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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Umstellung auf bleifrei


Autor: Dieter (Gast)
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Hi,

wie stellt Ihr euere Produktion auf eine bleifreie Fertigung um?

Ich habe hier ca. 20 verschiedene Baugruppen, die teilweise seit Jahren
immer gleich gefertigt werden. Wie kann man da eine sinnvolle Umstellung
durchführen?

Es macht im Moment noch nicht so richtig Sinn, jedes Bauteil einzeln
nach einem bleifreien Ersatztypen zu durchsuchen. Die Datenblätter der
Hersteller scheinen da bis auf Einzelfällen noch etwas reseviert zu
sein.

Die Baugruppen werden für uns gefertig. Für eine vernüftige Losgrösse
brauchen wir aber teilweise den Jahresbedarf. Da bedeutet, die
Baugruppen jetzt gefertigt werden, dürfen im July 2006 nicht mehr
verkauft werden.

Nach meinem Eindruck halten sich da alle etwas zurück. Unser
Hauptbestücker will so spät wie möglich umrüsten. Sollen doch die
anderen die Erfahrungen mit den Lötanlagen usw. machen.

Wie geht Ihr da vor?
Gibt es Bauteilegruppen, die als verfügbar angenommen werden können?
Welche Bauteile könnten besonders kritisch werden?
Könnten einige Hersteller die Lage nutzen, um einzelne Bauteile ganz
abkündigen?

MfG
Dieter

Autor: crazy horse (Gast)
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Soweit ich weiss, gilt das alles nur für neu entwickelte
Baugruppen/Platinen/Geräte.
Sehr viele Bauteilhersteller bieten inzwischen bleifreie Bauteile an,
sowieso in absehbarer Zeit auslaufende Bauteile werden sicher nicht
mehr umgestellt.
Ansonsten: sowieso alles ein Riesenblödsinn.

Autor: Michael (Gast)
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<<Soweit ich weiss, gilt das alles nur für neu entwickelte
Baugruppen/Platinen/Geräte.>>

Ich kann crazy horse nur zustimmen. Allerdings werden immer wieder
verwirrende Geschichten erzählt (auch in Fachzeitschriften), denen
zufolge man ab 1.7.06 nur noch breifrei verkaufen dürfe.

Aber die große Politik sollte uns doch als Vorbild dienen: aussitzen
:-)

Autor: Dieter (Gast)
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Hi,

wie kommt Ihr darauf, das es nur für Neuentwicklungen gilt?
Ich habe folgendes gefunden:
http://europa.eu.int/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi...

Zitat:
Artikel 2
Geltungsbereich
(1) Unbeschadet des Artikels 6 gilt diese Richtlinie für Elektro- und
Elektronikgeräte, die unter die in Anhang IA der Richtlinie 2002/96/EG
(über Elektro- und Elektronik-Altgeräte) aufgeführten Kategorien 1, 2,
3, 4, 5, 6, 7 und 10 fallen, sowie für elektrische Glühlampen und
Leuchten in Haushalten.
(2) Diese Richtlinie gilt unbeschadet der Sicherheits- und
Gesundheitsschutzvorschriften der Gemeinschaft und unbeschadet ihrer
einschlägigen Abfallvorschriften.
(3) Diese Richtlinie gilt nicht für Ersatzteile für die Reparatur oder
für die Wiederverwendung von Elektro- und Elektronikgeräten, die vor
dem 1. Juli 2006 in Verkehr gebracht werden.


Artikel 4
Vermeidung
(1) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass ab dem 1. Juli 2006 neu in
Verkehr gebrachte Elektro- und Elektronikgeräte kein Blei, Quecksilber,
Cadmium, sechswertiges Chrom, polybromiertes Biphenyl (PBB) bzw.
polybromierten Diphenylether (PBDE) enthalten. Einzelstaatliche
Rechtsvorschriften, mit denen die Verwendung dieser Stoffe in Elektro-
und Elektronikgeräten beschränkt oder untersagt wird und die im
Einklang mit dem Gemeinschaftsrecht vor der Annahme dieser Richtlinie
erlassen wurden, können bis zum 1. Juli 2006 beibehalten werden.

Zitat Ende

Frage:
was bedeutet:
"neu in Verkehr gebrachte Elektro- und Elektronikgeräte"

in diesem fall doch wohl Neugeräte. Von neuen Entwicklungen steht hier
garnichts.

Mir wäre es auch lieber, wenn für die alten "Leichen im Keller" ein
Bestandsschutz bestehen würde.

Dieter

Autor: Dietmar (Gast)
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Hallo Dieter,

es ist lästig, aber wahr, a l l e Baugruppen, die ab dem 01.06.2006
in Verkehr gebracht werden sind vom Elektronikgesetz betroffen.
Also WEEE (Rücknahmeverpflichtung des Herstellers) und RohS (Verbot
einiger giftiger Stoffe, u.a. auch Blei)sind bindend.
Du must auf alle Fälle von Deinen Lieferanten eine Herstellererklärung
bezüglich RohS einholen.
Die Bauteilebeschaffung ist eher ein kleineres Problem, bis auf
einige Steckverbinder- also Vorsicht !
Solltet Ihr auch die Bauteilebeschaffung vergeben, so fällt dies auch
unter die Erklärung des Zulieferers.

Es ist besser, sich sehr konkret mit der Materie zu beschäftigen, der
Mitbewerb schläft nicht.
Witzig ist, das das Gesetz sich erst in der ersten Lesung
befindet, also noch gar nicht rechtswirksam ist.
Unser Gesetzgeber hinkt da eineiges hinter der EU-Forderung hinterher.
Aber aller Ärger hilft nicht, wir müssen da durch, auch als kleiner
Hersteller.

Gruss

Dietmar

Autor: thkais (Gast)
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Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Einführung der CE-Richtlinien
(speziell EMV). Ein riesen Theater wurde darum gemacht, heute pappt
jeder sein CE-Zeichen aufs Gerät (teilweise auch auf Komponenten - die
es eigentlich garnicht bräuchten...) und kein Hahn kräht mehr danach.
Zum Zeitpunkt der Einführung wußte niemand so recht, was mit EMV
eigentlich gemeint ist. Uns wurde sogar empfohlen, einen
Positionsschalter (bestehend aus Magnet + Reedkontakt) komplett mit
µ-Metall zu verkleiden, um externe Einflüsse zu verhindern. Das
µ-Metall hätte bei dieser Anwendung ungefähr das 8-fache des VK des
Schalters gekostet...

Diese ganze bleifrei-Geschichte ist doch wieder nur eine weitere
Methode, gerade kleinen Firmen das Leben schwer zu machen. Großen
Firmen macht es nicht viel aus, einen Stab Mitarbeiter zu beschäftigen,
die sich um Normen und ihre Umsetzung kümmern, in einem 3-Mann Betrieb
tut man sich da schon schwer, sämtliche Änderungen irgendwelcher
relevanter Normen (von denen man teilweise nichtmal ahnt, daß sie für
einen relevant sind...) überhaupt mitzubekommen.
Bin mal gespannt, wanns die erste bleifreie Autobatterie gibt.

Ich sehe momentan nur eines: Das bleifreie Lötzinn ist exorbitant
teuer. Ich werde mir für den Privatgebrauch nochmal schnell einen
10-Jahres Vorrat an "verbleitem" zulegen g

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Privat und für's Hobby kannst Du bleifrei eh' vergessen. Macht nur
Ärger. Ich denke aber auch nicht, dass das bleihaltige Lötzinn so
schnell verschwindet.

Ganz im Gegenteil: Man sieht es jetzt schon ansatzweise. Auf Ebay
geht's langsam los, da werden Kistenweise bleihaltige Bauteile
verhöckert. Immer mehr komplette Rollen und Platten aus
Produktionsumstellungen. Ich denke, das wird noch schön zunehmen und
die Preise sind jetzt schon am fallen.

Also ich freue mich schon, mich bis in ca 12 Monaten kilogrammweise mit
tollen, spottbilligen Bauteilen einzudecken...

Autor: Olaf (Gast)
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Ich denke mal fuer kleinere Firmen wird es zwei grosse Probleme geben.

Zum einen wird der eine oder andere Bauteilhersteller Teile aus dem
Programm nehmen die er nur selten verkauft. Die waeren vielleicht in
1-2 Jahren sowieso ausgelaufen, aber jetzt kommt es halt auf einen
Schlag.

Dann wird man ploetzlich bestimmte Bauteile nicht mehr verwenden
duerfen. Wenn man jetzt eine Platine laufen hatte von der man vielleich
nur 20-30 Stueck/a gebraucht hat, und wo bestimmte Bauteile nicht mehr
gefertigt wurden, da hat man sie vielleicht zu ueberteuerten Preisen
bei einem dieser Restposten-IC-Haendler gekauft, oder man hatte sich
halt vor ein paar Jahren als die ausliefen ein paar Stangen weggelegt.
Die darf man aber nun nicht mehr verwenden. Das ist natuerlich dann
bitter wenn man etwas neu entwickeln darf was man nur in so geringen
Mengen braucht.

Ich denke daher mal in der Praxis wird selbstverstaendlich auf
bleifreies Lot umgestellt. Die meisten Bauteile werden auch bleifrei
sein einfach deshalb weil es sie garnicht mehr anders gibt. Und hier
und da wird man dann immer noch ein altes ICs auf den Platinen finden.
Koennte ein paar interessante Abmahnwellen bedeuten, schliesslich ist
auf den ICs ja gestempelt von wann sie sind. .-)

Hm..darf ich mir eigentlich die Idee solche Firmen dann abzumahnen
patentieren lassen und die Abmahnfirmen verklagen? :-]

Olaf

Autor: Michael (Gast)
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Vorweg:
Daß es sinnvoll ist, die Industrieproduktion von Schwermetallen frei zu
bekommen, steht sicherlich außer Frage. Daß wir uns langfristig hiermit
und mit den ..ziden sowieso vergiften werden, wohl auch.

...nur für neu entwickelte Baugruppen/Platinen/Geräte.
In der 'ELEKTRONIK' stand vor einiger Zeit ein Artikel, der diese
Schlußfolgerung beinhaltete (so habe ich es verstanden). Die Rückfrage
bei meinem Bestücker ergab gleichlautende Auskunft. Irrtum ist
natürlich nie ausgeschlossen, aber eine andere Vorgehensweise ist m.E.
nicht praktikabel. (Zu dem Gesetz gibt es wohl doch auch eine
Durchführungsverordnung).

Wenn dann in Zukunft nur noch RoHS-konforme Bauteile hergestellt
werden, soll uns das nur recht sein. Ein Problem wird allerdings die
Handlöttechnik sein: bleifreies Lot ist miserabel zu löten. Da muß man
noch viel Erfahrung sammeln, um z.B. eine ds/dk Platine sauber von Hand
zu löten. Meine Erfahrungen diesbezüglich waren nicht erfreulich.
Vielleicht hat jemand bessere Erfahrungen ?

Autor: Elektrikser (Gast)
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Nee, so wirklich toll waren meine Erfahrungen nicht. Die Lötstellen
sehen irgendwie wie "kalte" aus.
Wie kriegt man eigentlich heraus, wo Blei enthalten ist? In den
Datenblättern steht es ja nicht drin(, oder sehr selten). Also muß man
im Endeffekt den Zulieferer beharken, damit er für jedes Teil o.K.
sagt?
Das wäre ja dann ganz schön heftig...

Gruß Elektrikser

Autor: Martin (Gast)
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Hallo!

Ich habe mir vor ein paar Tagen ein bleifreies Lötzinn besorgt.

Man merkt schon, dass es nicht so toll reinläuft wie das Verbleite.
Ich habe ein bißchen geübt und dann ging es schon ganz gut.

Aber die Lötstellen glänzen nicht so wie beim Verbleiten, sondern sehen
matt aus. Außerdem passiert es sehr leicht, dass wenn man den Kolben
wegnimmt, an dieser Stelle das Lötzinn, welches ich auf die Platine
aufgetragen habe, einen kurzen Faden zieht. Meine Begeisterung hält
sich in Grenzen.

Ich finde es ganz sinnvoll auf Bleifrei umzusteigen. Aber, dass dies so
krass passieren muss, zeigt wieder mal eindeutig wie wenig Ahnung die
Bürokraten von der Praxis haben.
Man könnte es ja so machen, dass die Hersteller in Zukunft zwar
bleifreie Bauteile herstellen, aber man übriggebliebene nicht-bleifreie
ICs trotzdem verwenden darf. Ich sehe den Sinn, der hinter so einem
Verbot steckt nicht.
Wenn es in Zukunft wirklich alle korrekt machen, dann müsste man also
nicht-bleifreie ICs usw., die übriggeblieben sind wegwerfen. Was soll
denn das für eine Verschwendung sein? Außerdem hilft das der Umwelt
auch nicht, wenn plötzlich alle übriggebliebenen nich-bleifreien
Bauteile weggeschmissen werden, im Gegenteil.

Was mein ihr dazu?

Tschüss

Martin

Autor: T.Stütz (Gast)
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... Ich hab da eigentlich ne dumme Idee ...

Es wird meines Wissens ja nur definiert wieviel % an Blei bezogen auf
das Gesammtgewicht vorhanden sein darf ...

Wenn ich jetzt das Gerät / Platine schwerer mache kann ich dann ja auch
mehr Blei verbraten...

Also noch schnell ein bischen Eisen oder ähnliches draufgeschraubt
und schon kann ich wieder löten wie gehabt.

Bin ich da auf dem Holzweg oder wäre das möglich ??

Gruss

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>hilft das der Umwelt auch nicht, wenn plötzlich alle übriggebliebenen
nich-bleifreien Bauteile weggeschmissen werden

... nun das ist doch der Status Quo über all auf der Welt, Jahr für
Jahr. Jetzt machen wir es halt noch einmal ein letztes Mal und dann ist
Ruh.

Übrigens die gleichen Argumente und allgemeines Lamentieren gabs damals
bei der Umstellung des Bleibenzins auch. Und heute weiss keiner mehr so
genau wozu man das eigentlich damals brauchte...

Autor: Ratber (Gast)
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Hehehe

Egal wo man hinkommt ist die Diskussion in voller Fahrt.


Sicher,es wird nicht einfach aber da die Umstellung nun ihren
Stichterminen entgegensieht wird man sich damit abfinden müssen.

Dh. zum 1.1.06 Umstellung auf Bleifreie Produktion und zum 1.7.06
Verkaufsschluss für die Produkte.

