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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Photomultiplier


Autor: Monja (Gast)
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Hallo Leute,

kennt sich jemand mit Photomultipliern aus? Habe im Forum einen Beitrag
von 2002 gefunden, mit dem ich leider nicht so viel anfangen kann.

Ich habe folgendes Problem:
Ich möchte wissen wie sich das "Volumen" von Fasern oder Haaren (10
bis 90 µm im Durchmesser)ändert, wenn sie von einer Masse umgeben
werden.
Habe eine Skizze gemacht, damit ihr mich besser versteht.

Jemand gab mir einen Tipp, das Licht, bzw. den Strom / Spannung, die
erzeugt werden, zu messen, vor und nach dem Auftragen der Masse.

Was haltet ihr davon? Wie teuer/aufwendig ist die Lösung?
Vielleicht fällt euch ja noch eine andere Lösung ein.

Bin elektrotechnisch leider sehr unvorbelastet und hoffe ihr könnt mir
weiterhelfen.

Danke schon mal!
Monja

Autor: Michael (Gast)
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Warum multiplizieren? Das gemessene Licht mußt du doch sowieso danach
bewerten bzw. verstärken. Brauchbare Bauteile wären (je nach
Lichtquelle) Fototransistor, Fotodiode, Fotowiderstand.

Michael

Autor: Monja (Gast)
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Hallo Michael,

danke für die Antwort.

Warum multiplizieren? Gute Frage, keine Ahnung.
Meine Information war nur, da gibt's was, das heißt Multipleir und der
"wandelt" Licht in Strom um und das gibt's alles im
Elektrofachhandel. (Klang irgendwie leichter als sich das gerade
herausstellt).

Du meinst also die Vervielfachung ist also nicht nötig um ein Signal zu
bekommen, und das machen im Prinzip auch :Fototransistor, Fotodiode
oder- widerstand? (Muß ich gleich mal im Internetrecherchieren).

Das mit der Lichtquelle muß ich auch noch rausfinden.
Weißt du was es da für Möglichkeiten gibt?
Habe insgesamt noch wenig Vorstellung vom Versuchsaufbau, gibt es da
vielleicht irgend etwas ähnliches im Internet?
Konnte bisher noch nichts finden.

Grüßle
Monja

Autor: Sven (Gast)
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@Monja

>> ... das heißt Multipleir und der "wandelt" Licht in Strom um und
das gibt's alles im Elektrofachhandel.

Bei dem Gespäch im Elektroladen möchte ich dabei sein.

Photomultiplier gibt es zum Beispiel von Hamamatsu. Rechne so mit
1500EUR für ein Modul mit integrierter Hochspannungsversorgung.

>> Du meinst also die Vervielfachung ist also nicht nötig um ein Signal
zu bekommen, und das machen im Prinzip auch :Fototransistor, Fotodiode
oder- widerstand?

Nein, bei Deinem Aufbau nicht. Photodiode mit nachgeschalteten
IU-Wandler mit OPV. Kein Phototransistor, kein Photowiderstand, sind
nichtlinear und stärker temperaturabhängig.

Infos und Schaltbeispiele gibt es zahlreiche auch von Hamamatsu...
Preisgünstige Photodioden gibt es bei Reichelt und Co. BPW21..., keine
IR-Dioden, keine Dioden mit Plastekappe und ausgeformter "Linse".

>> Das mit der Lichtquelle muß ich auch noch rausfinden.

Ich würd eine LED mit guter! Konstanstromquelle (OPV) nehmen. Da sich
die Lichtstärke eine LED mit der Temperatur (Eigenerwärmung) ändert,
empfielt sich eine Referenzmessung mit einer zweiten Photodiode
(gleicher Typ) und identisch aufgebauten IU-Wandler. Dazu zweigst Du
vor dem Messobjekt mit einer schräg gestellten Glasplatte einen Teil
des Lichtes auf die Referenzdiode ab. Alternativ kannst Du auch Messung
mit und ohne Messobjekt machen, wenn das Messobjekt beweglich ist.

Sag mal, um was handelt es sich eigentlich. Lichtmessung kann recht
anspruchsvoll sein, wenn es einigermaßen genau sein soll.

