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Forum: HF, Funk und Felder Koax-Abschirmung mit Kupferdraht verbinden


Autor: Daniel H. (Firma: keine) (commander)
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Hallo allerseits,

ich weiß nicht, ob ich hiermit im richtigen Forum bin, falls nicht tut 
es mir leid.

Ich möchte mir gerne gemäß Anleitung von cnet.de eine DVB-T-Antenne 
bauen 
(http://www.cnet.de/praxis/wochenend/41001557/die_b...).

Die Antenne habe ich mir soweit schon zurecht gebogen und verlötet, den 
Innenleiter des Koaxkabels konnte ich ebenso problemlos verlöten. Nun 
stehe ich vor dem Problem, dass ich den Außenleiter nicht an den 
Kupferdraht der Antenne gelötet kriege. Ich vermute, dass das 
Außengeflecht aus Aluminium o.ä. besteht da auch anrauen, langfristiges 
erhitzen bei hoher Temperatur (400 Grad) keinen Erfolg bringen. Die 
nächste Idee war, es einfach so gut es geht um den Kupferdraht zu 
zwirbeln, das resultiert aber natürlich in einer recht unzuverlässigen 
Verbindung, kleinere Wackler am Kabel führen zu gewaltigen Unterschieden 
im Empfang.

Meine Frage ist daher, wie ich nun am gescheitesten das Außengeflecht 
mit dem Kupferdraht verbinden kann. Schweißgeräte o.ä. habe ich nicht 
zur Verfügung, alles was temperaturmäßig über des Mögliche meiner 
(Billig-)Lötstation (~450 Grad) hinausgehen ist auch nicht möglich.

Gruß,
Daniel

Autor: Löwe (Gast)
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Die Bastler-Pfusch-Lösung: Das Innenleben einer Lüsterklemme auf den 
Draht fädeln und damit das Geflecht festklemmen.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Metallkörper von der Klemme den 
Empfang beeinflusst.

Autor: Arno Nyhm (Gast)
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Wenn es sich bei dem Geflecht tatsächlich um Aluminium handelt, besorge 
Dir einfach Alu-Lötzinn - das haftet auch an Kupfer, Silber, ... - 
zusätzlich eben aber auch an Aluminium, damit kannst Du die Verbindung 
am einfachten und (elektrisch) besten herstellen.
Was aber auch im Bereich des möglichen liegt, ist, dass es sich im 
Stahldrähte handelt, dann ist das mit dem Löten noch schwieriger. Es 
käme leitendes Epoxidharz in Frage, HF-technisch ist das aber sehr 
fragwürdig.

Ganz allgemein ist so eine nicht verlötbare Abschirmung für Koaxialkabel 
sehr ungewöhnlich, soetwas habe ich bei nicht-Koaxkabeln nur bei 
absolutem Billigschrott erlebt.
Besorg' Dir einfach ein neues Kabel, irgendwas RG58- oder RG174-artiges 
von Reichelt oder Conrad - diese Standardkabel verfügen alle über ein 
Schrimgeflecht aus Kupferlitze, evtl. versilbert - da ist das Löten 
absolut problemlos möglich!
Woher hast Du denn das Kabel? Ist es evtl. das Kabel einer mit einer 
TV-Karte mitgelieferten Antenne oder ähnliches?! Das würde die 
minderwertige ('preisoptimierte') Qualität erklären - Chinascheiß eben.

Grüße
Sascha

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hmm Ich würde da als Kabel RG59 nehmen. Denn dieses hat 75 Ohm 
Wellenwiderstand, wie es in der Konsumtechnik eher üblich ist.
Es ähnelt dem RG58, ist nur etwas dicker.

Wie Sache schon bemerkte würde ich nicht diesen billigen Chinaschrott 
nehmen ,sondern vernünftiges Kabel. Sonst hast du schnell den Gweinn 
deiner Antenne durch Kabeldämpfung wieder zunichte gemacht.

Der Fusspunktwiderstand es Doppelquads ist normalerweise bei etwa 60 Ohm 
anzusiedeln, läßt sich aber durch den Abstand zum Reflektor 
beeinflussen.

Solch eine richtig dimensionierte Doppelquad kann mit Reflektorfläche 
realistisch einen Gewinn von etwa 7-8db über Dipol erzielen. Auch sind 
diese Antennen extrem breitbandig und damit gutmütig in der 
Dimensionierung.

Ich würde das aber alles nicht so verbissen sehen.

Auch würde es durchaus funktionieren, wenn man das Abschirmgeflächt 
einfach um das Element der Antenne straff wickelt und mit Teasband fest 
umwickelt.

Ralph Beres

Autor: Daniel H. (Firma: keine) (commander)
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Hallo allerseits,

ich denke, ich werde tatsächlich auf ein anders Kabel zurückgreifen.

Das Kabel habe ich von Pollin, hatte es einfach bei einer früheren 
Bestellung mal mitbestellt weil es schön günstig war, das kam mir dann 
jetzt beim Antennenbau ganz gelegen... dachte ich ;)

Biligschrott ist das Kabel allerdings wohl nicht, gemäß Verpackung ist 
es von Philips, das Schirmmaß ist mit 90dB angegeben. Allerdings ist der 
Typ dort mit RG-6 angegeben und nach meinen Recherchen hat dieser Typ 
tatsächlich ein Alu-Geflecht als Abschirmung.

Bevor ich nun also irgendwelche Ausgaben für spezielle Lötmittel o.ä. 
mache ist es da, allein preislich, wohl sinnvoller, wie ihr 
vorgeschlagen habt, auf ein RG-5x o.ä. auszuweichen. Wegschmeißen 
brauche ich das "alte" Kabel ja auch nicht, immerhin sind es 25m und wer 
weiß wofür es sich noch nutzen lässt, z.B. als Wäscheleine oder so... 
man ist ja erfinderisch ;)

Vielen Dank für eure Hilfe,
Daniel

Edit: Bezüglich wickeln und Tesafilm: ich bin dann doch leider zu 
perfektionistisch als dass ich damit zufrieden sein würde :D

Autor: Arno Nyhm (Gast)
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Das ist ja schonmal gut - zumindest kein Schrott-Kabel mit 
Stahldrähten... Aluminiumlot ist nicht schwer zu bekommen und auch nicht 
besonders teuer, zumals Du ja auch keine 1kg-Spule brauchst:

Ebay-Artikel Nr. 280523489480
...nur mal als Beispiel, da man bei eBay ja alles findet. Selbst im 
örtlichen Baumarkt könntest Du fündig werden.
Die verarbeitung mit dem normalen Lötkolben klappt auch wunderbar, der 
nun bei diesem eBay-Lot angegebene Schmelzbereich liegt zwar etwas knapp 
an deiner Maximaltemperatur, doch für eine Lötstelle sollte das kein 
Problem darstellen - zur Not nimmst Du einen Bunsenbrenner oder ein 
Feuerzeug zur Hilfe :)

Ganz allgemein kannst Du dir das Kabel ja für Punkt-zu-Punkt 
Verbindungen mit Steckern an jedem Ende aufheben, die klemmen ja zumeist 
das Schirmgeflecht...

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