Die meisten Menschen auf diesem Planeten werden davon zwar nichts bis
wenig mitbekommen aber dennoch ist das ein gewaltiger Umstieg der nicht
ohne Pleiten,Pech,Pannen und einigen Skurrilitäten ablaufen wird.

Von einem Mischen beider Techniken ist dringend abzzuraten da die
Effekte doch teilweise recht happig sind.

Natürlich wird dem Bastler noch einige Zeit bleiben sich umzustellen so
das er aus den Erfahrungen der Industrie nur Profitieren kann.

Er wird sich aber auch vorsehen müssen denn wie bei jeder größeren
Umstellung ruft sowas Betrüger und Glücksritter auf den Plan die um
jeden Preis ihren Preis machen wollen um den schnellen Euro zu machen.
Wer da nicht aufpasst fällt eben rein.

Wie bei jeder Umstellung wird erstmal viel Wind und Panik gemacht aber
am Ende geht es eben doch lockerer zu da man nicht sofort jeden Verstoß
ahnden wird bzw. ahnden können wird.

Meine persönlichen Erfahrungen sind da gemischt.

Privat sehe ich da noch keine großen Probleme aber Berufflich geht es
da schon voll zur Sache.

Ich Arbeite bei einem Automobilzulieferer für Elektronische
Komponennten und bei uns ist die Umstellung natürlich schon in voller
Fahrt.

Neue Lötanlagen kommen,werden Eingerichtet,müssen Abgestimmt werden.
Schughlungen finden statt.
Es wird überall fleißig Experimentiert und ausprobiert.
Dazu werden wir mit neuem Gerät und Kursen bombardiert
(Lötstationen,Lot,Die Nutzung,besonderheiten usw.).

Privat habe ich natürlich in den letzten beiden jahren
rumexperimentiert und anfangs habe ich auch kein Licht am Ende des
Tunnels gesehen da doch etliches anders ist.

Die Chemie,Temperaturprobleme beim Löten (Noch heißere Lötungen
erforden noch resistentere Bauteile bzw. noch optimiertere Verfahren)
usw. sind doch etwas anders als man es eben gewohnt ist.
Alleine der Verschleiß der Lötspitzen ist stark gestiegen aber damit
wird man eben leben müssen bis es auch hier longlifespitzen geben wird
die auch wirklich "Longlife" sind.
Was Heute verkauft wird ist allenfalls "Theoretisch" Longlife.
Für Erfahrungen ist es einfach noch zu früh.

Beim Lot gibt es fast Monatlich neuheiten so das man diesen Prozess
kaum absetzen kann.
zb. ist die Nasenbildung bei einigen Produkten schon recht gut
zurückgegangen was ja ein Hauptproblem ist (Vorallendingen bei der
Industriellen Herstellung).

Ich kann über die Firma natürlich gut an verschieden Lote kommen und
auch selber Experimentieren.
Dabei nehme ich natürlich auch was mit nach Hause was sogar Teilweise
erwünscht ist denn nur in der Praxis werden die Probleme der Handlötung
(In der Reparatur unumgänglich) auch erkannt und gelöst.


Ich würde mir als Bastler erstmal keinen so großen Kopf machen denn da
ist noch recht gut Zeit.

Gewerbliche allerdings sollten schon längst im Umstellungsprozess sein
(Je größer der Laden desto eher) denn die Umstellung ist schon lange
angekündigt.
Wer erst dieses Jahr anfängt wird sich sputen müssen denn einfach im
Dezember 2005 neue Geräte ordern,aufstellen und benutzen wird in die
Hose gehen.
Wer unter Termindruck produziert ist da schnell aus dem Rennen.




Laßt euch nicht verrückt machen aber behaltet auch den Überblick '-)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Jetzt machen wir es halt noch einmal ein letztes Mal und dann ist
Ruh."

Träume ruhig weiter.

Für die Ersatzmaterialien gibt es noch überhaupt keine
Langzeiterfahrungen !

Niemand kann also sagen, ob die nicht vielleicht noch viel giftiger
sind.

Bei Blei gilt, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. D.h. man weiß, wie man
mit Blei umgehen muß und es gibt ausgereifte Recyclingtechnologien.

In der DDR mußte man alte PKW-Batterien abgeben, wenn man eine neue
haben wollte. Jetzt lassen die Leute sie einfach auf der Straße stehen
und hauen ab.


Bei den Ersatzstoffen spielen wir jetzt aber erstmal Lotterie
(vielleicht gehts ja gut).

Auch dürfte die Umweltbelastung durch diese Stichtagsregelung rapide
anwachsen, denn wer will verhindern, daß jetzt alle ihr bleihaltiges
Zeug auf den Müll schmeißen.


Peter

Autor: Ratber (Gast)
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>Bei den Ersatzstoffen spielen wir jetzt aber erstmal Lotterie
>(vielleicht gehts ja gut).

Yep  Zinn, Silber, Kupfer, Wismut, Indium und Zink sind da die
wesentlichen Materialien bei Bleifrei.

Silber Zink,und Kupfer sind bekannt.
Indium ist auch nicht gefährlich.
Wismut ist ebenfalls Unbedenklich. (Wenn mir jetzt einer wieder mit dem
Märchen vom angeblichen Zerfallsscheiß der Russen kommt dann flipp ich
aus).

Zusammen allerdings muß man noch erfahrugen sammeln.



>Auch dürfte die Umweltbelastung durch diese Stichtagsregelung rapide
>anwachsen, denn wer will verhindern, daß jetzt alle ihr bleihaltiges
>Zeug auf den Müll schmeißen.

Sorry aber das ist nun wirklich Kurzzeitig und vertretbar.
Deine Letzte Frage kann ich dir allerdings beantworten.
Zum größten Teil kann man das durch die Lieferunterlagen belegen.
Wenn ich eine Tonne Bauelemente geliefert bekomme dann kann man auch
nachhalten wo diese geblieben sind.

natürlich wird es schwarze Schafe geben die einfach ihren Dreck in dei
Pampa kippen oder nach Chuina verschiffen.

Schau mal was beim Asbest passiert ist.

Alle haben rausgerissen und einiges ist einfach irgendwo gelandet.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Haha, Asbest ist übrigens ein Lehrbeispiel für grenzenlose Hysterie. Da
war soviel Lobby dahinter, denn mit den Sanierungen konnte man richtig
Geld verdienen. Nur dass durch die Sanierungen selbst die Belastungen
um viele Potenzen höher waren als hätte man es gelassen, das
interesiert niemanden mehr.

Ist genau wie beim Amalgan. Gibt tatsächlich Patienten, die ihrer
Amalganplomben rausmachen lassen, obwohl sie noch in Ordnung sind. Nur
der Hacken an der Sache: Beim Entfernen der Amalganplomben steigt die
Quecksilberbelastung auf Werte die ca. 1000 Jahre Normalbelastung durch
Amalganplomben entspricht. D.h. das entfernen der Amalganplomben ist
deutlich gefährlicher als sie einfach drinn zu lassen.

Und ohne Folgen wird die Bleifrei-Umstellung für die Endkunden nicht
sein. Denn zumindest in den nächsten Jahren wird es in der
Consumerelektronik erheblich mehr Ausfälle der Platinen geben. Das wird
der Endkunde so oder so bezahlen. Zum einem die Investitionskosten für
die neuen Bleifrei-Anlagen, zum anderen die erhöhten Kosten für die
Gewährleistung, und zum dritten die Kosten durch nicht mehr langlebige
Elektronik.

Das mit Bleifrei wird noch richtig lustig. Wie heissen nochmal diese
Zinnnadeln die bei den Bleifrei-Sachen wachsen? Die dadurch
verursachten Kurzschlüsse werden noch für ordentlich Ärger sorgen.

Jeder der schon etwas älter ist, wird sich daran erinnern als in den
Radios von Freiverdrahtung auf Platinen umgestellt wurde. Die Geräte
waren nicht mehr zuverlässig.

Sicher die Probleme wird die Industrie in den Griff bekommen, aber das
wird schon so eine Handvoll Jahre dauern. Und in dieser Zeit wird's
viel Ärger mit der Elektronik geben. Vor allem wenn man bedenkt, dass
immer mehr von Elektronik abhängt. Solch einschneidende Veränderungen
in der Infrastruktur von Bürokraten beschliessen zu lassen statt in
Forschungslaboren gründlich vorzubereiten, ist schon eine heisse
Sache...

Autor: Sebastian Wendel (Gast)
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Hallo

Ist es nicht krass das wir das Blei rauswerfen, aber bedenkenlos weiter
eine Quecksilberlegierung in den Körper von Millionen von Menschen
einbauen?

Wer auch immer dieses Gesetz iniziert hat, er hat sicher in
entsprechende Firmen investiert. Es lebe die Korruption und
Einfussnahme.

Ohne Frage ist Blei gefährlich und sollte wo es möglich ist verbannt
werden. Ein besserer Übergang wäre wünschenswert gewesen.

Sebastian

P.S. Bei mir wird kein neues Amalgam verbaut, Altbestände bleiben,
neues bzw. bei Reparaturen, wird es durch alternative Werkstoffe
ersetzt.

Autor: Olaf (Gast)
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Wie schon jemand sagte, beim Loetzinn haengt es stark vom jeweiligen
Zinn ab. Ich hab mit vor einem Jahr schonmal eine Rolle gekauft und es
war ziemlich scheisse. Jetzt habe ich eine Rolle L-SnAgCu0.7 mit FSW34
hier mit der man gut loeten kann. (Edsyn von Reichelt)
Fuer Privatleute sind natuerlich die dreisten Preise ein Hammer. Das
Zeug ist viermal so teuer wie normales Loetzinn.
Einen Vorteil hat es aber auch. Es ist steifer. Man kann es sich
passend biegen und es bleibt laenger in Form als die alten
Bleilegierungen.
ICh wuerde auch sagen das man damit genausogut loeten kann wie mit den
alten Loten, aber die Loetstellen sehen halt einfach kalt aus ohne es
zu sein. Nur Leute die frueher schon nicht richtig loeten konnten
fallen damit  jetzt richtig auf die Nase.

Interessant finde ich auch die Ausnahmen vom Bleiverbot wie z.B Server
und Telekommunikationstechnik. Das heisst mit anderen Worten man geht
davon aus das die Produkte in den naechsten Jahren deutlich
unzuverlaessiger werden. Ich vermute mal das die Legierung besonders
empfindlich auf mechanische Beanspruchungen werden. Jemand der sich ein
Auto kauft das damit hergestellt wurde sollte sich schonmal eine
Loetkolben fuer die kalten Loetstellen zulegen. :-)

Die Idee ein Produkt schwerer zu machen um damit den Bleianteil zu
verduennen ist nicht neu. Sowas macht die Industrie schon lange mit
ihren Abwaessern wenn da zuviel Gift drin ist. Vielleicht sind ja 1-2
alte Bauteile auf einer Platine die sonst mit bleifrei entworfen ist
kein Problem.

Olaf

Autor: Ratber (Gast)
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Also die Geschichte mit dem Gewichtsanteil ist so nicht korrekt.


Die neue Regelung sieht vor das der Bleianteil zukünftig nur noch unter
1 Prozent beträgt.

soweit sogut.

Das Gilt aber für die Elektronischen Baugruppen ohne für den Betrieb
relevanter Mechanik also ist der Trick mit den Metallpatten unsinnig da
diese nicht dazugezählt werden können.

Beispiel :

Das Fernsehchassis wiegt "Betriebsbereit" 1 Kilo und der Rest von der
Glotze 19 Kilo.

Demnach beträgt der Bleianteil 1 Gramm und nicht 20 Gramm.

Es würde also nichts bringen Stahlplatten oder Ziegelsteine ins Gehäuse
zu verbauen denn es zählt nur das Chassis.
Um da nur ein einzelnes Gramm mehr zu bekommen müßte ich es
gewichtsmäßig verdoppeln.

Wie sollte das geschehen ?

Rahmen verstärken ?
Kühlkörper vergrößern und aus Edleren Stoffen fertigen ?
Isolierungen und Abschirmungen verstärken ?

Damit würden die Geräte dann wieder Langlebiger womit sich der
Hersteller selber ins Knie schießt.

Ne Sorry aber der Aufwand lohnt in keiner Weise.

Zudem ist das Mischen von Blei und Bleifreier Löttechnik eh
Problematisch wegen diverser Zusätzlicher Pflichten
(Kennzeichnung,Abfallverwertung,usw.).

Die ganzen Ausnahmen (Es gibt och mehr als IT) sind auch nur Temporär
als Zugeständnis weils einfach nicht so schnelle geht.

Wartet mal ab,in ca. 5 Jahren kräht kein Hahn mehr danach und nur
wenige Sonderfälle werden noch Bleihaltig sein so wie es immernoch
Ausnahmen bei Asbest,Halonlöschern oder Thalidomid (Contagan) gibt.

Das wird schon

Autor: Sebastian Wendel (Gast)
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Hallo

Ja, die As-Pest ist noch immer da, in alten Gebäuden,... wie auch im
WTC, wo böse Zungen behaupten es wäre die spektakulärste Abrissaktion
der Menschheitsgeschichte. Asbestverseuchte wie das WTC gebäude dürfen
nicht gesprengt werden und was es kostet den Spritzbeton von den
verstrebten Trägern abzumachen und die auszubauen kann sich jeder
vorstellen. Sehr teuer!!! Auch gibt es nach wie vor Dichtungen, neue,
die aus Asbest sind weil es gute Eigenschaften hat.

Auch das FCKW was verboten ist bekommt man noch.

Was ist eigentlich mit der Verarbeitung im Betrieb? Im Krankenhaus
werden zur Ausblendung von der Strahlen in der Radioonkologie
Bleiblocks verwendet die aus einer Legierung gegossen werden die
Wismuth und BLEI enthält, schmilzt so um die 100Grad oser so, kann in
ausgeschnittene Styrodurformen gegossen werden und wird mit der Feile
ein wenig nachbearbeitet. Ist dann da ab 2006 auch schluss????

Sebastian

Autor: Martin (Gast)
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Hallo

Ich habe das S-Sn95,5Ag3,8Cu0 von RS-Components.
Jetzt geht das Löten schon ganz gut.

Tschüss

Martin

Autor: Sven (Gast)
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Moment mal: Dürfen eigentlich Angler ihr Blei dann auch nich mehr in'n
Teich schmeissen? Das ist doch ungerecht, wenn die weiter mit Blei
angeln dürfen, oder?