Grüßle
Monja

Autor: Monja (Gast)
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@Sven

Aha! ,danke, sehr hilfreich.
So ein Photomultipleir ist dann doch etwas zu teuer.
Habe mir gerade so eine BPW21 angeschaut, die liegt eher in meinem
Budget.

Das Messobjekt, d.h. das Objekt zwischen Lichtquelle und Photodiode ist
beweglich und hat ca. die Maße 30mm x 10mm.

Habe mir mal ein Foto von so einer Diode angeschaut, reicht da eine zur
Messung aus und so ein kleines LED Lämpchen?
Kann mir das gar nicht vorstellen.

Ich schätze mal der Versuchsaufbau muß vom Umgebungslicht abgeschottet
sein, oder?

Warum eigentlich keine IR-Diode? Und was ist eine Dioden mit
Plastekappe und ausgeformter Linse? Ist das vielleicht die, die genauso
aussieht wie eine gewöhnliche Diode?

>>Sag mal, um was handelt es sich eigentlich.

Ist alles für meine Abschlussarbeit und recht ungewöhnlich.

Ich möchte den sogenannten "Volumen"-Effekt verschiedener Mascaras
(Wimperntusche) möglichst objektiv testen, z.B. falsche Wimpern
(gleicher Art) auf die verschiedene Mascara appliziert wurde und diese
dann vergleichen.

Das Problem ist eben das kleine wörtchen "objektiv", ich muss also
Messverfahren finden, die eine Aussage darüber geben können.
Die Menge der applizierten Mascara zu messen ist zum Beispiel eine
einfache Möglichkeit, die aber leider alleine nicht viel aussagt.

Was mir auch gerade noch eingefallen ist: Kontrastreiche vorher nachher
schwarz / weiß Fotos (mit Gegenlicht, so dass eigentlich nur eine Art
Schatten entsteht) und das Verhältnis der schwarzen zur weißen Fläche
messen.
Weiß leider aber auch nicht wie man das messen könnte...

Grüßle
Monja

Autor: Olaf (Gast)
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Also ich kenn mich mit Photomultipliern aus. Ich entwickel naemlich
unter anderem Messgeraete die soetwas verwenden. .-)

Wie der Zufall es so will habe ich sogar noch zwei Hamamatzu R928 hier
rumliegen. Nein, die hab ich nicht auf der Arbeit geklaut die lagen mal
auf dem Funkertroedelmarkt in Dortmund rum und ich konnte nicht dran
vorbeigehen da ich weiss was soetwas kostet. Da ich nur 1Euro pro
Stueck bezahlt habe waere ich bereit sie gegen etwas anderes zu
tauschen.

Aber ich glaube auch nicht das du soetwas brauchst. Hinzu kommt noch
das auch wenn du so eine Roehre fast geschenkt bekommst, es immer noch
ein teurer Spass wird da du eine relativ aufwendige Elektronik selber
machen musst und zugriff auf eine Drehbank/Fraese brauchst um ein gutes
Gehaeuse zu machen. Das muss naemlich ABSOLUT lichtdicht sein.

Ich wuerde dir auch empfehlen erstmal mit einer Photodiode
rumzuspielen. Die sind im Umgang wesentlich einfacher.

Wenn du dich aber nicht abschrecken willst, ein Freund von mir hat mal
kurz mit einer defekten Roehre rumgespielt:

http://www.b-kainka.de/bastel98.htm

Das ist auch eine R928

Olaf

Autor: Monja (Gast)
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@ Olaf:

Danke für das Angebot.
Aber ich glaube von dem Photomultipleir nehme ich doch jetzt so langsam
Abstand.

Gibt es da nicht etwas einfacheres?

Ein Gerät zur Lichtmessung, das irgendwie schon so eingerichtet und
zusammengebauat ist, dass man nicht mehr viel selber herumbasteln
muss?

So etwas wie ein Luxmeter in der Kamera.
Vielleicht sollte ich einen neuen Beitrag darüber ins Forum stellen.

Für welche Anwendungen sind eigentlich die Meßgeräte die du
entwickelst?

Gruß Monja

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