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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Blumen Feuchtemesser


Autor: Nick (Gast)
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Hallo Leute

Hab mal eine kleine Frage. Da ich immer so viel mit den AVRs am basteln
bin vergesse ich immer wieder mal meine Blumen zu gießen oder ich weis
nicht mehr wann ich sie das letzte mal gegossen habe so das mir die
Dinger regelmäßig eingehen ;-)
Kennt einer von euch eine Möglichkeit für einen Gießanzeiger?  Am
Besten  noch mit einem AVR?
Möglich wäre den Widerstand der Erde zu messen. Da wäre dann aber eine
„Trockenmessung“ als Referenz notwendig und dann auch noch eine
Abhängigkeit der Messelektroden. Also ich habe keine Ahnung welche
werte da OK wären und welche nicht.
Kennt jemand hier „Werte“ für eine Solche Messung? Oder auch einen
Schaltplan wie so etwas diskret aufgebaut aussieht? Dann nur noch den
Wert AD Wandeln und gut?

Was haltet Ihr vom Senorion SHT11? Wurde hier schon mal diskutiert,
also als Feuchtemesser nicht im Zusammenhang mit Blumen.
Bin mal gespannt auf welche Ideen ihr da noch so kommt.
Ich mag nur meine Blümchen nicht immer wieder wegwerfen müssen.
Danke schon mal
Nick

Autor: Marko (Gast)
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der SHT 11 bzw. 15 ist ein Luuftfeuchte sensor mit Temperatur auf I2C.
kost ganz schön Moos das teil und ich glaub ums ins Beet zu stecken ist
das teil nicht ausgelegt, weil das dann nicht nur feucht wird.

Die einfachste realisierung wird wohl die 2-Draht Methode sein.
Edelstahlnägel oder Schweißdraht denk ich werden am sinnvollsten sein,
da korossionsbeständig. Dann einfach nen Spannungsteiler und auf den
AD-Wandler ... geht evtl. auch schon mit Komparator denk ich, brauchst
ja nur nen Schwellenwert.

Mit 2 Transistoren würd sich aber auch ne Trigger-Schaltung realisieren
lassen, die auch dafür schon ausreichen würde.

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo,

Ok, es ist vielleicht nicht ganz was du wolltest, aber wie wäre es den
AVR dazu zu benutzen die Blumen zu gießen? Der kann dir dann auch
anzeigen wie lange es bis zum nächsten Gießen dauert.

Seb

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Das einfachste wird wohl die Widerstandsmessung sein.

Als Meßelektroden dürften Kohlestäbe aus alten Monozellen gut geeignet
sein.

Die Widerstandsmessung geht am besten mit einem Kondensator parallel an
den Komparator und dann die Entladenzeit messen.

Damit keine Elektrolyse stattfindet, sollte es reichen, nur einmal je
Stunde zu messen.


Peter

Autor: Winfried (Gast)
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Es geht noch einfacher: Nachdem ich gegossen habe, mir einfach notieren,
wann ich wieder gießen muss. Ein Handheld oder ein Computer kann einem
sowas auch mitteilen.

Wer dafür unbedingt ein Gerät mit AVR bauen will, dazu reicht doch ein
einfacher Timer, der nach 2-7 Tagen anfängt zu piepsen. Reine
Zeitsteuerung ohne Sensoren reicht doch völlig.

Hoffentlich wird's den Pflanzen dann nicht zu eintönig, wenn sie immer
so regelmäßig gegossen werden :-)

Winfried

Autor: Nick (Gast)
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Morgen,

hmm also mit einem Timer oder Zeitgesteuert wollt ich das nicht machen,
soll ja auch  noch ein bisserl eine Herausforderung sein.
Das der AVR dann gießt war auch meine Idee, aber ich wollte schon einen
Sensor mit dem ich dem AVR mitteilen kann wann er gießen soll ;-)
Ich wird mal mit einem Blumentopf und ein paar Elektroden ein bisserl
spielen.
Sollte jemand noch eine geniale Idee haben, bitte tut euch keinen Zwang
an und teilt sie mit.

Nick

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Timergesteuert geht definitiv nicht.

Die Planzen würden im Sommer vertrocknen und im Winter verschimmeln.

Man muß schon verbrauchsabhängig gießen.


Eine lustige Lösung wäre diese:

Ein Testfinger drückt auf die Erde. Bleiben Krümel haften, ist sie noch
feucht genug.


Peter

Autor: Sebastian (Gast)
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Zeitgesteurt sollte schon gehen. Man muss halt die Temperatur messen und
evtl. die Luftfeuchte und dann das Intervall anpassen.
Ich glaube es gibt im Fachhandel Gießanzeiger. Ja nach Feuchtigkeit
geht in nem Röhrchen eine Kugel nach oben oder unten. Wenn man das so
umbaut das die Kugel im unteren Bereich nen Kontakt gibt, hat man
seinen Meßsensor.
Auch ne optische Auswertung sollte machbar sein. Mit ner Kamera den
Anzeiger filmen und wenn die Kugel unten ist gießen. Das sollte sogar
der AVR schaffen. Ich glaub ne Gameboy Kamera hat schonmal jemand an
nen AVR angeschlossen.

Seb

Autor: Matthias Beitz (Gast)
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Das doch relativ einfach...