Protest, Sven

Autor: Ratber (Gast)
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@Sebastian

Ausnahmen wird es immer geben wo es wichtig ist und solange es keinen
vergleichbaren ersatz gibt.

Die Bleiabdeckungen im Röntgenbereich sind schon lange gekapselt und
unterliegen der Nachweispflicht wie Quecksilber das ja auch immernoch
verwendet wird obwohl es Hochgradig mutagen, teratogen und
embryotoxisch ist.

@Sven

Die Frage kannst du dir aber schon selber beantworten.

Statt blei kannste auch Steine,Stahl oder was anderes Schweres nehmen.
Meinentwegen auch Gold wenn bezahlbar.

Das alte Senkblei ist auch schon lange nicht mehr aus Blei sondern aus
Stahl oder Messing bzw. irgendwas anderem.


Ein Verbot gefährlicher Stoffe ist meist ein Verbot für den einfachen
bürger.
Für Leute mit Ahnung und unter bestimmten Auflagen gibt es aber immer
Ausnahmen.

So blöde es klingt aber zb. Spaltmaterialien sind ein sehr gutes
Beispiel dafür.

Autor: Sebastian Wendel (Gast)
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Hallo

Na ja, also das Blei ist nicht in Geräten eingebaut. Man kann die
Felder nur rechteckig begrenzen und für jeden Patienten werden
individuelle Blöcke aus Blei gegossen die auf Platten montiet werden
und vor der Bestrahlung ins Gerät eingeschoben werden. Gibt auch andere
lösungen wo Motoren Bleiriegel bewegen, aber da ist die "Auflösung"
nicht so gut. Denke beim Abfeilen der Kanten, Gussfehler abfeilen gehen
unter 0,5% verloren, aber ein bisschen was geht immer in die Tonne.
Meist sind es auch mehrere Felder, also im Schnitt vielleicht 5-6
Bleiblocks pro Patient.

Sebastian

Autor: Volker (Gast)
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Wie sieht das eigentlich mit den ganzen Billig-Herstellern aus Fernost
(nicht Japan) aus, denke dabei speziell an Consumer-Produkte.
Stellen die auch auf bleifrei um oder ist das mal wieder nur ein
euopäisches Problem. Dürfen diese Waren dann überhaupt noch importiert
werden oder fliegt dann alles aus den Verkaufsregalen?
(wird geprüft oder kann man einfach nen Aufkleber draufpappen wie beim
CE-Zeichen?).

Wird in den USA eigentlich bleifrei gefertigt? Die tun sich doch sonst
mit Umweltverschmutzung ziemlich leicht.


Gruß Volker

Autor: Ratber (Gast)
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Ob die anderen Länder mitziehen spielt kein Rolle.
In der EU darf dann nur noch (Ausnahmen sind oben angesprochen worden)
Bleifrei Gefertig,Verkauft und Importiert werden.

Wer zb. in der EU Elektronik verkaufen will der muß eben Bleifrei
Produzieren und das auch nachweisen.
Schummelt einer dabei (Bleifreise Muster liefern und dann Bleihaltig
,weil billiger,liefern wird mit Importverbot und Bekanntmachung
geahndet.
Das ist normalerweise das Aus für diese Firma.


Was zb. die Chinesen für den Südlateinischen Markt fertigen ist dann
Latte.

Ob die Amis umstellen weiß ich nicht mangels Information aber ich denke
mal die Weigerung das Umweltprotokoll zu unterschreiben wird auch hier
dafür sorgen das die noch jahrzehnte so weiternmachen werden soweit es
den Nationalen Markt betrifft.

Wenn AMD,Intel usw. auch nur eine CPU/Chip in der EU an den Mann
bringen wollen werden se wohl oder übel diese bleifrei produzieren  und
sich der Bewertung stellen müssen.

Da hilft auch kein Heulen. gg

Autor: peter dannegger (Gast)
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Ökologisch gesehen ist das ganze ein Schwachsinn sondergleichen.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist eine Mischbestückung
unverträglich.

Es müssen also sämtliche Lagerbestände an alten Bauteilen vernichtet
werden.

Bzw. es muß ein 2.Lager nur für die neue Produktion eingerichtet
werden, wenn die alten Bauelemente noch für die Reparatur benötigt
werden.

Man hat ja so schon genug Schwierigkeiten, Ersatzbauteile für
Reparaturen zu beschaffen, da ja ständig was abgekündigt wird.

Wenn man zukünftig auch noch zwischen bleifrei und bleihaltig
unterscheiden muß, werden Reparaturen wohl so teuer, daß man alles nur
noch wegschmeißen kann.

Also eine Wegschmeißorgie hoch 2 !!!!!

Mutter Erde bedankt sich :-(



Ich hatte in meiner alten Wohnung 1980-1989 noch Bleirohre und lebe
immer noch.
Ich habe auch noch nie gehört, daß jemand gelötete Platinen in größeren
Mengen verspeißt.
Und durch die Elektronikschrottverordnung ist das "Düngen" mit
Platinen ja schon eingedämmt.


Ökologisch sinnvoll wäre es daher, wenn man einfach mal auf dem Teppich
bliebe.


Peter

Autor: Ratber (Gast)
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Wieso wegwerforgie ?????

Erstens sind Ersatzteile bis zum Ende der Ersatzteilgarantie kein
Problem und erlaubt.

Zweitens wird kaum einer der nennenswerte Mengen an überschüssigen
Teilen hat diese einfach in die Pampa kippen.

Da wird schön Verkauft.
Entweder Hiesig für Bastler oder ins ausland.



Und zu "Ich hatte in meiner alten Wohnung 1980-1989 noch Bleirohre und
lebe immer noch.Ich habe auch noch nie gehört, daß jemand gelötete
Platinen in größeren
Mengen verspeißt."


Ich habe auch noch nie gehöhrt das jemand Benzin säuft und
Asbestplatten frisst aber dennoch stellen beide eine Gefahr dar weil
beide leicht in der Umwelt landen können.

Schonmal nachgedacht wieviel Elektronikschrott einfach im Müll landet
?


Die Menge Blei die Jährlich allein in der BRD durch Elektronikschrott
in die Umwelt gelangt ist fast genauso groß wie seinerzeit das Blei im
Sprit.(Natürlich hat man mit dem Kreberregenden Benzol wieder ein
Problem aber das ist nur Lokal und nicht Flächendeckend)

Das ist ne Menge und wenn man mal nachdenkt welche Mengen Zinn und
damit Blei dort landen die leicht ins Grundwasser gespült werden können
dann ist der Schritt mehr als Gerechtfertigt.


Zuletzt noch ein Einwand aus der Sicht der Verarbeitenden Personen.

Wer in der Elektronikherstellung Arbeitet muß nicht ohne Grund Jährlich
zum Artzt um auf Blei untersucht zu werden.

Daher werde ich das Blei nicht vermissen auch wenn es für den Umstieg
einiges an Ärger bedeutet.

Aber so wild wie du das hier beschreist wird es nicht werden denn die
Kundschaft fordert die gleichen Betriebspararmeter für Bleifreiprodukte
wie für die Alten.

Die Mär vom "schlechteren Produkt" trifft wohl eher auf den
Billigramsch zu den es überall zu kaufen gibt.
Da ist jeder selber schuldt wenbn er beim DVD-Player unbedingt den für
33Eur statt den für 50Eur haben muß.
Die Geräte sind auch jetzt schon mit Blei nur Dreck,also was sollte da
schlimmer werden ? '-)



>Ökologisch sinnvoll wäre es daher, wenn man einfach mal auf dem
>Teppich bliebe.


Sicher,da hast du recht aber man sollte ebenfalls auf dem Teppich
bleiben und nicht gleich den Teufel an die Wand malen. '-)

Autor: Martin (Gast)
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Hallo!

Wie sieht das eigentlich für den gewöhnlichen Bastler aus, der
jahrelang Datenblätter gesammelt hat?
Kann es sein, dass manche Bauteilhersteller den neuen bleifreien
Bauteilen dieselbe Bezeichnung wie den Alten geben, sodass man das
Datenblatt nicht einfach in den Papierkorb schieben muss?

Das Problem besteht auch, dass man sich eine gewisse Erfahrung
angesammelt hat, welche Bausteine für welche Zwecke gut geeignet sind.
Wenn die neuen bleifreien Bauteile neue Namen besitzen, ist das nicht
besonders optimal. Außerdem müssen die Versandhäuser Conrad, RS alle
Bauteile umstellen.

Wie sieht es eigenltlich mit dem bleifreien Lötzinn aus? Ist das jetzt
nur für die Umwelt weniger schädlich? Ich meine sind die neuen
Inhaltsstoffe beim Auflöten für den Bastler genauso giftig oder weniger
giftig als jene Inhaltsstoffe vom alten verbleiten Lötzinn?

Tschüss

Martin

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Mit auf dem Teppich bleiben meinte ich die Stichtagsregelung.

Es gibt ja nicht nur Massenartikel sondern auch Nischenprodukte, die
z.b. in der Forschung benötigt werden.

Und oft können sich diese kleinen Firmen nicht leisten, alle
bestehenden Produkte umzustellen.


Wenn die USA nicht mitmacht, dann können dann die Unis und Labore
solche Geräte über Strohmänner in den USA kaufen und der deutsche
Hersteller macht Pleite.

Pech für die Kuh Elsa.

Wennn man es also nur auf Neuentwicklungen beschränken würde, wäre das
wirtschaftlich wesentlich besser.


Peter

Autor: Ratber (Gast)
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@Martin

>Wie sieht das eigentlich für den gewöhnlichen Bastler aus, der
>jahrelang Datenblätter gesammelt hat?
>Kann es sein, dass manche Bauteilhersteller den neuen bleifreien
>Bauteilen dieselbe Bezeichnung wie den Alten geben, sodass man das
>Datenblatt nicht einfach in den Papierkorb schieben muss?

Jaein !!

Es gibt Zwei Möglichkeiten.

Wie gesagt darf ab dem Stichtag in der EU kein Bleidevice mehr
eingeführt bzw. hergestellt werden.

Die ausnahmen die es immer geben wird müssen entsprechend
gekennzeichnet werden.

Das kann entweder mit einem neuen Namen geschehen (zb. SN7400 für den
alten Bleihaltigen und SN7400x für Bleifrei) oder indem man generell ab
dem Stichtag die Produktion umstellt.

In jedem Falle müssen die Datenblätter angepasst werden.


>Wie sieht es eigenltlich mit dem bleifreien Lötzinn aus? Ist das
>jetzt
>nur für die Umwelt weniger schädlich? Ich meine sind die neuen
>Inhaltsstoffe beim Auflöten für den Bastler genauso giftig oder
>weniger giftig als jene Inhaltsstoffe vom alten verbleiten Lötzinn?



Wie bekannt ist Blei Gift für die meisten Organismen und obendrein baut
sich Blei nunmal sehr langsam ab.
Darin findet sich der Hauptgrund der ganzen Aktion.

Das gößte Problem des alten Lotes war eben das Blei was hiermit erstmal
weg ist.

Natürlich heißt das nicht das nun jeder am neuen Lot lutschen kann aber
es ist wesentlich ungefährlicher als das Alte.



@Peter

>Mit auf dem Teppich bleiben meinte ich die Stichtagsregelung.

Mag sein das diese beiden Stichtage (es gibt übrigens noch mehr aber
diese beiden sind die bekanntesten) für die meisten recht kurzfristig
kommen aber der Umstieg auf Bleifrei ist in der Industrie schon ein
alter Hut und hatte eine recht lange Vorlaufzeit.

Schon anfang der 80er Diskutierte man bereits über Ersatz.
Mitte der 90er hatte man gute Alternative Legierungen.
Ende der 90er wurde der bis dahin schwimmende Zeitplan auf die jetzigen
Termine Festgelegt.

Das ganze kommt also ganz und garnicht überraschend.

Wir Planen bzw. Handeln auch schon ne ganze weile und natürlich machen
wir es wie die Konkurrenz und Timen das möglichst optimal um mit
Modernsen Mitteln Pünktlich umzusteigen.

Das es ohne jeglichen Probleme geht hat aber auch keiner erwartet.


>Es gibt ja nicht nur Massenartikel sondern auch Nischenprodukte, die
>z.b. in der Forschung benötigt werden.

Wie oft habe ich es jetzt schon gesechrieben ?
Oft genug meine ich !

AUSNAHMEREGELUNGEN !
AUSNAHMEREGELUNGEN !
AUSNAHMEREGELUNGEN !
AUSNAHMEREGELUNGEN !
AUSNAHMEREGELUNGEN !


Jetzt angekommen ? '-)


>Und oft können sich diese kleinen Firmen nicht leisten, alle
>bestehenden Produkte umzustellen.

Das nennt man dann schlicht und ergreifend Pech.
Wilkommen im Realen Leben '-)


>Wenn die USA nicht mitmacht, dann können dann die Unis und Labore
>solche Geräte über Strohmänner in den USA kaufen und der deutsche
>Hersteller macht Pleite.


Och menno ,irgendwie habe ich den Eindruck das du überhaupt nicht
gelesen oder dich informiert hast.

Andernfalls hättest du gelesen das auch Importe nicht gesattet sind.

Im Klartext:

Nach dem Termin eingeführte Geräte gelten als Illegal sofern keine
Sondererlaubnis vorliegt.
Das wird dann genauso geahndet wie die einfuhr von anderen verbotenen
Sachen wie Rauschgift,Menschenhandel,Spaltmaterial usw.

Zudem tust du so als ob nun alle Geräte gleich das Doppelte Kosten
werden nur weil alle umstellen.

Also nicht übertreiben und die Paranoia im Stall lassen '-)


>Pech für die Kuh Elsa.

Pech für die die nicht durchblicken und Panisch über die Äcker hoppeln
'-)

>Wennn man es also nur auf Neuentwicklungen beschränken würde, wäre
>das wirtschaftlich wesentlich besser.

Kannst du das irgendwie belegen ?

Kaum oder ?


Nach deiner Sichtweise wären sämtliche Kühlgerätehersteller beim Verbot
von FCKW Pleite gegangen und keiner hättte sich noch eines leisten
können.


Nach deiner Sichtweise wären sämtliche Isolierstoffhersteller beim
Verbot von Asbest pleite gegangen und keiner hätte sich noch sowas
leisten können.


Nach deiner Sichtweise .......ok lassen wir das denn es gibt dutzende
Beispiele dafür.


Nur für neue Bauelemente oder Artikel würde nur ein heilloses Chaos
bringen denn wie willst du das denn händeln ?

