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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Adaptive Lautstaerkeregelung


Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Halloechen, wir suchen fuer ein Projekt eine adaptive 
Lautstaerkeregelung...

Versuch das mal kurz in Worte zu fassen... Wir machen Dataterminals die 
Durchsagen machen, nun stehen die Dinger am Strassenrand und wenn ein 
LKW kommt (es also lauter wird) soll die Durchsage automatisch auch 
lauter werden. Ist der LKW weg (es also leiser ist) soll die Durchsage 
automatisch leiser werden... Hoert sich einfach an, aber wie stellt man 
es an, das die Durchsage sich nicht selber versucht zu uebertoenen?

Gibt es sowas eventuell fertig zu kaufen? Hat jemand schon mal sowas 
oder aehnliches gemacht und was braucht man dafuer?

Jeder Tip ist willkommen...

Autor: Klaus2 (Gast)
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nunja, du tiefpassfilterst die umgebungslautstärke und ziehst vom 
eingangssignal deine eigene durchsage ab (die kennst du ja). mit diesem 
spannungswert steuerst du dann die verstärkung. ganz einfach ist es aber 
nicht, vor allem die berücksichtigung des eigenen krachs.

Klaus.

Autor: F. V. (coors)
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Kommt der Laerm von LKWs und Autos bei den gleichen Frequenzen wie die 
Durchsage?

Falls sich das trennen laesst wuerde ich nen Mikrofon + Bandpass nehmen 
und dementsprechend korrigieren.


Sind die Frequenzen gleich kannst du nen Mikro dichter an der Strasse 
und weit weg vom Lautsprecher anbringen.


Falls das auch nicht geht kannst du versuchen fuer die Durchsage nen 
Offset einzubringen, du weisst ja wie laut du diese abspielst.

Felix

Autor: Maik (Gast)
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Wie lange dauert denn die Durchsage?! Ansonsten würde ich die Regelung 
während einer aktiven Durchsage einfach anhalten.

Autor: Dieter M. (Gast)
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Bestimmung der eigenen Signalamplitude
Bestimmung der Amplitude des Umgebungssignals (Mikrofon)
Beides über Tiefpass?
Wenn eigenes Signal leise (Sprechpausen), aber Umgebungssignal laut
=> mehr Power

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Danke schonmal... also die Durchsage kann bis zu 45 Sekunden lang 
sein... Mikrophone und Lautsprecher sind leider sehr Nah beieinander... 
ca. 2cm. Hauptteil der spektralen Verteilung der Ansage liegt um die 
800Hz, der Hauptanteil von Verkehrslaerm ist liegt bei 200Hz und 
800Hz... Also alles wirklich schwierige Bedingungen...

Ach ja, das soll wirklich Realtime laufen waehrend der Durchsage...


Hat denn keiner der Signalknechte (DFT, dig. FIlter, AKF) da eine 
Loesung? :)

Gruesse

Autor: Maik M. (myco)
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Ich denke was du suchst nennt sich in der Fachwelt "Echokompensierung" 
oder "Echo Cancellation" oder "Echo Supression". Das Thema ist sehr 
komplex, und die Lösungen von den anderen Postern hier ist für deine 
Zwecke wahrscheinlich am einfachsten.
Es gibt aber auch ein paar ICs, die du evtl. verwenden kannst zB. der 
Cirrus CS6422, einige Voice Codecs die speziell für die Telekomunikation 
entwickelt wurden haben das auch mit eingebaut (dort heißt es Acoustic 
Echo Cancellation, abgekürzt AEC).

Autor: mhh (Gast)
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Du nimmst ein zweites Mikrofon, was einen halben Meter über dem Fussweg 
Richtung Straße ist. Über das verstärkte und gleichgerichtete Signal 
steuerst Du den Gain für den Lautsprecherverstärker.

Autor: Ralli (Gast)
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Kann man so einem Terminal keinen Lautstärkeknopf
spendieren? Sonst scheint mir mit vertretbarem Aufwand
diese Methode erfolgversprechend:

1) Mikrofon liefert den Lärmpegel vor Ort.

2) Parallel dazu wird der Pegel der Ansage rein
elektrisch (bevor sie zum Lautsprecher geht) überwacht.

3) Wenn die Ansage gerade eine Sprechpause hat,
ist das Mikrofonsignal ein Maß für den Lärmpegel.

4) Durch Experimente hat man ermittelt, welcher
Ansagepegel den jeweiligen Lärmpegel übertreffen kann.

5) Ansagepegel für den nächsten Satz entsprechend
den ermittelten Daten einstellen.

Etwas Vor-Ort-Adaption wird aber schon erforderlich
sein.

Autor: Nils (Gast)
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Naja - es gäbe da noch das IC 'LMV1089' von National Semiconductor - Far 
Field Noise Suppression Microphon.
Das Ding arbeitet mit zwei Mikrofonen im Abstand 1,5-2,5 cm, um 
Störgeräusche zu unterdrücken.
Das IC könnte man 'missbrauchen' um den Pegel des Nahfelds (und damit 
auch des Fernfeldes) zu ermitteln.
Dazu müsste man den Gesamtpegel mit dem Pegel des unterdrückten Signals 
(= Output des LMV1089) vergleichen.
Das wäre das Regelkriterium.

Gruß,
Nils

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Echokompensation ist unnötiger Aufwand, da man ja nicht das Störsignal 
bestimmen will, sondern nur dessen Leistung. Wenn man das korrekt machen 
will kann man den Betragsfrequenzgang des Pfades Lautsprecher -> 
Umgebung -> Mikrofon bestimmen, das Lautsprechersignal damit gewichten 
und von der Leistung des Mikrofonsignals abziehen; unter der Annahme 
dass Störsignal und Lautsprechersignal unkorreliert sind bleibt dann nur 
die Leistung des Störsignals übrig.

Aber wahrscheinlich tut es auch eine viel einfachere Lösung: 
Lautstärkemessung nur dann, wenn die Ansage leise genug ist 
(Sprachpausen).

Autor: oszi40 (Gast)
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-Ein paar beispielhafte Mikrofonaufnahmen vor Ort könnte man ja mal 
auswerten ähnlich wie bei Lichtorgel nach Frequenzen.

-Evtl. sind die tiefen Anteile bis ca 300Hz ganz brauchbar? Wenn z.B. 
die unteren Freuenzen bei der ANSAGE nicht vorkommen (weil Ihr sie 
ausfiltert), werden diese Ansagen auch die Lärmmessung weniger 
beeinflussen (wenn die nur unter 300Hz stattfindet).

Nur in den Sprachpausen zu messen wäre natürlich einfacher. Im 
simpelsten Fall schaltet ein Relais Meßverstärker und Ansageverstärker 
um.

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