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Forum: Platinen Richtige Platinenbelichtung


Autor: P. F. (programator)
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Hallo,

Ich habe zuerst mit einem Baustrahler belichtet. Das ging "so
einigermaßen".

Zuletzt habe ich einen UV-LED-Belichter mit 60 (sechzig) Dioden
gebaut. Mit diesem bin ich überhaupt nicht zufrieden.

Unter den Verfechtern der Gesichtsbräuner tobt die Diskussion, ob der 
Innenraum des Kastens weiß zu streichen oder der Reflektor des Bräuners 
zu verwenden sei. Ich glaube , dass beides nicht ideal ist, da bei 
diffuser Strahlung die Gefahr der Unterleuchtung besteht und bei 
gerichteter Beleuchtung die Bestrahlung ungleichmäßig wird.

Jetzt habe ich die Idee, es mit einem UV-Brenner mit 400 W zu versuchen. 
Ich meine einen richtigen Brenner für Solarien, keine 
Gesichtsbräunerröhren. Es gibt da Röhren mit 118 mm, die in den 
Baustrahler passen würden. Allerdings bräuchte man noch ein 
Vorschaltgerät und / oder einen Starter. Die Strahlung wäre natürlich 
sehr stark, aber man könnte aus einem großen Abstand belichten, so dass 
die Belichtung nur kurz und sehr gleichmäßig wäre. Der wesentlicher 
Vorteil des größeren Abstands wäre auch eine geringere Unterleuchtung 
wegen des näherungsweise senkrechten Einfalls der UV-Strahlen.
Also ich denke so an etwa 1 m Abstand vom Strahler zur Platine.

Hat jemand entsprechende Erfahrung oder kann mir sagen, welche
Vorschaltgeräte geeignet wären?

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Viel hilft viel, ist eine Illusion. Die gelegentlichen Fragen
bestätigen hier das das Verfahren manchmal nicht so leicht
in den Griff zu bekommen ist. Das muss aber nicht an der
Lichtquelle liegen. Auch die Mittel mit der man das Material
belichtet, kann eine entscheidende Rolle spielen.
Die, die eine Glasscheibe benutzen um den Film auf das
Basismaterial zu pressen wissen manchmal nicht das einige
Glassorten UV-undurchlässig sind. Ich habe mal mit einem
Gerät namens Printaphot gearbeitet das mit Vakuumfolien
arbeitet und immer beste Ergebnisse gebracht hatte. Ein
ähnlich arbeitendes Gerät hab ich mir mal nachgebaut mit der
selben Zuverlässigkeit.
Auch die Güte des Basismaterials und die Chemie spielen
eine Rolle. Bei Problemen ist es ratsam den Belichtungsprozess
mit einer Belichtungsreihe erst mal zu optimieren.

Autor: Programator (Gast)
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Also, Mike, es geht hier nicht um die Intensität der UV-Quelle und auch 
nicht um die vielen Parameter, die in der Folge des Prozesses eine Rolle 
spielen.

Ich will mit dem UV-Brenner vielmehr eine gleichmäßigere Bestrahlung der 
Platine aus größerer Entfernung erreichen als es mit 
Gesichtsbräunerröhren
oder LEDs möglich ist.

Zur Glasscheibe: Die Wellenlänge der Strahlung, bei der das 
Platinenmaterial am besten reagiert, liegt bei 400 Nanometern, das ist 
die sog. UVA-Strahlung.
Für diese ist normales Glas noch sehr gut durchlässig, ich habe dies mit 
eigenen Versuchen überprüft. Dies gilt auch für fast jede Art
von Plexiglas. Dieses wird zwar i. d. R. als UV-undurchlässig 
bezeichnet, was sich aber auf die kurzwelligere UV-Strahlung bezieht. 
UVA liegt ja an der
unteren Grenze (der Wellenlänge) des sichtbaren Lichts.

Also nochmal meine Frage: Kann man einen UV-Brenner (z. B. den Philips 
HPA 400S) zur Platinenbelichtung verwenden und welche Art von 
Vorschaltgerät
und / oder Zündern (Startern) muss man dabei einsetzen?

Autor: Bluebear (Gast)
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Probiere doch mal diese Teile vom blauen "C", da brauchst du keine 400W 
Brenner mehr. Die funktionieren auch.

KALT-KATHODEN LAMPE UV/DUNKEL BLAU  Best.-Nr.: 581744

Autor: Herbert (Gast)
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Es gibt immer noch die Osram Vitalux 300 Watt,eine Glaskolbenlampe .Die 
kostet jtzt so um die 50 Euronen. Dazu ein Anschlusskabel mit Schalter 
und Keramikfassung...fertig!
Vierzig Zentimeter Belichtungsabstand ergeben eine Gleichmässige 
Belichtung.
Was einfacheres und problemloseres habe ich nicht gefunden.

Autor: Einhart Pape (einhart)
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Das Thema hatten wir schon - aber nocheinmal:

Ich bin mit einem alten Gesichtsbräuner (400W UV Hochdruckbrenner) sehr 
zufrieden. Vorteile: kurze Belichtungszeit, großer Abstand d.h. kaum 
Unterleuchtung bei nicht perfekt anliegender Folie.

Nachteile: Brenner muss 3 Min warmlaufen, wegen der intensiven Strahlung 
sollte man besser den Raum verlassen

Gruß
Einhart

Autor: Programator (Gast)
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Danke für eure Tipps. Das waren für mich wertvolle Hinweise.

Autor: Sebastian (Gast)
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Auch auf die Gefahr, bereits oft gesagtes zu wiederholen: Ich habe mit 
einem Gesichtsbräuner (oder was ich dafür halte) sehr gute Ergebnisse 
erzielt.
Auf dem Flohmarkt erwarb ich ein handliches Gerät, das keinen 
Quecksilberbrenner, sondern sechs dünne Leuchtstoffröhren enthält - 
TL29D16/09N (Aufschrift "Philips UVA", Gesamtleistung 105 W). Die Röhren 
sind nicht aus Klarglas, sondern haben eine weiße Leuchtschicht. Das 
Licht ist kalt und hellblau, wie im Solarium. Es erzeugt kein Ozon in 
der Luft.
Die Geräreinnenseite ist weiß, kein Spiegelreflektor. Damit kann man aus 
etwa 20 Zentimetern Entfernung eine Leiterplatte sehr gleichmäßig in 
etwa 5 Minuten belichten. (Bungard-Material, Transparentpapiervorlage, 
Sunhayato-Belichtungsrahmen mit Glasscheibe). SMD mit 0,65er Pitch wird 
Tip-Top. 0,5 müßte möglich sein, aber bei so etwas habe ich dann ohne 
Lötstopplack sowieso Bedenken.
Ein Warmlaufen ist nicht notwendig, und im Vergleich zum Hg-Brenner oder 
Ultra-Vitalux halte ich das Teil für recht harmlos (Nicht, daß ich 
trotzdem länger als unbedingt nötig reinschaue).

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