Eine neue Version von einem Chip soll als Ersatzteil in ein altes Gerät
gebaut werden und schon stellt sich die Frage wie das gehen soll da man
eben nicht mischen darf.
Gut,für Altgeräte und den Ersatzteilbedarf gibt es ebenfalls
Übergangsregelungen aber die sind recht kompliziert gehalten um
Umgehungen weitgehends zu unterbinden.

Hersteller die alle naselang neue Produkte auf den Markt bringen werden
eh kein Problem damit haben da dort gewöhnlich recht häufig neue
Produktionsmittel angeschafft werden.

Einzig die die Jahrzehntelang immer das gleiche Produzieren schauen in
die Röhre aber wenn das Geschäfft so schlecht läuft das se das nicht
mehr packen gibt es immernoch die EU-Beihilfen für Hätefälle.
Wer damit auch nicht hinkommt fällt eben durch das Raster aber das
dürfte wohl kaum jemandem neu sein denn das passiert andauernd im
Lande.

Bei jeder Steueränderung,bei jedem Standardwechsel ,bei jedem
Modewechsel gibt es immer Verlierer und Gewinner.
So ist das Leben und so wird es auch bleiben '-)



Versuch mal die Geschichte etwas globaler zu sehen anstatt Erbsen zu
zählen und einzelschicksale in den Vordergrund zu rücken.

Für Hänschen Schulz in Gladbeck Süd hätte man die Steuerreform auch
nicht aufgehalten. '-) fg


Ratber

Autor: peter dannegger (Gast)
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@Ratber,

so, nun ist die Kacke am dampfen, Dein Optimismus hat sich nicht
bewahrheitet.

Ich habe heute die ersten 3 Bauteilabkündigungen auf den Tisch
bekommen.
Ich bin mir sicher, das ist erst das laue Lüftchen vor dem Tsunami.


Ich kann die IC-Hersteller verstehen, die Produktionsumstellung auf
bleifrei geht nun mal nicht für lau, da muß man das Sortiment eben
drastisch bereinigen.

Ich verstehe bloß die Gesetzgeber nicht, die solchen Unsinn in viel zu
kurzer Zeit durchdrücken müssen. Die nicken nur ab und der Steuerzahler
muß bluten.

Ich hab noch den guten alten Hameg 15kV HF-Tastkopf in Erinnerung, der
das CE nicht überlebt hat. Einen hab ich noch (wird zum Feierabend im
Safe eingeschlossen). Aber wenn der kaputt geht, gibts keine Ersatz.


Ein herzliches

Scheiß bleifrei :-(


Peter

Autor: Hans (Gast)
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ANHANG

Von den Anforderungen des Artikels 4 Absatz 1 ausgenommene
Verwendungen
von Blei, Quecksilber, Cadmium und sechswertigem Chrom
....
....


7. - Blei in Lötmitteln mit hohem Schmelzpunkt (d. h.
Zinn-Blei-Lötlegierungen mit mehr als 85 % Blei),
- Blei in Lötmitteln für Server, Speichersysteme und
Storage-Array-Systeme (Freistellung bis 2010),
- Blei in Lötmitteln für Netzinfrastrukturausrüstungen für
Vermittlung,
Signalverarbeitung, Übertragung und Netzmanagement im
Telekommunikationsbereich,
- Blei in keramischen Elektronikbauteilen (z. B. piezoelektronische
Bauteile).

also was heisst das jetzt???

73 de oe6jwf

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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Dass bekannt ist, dass Bleifrei Ärger machen wird und alles andere als
zuverlässig sein wird, und erst mal die dummen Endkunden von "weniger
wichtigen" Systemen die Suppe auslöffeln sollen.

So zumindest, finde ich, kann man das interpretieren.

Autor: Markus (Gast)
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ich habe etwas über das Thema Bleifrei im Internet gefunden.

Vielleicht ist es hier für jemanden interessant.

http://www.cologne-hardware.de/grundlagen/loeten/b...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Hübscher Artikel

Zitat:

"Genaugenommen ist zur Zeit kein alternatives Metall bekannt, das die
Eigenschaften des Blei im Lot ersetzen könnte, insbesondere in Bezug
auf die Lötbarkeit ( Oberflächenspannung ) Viskosität,
Fließeigenschaften, Oxidationsschutz ( im geschmolzenen Zustand ),
Flexibilität, Elastizität und die Biegsamkeit ( des Lotes selber ) und
nicht zuletzt den Kosten."


Besser kann man die Schizophrenie nun wirklich nicht auf den Punkt
bringen.


Wie gesagt, ich habe überhaupt nichts dagegen, auf bleifrei
umzustellen, wenn man eine langzeitgeprüfte Alternative gefunden hat.
Aber eben nicht vorher und auf gut Glück.


Peter

Autor: Ratber (Gast)
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@Peter


>so, nun ist die Kacke am dampfen, Dein Optimismus hat sich nicht
>bewahrheitet.

>Ich habe heute die ersten 3 Bauteilabkündigungen auf den Tisch
>bekommen.
>Ich bin mir sicher, das ist erst das laue Lüftchen vor dem Tsunami.

Und ?
Wo sind die Begründungen für die Abkündigungen ?

Willste jetzt jede Abkündigung dem Umstieg auf bleifrei in die Schuhe
schieben und damit weiter Panik verbreiten ?

Abgekündigt wurde schon immer und regelmäßig.

Ich bekomme jeden Monat etliche Abkündigungen auf den Tisch und sehe da
nix besonderes drann da es sich in den meisten Fällen darum dreht das
entweder ein besserer Nachfolger auf dem Markt ist oder auch einfach
ein überflüssiges Teil Abgeküpndigt wird für das es längst eine bessere
alternative gibt.

Was dann an abkündigungen noch bleibt sind dann die unabwendbaren
Einstellungen wegen mangelndem Bedarf.



>Ich kann die IC-Hersteller verstehen, die Produktionsumstellung auf
>bleifrei geht nun mal nicht für lau, da muß man das Sortiment eben
>drastisch bereinigen.

Tststs,Bereinigt wird auch schon seit ewigen Zeiten.

Schau mal was du Heute noch an 54xx oder auch nur 74xx bekommst.
Röhren sind auch nur noch die Standardtypen erhältlich.
Yo und das beste Beispiel sind Transistoren die man vor (ja wie lange
ist das nun schon her ?) etlichen jahren radikal zusammengeschnitten
hat weils einfach zuviele waren.
Kein Aas brauchte 100 Typen die sich in der Serienstreung dauernd
überschnitten haben also hat man sich einen rausgepickt und die
Nachbarn sterben lassen.

Klar,damals waren auch einige am Heulen das die Elektronikindustrie nun
am Abgrund stehen würde aber das kennen wir ja schon das immer einige
bei größeren Änderungen gleich "Oh Gott,wir werden alle sterben "
schreien obwolh real kaum was passiert.

>Ich verstehe bloß die Gesetzgeber nicht, die solchen Unsinn in viel
>zu kurzer Zeit durchdrücken müssen. Die nicken nur ab und der
>Steuerzahler muß bluten.

Hallo ?

Was wäre denn für dich eine "angemessene Zeit" ?

30 jahre oder ist dir das auch noch zu kurz ?

Die Umstellung ist lange genug angekündigt worden und keiner der se
vollständig verpennt hat macht dafür den Alarm.

Bei uns laufen die ersten beiden Bleifreiprodukte vom Band und keiner
macht Terror deswegen.

Bei der Konkurrenz übrigens auch nicht.




Und zu dem Link den du gleich Hysterisch mit "Ich habs ja gewußt"
(Natürlich nur übertragen) kommentierst muß ich dich mal drauf
hinweisen das du völlig übersehen hast von wann dieser Artikel stammt.



Bestell dir mal Aktuelles Bleifrei.
Damit machste mal einige Lötübungen und du wirst sehen das es sich
schon recht gut verarbeiten läst.
Natürlich geht es noch besser wenn du die passenden Bleifreien Bauteile
hast (Wegen Verzinnung der Kontakte) und auch ne passende Spitze im
Lötgerät hast sowie die passende Temperatur.

Also dreh mal deine Paranoia was runter denn "Alles wird gut"
(Scherz)

Wie Michales schon sagte hat niemand behauptet das es ohne
Stolpersteine geht.

Es wird aber auch nicht was gefordert was keiner einhalten kann.

Wir liegen als Lieferant von Sensitiven Systemen immer im auge des
Kunden der auch regelmäßig unsere Produktion in Augenschein nimmt.
Die kaufen uns garantiert nix ab was nicht absolut einwandfrei ist.
Selbst die Amis nehmen die Bleifreien an und wenn du dich etws
auskennst weißt du ja wie Klagefreundlich die sind.
Ein Modul mit Produktionsfehler kann schnell ne Millionenklage nach
sich ziehen.
Da wir alle nicht auf Russisch....Sorry....Amerikanisch-Roulette stehen
haben wir uns entwprechend vorbereitet.




Eine Bemerkung noch:

Man sollte ja so einfach annehmen das unsere Bauteile alle aus dem
EU-Raum kommen.

Fakt ist aber das unsere Platinen und der großteil der
Bleifreibauelemente aus Asien kommen.
Die haben mal eben schon 2004 umgestellt '-)

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo

Ich finde es immer noch krass das sich die Werkstoffe nur auf den
Elektronikbereich beziehen, nicht aber den Medizinischen, also
Zahnblomben, da lutscht ja jeder dran herum, alternativen gibt es und
die sind sogar sehr gut.

Tatsächlich wird ja bei SMD,.. also Techniken die Lotpastendrucker
verwenden, BGA's,... sehr schohnend mit dem Material umgegangen, also
wenig aufgetragen. würde man das Recycling innerhalb des Landes regeln
wo das Gerät verkauft wurde wäre die Sache vom Tisch, eine gute
Aufarbeitung möglich. So karren es die Hersteller ins Ausland, mehr
muss man ja nicht sagen.

Wie hoch sind eigentlich die Ausfallraten, gibt es da schon die ersten
Tasts(Rüttel-Temp,...), denke das wird sicher massiv Probleme machen,
zpeziell im kfz.

Sebastian

P.S. betreffend Politik

Bei dem ganzen pseudoökogelabere unserer Grünen wird mir ganz schlecht.
Fakt, der Fischer und auch Trittin haben die Turnschuhe schon lange an
den Nagel gehäng. Klar Atommüll, kein Probelm, weiter mit Vollgas in
die strahlende Zukunft. Ruhige Hand, also nur keine Wellen machen
lautet die Devise unserer Politik, durch die Bank. Und traut sich einer
was zu äußern das kritisch ist, wie die Bierdeckelsteuererkläung, wird
er kaltgestellt, wahrschinlich ist er überqualifizeirt, ungeeigent für
den Job. Halt blöd wenn man schlauer ist als der Chef. Unser Land
braucht mutige Politiker mit Verstand, egal ob SPD, CDU, B90G, FDP,..
aber alternativ gibts nur braune Kacke, NPD und andere Freunde der
Feindlichkeit.

Tja Leute, ich kanns euch ja schon mal jetzt sagen, es kommt bald eine
Verfassungsänderung, es wird bei uns die assoziale Marktwirtschaft
eingeführt!!!

Vielleicht fragt sich einer, kann der Typ der da so vom Leder zeiht es
besser machen? Ich habs noch nicht probiert, aber schlechter geht ja
nicht!

Autor: Ratber (Gast)
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>Wie hoch sind eigentlich die Ausfallraten, gibt es da schon die ersten
>Tasts(Rüttel-Temp,...), denke das wird sicher massiv Probleme machen,
>zpeziell im kfz.

Gute Frage,nächste Frage !

"ECHTE" Praktische Erfahrungen wird es erst geben wenn die Zeit
gekommen ist also wenn die Teile einige Jahre im Lande herumgondelt
sind.

Bei den üblichen Tests schneiden die neuen jedenfalls genauso gut oder
Schlecht ab wie die Alten auch.

Festigkeitsprobleme gibt es aber auch nicht beim neuen Lot.

Die einzigen Geschichten sind eben Benetzung,Brücken und zersetzung der
Lötmittel und da sieht es mittlerweile recht gut aus.

Autor: peter dannegger (Gast)
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"ECHTE" Praktische Erfahrungen wird es erst geben wenn die Zeit
gekommen ist also wenn die Teile einige Jahre im Lande herumgondelt
sind.


Das denke ich auch.
Und mindestens solange werden Medizintechnik, Militär, Raumfahrt und
Flugwesen weiterhin nach altbewährter Methode löten, völlig egal was
sich irgendwelche EU-Bürokraten ausgedacht haben.


Peter

Autor: Martin (Gast)
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Hallo!

Wenn man von bleihaltigen Bauteilen redet, welche Bauteile betrifft das
eigentlich?
Ich dachte früher immer, dass nur das Lötzinn Blei enthält.

Sind hierbei alle Bauteile betroffen, wie: Widerstände, Kondensatoren,
ICs ?

Oder befinden sich nur in den ICs Spuren von Blei?

Danke für eure Antwort.


Tschüss
Martin

Autor: Ratber (Gast)
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Hehe,ja witzigerweise vergessen die meisten das zum Löten immernoch Drei
gehöhren.

Neben dem Lot eben auch noch die zu verbindenden Teile.

Deren Lötbare Oberflächen müssen zum Lötsystem passen.

Früher hat man diese ausschließlich mit Lot verzinnt da war das Blei ja
eh mit von der Partie.

Heute macht man es meist Chemisch weils billiger,gleichmäßiger und noch
einige "-iger" ist.
Aber auch hier ist Blei mit im Spiel.

Es bringt bei den meisten Bauelementen also garnix einfach mal eben das
Lot auszutauschen.

Die Bauteile müssen ebenfalls zum "Lötsystem" passen.

Die Heute im Handel erhältlichen sind zum Großteil nicht einsetzbar
wenn man die Vorganeb erfüllen will/Muß.

Autor: Martin (Gast)
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Hallo!

Wird das Blei, dass sich in den Bauteilen angeblich befindet
für die Funktionsweise benötigt oder befindet es sich nur im
Bereich der Anschlusspins?

