup, pulldown)
Und warum ein AVR empfindlicher sein soll, als ein 8051 ist als Aussage
ohne Begründung etwa so intelligent, wie das rote Autos normalerweise
schneller sind, als grüne. Vor allem auch, weil es vermutlich weit mehr
als 1000 verschiedene 8051er gibt.
Oder willst du sagen, dass ein Controller der mit 1,8V betrieben wird
empfindlicher ist, als einer mit 5V - das würde sogar der Wahrheit
entsprechen, weil niedrige Spannungen leichter irgendwo induziert
werden können, als hohe.

jörn

Autor: Benedikt (Gast)
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Irgendwo habe ich das mal gelesen, außerdem entspricht das auch meinen
Erfahrungen. Ein 8051 mit internem Programmspeicher kann man so
ziemlich jeder Störung aussetzen, ohne dass er sich aufhängt oder einen
anderen Mist macht.
AVRs sind aufgrund der neueren Chipstrukturen anfälliger als die
älteren 8051.

Autor: Hele (Gast)
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Alle Ports sind bei mir in Benutzung und (intern) als Ausgang und high
bzw Eingang und high definiert mit den internen Pullups des AVR.

Kann es sein, daß es die fehlenden 100N an den Optokopplern sind, oder
weil ich nur an den Spulen der Relais Freilaufdioden habe, aber nicht
an den Kontakten selber?

Autor: OldBug (Gast)
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An die Kontakte kommt keine Freilaufdiode, sondern ein "Löschglied"
oder auch Snubber-Network genannt. Das ist eine einfache RC-Kombi, die
beim abschalten das Entstehen eines Abreissfunkens verhindert.
Ansonsten: Leitungen so kurz wie möglich, das gilt eigentlich immer in
der Digitaltechnik. Gute Masseverbindungen, ICs "entkoppeln" (100nF
direkt am IC zwischen VCC und GND), etc, pp...

Da gibts aber auch schon ne ganze menge Threads zu, hier im Forum.

Gruß,
Patrick...

Autor: condor (Gast)
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Hallo

ich habe die erfahrung gemacht das die internen pullup viel zu
hochohmig sind und HF störungen leichtes spiel haben.
diese kurzen impulse werden bei dir als tastendruck susgewertet und
dein programm macht was es halt bein tastendruck machen soll....
versuch doch mal 10Kohm an den eingängen gegen +5v

Autor: Hele (Gast)
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mh, nur ich habe bedenken, daß das Löschglied (ich nehm mal 100Ohm als
R) mir zuviel Saft für meine Verbraucherspeisung (Lüfter etc) nimmt.
Selbst 10 Ohm sollten noch etwas zuviel sein...

Oder täuscht das?

Autor: Hele (Gast)
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ups, mir ist da gerade eingefallen, daß dieses Löschglied wohl parallel
angebracht wird, und nicht in Reihe, stimmts?

Autor: OldBug (Gast)
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Richtig!

Autor: OldBug (Gast)
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Hups, zu schnell:

Richtig!

Parallel zu den Kontakten!

Autor: Mulle (Gast)
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und erst der Widerstand und dann der Kerko? oder ist die Reihenfolge
egal?

Autor: OldBug (Gast)
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X2 Kondensatoren!
Widerstand und X2 in Reihe, beides Parallel über die Kontakte.

Autor: Hele (Gast)
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was sind X2 Kondensatoren?
Kenne nur Kerko, Elko und Folie.

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