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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik quasi-komplementäre Darlington Leistungsstufe


Autor: Sandynister (Gast)
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Tach,
ich bin gerade auf den letzten Metern einer Ausarbeitung, die den
wohlklingenden Titel "quasi-komplementäre Darlington Leistungsstufe"
trägt. So weit so gut. Die Simulationen etc. laufen auch.
Das Einzige, was mir bisher nicht gelungen ist, ist die Klärung der
Frage warum und wo (klar in Leistungsendstufen, aber in welchem
Bereich?) man diesen Aufbau verwendet und was ist der Vorteil zur
Standart-komplementären Darlington- Stufe?

Tietze & Schenk schreiben ..."Mitunter möchte man in der Endstufe
Leistungstransistoren desselben Typs verwenden. ...". In der
restlichen Literatur, die ich bis jetzt in die Finger bekommen habe,
sieht es nicht besser aus.

Ich vermute, das eine Ursache der Aufbau von Transistoren in IC seien
könnte. Stichwort: lateraler und Vertikaler Augbau und die bessere
Stromverstärkung bei vertikalen Aufbau.
Gut das könnte eine Begründung für den integrierten Aufbau sein,
welcher Vorteil ergibt sich aber in diskreter Bauweise, wo ich auf
komplementäre Transistoren zurück greifen kann, die "künstlich"
gleich gemacht werden....

Wäre toll, wenn mir da jemand ein wenig auf die Sprünge helfen könnte.


In diesem Sinne
Sandynister

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Hallo Sandynister

es gibt meines erachtens 2 Gründe für Quasi-komplementäre Endstufen:

1. Die beiden Transistoren sind in ihren Eigenschaften absolut
identisch, bei Komplementären Endstufen ist dies meist nur
näherungsweise möglich.

2. Der Markt für pnp-Transistoren bzw p-Kanal-Mosfets ist
offensichtlich schlechter, als der für npn/n-kanal Typen, so daß dieser
forcierter vorangetrieben wird. Besonders bei den Hochstrom-Typen oder
Hochleistungstypen (bezogen auf die maximale thermische
Verlustleistung) ist das Angebot bei pnp-Transistoren deutlich
schmäler.

Gerhard

Autor: Gerhard Gunzelmann (Gast)
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Ach ja, nochwas:

das größere Angebot bei npn und n-Kanal Typen wirkt sich auch positiv
auf den Preis aus.

gerhard

Autor: Profi (Gast)
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Ein weiterer Vorteil ist ja bei T-S genannt: man braucht nur 3 Dioden
D2, d.h. auch, man kommt näher an die Versorgungsspannung ran ("mehr
Rail to Rail").
Es könnte auch thermische Gründe haben.

T-S führt auch noch eine komplimentäre
Komplimantär-Darlington-Schaltung auf, die kommt sogar mit 2 Dioden D2
aus.

Autor: Sandynister (Gast)
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Moinsen,
vielen Dank für die Antworten! Das hat mich doch einen ganzen Schritt
nach vorne gebracht.

Sandynister

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Es hat hauptsächlich mit der Ladungsträgerbeweglichkeit zu tun, npn
erlauben eine höhere Stromdichte bzw. pnp benötigen für den gleichen
Strom eine größere Chipfläche.
Und da ja bei Darlington der erste Transistor das Gesamtverhalten
bestimmt, nimmt man für Leistungsstufen einen kleinen pnp gefolgt von
einem stromstarken npn.


Peter

Autor: Sandynister (Gast)
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Noch mal Danke für die tolle Hilfe!
Eine Frage habe ich allerdings noch:
Wo steht das im T&S mit den zwei Dioden? Ich bin zu blöde das zu
finden... Oder könnte es an der Auflage liegen (10.)?

Gruß
Sandynister

Autor: Profi (Gast)
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Das kann sein, ich habe das aus der 3. Auflage von 1976, S. 373,
Abb.12.21
Ich habe auch noch die 5. Auflage 1980 da, da ist das ganze nicht mehr
so ausführlich erklärt (Kap. 15.2.3 S. 351: Erzeugung der Vorspannung)
bzw. es werden bereits ICs genannt (TDA1420).

Autor: Sandynister (Gast)
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hmmm 5. Auflage, da hab ich wohl noch Micky Maus gelesen, als die
erschienen ist. ;-) Quatsch 1980 konnte ich noch nicht lesen... ;-)

Könntest du das in zwei drei Sätzen erklären, oder ist das zu
aufwendig?

Ansonsten natürlich noch ein dickes Dankeschön für die Hilfe!

PS.: In meiner Auflage beginnt Kap. 15 übrigens bei S. 899! Is wohl ein
wenig umfangreicher geworden das Buch.

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