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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Meine Bestellung bei Digikey


Autor: Achim Walther (Gast)
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Hallo,

weil hier schon einige gefragt haben, ob sich eine Bestellung bei
Digikey lohnt, möchte ich kurz meine Erfahrungen mitteilen.

Der Katalog:
Auf Digikey bin ich durch einen Hinweis auf http://www.gumstix.com
gestoßen. Um das Gumstix-Board in eine Schaltung zu integrieren,
benötigt man einen sog. Hirose60-Connector, den u.a. Digikey im
Programm hat. Also kann man ja auch gleich andere Sachen bestellen, die
sonst schwer erhältlich sind. Zum Aussuchen der Teile lädt man sich den
entsprechenden Katalogabschnitt als PDF runter. Dann braucht man viel
Zeit. Das Angebot ist sehr groß, gerade was SMD-Teile betrifft. Aus
vielen Varianten muss die gewünschte herausgesucht werden usw. Das
Angebot ist größer als bei allen mir bekannten deutschen Versendern,
aber einige Bauteile hat auch Digikey nicht. Die Preise im Katalog
stimmen manchmal nicht mit dem Bestellpreis überein. Ob Teile vorrätig
sind, erfährt man erst bei der Bestellung.

Die Online-Bestellung:
Hier gibt man jede einzelne Position über die Digikey-Nummer in das
Formular ein. Dann erfährt man den tatsächlichen Preis und die
Verfügbarkeit des Artikels. Ist ein Artikel nicht verfügbar und wird
trotzdem bestellt, wird er später zugesandt und die Versandgebühr
doppelt berechnet. Laut Katalog enthalten die Preise Zoll- und
Maklergebühr, sofern man in Euro für Deutschland bestellt. Versand
kostet 18 Euro, unter 100 Euro Bestellwert nochmal 13 Euro
Bearbeitungsgebühr.

Die Lieferung:
Sonntag mittag Bestellung abgeschickt. Gesamtwert 215 Euro. Dienstag
ein Anruf von UPS: ich solle die Sendung beim Zoll anmelden. Der
UPS-Mensch geht am Telefon mit mir jeden der 40 Posten durch und
erfragt die Zollkategorie und den Verwendungszweck. Dann teilt er mir
mit, dass ich noch Einfuhrsteuer auf die Teile zu zahlen hätte.
Am Mittwoch vormittag klingelt UPS und übergibt mir das Päckchen. Alle
Teile sind sorgfältig verpackt. Keine Gebühr zu bezahlen; ich betrachte
den Fall als erledigt.

Die Spätfolgen:
Nach zwei Wochen bekomme ich von UPS eine Rechnung über 35 Euro. Ich
soll die Einfuhrsteuer bezahlen. Ein Anruf bei Digikey: Privatpersonen
müssen diese Steuer bezahlen, Firmen können die irgendwie mit UPS
verrechnen. Ich bin enttäuscht und frage mich, ob die Katalogangabe
irreführend ist. Naja, die Steuer werde ich wohl noch bezahlen müssen.

Insgesamt ein ziemlich umständlicher Vorgang. Habe schon einige Dinge
in USA bestellt, meistens viel einfacher und ohne weitere Kosten. Hab
ich was falsch gemacht?

Achim.

Autor: Reiner (Gast)
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16% von 215.00 Euro = 34.40 Euro = Einfuhrumsatzsteuer (entspricht
Mehrwertsteuer).  Hat nichts mit Zoll zu tun.  Alles korrekt gelaufen.

Reiner

Autor: Holgerz (Gast)
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Als Kosten kommen aus dem nichteuropäischen Ausland hinzu:
Zoll 3 bis 4 % Je nach Ware
Einfuhrumsatzsteuer 16 %
Summa sumarum 20 %

Bei Warenwerten unter 50 Euro ist kein Zoll zu bezahlen, wohl aber die
Steuern.