Gruß

Martin

Autor: Sven (Gast)
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Na toll! Das heißt, ich kann dann Bauteile sortimenteweise entsorgen:

Das Widerstandsortiment, von dem ich nur Standardwerte oft benötige,
der Rest würde leicht bis 2020 reichen. Die SMD-Widerstände, gleiches
Problem. Kondenstoren, Mengen an ICs, die sich so angesammelt haben.
Und die Rolle Lötzinn krieg ich bis dahin auch nie alle... ;-)

Aber woher weiß ich den, wo Blei dran ist und wo nicht? Bleimagnet? Und
welche Bauteile ich vielleicht doch verbauen darf, wenn die Menge nicht
zu viel wird? Und was wird nun gerechnet, die Menge an Blei, bezogen
auf die Gesamtmasse der Baugruppe? Zählen da auch Kühlkörper dazu, wenn
sie fest verschraubt sind?

Für eine große Firma mag das ja inzwischen ganz gut umsetzbar sein,
aber ich blicks nicht. Bei Reichelt und Co wird ja inzwischen viel um
bleifreies Lötzinn geworben, aber von bleifreien Bauteilen hört man
nix. Werden bleihaltige Bauteile dann ab 6/2006 einfach nicht mehr
verkauft? Gibt es die zu Dumping-Preise, um die Lager leerzubekommen?
Und sind nicht auch Lieferengpässe zur Umstellung zu erwarten, wenn die
Lager nicht schnell genug gefüllt werden können oder die Produktion
nicht nachkommt?

Fragen über Fragen. Könnte mal jemand ein Tutorial zu "bleifrei"
machen, der sich damit besser auskennt.

Sven

Autor: Freak5 (Gast)
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Sind normale Widerstände auch bleihaltig? Warum das?

Autor: Hubert (Gast)
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Also ich tanke immer bleifrei, und die Autoelektronik funktioniert
einwandfrei. Wo liegt also das Problem?

Autor: Ratber (Gast)
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>Hallo!
>
>Wird das Blei, dass sich in den Bauteilen angeblich befindet
>für die Funktionsweise benötigt oder befindet es sich nur im
>Bereich der Anschlusspins?
>


Das einizge was das Blei an den Kontaktstellen zur Funktion beiträgt
ist die Verbindung ,sonst nix.


@Sven

>Na toll! Das heißt, ich kann dann Bauteile sortimenteweise
entsorgen:.........usw.


Wer hat denn gesagt das du alles wegwerfen sollst ?

Haben alle ihre Bleifresser zum Verwerter gebracht als der Bleihaltige
Sprit abgeschafft wirde ? '-)


>Aber woher weiß ich den, wo Blei dran ist und wo nicht? Bleimagnet?
>Und welche Bauteile ich vielleicht doch verbauen darf, wenn die Menge
>nicht zu viel wird?

Lesen Bildet,steht alles schon weiter oben '-)

>Und was wird nun gerechnet, die Menge an Blei, bezogen
>auf die Gesamtmasse der Baugruppe? Zählen da auch Kühlkörper dazu,
>wenn sie fest verschraubt sind?

Das gleiche nochmal (Siehe eins drüber) '-)


>Für eine große Firma mag das ja inzwischen ganz gut umsetzbar sein,
>aber ich blicks nicht. Bei Reichelt und Co wird ja inzwischen viel um
>bleifreies Lötzinn geworben, aber von bleifreien Bauteilen hört man
>nix. Werden bleihaltige Bauteile dann ab 6/2006 einfach nicht mehr
<verkauft? Gibt es die zu Dumping-Preise, um die Lager leerzubekommen?
>Und sind nicht auch Lieferengpässe zur Umstellung zu erwarten, wenn
>die Lager nicht schnell genug gefüllt werden können oder die
>Produktion nicht nachkommt?

Hallo ?
Hast du ausser der Überschrifft und den beiden Posts vor deinem sonst
nochwas gelesen ?



>Fragen über Fragen. Könnte mal jemand ein Tutorial zu "bleifrei"
>machen, der sich damit besser auskennt.

Sorry aber was für einen Sinn würde das machen wenn keiner das liest da
die meisten anscheinend bei mehr als 10 Zeilen Text auf "Hirntot" oder
"Keine zeit dafür"  schalten ?

Deine Fragen sind eigentlich schon beantwortet.

Mußt nur Lesen '-)))))




Sorry für die Kritik aber mir scheint als ob du eine Erklärung in 5
kurzen Sätzen ohne Fremdworte haben willst.

Die kann ich dir leider nicht liefern. ')

Autor: sven (Gast)
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das erinnert mich irgendwie an die aktuelle diskussion um den feinstaub.
das prinzip des dieselmotors wurde vor über 100 jahren erfunden, und 113
jahre später gibt es ein problem mit dem feinstaub, quasi von heute auf
morgen.
ich habe auch schon von dem bleifreien lötzinn gehört und mich
diesbezüglich mal informiert, das zeug ist sehr teuer - uns soll nicht
mal so gut wie das bisherige sein. dabei kann ich mir gar nicht
erklären wieso das bleifreie lötzinn um ein vielfaches teuerer sein
kann, wenn doch weniger drin ist - eben kein blei mehr (ironie).
bleifreies benzin hat doch auch nicht von heute auf morgen ein
vielfaches gekostet, und den dieseltreibstoff gab es nach - einführung
des bleifreien ottokraftsoffes - doch auch noch. sieht mir alles nach
geschäft aus, obwohl ich schon der meinung bin das industriell
gefertigte platinen schon bleifrei sein sollten. aber trotzdem bin ich
der meinung, dass es nicht richtig ist, das ein einfacher
hobbyelektroniker - der bestenfalls ein paar lötpunkte, nach feierabend
setzt, nur für das neue lötzinn ein vielfaches bezahlen muss.

Autor: ...HanneS... (Gast)
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Den Hobbyelrektroniker betrifft das ja (vorerst) auch nicht.
Und das kommt auch nicht über Nacht, es wurde von den Betroffenen nur
lange ignoriert. Dafür (für das Ignorieren) gibt es aber genügend
Beispiele.

Das Dosenpfand z.B. ist keine Erfindung von Rot-Grün, sondern ist schon
zu Kohl-Zeiten beschlossen worden. Die Wirtschaft hat es ignoriert und
hoffte, durch Verweigerung drumherum zu kommen.

Besonders lustig war vor einigen Jahrzehnten die Einführung der
(metrischen) SI-Einheiten. Es war zehn Jahre Zeit, auf die SI-Einheiten
umzustellen. In der DDR setzte man das in den ersten Jahren um, als der
Termin ran war, redete niemand mehr davon. Im freien Deutschland gab es
großes Geschrei. Eigentlich ist der Prozess immer noch nicht
angeschlossen, die Mediziner z.B. verweigerten die Umstellung und
fühlen sich wie Götter, die die Welt angehalten haben. Blutzucker z.B.
wird im Osten nach SI-Einheit (Millimol pro Deziliter) gemessen, im
Westen immernoch nach Milligrammprozent. Das soll jetzt kein Ost-West
Konflikt werden, zeigt nur wie ignorant viele Leute sind.

...

Autor: Ratber (Gast)
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@Sven

Nur Nebenbei:

Das Feinstaubproblem ist auch nicht neu nur hat man es ebenfalls bis
Heute schlichtweg ignoriert.
Die Gründe sind Politischer Natur.

In Germany steht man nun in Zugzwang.

Schau nach Frankreich wo man schon länger pasende Filter einbaut und
man das gaaaaaanz gelasssen sieht.


PPS:

Erinnere dich mal an das Kindertheater mit der Deutschen
Großhandelsflat.

Das ach so fortschrittliche Deutschland war da auch das letzte EU-Land
was keine hatte und wo die "TelekomunikationsIndustrie" (Hier
Telekom) die Muskeln hat spielen lassen.


PPPS:

Man erinnere sich an die Intertnationale Einführung der Metrischen
Einheiten vor knapp 100 Jahren und dann schaut man mal welche Länder
sich immernoch weigern das auch umzusetzen.

Stichworte : Zoll,Fuß,Meile.....  '-)

Autor: Sven (Gast)
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@Ratber

>>Hast du ausser der Überschrifft und den beiden Posts vor deinem sonst
nochwas gelesen ?

Das ist ja das Schlimme: Ich habe alles gelesen (ehrlich), und deswegen
bin ich ja so konfusioniert. ;-)

>>Sorry für die Kritik aber mir scheint als ob du eine Erklärung in 5
kurzen Sätzen ohne Fremdworte haben willst.

Das wäre schön, ist mir aber klar, dass das nicht möglich ist. Nur
wiedersprechen sich die obigen Posts doch mitunter, und was trifft nun
zu und was ist Panikmache? Zumal viele Posts bei "Emotions" volle
Punktzahl bekommen würden.

Und die Fragen aus dem Eileitungspost sind für mich immer noch nicht
alle geklärt. Beispiel:

Crazy Horse: Soweit ich weiss, gilt das alles nur für neu entwickelte
Baugruppen/Platinen/Geräte.
Dieter: wie kommt Ihr darauf, das es nur für Neuentwicklungen gilt?...

Gilt es nun? Gilt es nicht? Und wenn, wie weis ich den eine
Neuentwicklung nach? Wenn der Hersteller behaupter: Das haben wir schon
seit 10 Jahren im Keller liegen...

Nee, ist schon nicht so leicht durchschaubar.

Sven

Autor: PeterL (Gast)
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hallo

weil die SI Einheiten angesprochen wurden, wieviele KW haben eure
Autos, oder sollte ich fragen wieviele PS - Antwort kommt sicher
schneller ;)
Einer unserer Lieferanten hat mir als Grund für den höheren Preis
des bleifreien Lötzinns
1. den Silberanteil,
2. Patentrechte - die sich die Entwickler diverser Legierungen
teuer bezahlen lassen, genannt

Peter

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>höheren Preis... Silber

Silber kostet momentan 177.50€/Kg.
Bei einer 250g Rolle für (SAC8250, 17.40€ bei Reichelt) mit 4%
Silberanteil macht das 1.77€ zusätzlich.

http://www.goldseiten.de/content/kurse/edelmetalle...

Autor: Steffen (Gast)
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Zu den Neuentwicklungen, in D gilt für uns das ElektrG -->
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/5582.php

Auszug aus ElektroG §5 Absatz 1:

"Satz 1 gilt nicht für Elektro- und Elektronikgeräte der Kategorien 8
und 9 und nicht für Elektro und Elektronikgeräte, die vor dem 1. Juli
2006 erstmals in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union in Verkehr
gebracht werden."

Für mich heisst das, dass die Regelung nur für Neuentwicklungen gilt.

Autor: Dieter (Gast)
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Hallo,

"in Verkehr bringen" bedeutet ja wohl der Verkauf oder auch das
Verschenken eines Gerätes.

"erstmals in Verkehr bringen" bedeutet ja wohl Verkauf als Neugerät

Von Neuentwicklung steht da nichts.

Da hätten die Juristen ja auch ein Problem. Beispiel:
Den VW Golf gibt es seit ca. 30 Jahren.
Den neuesten Golf seit ca. 1,5 Jahren.
Wann ist aber der gestern ausgelieferte Entwickelt worden?
Fazit: nicht feststellbar.

Also wird das Datum der Erstzulassung genommen.

In unserem Fall also das Datum des ersten Verkaufs. Wie bei der
Garantie auch.
Mit der bescheuerten Ausdrucksweise "erstmals in Verkehr bringen"
soll ausgedrückt werden:
neues Gerät
Verkaufen
verschenken
jetzt schon verkaufen, später liefern
Gebrauchte Geräte dürfen auch danach weitergehandelt werden
usw.

Bei diesem juristischen Kram sollte es auch so eine Regelung geben, wie
bei Bedienungsanleitungen, das es für jeden normal gebildeten Menschen
möglich sein muss, diese Regelungen zu verstehen.

Das bedeutet also, das jedes elektrotechnische Gerät (bis auf ein paar
Ausnahmen) unter diese Regelung fällt.

MfG
Dieter

Autor: Martin (Gast)
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Ich verstehe nicht, dass bei dieser Sache wiedereinmal
der Kleinste der Dumme ist. Die Bürokraten machen es
sich wirklich immer einfach.
Der Entwickler ist dafür verantwortlich, dass sich kein
Blei in seinem Gerät befindet. Das finde ich idiotisch.

Wenn jetzt aber die Hersteller dazu aufgefordert werden
keine bleihaltigen Bauteile mehr zu produzieren, dann
kann es bei Neuentwicklungen automatisch über kurz
oder lang keine bleihaltigen Bauteile mehr geben, weil
es nichts mehr anderes zu kaufen gibt.

So einfach ist das. Ich bin schon neugierig wie das bei
diversen Elektronikgeschäften aussehen soll.
Werden die in Zukunft trotzdem restliche bleihaltige Bauelemente
verkaufen und liegt es dann am Käufer sich zu entscheiden?

Tut mir leider aber ich musste meinen Frust mal loslassen.
Es ist nämlich so, dass man über die Jahre schon gute
oder schlechte Erfahrungen mit diversen IC's gemacht hat.
Wenn es die Bauteile nicht mehr in dieser Weise zu kaufen
gibt könnte es mit den neuen wieder Probleme geben, die man
nicht vorausgeahnt hat.
Ich verstehe die Logik nicht die dahintersteckt.
Einerseits darf kein neues Gerät mehr ein bleihaltiges
Bauteil enthalten, weil Blei so giftig ist. Andererseits
werfen wir ab diesem Datum alle bleihaltigen Bauteile weg,
weil wir so lustig sind.

Tschüss

Martin

Autor: Steffen (Gast)
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@Dieter

Wenn man es so sieht, dann könntest Du Recht haben.

Würde also bedeuten, wenn ich ein Teil herstelle, dann darf ich das bis
zum Stichtag bleihaltig an Händler weiterverkaufen. Nach dem Stichtag
darf der Händler das Gerät weiterverkaufen, ich darf ihm aber keines
mehr verkaufen, was nicht RoHs konform ist.

"Bei diesem juristischen Kram sollte es auch so eine Regelung geben,
wie bei Bedienungsanleitungen, das es für jeden normal gebildeten
Menschen möglich sein muss, diese Regelungen zu verstehen."

Dem kann ich nur zustimmen.

So wie es aussieht werden wir uns nach einem neuen Bestücker umsehen
müssen. Aktueller Stand ist bei unserem: Produktionsumstellung genau
zum Stichtag, was mir nicht viel nützt.

MfG
Steffen

Autor: Ratber (Gast)
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So viele Fragen.

Ich Antworte mal im Stenostil.(Net böse sein)


@Sven


>Das wäre schön, ist mir aber klar, dass das nicht möglich ist. Nur
>wiedersprechen sich die obigen Posts doch mitunter, und was trifft
nun
>zu und was ist Panikmache? Zumal viele Posts bei "Emotions" volle
>Punktzahl bekommen würden.