+9V
(A)---------------|------(A)LED(K)-----|
                  |                    |
(B)-150Ohm-|      |                  470Ohm
           |      |                    |
           |   5,6KOhm                 |
           |      |------(C)---|      (C)
           |             /     |      /
           |---------(B)|      |--(B)|
           |             \            \
       0V--|--100KOhm----(E)---------(E)

Klemme A und B als blanken draht in die Blumenerde stecken und die LED
sollte leuchten sobald sie zu wennig wasser hat. Als Transistoren
kannst du zB BC237 benutzen.

Autor: Werer (Gast)
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ich hab mal irgendwo gelesen, das man mit Wechselspannung messen sollte,
nicht mit Gleichspannung. Hatte meine ich was damit zu tun, das ich
sonst eine Batterie zwischen Erde und Messpol bildet

Werner

Autor: Winfried (Gast)
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> Timergesteuert geht definitiv nicht.
> Die Planzen würden im Sommer vertrocknen und im Winter verschimmeln.

Ich wundere mich doch sehr, wie genau ihr eure Pflanzen gießt. Ich
gieße alle 3-7 Tage, ob Winter oder Sommer. Hab allerdings fast alles
in Seramis gepflanzt. Es macht doch auch überhaupt nichts, wenn im
Winter nach 3 Tagen die Erde noch etwas feucht ist. So genau muss man
das alles nicht nehmen.

Aber ich sehe schon, es geht ja eher um die bastlerische
Herausforderung. Leg mal los, ich bin gespannt, was bei raus kommt.

Messen: Reicht ja z.B. alle 12 Stunden. Dann wird man auch kaum
Probleme haben wg. Elektrolyse. Evtl. bei jeder Messung umpolen.
Elektroden sollten lang genug sein, damit einerseits unten die
Feuchtigkeit gemesssen wird und immer gut Kontakt zur Erde da ist.

Jetzt weiß ich endlich, was es heißt, seine Schaltung gut zu erden ;-)

Winfried

Autor: Markus (Gast)
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Seramis macht da extrem viel aus. Pflanzen in normaler Erde sind da
empfindlicher. Wenn die Erde permanent zu feucht ist ist es nicht gut,
aber im Sommer trocknet es dann schnell aus.

Zum Sensor: Zwei Edelstahlnägel sind gut, aber man darf keine
permanente Gleichspannung anlegen. Da können die Pflanzen eingehen.
Also lieber einmal stündlich kurz messen. Ich hab auch mal ne Schaltung
gesehen die das mit Wechselspannung macht

Autor: Denis (Gast)
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man könnte auch mit drucksensoren das gewicht der blumentöpfe messen
;)

Autor: niels l. (Gast)
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Das find ich richtig gut! Gewichtsmessung! Mit Drucksensoren wie sie der
Unrad hat, sollte das gehen. Der Controller muesste den Füllstand auf
100% setzen, wenn das Gewicht rasch ansteigt (beim Giessen). Somit kann
man im Laufe der Zeit das Pflanzenwachstum kompensieren. Die Blumen
MÜSSEN ja zunehmen bei soviel guter Pflege ;-)
Mit ein paar Plausibilitäts-Checks kann man ja auffangen, wenn nicht
richtig gegossen wird. Wird nur halb-voll getankt, dann ist halt auch
keine Zunahme möglich. Ist das Gewicht ETWAS! höher als beim letzten
Giessen, dann hat die Blume wohl zugenommen.
Man kann sogar mit LCD eine Wachstumsstatistik anzeigen und den
Wasserverbrauch protokollieren! Super!
Nur ein wirklich wasserdichtes Gehäuse wäre anzuraten :-(

Autor: Wolfgang (Gast)
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Auch wenn der Thread schon ein paar Jahre alt ist (sic), da ich momentan 
vor dem selben Problem stehe, will ich noch eine andere Lösung als 
Widerstandsmessung vorschlagen: Messung der Dielektrizität von Wasser. 
Man könnte das z.B. so angehen: Man nehme ein Stück flachen porösen Ton 
un zwei Stücke Blech (Kupfer, Alu, etc. ist egal). An den Blechen lötet 
man seine Zuleitungen an und das ganze lackiert man, damit kein 
galvanischer Kontakt zur Erde besteht. Die beiden Blechhälften bringt 
man nun auf beiden Seiten der Tonscherbe an -- eigentlich könnte man die 
auch weglassen, wenn man es irgendwie schafft den Abstand konstant zu 
halten -- und drückt das ganze in die Erde.

In Abhängigkeit davon wie viel Wasser sich zwischen den Platten dieses 
Kondensators ändert sich die Kapazität, je feuchter, desto größer die 
Kapazität. Am einfachsten misst man die Kapazität mit einem AVR indem 
man die Platten an den IO-Pins welche auch am Analog-Komparator hängen 
verbindet, der eine Eingang bekommt 2/3 der Versorgungsspannung. Zur 
Messung entlädt man den Kondensator auf indem man die Ports kurz als 
Ausgang auf 0 schaltet, danach geht man in den Eingangs-Modus und 
aktiviert den internen Pull-Up-Widerstand und startet den Timer. Die 
Zeit bis zum Auslösen des Komparators ist proportional zur Kapazität.

Letzlich will ich die Schaltung mit PV-Zellen versorgen und mittels 
Low-Power RF im ISM 2.45GHz-Band den Gießstatus kommunizieren lassen 
(gibt da so schöne RF-Chips von NXP die in Bursts senden können).

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