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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Eisenbahn mit AVR digitalisieren. Funk oder Modulation?


Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Hallo zusammen,

die kalte Jahreszeit steht vor der Türe (Übermorgen ist Herbstanfang) 
und so wird es Zeit sich ein paar Gedanken zu meinem geplanten 
Winterprojekt zu machen.

Ich möchte die Lego-Eisenbahn (altes graues 12V-System mit Stromschienen 
in der Gleismitte) meines Sohnes (war mal meine) digitalisieren. Dafür 
sollen die Schienen mit Festspannung versorgt werden, in den Loks 
Stromabnehmer vom Motor entkoppeln und so die Elektronik permanent mit 
Spannung zu versorgen. Nun aber die Frage, wie ich am sinnvollsten und 
technisch einfachsten die Signale zum Empfänger bekomme.

Was würdet ihr da verwenden? Mein erster Gedanke war, die Daten auf die 
Spannungsversorgung aufzumodulieren, mein zweiter Gedanke ging dann eher 
in Richtung Funk, zB mit RFM01/02 oder gar RFM12 für bidirektionale 
Kommunikation. Vorteil: Die Module sind relativ günstig zu bekommen - zu 
teuer soll das Ganze nämlich nicht werden.

Wie funktioniert das mit dem Aufmodulieren der Signale auf die 
Stromleitung? Sowas habe ich bisher noch nie gemacht. Funktioniert das 
auch mit Gleichspannung? Irgendwer sagte mir nämlich mal, dass man nur 
auf Wechselspannung so ohne weiteres ein Signal aufmodulieren kann.

Bin dankbar für jeden Tipp oder Hinweis.
Gruß Domi

Autor: minifloat (Gast)
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Meist besteht die Stromversorgung der angeschlossenen Weichenund Signale 
und der Loks auf den Schienen aus einem Datensignal, das entsprechend 
aufgemöbelt wurde, um es auch belasten zu können. Schau dir mal die 
serielle Schnittstelle am PC an, die arbeitet auch mit positiven und 
negativen Spannungspegeln. Damit ist auch, wenn nichts gesendet wird, 
immer "Saft" auf den Schienen. In der Lok/Weiche/im Signal ist dann ein 
Dekoder, der einerseits das Datensignal gleichrichtet und glättet, um 
sauberen Gleichstrom zu haben, sowie ein Mikroprozessor, der die nötigen 
Informationen aus dem Signal extrahiert und Motoren, Lampen etc 
ansteuert.

Statt dein eigenes Protokoll des Datensignals zu entwickeln, könntest du 
vorhandenes verwenden oder auch fertige Decoder kaufen.
Märklin, EDiTs von Elektor oder so fallen mir jetzt spontan ein und 
sollten in Google was her bringen. Die sind soweit auch gut 
dokumentiert, dass ein Selbstbau für die Umrüstung auch nicht allzu 
schwer werden sollte.

mfg mf

Autor: hp-freund (Gast)
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Ich denke hier:

http://www.opendcc.de/index.html

ist ein guter Start um sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Autor: Kluchscheißernder Nixwisser (kluchscheisser)
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DCC ist das Mittel der Wahl, wenn sowiso mit Strom aus dem Gleis 
gearbeitet werden soll. Das Protokoll auf Bitebene liegt bei MOROP, 
NRMA, MIBA, OpenSCC und vielen Anderen zum kostenlosen Download. Wenn 
man sich auf die 3-Byte-Basispakete beschränkt, ist auch eine Zentrale 
mit einem AVR der Mega8-Klasse realisierbar.
Wenn Du es für Dich machst, also jederzeit per ISP an die Controller ran 
kommst, dann kannst Du Dir auch das ganze CV-Geraffel sparen, was die 
Sache bedeutend übersichrtlicher macht.

Wenn Du mit Akkus fahren willst, dann schau Dir mal die Eingeweide der 
Funksteckdosensets an. Deren Protokolle sind auch im Netz verfügbar. 
Wenn man mittels AVRs encodiert und decodiert, kann man in den 24 Bits 
(original als 12 trinäre Bits genutzt) eine Kennung (aus dem Bereich, 
den die die Steckdosen nicht benutzen, der also trinär nicht definiert 
ist), die Loknummer, Fahrstufe und -Richtung und eine Prüfsumme 
unterbringen. Fahrtrichtung, je 15 Fahrstufen, 16 Loks belegt 10 Bit. 
Dazu noch 1 Bit zum Unterscheiden Lok/Weichen, bleiben noch 5 Bit für 
die Kennung und 8 Bit für die Prüfsumme. Das sollte also für eine 
Lego-Bahn reichen. Das Fahrpult (Handsender mit Akku) bekäme dann 2 oder 
3 Loksteuereinheiten zu je 1 Drehgeber und 1 4-Bit-Codierschalter (16 
Stellungen zur Auswahl der Lok) oder statt des Drehgebers auch 3 Taster 
(vorwärts, rückwärts, stop). Für die Weichen gibt es dann eine Tastatur 
mit 10 Ziffern und 2 Schalttasten (Matrix 3x4).

MfG

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Ich hab nun mal auf openDCC.de gestöbert und konnte dort keine Infos zum 
Dekoder in der Lok selber finden. Muss man da auf fertige Dekoder der 
verschiedenen Hersteller zurückgreifen? Das würde ich nur ungern tun. 
Auch denke ich, dass openDCC hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen 
wäre. Es geht nur um ein paar Meter Gleis mit ein oder zwei Zügen...

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