Yo,aus meiner Sicht sind die Panikposts ala "Wir werwn alle sterben"
meist von denen die entweder keinen "Halbwegs-Durchblick" haben oder
einfach glatte übertreibung.


>Und die Fragen aus dem Eileitungspost sind für mich immer noch nicht
>alle geklärt. Beispiel:
>
<Crazy Horse: Soweit ich weiss, gilt das alles nur für neu entwickelte
>Baugruppen/Platinen/Geräte.
>Dieter: wie kommt Ihr darauf, das es nur für Neuentwicklungen
>gilt?...
>
>Gilt es nun? Gilt es nicht? Und wenn, wie weis ich den eine
>Neuentwicklung nach? Wenn der Hersteller behaupter: Das haben wir
>schon
>seit 10 Jahren im Keller liegen...
>
>Nee, ist schon nicht so leicht durchschaubar.


Ist ja eigentlich schon in den nachfolgenden Posts erklärt.

Nur mal in Kurzform:
Ausnahmen und sonderegelungen lasse ich hier mal weg weils nur
verwirrt:

Ab dem Stichtag darf kein "Neugerät" mehr in den Handel gebracht
werden das Bleihaltig ist.
In den Handel gebracht heißt einfach : Alles was als Neu verkauft wird
.
Ob das nun Frisch vom Band kommt oder 10 Jahre im Keller auf Lager
gelegen hat ist damit irrelevant.
Wer so dämlich ist und 10 Jahre inm Vorraus gebaut hat der hat eben
pech gehabt.

Zudem kommt die Umstellung auf Bleifrei ja nicht so aus heiterem
Himmel.
die Diskussion geht weit über 10 Jahre zurück so das jeder Hersteller
zumindest von dem Kommenden kenntniss haben muß (Wer gepennt hat hat
auch pech gehabt).
Irgendwann wußte man das es nun "so um die 2004-2006" kommt also kann
man auch genauer planen.
Zuletzt hat man den Prozess dann rechtzeitig auf den bekannten Termin
festgelegt.

Wer bei der ganzen Sache gepennt hat der hat es in meinen Augen auch
nicht anders verdient jetzt in Panik auszubrechen.
Unachtsamkeit in Technik,Entwicklung usw. kann sich kein Firma leisten
denn :
"Wer nicht mit der Zeit geht muß mit der Zeit gehen" '-)



@Martin

>Ich verstehe nicht, dass bei dieser Sache wiedereinmal
>der Kleinste der Dumme ist. Die Bürokraten machen es
>sich wirklich immer einfach.
>Der Entwickler ist dafür verantwortlich, dass sich kein
>Blei in seinem Gerät befindet. Das finde ich idiotisch.

Ja wer sollte sich denn darum kümmern müssen ?

Der Endhersteller oder sonstwer ?

Der Entwickler steht ganz am Anfang eines Produkts und kann damit die
Bauteil- bzw. Produktionsspezifischen Eigenarten berücksichtigen.

zb. würde es wenig Sinn machen wenn erst der Fahrzeughersteller sich
über die möglichen Einbauorte eines Gerätes gedanken machen muß nachdem
der Entwickler es entworfen hat.

Richtig ist das der entwickler das Gerät nach den Anforderungen des
Herstellers entwickelt und entwirft (Form,Farbe,Betriebspararmeter wie
Temperatur,Erschütterungsfestigkeit usw.).


Oder mal ein Beispiel aus der Elektronik speziell:
________________________________________________

Du sollst einen Fartregler mit 12V 30A für nen Elektromodell bauen.
Du entwickelst einen für 12V und 30A mit einem Zwangsgelüftetem Gehäuse
(Lüfter für die Endstufen.
Dann baust du es und verkaufst es an den Kunden.

Der baut es in sein U-Boot ein und verkauft diese an seine Kunden.

Seltsamerweise kommen diese wieder per Garantie zurück bzw. werden vom
Endverbraucher abgelehnt.

Grund :
--------

Ds U-Boot ist ein isolierter Raum ohne Frischluft.
Ergo heizt sich die Umgebungsluft auf und die Kühlwirkung sinkt.
Ergebnis: Der Leistungsteil brennt durch.


Wie kann das passieren ?

Der Kunde hat dir einfach nicht gesagt für welche Art von Modell er den
Fahtrtregler haben will und so hast du die Kostengünstigste Variante
gewählt da ja Materialkosten eine Rolle spielen.

Der Kunde hätte auch irgendeinen anderen Fahrtregler nehmen können und
wäre genauso auf die Nase gefallen.

So läuft das wenn nicht der Entwickelr sich um die genauen
Betriebspararmeter kümmern muß und nur baut was man ihm sagt.

Die Pflicht des Entwicklers ist also sich ein umfassendes Bild zu
machen um das Teil genau auf das Produkt abzustimmen.

Das ist fast überall so.

Auch hier ist es nicht anders.

Wenn es nur nach dem Verkäufer oder Endkunden gehen würde dann hätten
wir heute Pappautos,Papplkw's,Pappfernseher und Sicherheitsgurte aus
Hanf weil dort einfach nicht die nötige Einsicht vorhanden ist.




>So einfach ist das. Ich bin schon neugierig wie das bei
>diversen Elektronikgeschäften aussehen soll.
>Werden die in Zukunft trotzdem restliche bleihaltige Bauelemente
>verkaufen und liegt es dann am Käufer sich zu entscheiden?

Ich glaube hier verwechseln viele "Gewerblich" und "Privat"

Solange du deine Basteleien nicht an dritte verkaufst kannst du alles
noch ne ganze weile weiterverarbeiten ohne das es irgendwelchen Ärger
gibt.

Vermutlich wird nur eine Kennzeichnungspflicht für die Entsorgung
eingeführt werden um später eine ungewollte vermischung des
Elektonikmülls zu vermeiden.
Bei Kinststoffen hat man sich dran gewöhnt also warum sollte es gerade
hier Probleme geben ?)

Die Elektronikgeschäfte verkaufen noch ne Weile aber die meisten haben
ihre Lagerbestände schon längst auf den Tag X getrimmt so das es nur
wenig Theater geben wird (Ganz ohne Komplikationen geht eh kaum eine
Umstellung von statten)



>Tut mir leider aber ich musste meinen Frust mal loslassen.
>Es ist nämlich so, dass man über die Jahre schon gute
>oder schlechte Erfahrungen mit diversen IC's gemacht hat.
>Wenn es die Bauteile nicht mehr in dieser Weise zu kaufen
>gibt könnte es mit den neuen wieder Probleme geben, die man
>nicht vorausgeahnt hat.
>Ich verstehe die Logik nicht die dahintersteckt.
>Einerseits darf kein neues Gerät mehr ein bleihaltiges
>Bauteil enthalten, weil Blei so giftig ist. Andererseits
>werfen wir ab diesem Datum alle bleihaltigen Bauteile weg,
>weil wir so lustig sind.

Ich höre hier immerzu "Dann wird es einige Bauteil nicht mehr geben"


Was soll das ?
Kann es sein das sich einige hier keine gedanken machen wie ein
"Chip" denn so aufgebaut ist ?



Denk mal drüber nach aus welchen Komponennten ein Halbleiter besteht.

Der Chip ist ein Halbleiter in dem es kein Blei gibt.
Das Gehäuse ist eine Kunststoffkeramik oder nur Keramik also auch kein
Blei.

Die Verbindung von Chip und Kontaktiereinrichtung wird meist mit Gold
gebondet (Is im Periodensystem dicht drann aber eben nur dicht) also
auch hier kein Blei.

selbst die Kontaktiereinrichtung ist aus Alu oder Kupfer (Knips mal
durch und schau untr Lupe) also auch hier zunächst kein Blei.

Nur alleine die "Verzinnung" der Kontaktierungseinrichtung beinhaltet
zzt. Blei.



Diese Verzinnung wird nun einfach auf Bleifrei umgestellt und dann wars
das dann auch schon.

Kein geheimer Zaubertrick,keine geheime Essenz und auch keine
megateuren Investitionen für 99.0% aller Bauteile ist nötig.

Produktionstechnisch kommen die Bauteilhersteller noch am billigsten
weg.



Einen ATMEL AVR Mega8 wird es also auch danach noch geben.




@Steffen:



>Würde also bedeuten, wenn ich ein Teil herstelle, dann darf ich das
>bis
>zum Stichtag bleihaltig an Händler weiterverkaufen. Nach dem Stichtag
>darf der Händler das Gerät weiterverkaufen, ich darf ihm aber keines
>mehr verkaufen, was nicht RoHs konform ist.

Ja und was ist daran nun so kompliziert ?

Der Termin steht schon lange fest also genug Zeit für die
Vorbereitung.



>So wie es aussieht werden wir uns nach einem neuen Bestücker umsehen
>müssen. Aktueller Stand ist bei unserem: Produktionsumstellung genau
>zum Stichtag, was mir nicht viel nützt.


Warum denn erst zum Stichtag ?


Mir scheint das etliche Leute davon ausgehen das man punkt zum Termin
umstellen muß und Darf.

Es verbietet keiner schon längst Bleifrei herzustellen.
Der Termin bestimmt nur wann mit Blei Schluss ist.


Bei uns ist es in der Tst so das neue Produkte schon seit einiger Zeit
"Bleifrei" hergestellt werden und ebenfalls auch seit einiger Zeit in
diversen KFZ durch die Landchaft gondeln.

Schau dir mal die letzten Modelle mit Propeller an da wirst du schon in
der Grundversion mindestens 2 Baugruppen finden die Bleifrei sind.



Sorry Leute aber hier tummelt sich viel Halbwissen,Gerüchte und sogar
Panische Hysterie aus eben diesen Gründen.

Nun ,ich bin Beruflich vorbelastet  ,weiß zwar auch nicht alles bis ins
Detail aber die Panik hier kann ich im Grunde nicht nachvollzihen.

Beim wegfall von FCKW oder Bleihaltigem Sprit hat es auch nicht so ein
Theater gegeben bis auf die Panimache von *ild und einem bestimmten
TV-Sender eines benachbarten Zwergstaates.

also immer schön locker.



Gewerbliche sollten längst auf dem Weg sein und wen nicht dann eben
"Pech" ,den Dummen hilft nie einer.

Und der Bastler ist davon noch lange nicht betroffen.



Die einzigen die wirklich Grund zur "Panik" haben sind all diejenigen
die im Grunde Illegal und halbprivat ihre Machwerke über den
Privathandel oder Ebay verhökern.

Am Fiskus vorbeizuverdienen ist ja hier recht simpel aber fällt nur
eines dieser Geräte in falsche Hände dann kann es schnell unappetitlich
werden da man faktisch illegale Ware verkauft.

Mit denen habe ich aber Mittleid '-) fg

Autor: Noppes (Gast)
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Es kann durchaus sein, dass ich auch nach diesem Stichtag bleihaltige
Elektronik in den Handel bringe - so wie es tausende anderer Hersteller
auch tun werden.

Wer die Einführung der EMV-Vorschriften miterlebt hat, weiss was ich
damit meine.



Noppes

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,nur geht es hier nicht um teilweise schwer nachvollziehbare
Strahlungen sondern um jederzeit greifbare und Nachweisbare
Materiealien.

Im Klartext:

Dr Nachweis ob Bleihaltig oder nicht ist sehr einfach anhand des
Gerätes zu führen und wenn das Kaufdatum über den jeweiligen Besitzer
nachweisbar ist dann hat zunächst Händler die A-Karte.

Kann er nachweisen daß das Produkt Bleifrei ist bzw. das ihm vorgemacht
wurde das es das ist dann ist er wieder raus und sein nächst vorheriger
Handelspartner ist an der Reihe.

Das Spielchen geht im weitesten Falle bis zum Produzenten.

Der Letzte in der Schlange der sich nicht rausreden kann hat dann ein
ganz gewaltiges Problem.



Sicher,man wird Probleme haben das ganze Marktgeschehen zu
kontrollieren aber für die die meinen das sei eine Lapalie auch wenn
man erwischt wird dem sei gesagt das in dem Schreiben vom Staatsanwalt
"Vorsätzliche Umweltverschmutzung" und "Handel mit Lizenzpflichtigen
bzw. verbotenen Gütern" oä. stehen wird.

Was auf sowas steht kann sich jeder selber aus den entsprechenden
Gesetzbüchern heraussuchen.


Ein Tip:

Schaut mal was es für einei Kanister Altöl gibt den man in einen Wald
gekippt hat '-) gg

Autor: Steffen (Gast)
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@Ratber

Von kompliziert habe ich doch nichts gesagt.

Was unseren Bestücker anbetrifft, da habe ich keine Ahnung warum die
erst zum Stichtag umstellen wollen. Ist zwar schade, da wir mit Preis
und Qualität völlig zufrieden sind aber die nächsten Fertigungslose
brauchen wir RoHs konform um sicherzustellen, dass zum Stichtag alles
raus ist, was nicht konform ist. Dafür werde wir uns eben einen anderen
suche müssen.

Das Thema ist freilich schon lange bekannt aber etliche Distris wissen
selbst nicht, was sie verkaufen. Eine der wenigen Ausnahmen ist da
Farnell. Alle Produkte klar gekennzeichnet und jede Menge Infos zum
Thema.

Du hast dich doch etwas näher mit dem Ganzen Thema beschäftigt. Es gilt
doch eine bestimmte Prozentgrenze für den Bleigehalt. Ich habe hier eine
Schaltung, in der ein spezieller Crypto-Prozessor eingesetzt wird.
Dieser wird nicht mehr hergestellt, wir haben aber noch genügend auf
Lager. Wie problematisch würdest Du den weiteren Einsatz einschätzen,
bzw. wäre das überhaupt ein Problem, wenn ein einziger Schaltkreis
nicht RoHs konform ist, der Rest aber schon.

Autor: ZwiebelPeter (Gast)
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@Steffen,

Weiß zwar nicht od Du die noch hernehmen kannst. Aber als guter
europäischer Bürger - ist das für mich ein Treppenwitz!! - Wennst die
Dinger eh schon hast kannst es ja auch verbauen!! Ob das Blei jetzt
morgen oder in 5 Jahren in die Tonne kommt ist doch für mein
bürgerliches Empfinden egal!!

Anderes währe es sicher wennst jetzt noch schnell 10000Stück kaufen
würdest.

Aber Du hast ja noch über ein Jahr zeit die Dinger loszu werden!!