Jedes Paket kann/wird vom Zoll geöffnet und auf Drogen usw. überprüft.
Hunde schnüffeln meist auch noch dran rum ;o)

Als "Selbstverzoller" muss man einen Nachweis über den Wert der Ware
erbringen. Ausdruck vom Mailverkehr reicht auch.

Man muss das PAket beim Zoll abholen.

Holger

Autor: Benedikt (Gast)
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Aber selbst wenn Privatpersonen diese 16% bezahlen müssten, ist die
Angabe auf dem Digitkeykatalog irreführend.
Dann da steht groß und fett auf der Vorderseite:
"Alle Preise verstehen sich in Euro und enthalten Zoll- und
Maklergebühren sowie Steuern."

Und da ist nirgends ein Sternchen und irgendwas kleingedrucktes, auch
nicht auf der Innenseite, wo es nochmals steht.
Vor allem von einer Firma aus den USA, wo man schon wegen einem 40°
heißen Kaffe Schmerzensgeld in Millionhöher erklagen kann und für eine
Katze in der Mikrowelle dasselbe gilt, nur weil kein Hinweis drauf
stand, ist das doch etwas merkwürdig.
Ich denke mal, jeder normal intelligente Mensch, der nicht gerade
täglich Pakate aus den USA bekommt, wird bei diesem Text denken, das
außer den 18€ Versandkosten keine weiteren Gebühren dazu kommen.

Autor: holgerz (Gast)
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@Benedikt:
Meine Informationen sind genereller Natur.

Die Preise bei Digi-key (oder doch digikey) sollten die "duty und
brokerages Kosten" (Zoll und Sonstiges?) enthalten sein.
Sehe ich auch so.

Holger

Autor: peter dannegger (Gast)
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Ich habe auch schon mal Lehrgeld bei DHL zahlen müssen.

Sobald irgendwas unklar ist, Annahme verweigern und Lieferung zurück
gehen lassen !!!!!

Mich haben sie ausgetrickst, indem sie mich bei einem 2.
Liefertermin anlogen, daß alles geklärt sei.
Die Rechnung vom Zoll kam dann später.
Nach etwa einem Jahr und vielen vielen Mahnungen und  Telefongesprächen
habe ich dann klein beigegeben und bezahlt.
Die gelieferte Ware habe ich aus Ärger darüber bis heute nicht
benutzt.


Warscheinlich hat bei Dir der Versender irgendwas unglücklich
deklariert und nun sind die Steuern doppelt bezahlt.

Im Nachhinein läßt sich sowas nur schwer zurückabwickeln.


Peter

Autor: Achim Walther (Gast)
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Naja, ich glaube nicht, dass mich jemand (UPS) austricksen wollte; zumal
ja auch die Dame bei Digikey den Ablauf bestätigt hat.

Hatte auch schon mal eine Sendung eines anderen Versands aus USA, wo
ich bei Abholung bei der Post noch Zoll bezahlen musste. Aber da blieb
mir wenigstens die halbe Stunde Telefonat mit Anmeldung jeder kleinen
LED erspart.

Dann gab es wieder Lieferungen, wo es gar nichts gekostet hat und das
waren auch elektronische Bauteile. Da habe ich wohl dann Steuern
hinterzogen :-)

Wie gesagt, soll mehr zur Info sein, falls jemand von Euch vorhat, eine
Sammelbestellung aufzusetzen.

Gruß, Achim.

Autor: mmerten (Gast)
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nur Zoll und Makler-Gebühren sind enthalten. Die Einfuhr-Umsatzsteuer
(16% Mwst) kommt natürlich extra. Steht aber auch in den
Versandbedingungen:
Die Preise für alle Produkte auf der deutschen Digi-Key-Website werden
in Euro angegeben und Zollgebühren sowie Maklergebühren werden von
Digi-Key vorausbezahlt. Die MwSt. in Höhe von 16% ist bei Lieferung
fällig.

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