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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Freilaufdiode an induktiver Last(Pumpe)


Autor: Jochen (Gast)
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Hallo Zusammen,

ich hätte da mal eine kline Verständnisfrage. Wir schalten hier mit
einem Relais eine Pumpe eine und aus. Anfangs hatten wir paralle zu der
Pumpe keine Freilaufdiode geschalten und hatten folgendes Verhalten:
Relais an -> Pumpe an | Relais aus -> Pumpe läuft weiter uns schaltet
nach einiger zeit dann doch ab. Mit Freilaufiode parale zur Pumpe tut
alles wie erwartet.

Was passiert da?


Danke für eine Antwort Grüßle Jochen (der auf nebenbei noch in Goolge
sucht)

Autor: Ratber (Gast)
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so aus dem Stehgreif kann dir das auxch keiner Sagen da du wenig bis
garkeine Angaben zur Schaltung gemacht hast.

Welche Spannung ?
Womit schaltest du ?  (Mech. oder Halbleiterrelais,Transe,Mosfet usw.)


So einfach ins Blaue kann ich nur Vermuten das du mit Halbleitern
schaltest und das die nicht richtig sperrt weil die Induktion das
Schaltelement beeinflusst.

eine andere Möglichkeit ist ein Überschlag der nur langsam gelöscht
wird.



Wie gesagt,gib mal mehr Infos zur Schalstufe.

Autor: Alex (Gast)
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Eine Induktivität ist immer bemüht, den Stromfluß durch sich aufrecht zu
erhalten. Schaltet man die Pumpe ab, so ist im magnetischen Feld des
Motors noch Energie gespeichert. Diese verursacht trotz des Abschaltens
den Stromfluß aufrecht zu erhalten.
Um dem Strom einen Weg zu geben, schaltet man eine Freilaufdiode
(anti)parallel. Macht man das nicht, kommt es zu einer Spannungsspitze,
welche dich schon mal die angeschlossene Elektronik kosten kann.

Autor: Jochen (Gast)
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Okay danke,

das hilft mir erst mal weiter.

@Ratber es handelt sich um ein mechanisches Relais. Das Relais selber
wird über einen Transistor gesteuert.

Grüßle und danke  Jochen

Autor: Ratber (Gast)
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Ja dann vermute ich mal das der Transistor nicht wirklich sperren kann
weil die Induktive Spitze beim Abschalten ihn noch ne Weile am Leben
erhält (Nicht wirklich).
So schißt du dir die Schaltung über kurz oder lang ab.

Induktivitäten an Gleichspannung immer "mit" Freilauf nutzen.

Autor: Dave (Gast)
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Aber das kapier ich dann auch nicht:
"Mit Freilaufiode parale zur Pumpe tut alles wie erwartet."

Was hat der Transistor mit der Pumpe zu tun??? Bei "Diode" parallel
zum Relais würde ichs ja noch verstehen..

So zum Verständnis: Die Spannungsspitze von der Pumpe springt doch
nicht etwa vom Arbeitskreis in den Steuerkreis über?

verzweifelt

Dave

Autor: Jochen (Gast)
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In unserem Fall könnte das doch sein weil wir zu Testzwecken den Steuer
und den Regelkreis an der selben Betriebsspannung hatten.

Grüßle Jochen

Autor: leo9 (Gast)
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@Jochen:
welche Art von Pumpe ist denn das und wie lange läuft sie ohne Diode
nach?

grüsse leo9

Autor: Jochen (Gast)
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Ist ein Pumpe für die Schweibenwischanlage von einem PC die wir zum
gießen zweckentfremden.

Gruß Jochen

Autor: Jochen (Gast)
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Nu hab ich die Zeit vergessen ;-)
Naja ist unterschiedlich so zwischen 5-10 sec

Jochen

Autor: Ratber (Gast)
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5-10 Sekunden sieht mir aber nicht danach aus als ob es am Freilauf
liegt sondern eher an der Steuerung.

Haste an der Basis der Transe auch entsprechend nen Pullup- bzw.
Pulldownwiderstand angebracht um definierte Pegel zu haben ?

Was passiert wenn du die Transe "per Hand" ansteuerst ?

Autor: leo9 (Gast)
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Wo hast du den PC mit Scheibenwischanlage her?
probier mal aus die Pumpe mit Spannung zu versorgen und einfach
abstecken, wie lange läuft sie nun nach? Vermutlich so lange wie ohne
Diode bei Relaisansteuerung.
Wenn dem so ist läuft die Pumpe "einfach" nur nach. Sobald die
Versorgungsspannung wegfällt wirkt die Pumpe als Generator, ohne Diode
unbelastet, sie dreht sich also so lange weiter bis die Reibung die
Schwungenergie des Ankers vernichtet hat. Mit Diode wird die generierte
Spannung kurzgeschlossen und damit Energie von der gespeicherten
Schwungenergie abgezogen und der Anker hört früher auf zu drehen.

grüsse leo9

Autor: Ratber (Gast)
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Also an den langen mechanischen Nachlauf glaube ich nicht so recht.

Wenn Wasser drauf ist stehen die meisten Pumpen fast augenblicklich
still sobald der Saft weg ist und leer laufen se vieleicht ne Sekunde
oder 2 aus aber 5-10 Sekunden habe ich noch nicht gesehen.
Normalerweise laufen im KFZ nur die üblichen Kleinen Zahnrad oder
Rollenpumpen.

Autor: Stephan Lutz (Gast)
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Also ich würde sagen, dass durch Induktion der Kontakt des Relais noch
am Kontakt "kleben" bleibt, um den Stromfluss aufrechtzuerhalten.

So ein ähnlihes Problem hatte ich zumindest mal.

VG

Autor: Jochen (Gast)
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joo, das vermute ich auch.

Wenn ich die Pumpe von Hand also einfach so an Spannung halte und dann
wegnehme läuft sie auch nur kurz nach.

Von daher denke ich auch das die Kontakte "kleben" oder so.

Und ja, die Zuleitung zum Transistor hängt über die internen PullUps an
Vcc.

Grüßle Jochen

Autor: Stephan Lutz (Gast)
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Also ich denke nicht, dass es irgendwie im Steuerkreis liegt.

Häng doch einfach mal ne LED mit Vorwiderstand parallel zum Relais,
dann siehst Du schon, wann die Pumpe aus sein soll.

Das Problem hatte ich mal bei einem starken Motor, da sind die Kontakte
 immer etwa 3 sec. noch hängengeblieben. Solls geben :-)

VG
Stephan

Autor: Direx (Gast)
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So einen Fall hatte ich auch einmal, da fiel das Schütz gar nicht mehr
ab, erst durch einen Klopferer ließ es los. Lag meineserachtens an den
Kabelkapazitäten, da Spule und Last durch ein Kabel angeschlossen
waren. Bei 400V kann da schonmal der Haltestrom eines emfindlichen
Relais kapazitiv gekoppelt werden.

Aber ich glaube eher, dass ein Funke über den Kontakten weiterbrennt
und dann durch die Erhitzung derselben mal abreißt.

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