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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Vergleich Glimmer mit C0G


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Autor: A. R. (redegle)
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Hallo,

kann mir jemand erklären, wo der Unterschied zwischen einem 
Keramikkondensator mit C0G und einem Glimmerkondensator ist?

Zu C0G kann man zwar viele Informationen im Internet bekommen aber zu 
Glimmer konnte ich noch keine nützlichen Informationen finden.

C0G
-niedrige parasitäre Induktivität
-nur kleine Kapazititäten
-kleiner Verlustfaktor
-fast keine Temperaturabhängigkeit
-kein piezoelektrische Effekt
-keine Abhängigkeit zwischen angelegter Spannung und Kapazität

Glimmer
?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  A. R. (redegle)

>C0G
>-niedrige parasitäre Induktivität

Hat damit nichts zu tun, das ist abhängig von der Geometrien, nicht vom 
Dielektrikum.

>-nur kleine Kapazititäten
>-kleiner Verlustfaktor
>-fast keine Temperaturabhängigkeit
>-kein piezoelektrische Effekt
>-keine Abhängigkeit zwischen angelegter Spannung und Kapazität

Ja.

>Glimmer
>?

Keine Ahnung.

Autor: A. R. (redegle)
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>Hat damit nichts zu tun, das ist abhängig von der Geometrien, nicht vom
>Dielektrikum.

Hast recht!
Jedoch haben fast alle keramischen Kondensatoren eine günstige 
Geometrie, da diese nicht gewickelt sind.
Bei Glimmer scheint es ähnlich zu sein.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Versuchs mal mit "mica", der englischen Übersetzung zu Glimmer.
http://www.iihr.uiowa.edu/~hml/people/kruger/Publi...

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Glimmerkondesnatoren sind ähnlich wie Folienk. aufgebaut, nur eben nicht 
gewickelt sondern geschichtet.
Durch die zwangsweise Kontaktierung jedes einzelnen Plättchens ist der 
innere Widerstand der Elektroden sehr niedrig und die Güte entsprechend 
hoch.
Außerdem hat Glimmer sehr gute dielektrische Eigenschaften (kleiner 
Verlustwinkels tan Delta) und isoliert auch ordentlich (kleiner 
Leckstrom).

Autor: Maik Werner (werner01)
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und die sollen sehr langzeitstabiel sein. salche kondansatoren nimmt man
gerne genaue schwingkreise oder so.

Autor: A. R. (redegle)
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Laut Wikipedia hat C0G eine Temperaturabhängigkeit von +/-30ppm / °C.
Laut diesem Link hat mica eine Temperaturabhängigkeit zwischen +/-50ppm 
/°C und +/- 500ppm /°C.
http://www.iihr.uiowa.edu/~hml/people/kruger/Publi...

Der Vorteil scheint in dem exrem niedrigen Powerfaktor zu liegen.
Dieser ist bei mica nur 0,0001-0,0004%. Wobei dieser Wert ohne Angabe 
der Frequenz nicht sehr aussagekräftig ist.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@A. R. (redegle)

>Der Vorteil scheint in dem exrem niedrigen Powerfaktor zu liegen.

Ein Kondensator hat keinen Powerfaktor, bestenfalls einen Verlustfaktor.

Autor: A. R. (redegle)
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Autor: MaWin (Gast)
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Soooo toll sind Glimmer (mica) nun auch nicht:

http://www.national.com/rap/Application/0,1570,28,00.html

Autor: A. R. (redegle)
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Ergänzung nach 4 Jahren.

Quelle:
Kohlrausch
Tabellen und Diagramme zu Kapitel 8
Struktur und Eigenschaften der Materie

Verlustfaktor Glimmer (reines Dielektrikum):
50 Hz   0,002 bis 0,05%
1  MHz  0,002 bis 0,05%

Quelle:
Homepage WIMA
http://www.wima.de/DE/characteristics.htm

Verlustfaktor PPS (bezogen auf einen kompletten Kondensator):

1 kHz    0,2%
10 kHz   0,25%
100 kHz  0,5%

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