Autor: peter dannegger (Gast)
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Das man schon vor dem Stichtag bleifrei ausliefern darf, ist doch klar.

Die meisten wollen aber solange wie nur irgend möglich in der bekannten
guten Qualität und Zuverlässigkeit ausliefern.

Jeder wartet darauf, daß ein anderer das Risiko eingeht, mit bleifrei
Erfahrungen zu sammeln, da es eben noch keine ausreichenden Erfahrungen
gibt.

Und viele elektronische Bauteile gibt es ja noch nicht mal als
bleifrei, d.h. man muß noch auf Jahre hinaus eine Mischbestückung
vornehmen.
Von einem flächendeckenden Angebot an bleifreien Elektronikbauteilen
kann jedendfalls nicht im entferntesten die Rede sein.


In diesem Zusammenhang ist die große Verunsichrung zu erklären und der
Termin realistisch gesehen nicht haltbar.

Ich vermute mal, es wird genauso ablaufen, wie beim CE-Zeichen:
Jeder bemüht sich nach Kräften seine Geräte störsicher zu machen, pappt
das CE drauf und gut is.

Es kann ja wohl nicht der Sinn der Aktion sein, viele kleine und
mittlere Firmen in den Ruin zu treiben und alle Geräte, die (noch)
nicht bleifrei aufgebaut werden können, vom Markt zu nehmen obwohl sie
benötigt werden.


Peter

Autor: Martin (Gast)
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Hallo Ratber!

@
Nur alleine die "Verzinnung" der Kontaktierungseinrichtung
beinhaltet
zzt. Blei.
Diese Verzinnung wird nun einfach auf Bleifrei umgestellt und dann
wars
das dann auch schon. Kein geheimer Zaubertrick,keine geheime Essenz und
auch keine megateuren Investitionen für 99.0% aller Bauteile ist nötig.
Produktionstechnisch kommen die Bauteilhersteller noch am billigsten
weg. Einen ATMEL AVR Mega8 wird es also auch danach noch geben.

Ich verstehe jetzt nichts mehr:
Es gehen so viele Gerüchte herum, dass man nicht weiß was man noch
glauben soll. Ich habe gehört, dass man andere ICs benötigt. Ist das
war oder nicht?

Laut deiner letzten Aussage muss man nur das Lötzinn tauschen, die
Bauteile können gleich bleiben und alles ist in Ordnung.
Beinhalten die Anschlusspins diverser ICs Blei oder nicht?


Tschüss

Martin

Autor: Noppes (Gast)
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Ich muss Peter Dannegger voll zustimmen!

Desweiteren bin ich der Meinung, dass die aktuelle Hysterie von den
Distributoren geschürt wird(siehe Fachpresse). Ist ja auch
verständlich. Die sitzen auf dem alten Zeugs und das neue, sofern
vorhanden, will noch keiner.

Noppes

Autor: Malte (Gast)
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Ich weiß nicht welche Bauteile Blei enthalten und welche nicht, aber wer
mal in das Datenblatt eines AVRs (ziemlich am Ende) nachgesehen hat, der
findet da die AVRs mit zwei verschiedenen Typenbezeichnungen. Einer
davon ist jeweils als Bleifrei gekennzeichnet, woraus ich jetzt
schließen würde das die andere Blei enthält.
Beispiel:
ATMEGA8-16PI
ATMEGA8-16PU
Bei letzterem steht: "Pb-free packaging alternative, complies to the
European Directive for Restriction of Hazardous Substances (RoHS
directive). Also Halide free and fully Green."

Leider habe ich letzteren noch nirgends zu kaufen gesehen.

Autor: Ratber (Gast)
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@Steffen


>Was unseren Bestücker anbetrifft.........

Da muß jeder Anbieter selber sehen wie er sich auf dem Markt plaziert
und warum er sich so plaziert.
Ich kann nicht in die Köpfe schauen aber ich denke mal die haben schon
ihre Gründedafür.



>Das Thema ist freilich schon lange bekannt aber etliche Distris
>wissen
>selbst nicht, was sie verkaufen.

Ja,da kenn ich zb. Reichelt.
Deren Dokumentation ist in Punkto Typenbezeichnung manchmal recht
mager.
Verkaufen ist einfach aber dabei Gehalt zu bringen erfordert etwas
Nachdenken.
Ich denke mal das es bezüglich dieses Umstandes noch einige
Wellenartige Bewegungen geben wird.


>Du hast dich doch etwas näher mit dem Ganzen Thema beschäftigt. Es
>gilt doch eine bestimmte Prozentgrenze für den Bleigehalt. Ich habe
>hier eine Schaltung,......................

Ja,wie gesagt richtet sich das nach dem Gewichtsanteil.
Einige spekulirten ja schon darauf das die Geräte dann eben künstlich
mit irgendwelchen Materialien beschwert werden um diese ausnahme etwas
auszuweiten aber faktisch gilt das es nicht mit überdimensionalen
Kühlkörpern oder Stahlplatten als Einlage zu machen ist.
Da hat der Gesetzgeber schon jetzt einen Riegel vorgeschoben.
Gerechnet wird der Gewichtsanteil bei der Platine.
Gehäuse,Kühlkörper usw. zählen da nicht mit (Nur bei ausnahmen)



@Zwiebelpeter

>Wennst die
>Dinger eh schon hast kannst es ja auch verbauen!! Ob das Blei jetzt
>morgen oder in 5 Jahren in die Tonne kommt ist doch für mein
>bürgerliches Empfinden egal!!

Diese Argumentation wäre etwas gefährlich denn so könnte man noch zig
Stoffe in Umlauf bringen die längst verboten sind.

Als Jüngere Beispiele wären da zu nennen Asbest (Zb. Bremsscheiben für
Altfahrzeuge,Hitzefeste Dämmungen,Schutzkleidung usw.),FCKW (Zb.
Kühlagregate jeglicher Art,In Dosen als Treibmittel) oder auch hier das
Blei in Form von Wasserrohren,Isolierungen oder gar in Form von
Treibstoff (Benzin).

Auch das Quecksilber könnte ich wieder auf breiter Front in Form von
Neigungsschaltern einführen (Die Altbestände sind risesig)

Ebenso gibt es dann noch Chancen für PVC als Bodenbelag oder Finisch
für Oberflächen.

Ach ja,bevor ich es vergesse:

Irgendeiner könnte seine Xylamonvorräte wieder in verkehr bringen die
er noch als Altlast auf Lager hat.

Mal im Ernst: wird dir dabei nicht irgendwie mulmig ?

Mir schon. '-)




@Peter Dannegger


>Die meisten wollen aber solange wie nur irgend möglich in der
>bekannten guten Qualität und Zuverlässigkeit ausliefern.


Das Recht hat jeder aber das macht die Panik nicht Plausibler.


>Jeder wartet darauf, daß ein anderer das Risiko eingeht, mit bleifrei
>Erfahrungen zu sammeln, da es eben noch keine ausreichenden
>Erfahrungen gibt.

Ja,soll auch jeder machen wie er will.

Nur darf sich der "abwartende" dann nicht beschweren wenn er eben
nicht der erste auf dem Markt mit den besseren Chancen ist.


>Und viele elektronische Bauteile gibt es ja noch nicht mal als
>bleifrei, d.h. man muß noch auf Jahre hinaus eine Mischbestückung
>vornehmen.
>Von einem flächendeckenden Angebot an bleifreien Elektronikbauteilen
>kann jedendfalls nicht im entferntesten die Rede sein.

Warum sollte das so sein ?

Bauelemente wird es sogar recht schnell geben.
Wie ich schon sagte betrifft das "Bleihaltig" nur die
Kontaktierungseinrichtungen und die sind ruckzuk umgestellt.

Die Chipschmiede lässt sich einfach Bleifreie schicken und dann wars
das auch schon.

Die Hersteller von Baugruppen (Landläufig "Platine" genannt) haben
hier die Hauptlast und die die ich kenne sind schon alle in den
Startläöchern.


>Es kann ja wohl nicht der Sinn der Aktion sein, viele kleine und
>mittlere Firmen in den Ruin zu treiben und alle Geräte, die (noch)
>nicht bleifrei aufgebaut werden können, vom Markt zu nehmen obwohl
>sie benötigt werden.

Ist doch garnicht nötig.
Sie wissen das die Umstellung kommt und produzieren rechtzeitig in
Bleifrei.

Wer da bis zuletzt wartet hat eben den Zug verpasst.

Ist auch nur irgendein Hersteller von Kühlaggregaten vor die Hunde
gegangen als das FCKW verboten wurde ?

Die Antwort ist ein fast Klares "Nein".
Die allermeisten haben rechtzeitig umgestellt und die die es nicht
geschafft haben wären eh bald eingegangen.

Im Übrigen hat es damals auch kein großes Geheule gegeben. '-)


@Martin

>Ich verstehe jetzt nichts mehr:
>Es gehen so viele Gerüchte herum, dass man nicht weiß was man noch
>glauben soll. Ich habe gehört, dass man andere ICs benötigt. Ist das
>war oder nicht?.....................

Ja genau,die Landläufige Auffassung ist die das die Chips selber
Bleihaltig sind aber das ist nicht korrekt.

Schau dich mal bei Google nach den verschiedenen Typen um und du wirst
merken das da herzlich selten irgendwas mit Blei vorkommt.


Eine der Ausnahmestoffe ist der Halbleiter Blei-Tellurid (PbTe) der
aber derzeit "nennenswert" nur in der Forschung zu Dreidimensionalen
Halbleitern anwendung findet und damit schon zu den ausnahmen gehöhrt.

Gängig sind immernoch Silizum,Germanium,Gallium-Arsenid (GaAs) usw. die
alle nicht auf der Bannliste stehen.


Also nochmal die Chipherstellung:

Siliziumwaver.
Mehrere Belichtungs und Ätzvorgänge bilden die Strukturen.
Von Blei is nix zu sehen.
Dann schnell noch über Kontaktiereinrichtungen Testen und die Kaputten
gleich markieren.
Das Waver wird nun in die einzelnen Chips zerschnitten.
Jetzt wirds different.

Chips mit wenig Anschlüssen und ohne größere Leitung werden gebondet.
Dh der Chip kommt in sein Gehäuse und wird mittels Golddrätchen mit den
Anschluß beinchen verbunden.
Der Chip hat immernoch kein Blei aber die Anschlußbeinchen.

Chips mit mehr anschlüssen bzw. mit mehr "Saft" werden als Flipchip
direkt auf die Anschlüsse gelötet.
Erst hier kommt das Blei zum Einsatz.



""""Die Beinchen werden getauscht und sonst garnix""""

Dh. in der Praxis das der Hersteller den
Atmel,Pic,74xxxhaumichtot,2N3055 oder sonstirgendeinen Halbleiter
einfach nur mit Bleifreien Beinchen versehen muß.

Der Chip selber muß nicht neu entworfen werden.

Ich verstehe echt nicht was daran nicht zu verstehen ist.
Erlich nicht.

Das kommt mir irgendwie so ähnlich vor wie ein alternativer Spruch aus
den 70ern.

"Atomstrom ,nein danke.Mein Strom kommt aus der Steckdose"

Oder das auch bekannte "Scheiß IBM" (Auf HD'S bezogen)

Auch die Panikmache als die Hersteller die Typenvielfalt bei den
Transistoren stark ausgedünnt haben ist am ende im Sande verlaufen.



Es Zeigt nur das einige Leute eigentlich keinerlei Durchblick haben und
nur allzugerne irgendwelchen Panikmachern nachrennen.
Leider sind diese Panikmacher zu oft genau die die am wenigsten wissen
worum es geht. hmpf



Erinnerst du dich noch an die "Jahr 2000 Panik" ?

Was wurde da für ein Schwachfug erzählt,Weltuntergangsstimmung
geschührt und vorallendingen mit Hirnrissigen Artikeln und Filmen
nochmal richtig Kohle gemacht nur weil die Masse sich fast Hysterisch
benommen hat.
Was ist wirklich passiert ?
Irgendwo am Arsch der Welt hat sich ein Uraltrechensystem aufgehangen
und einige Leute steckten in einem Aufzug fest weil die Schaltuhr ,die
das Teil am Wochenende abschaltet,sich verhaspelt hat.

Irgendwie juckt es mich in den Fingern mit der "Bleihysterie" auch
mal Kohle zu machen.  '-)


@Malte

Wart mal ab,es ist noch Zeit und die Teile werden früher in den Handel
kommen als du vermuten würdest.





=====================================00




Last euch nicht Kopfscheu machen von Leuten die Bleifreiversicherungen
verkaufen oder Umrüstkits anbieten die nix taugen.

Die alten Lötspitzen funktionieren auch noch länger weiter auch wenn
der allgemeine Verschleiß etwas anzieht und der Preis für Bleifreies
Lot fällt jetzt schon in richtung "Normal".





Also nochmal mit Nachdruck.

Don't Panic !!

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,is mir doch gerade eine Filmszene eingefallen die recht gut zu der
Situation passen würde.


Deutscher Titel :Die Verrückte Reise in einem Verrückten Raumschiff
Herstellungsjahr : Irgendwann ende der 70er.

Zitat (Sinngemäß in Kurzform) :

Stewardes zu Passagieren: "Unser Boardcomputer ist Wahnsinig geworden
und hat uns etwas vom Kurs abgebracht"

Passagier: "Wie weit denn ?"

St: "Och nur einige Millionen Kilometer"

Pass. Nicken Verständnisvoll.

St. :"Naja,wir steuern gerade auf die Sonne zu und können den Kurs
nicht ändern denn der Boardcomputer hat den Kaptain uhd den Kopilot
getötet."

Pass. Nicken wieder Verständnisvoll.

Passagier: "Sagen sie aúns auch wirklich die volle Warheit ?"

St.: "Naja,leider ist uns auch der Kaffee ausgegangen"

Panik !!


Ok,kann man mit Worten nicht so rüberbringen aber so kommt mir die
allgemeine Bleifreipanik vor.

Die wirklich wichtigen Sachen werden stoisch akzeptiert aber für nen
Furz gibbet nen Aufstand.

Eines der Hauptargumente ist das diverse Chips wegfallen.

Ja,aber nicht wegen der Umstellung auf Bleifrei.
die wären eh weggefallen weil se nicht mehr rentabel laufen.

Die Hersteller nehmen die Umstellung nur als Anlass um gleich
aufzuräumen und weil es sich auch nicht lohnen würde für die
einzwweidrei Jahre noch den Bleifreiprozess zu starten.

