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Forum: Analogelektronik und Schaltungstechnik Problem mit PBM Bausatz LT1076


Autor: Andreas (Gast)
Datum:

Hallo,
ich habe verzweifelt danach gesucht, ob irgendjemand das selbe Problem
hat wie ich aber leider nichts finden können. Daher, falls jemand das
Problem bereits kennt, bitte ich um einen Verweis.

Also ich habe diese Schaltung von ELV gekauft und zusammen gebaut
http://www.elv.de/2-A-Step-Down-Schaltregler,-Komp...
Es war wirklich einfach und die Schaltung funktionierte auf Anhieb. Doch
nun, nach ein paar Tagen habe ich ein Problem mit der
Spannungsregulierung am Potentiometer. -Von der Funktion des
Potentiometers habe ich mich bereits überzeugt, ebenso funktionieren
alle Kontakte. Wie gesagt, die Schaltung funktionierte am Anfang
problemlos.

Das Problem sieht wie folgt aus:
Eingangsspannung ist ca 12~13V, Ausgangsspannung soll logischerweise
zwischen 3 und 12V geregelt werden. Nun ist an einem Anschlag des Poti
12V und am anderen 2V. So weit scheint ja alles korrekt zu sein. Doch
das Problem ist folgendes:
Beim langsamen hochdrehen von 2V steigt die Spannung am Ausgang sehr
schnell an, quasi Sprunghaft. Der Poti ist nur etwas vom einen Anschlag
entfernt und die Ausgangsspannung erreicht schon 12V. -Die Spannung, die
es eigentlich erst am anderen Anschlag haben müsste. Heißt, bei 300 Ohm
bei einem 4,7K Poti. Da das früher keineswegs so war, muss irgend etwas
defekt sein.

Nun könnte ich theoretisch einen kleinen Poti nehmen aber offensichtlich
funktioniert die Schaltung ansich nicht mehr korrekt.

Gemeint ist der Poti R2 in der Schaltung, der Schleifer geht an Pin 1
des LT1076. Das eine Ende geht an den + Ausgang, das andere über den 330
Ohm Widerstand an -.

Ich habe alle Kontakte und den Poti abermals überprüft und habe keine
Ahnung woran das liegen könnte.

Die Schaltung findet man hier
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/19372_...
auf Seite 2.

Wäre super falls jemand eine Idee hätte woran es liegen könnte. Ich habe
natürlich den LT1076 im Verdacht aber bevor ich den austausche, wollte
ich eben fragen, ob das am wahrscheinlichsten ist oder ob es doch etwas
anderes sein könnte.

Ich danke für jeden Hinweis
Autor: holger (Gast)
Datum:

Kalte Lötstelle bzw. Wackelkontakt.
Alles nachlöten.
Autor: Andreas (Gast)
Datum:

Genau DAS habe ich bereits kontrolliert, aber mittlerweile etwas anderes
festgestellt:
Zwischen Pin 1 (FB) und Pin 3 (GND) habe ich einen erschreckend
niedrigen Widerstand von 38 Ohm festgestellt. -Den IC habe ich
mittlerweile auch raus gelötet um sicher zu gehen, dass diese Verbindung
nicht irgendwie durch die komplette Schaltung auf der Platine kommt. Nun
ist die Frage, ob es wohl normal ist, dass zwischen den beiden Pins
quasi kein Widerstand vorhanden ist.

Die Schaltung soll ja so funktionieren, dass der IC Vsw so lange regelt,
bis sich an FB (Pin 1) genau 2,2V einstellen. Und dies geht schließlich
über den Poti. Ich hatte dann die Spannung an Pin 1 gemessen und die lag
ständig deutlich unter 2V.

Jetzt ist die Frage, ob es normal ist, dass zwischen den beiden Pins ein
so geringer Widerstand ist 0o
Autor: Andreas (Gast)
Datum:

Ich berichtige, für den Fall dass jemandem das gleiche passiert:
Ich wollte den Einstellpoti für die Spannung extern machen, also habe
ich die Verbindung dort hin verlängert. Der Weg zu Pin1 und Masse wurde
damit logischerweise länger. Irgendwo in einer laaaaaaaangen langen Doku
habe ich dann ganz nebenbei gelesen, dass man den Poti in jedem Fall
möglichst direkt an den IC installiert, da es sonst zu unerwünschten
Peaks kommen kann, aufgrund der Kapazität der Verlängerung zum Poti.

Ich VERMUTE, dass dies den IC beschädigt haben könnte.

Eine Lösung stand dort auch, nämlich: Einen 1 nF Kondi zwischen Pin 1
und Masse legen. Ich kann das bis jetzt noch nicht bestätigen, werde es
aber demnächst mit einem neuen LT1076 probieren! Hoffe das funktioniert
dann auch korrekt. Hätte mir eine ausführlichere Beschreibung von der
Schaltung gewünscht, sodass man genau solche Fehler von vorn herein
ausschließen könnte...
Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
Datum:

Für Deine Änderungen am Aufbau der Schaltung kannst Du ja nicht allen
ernstes ELV wegen einer mangelnden Schaltungsbeschreibung/Dokumentation
'anklagen' oder verantwortlich machen!

Schaltregler jeglicher Art mögen streng genommen immer nur kurze
Leiterbahnwege. Das gilt insbesondere für die Leiterbahnen, in denen die
geschalteten Ströme fliessen als auch für die Feedbackleitung(en) - also
das was an Pin 1 zurückgeführt wird.

Wenn es weder auf der Platine noch im Schaltplan als ext. Poti
ausgeführt/angedacht gewesen ist, dann hatte das auch seinen Grund - wie
Du nun mehr oder weniger schmerzlich feststellen musstest, weil Dir der
LT1076 in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist.
Und ja, ein kleiner C von Pin 1 nach GND hätte möglicherweise die
Zerstörung des LT1076 verhindern können, verlangsamt aber auch
gleichzeitig die Lastausregelung - kein 'Vorteil' ohne irgend einen
'Nachteil'.
Autor: MaWin (Gast)
Datum:

> Eingangsspannung ist ca 12~13V, Ausgangsspannung soll
> logischerweise zwischen 3 und 12V geregelt werden


Einfach mal die Herstellerbeschreibung lesen.

Die Eingangsspannung muss mindestens 4V höher sein, also kannst du nur
bis 8V hochregeln und stabile Ausgangsspannung erwarten. Effektiv wird
as Ding eh erst bei deutlich höherer Eingangsspannung, so 35V.

Dann sorge für eine Mindestlast, dann passiert auch das Hochlaufen der
Spannung nicht. Da du eine variable Ausgangsspannung hst, kann man
keinen Widerstandswert vorgeben. Nimm 560 Ohm :-)
Autor: Andreas (Gast)
Datum:

Nein also der 1nF Kondi hatte nix gebracht, denn auch ein Austausch LT
1076 ist defekt. Was zum Teufel ist da los? Geht der LT1076 einfach so
schnell kaputt? Oder liegt es tatsächlich daran, dass man die Schaltung
belasten muss?

Das ging Anfangs tatsächlich so, dass sich die Spannung etwas "träge"
eingestellt hatte aber nach kurzer Zeit war es wieder soweit. Genau das
selbe Symptom, Pin 1 und Pin 3 sind "leitend", wohl gemerkt innerhalb
des IC 0o

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