Produziert wird nur was Lukrativ ist und lukrative Chips wird es auch
noch in Bleifrei geben.

Der Umstellung auf Bleifrei kann man allenfalls zur Last legen das sie
einige Chips früher sterben läst.

Autor: Ratber (Gast)
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So,jetzt hab ich mir aber den Feierabend verdient. Tschauundwink

Autor: Malte (Gast)
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@Ratber:
>Als Jüngere Beispiele wären da zu nennen Asbest (Zb. Bremsscheiben
>für
>Altfahrzeuge,Hitzefeste Dämmungen,Schutzkleidung usw.),FCKW (Zb.
>Kühlagregate jeglicher Art,In Dosen als Treibmittel) oder auch hier
>das
>Blei in Form von Wasserrohren,Isolierungen oder gar in Form von
>Treibstoff (Benzin).
Bei ebay scheint es Asbesthaltige Produkte auch heute noch zu Kaufen zu
geben.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categ...
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categ...
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categ...
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categ...

>Auch das Quecksilber könnte ich wieder auf breiter Front in Form von
>Neigungsschaltern einführen (Die Altbestände sind risesig)
Conrad verkauft die heute noch. Bestellnummer 504777 - LN

>Ebenso gibt es dann noch Chancen für PVC als Bodenbelag oder Finisch
>für Oberflächen.

>Irgendeiner könnte seine Xylamonvorräte wieder in verkehr bringen die
>er noch als Altlast auf Lager hat.
Über Finisch und Xylamonvorräte konnte ich leider nichts genaues
Finden.

>Mal im Ernst: wird dir dabei nicht irgendwie mulmig ?
>Mir schon. '-)
Mir auch

Autor: Freak5 (Gast)
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Was ist an PVC denn so schlimm? Ist das auch giftig? Ich dachte, das ist
nur dumm, wenn Kinder daran nuckeln(Weichmacher usw.)

Autor: Hans (Gast)
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wenns brennt isses sehr schlimm...*g*

73

Autor: Ratber (Gast)
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@Malte

>Bei ebay scheint es Asbesthaltige Produkte auch heute noch zu Kaufen
zu
>geben.

Da Asbest als Synonym für Hitzefestigkeit gilt wäre es also nicht das
erstemal das man mit dem Begriff "Asbest" eben für eine besondere
Feuerfestigkeit wirbt ohne das Asbest enthalten ist.

Als nächstes sollte man Asbest mal etwas näher betrachten denn Asbest
ist nur ein Sammelbegriff für verschiedene Materialien und ist nicht in
jeder Form besonders gefährlich.

Dann sei noch bemerkt das es auch hier noch ausnahmen gibt.

Ich verweise mal einfach auf folgendes Dokument wo es recht anschaulich
erklärt ist.

http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/prod/asbest_2004.pdf


Quecksilber:
>Conrad verkauft die heute noch. Bestellnummer 504777 - LN

Ja,das ist richtig aber ich muß auch hier darauf hinweisen das die
Fristen längst laufen.

Genau dieses Produkt war oft in alten Zeitschaltern eingesetzt und ist
insoweit besonders brisant weil :

1. Aus relativ dünnem Glas und damit leicht zerbrechlich.
2. Eine recht große Menge an Quecksilber enthält welches ja als Mutagen
bekannt ist.
3. Mit diesen der Arbeitsstrom für die Induktivität geschaltet wird und
somit Betriebsgefahr besteht (Ein Kurzer in diesem Zweig ist durch
nichts als der Sicherung geschützt.Es können also im Fehlerfall
kurzzeitig mehrere Zig Ampere und mehr fließen was eine Katastrophale
Wirkung hätte)

Eigentlich sind das Restbestände die nicht mehr an Privat verkauft
werden sollten.(Soweit ich weiß ist Quecksilber Meldepflichtig.Müßte
ich aber erst Informationen einholen)
In der allgemeinen Installation sind die eh längst verboten.

Das Conrad die Anbietet finde ich recht Arm und Zeugt nur vom
Geschäftsmotto "Geld um jeden Preis" ohne Rücksicht.

Einige hier haben sicher Kinder.
Vieleicht basteln auch einige davon .
Was denkt ihr bei dem Gedanken das die kleinen so einfach mirnichts
dirnichts bei Conrad reinmarschieren können um einen solchen
Quecksilberschalter zu erstehen ?
Sehr leicht kann einer davon zerbrechen und wie die kleinen so sind
wird das vieleicht verschwiegen.
Die drohende Gefahr brauche ich ja nicht groß zu erklären.
Das Datenblatt bei Conrad zum Schalter spricht eigentlich für sich
selber.

Jedenfalls gibt es für Neigungsschalter längst ungefährliche
Alternativen.
Hätte man in der Vergangenheit nach dem Motto "Egal,was brauche ich
neues" gehandelt weil das Neue eben noch nicht so perfekt ist dann
würden wir und Heute nicht unterhalten können da immernoch Röhren das
Maß aller Elektronik wären weil Transistoren Anfangs alles andere als
"Effektiv" waren. '-)



>Über Finisch und Xylamonvorräte konnte ich leider nichts genaues
>Finden.

???

Ich finde selbst beim recht unübersichtlichen Google jedemenge
darüber.

Die Wirkung,Das Theater seinerzeit und auch das Aus usw..

Ein Link dazu:

http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SW...


Da steht eigentlich alles an Informationen drinn was nötig ist.
wie man sieht ist der Spuk auch Heute noch nicht vorbei.

Da ich selber seit über 30 Jahren Holz in der "Hütte" habe war ich
seinerzeit auch gezwungen bei mir einige PCP Tests (Nicht gerade
billig) zu machen und das eine oder andere Teil auszutauschen.



Bleihaltiges Lot ist in jeder elektronik vorhanden und Elektronik kommt
heute überall vor also ist das Blei auch Flächendeckend überall dabei.
Da die Elektronikinsdustrie gerade beim Privatmann sehr schnellebig ist
fällt auch viel Elektronikmüll an und genau da liegt das Problem.
Blei lagert sich überall an und bei dem vielen Müll ist es nicht zu
vermeiden das grö0ere Mengen ind die Umwelt gelangen.
Dies ist einer der Hauptgründe dafür das derzeit nun die "Heiße
Phase" der Umstellung im Gange ist die so kurz wie möglich sein soll
damit auch klare Terminliche Regeln für die Entsorgung gelten können.

Hätte man den Übergang weich gestaltet dann wären die
Entsorgungsfristen ebenfalls "Weich" gewesen.
Aus Erfahrung weiß man das es immer Gauner gibt die sowas ausnutzen und
damit alles ins absurde treiben also hat man es lieber "hart"
gemacht.

Ich kann die Gründe nachvollziehen auch wenn es manchmal unangenehm
ist.

Ja ich weiß,Jugendlichen ist das meist noch völlig egal aber die sind
eben nicht das Maß der Dinge auch wenn sie es oft meinen '-) gg


@Freak5

Hast erfahrung ,ja ? ggg

Autor: Ratber (Gast)
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Steffen war im anderen Topic zu diesem Thema so freundlich ein Dokument
zu verlinken das recht gut die Situation Weltweit darstellt und
wesentliches auf den Punkt bringt.



http://www.zvei.de/fileadmin/user_upload/Fachverba...


Damit dürten sich die meisten Fragen von alleine beantworten.

Autor: PeterL (Gast)
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hallo

wie schwer ist eigentlich ein z. B. Mega 16, und wieviel Blei ist in
ihm enthalten (habe nirgends was darüber gefunden), vielleicht ist man
bei den meisten Bauteilen ja sowieso unter den 0,1% ?
gibt es schon einen Schnelltest, (kleiner Tropfen auf das Bauteil -
Blei = Farbumschlag) ?

Peter

Autor: Freak5 (Gast)
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"@Freak5
Hast erfahrung ,ja ? *ggg*"
_|_

Nein, aber ich wollte wirklich wissen, warum das gefährlich ist. Gut,
dass das bei uns nicht brennt :-)

Autor: Ratber (Gast)
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@Peterl

also aus dem Stehgreif wüßte ich jetzt auch nix.
Ich vermute mal das es vieleicht einen Indikator geben könnte aber da
fragst du mal besser nen Chemiker.


@Freak5

Ja,ich hätte mal besser zwischen Weich-PVC und dem TRest unterscheiden
sollen.

Schau mal folgenden Link bei Wikipedia an.

http://de.wikipedia.org/wiki/PVC

Die Gefahr für Kinder ist nun seit 99 weitgehends gebannt aber der Rest
ist nicht ganz ohne (Verbrennung und ihre Abfallstoffe)

So bedekenlos würde ich es nicht einsetzen.

Stimmt,solange es nicht brennt und du nicht sämtliche PVC-Oberflächen
ableckst passiert recht wenig. gg

Autor: Sven (Gast)
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War ich doch letztens im Zoo- und Angelladen - und da hängt das
Angelblei nur so rum. Um dann irgendwann ganz legal im Teich zu landen.
Warum dürfen die das? Kann mir doch keiner erzählen, dass da nicht mal
was im See bleibt. Da macht man sich hier nen Kopp, wie man bleifrei
lötet, aber da wird Blei kiloweise in die Gewässer versenkt. Gibt's
für Angler auch sowas wie Bleifrei ab 2006? Und erzähl mir jetzt
keiner, das wäre gar kein Blei...

Sven, jetzt aber frustriert

Autor: Simon Küppers (Gast)
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Sicher dass es Blei ist? Vielleicht steht nur Blei drauf, weils sich
soch im Angel-Jargon eingebürgert hat.

Autor: Hans Maulwurf (Gast)
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Also meines Wissens wird im Bereich "Jagd" in Deutschland mehr Blei
verbraucht als in der Elektronik.

Aber die Jäger ham halt ne bessere Lobby ;-)

Autor: Steffen (Gast)
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Nach dem, was Google ausspuckt gibt es nur in Dänemark ein Bleiverbot
beim Angeln. In D gibt es so was nicht.

Autor: Martin (Gast)
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Ich habe auch schon gehört, dass die EU in die
Jagtzeiten dreinpfuschen wollte, aber jedes Bundesland
hat andere Traditionen.
In diesem Bericht, den ich gesehen habe sagten die
Jäger: "Wir machen was wir wollen - Es ist Tradition
und aus, auch wenn es heißt, dass wir Strafe zahlen müssen.
Die EU soll sich gefälligst um andere Dinge kümmern."

Außerdem habe ich einen Bericht gelesen über die
angeblich umweltfreundliche bleifreie Bauteilproduktion.
Dort steht, dass z.B. beim Silberabbau Blei entsteht.
Dieses Blei, welches jetzt übergeblieben ist wird jetzt
nicht mehr in die Bauteilproduktion gesteckt, sondern
direkt auf den Müll geschmissen. Tolle Sache.

Gruß, Martin

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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@ all,

eine große Menge von Standardbauteilen ist inzwischen Lagerware bei den
Distributoren. Da die sich von doppelter Lagerhaltung verabschieden
wollen, wird die Bauteilumstellung recht schnell erfolgen.

Was Peter Dannegger meinte mit Gemischtbestückung funktioniert meines
Wissens nicht, da ganz andere Lötparameter bei der Verarbeitung
herrschen. Ärgerlich bei der Leiterplattenherstellung ist z. B. , daß
alle Dienstleister (Leiterplattenhersteller, Bestücker) hier 2
verschiedene Arbeitsstraßen vorrätig haben müssen.

Was machen Hobbyelektroniker mit einem großen Fundus an verbleiten
Bauteilen mit Leiterplatten, die nicht mehr bleizinnumschmolzen oder
heißluftverzinnt sind?

Ok, man kann sagen, daß man ausschließlich für die Medizintechnik oder
die Luftfahrtindustrie produziert. Die beiden bereiche sind meines
Wissens unter anderen ausgeschlossen.

Also, irgendwie müssen wir in den sauren Apfel der Umstellung beißen.

Die Zulieferer von uns (sowohl leiterplattenhersteller als auch
Bestücker) fahren zur Zeit zweigleisig. Ärgerlich und Platzraubend,
aber momentan nicht anders zu machen. Auch die Kosten der neuen
Maschinen werden demnächst auch unsere Kunden (zumindest teilweise)
tragen.

In einem der oberen Threads habe ich gelesen, wieviel Blei hat so ein
MEGA8. Darum geht es nicht. Der MEGA8 kann mit bleifreien Bauteilen
zusammen nicht mehr verarbeitet werden. Und, was ich eingangs sagte,
die Distributoren werden uns erziehen.

Wenn ich heute ein Projekt anfange, frage ich nach jedem Bauteil die
Verfügbarkeit von bleifreien Versionen an. Wie das Golf 1 bis 5
Beispiel. Bei einer technischen Änderung, die dem Fortschritt gilt
(entweder die Funktionalität oder die Kosten) werde ich den Teufel tun
und eine neue Leiterplatte entwerfen. Die Bauteile, die heute verplant
werden, sind bleifrei erhältlich.

MW

Autor: Steffen (Gast)
Datum:

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@Michael

So weit ich mich informiert habe ist eine gemischte Bestückung kein
Problem. Bleifreie Bauteile lassen sich auf jeden Fall problemlos mit
bleihaltigem Lot verlöten. Andersherum funktioniert es auch. Allerdings
könnten die Bleihaltigen Bauteile auf Grund der höheren Temperatur
schaden nehmen. Da aber wie schon oben erwähnt fast nichts weiter
passiert als die Anschlüsse mit bleifreiem Lot zu beschichten sehe ich
da keine Probleme.

hier mal ein Link zum Thema -->
http://www.elektroniknet.de/topics/bauelemente/fac...

"Der MEGA8 kann mit bleifreien Bauteilen zusammen nicht mehr
verarbeitet werden."

Würde ich demnach als falsch bezeichnen. Lasse mich aber gern eines
besseren belehren.

Autor: Sven (Gast)
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>>Sicher dass es Blei ist? Vielleicht steht nur Blei drauf, weils sich
soch im Angel-Jargon eingebürgert hat.

Es sieht aus wie Blei, es läßt sich biegen wie Blei, es ist schwer wie
Blei, es schmeckt wie Blei... was soll es denn sonst sein? Meines
Wissens gibt es da nix anderes, was diese Eigenschaften hat.

Ich sprech das nicht umsonst an: Ich bräuchte eigentlich für ein Gerät
ein Ausgleichsgewicht auf beschränktem Raum, und da kommt so richtig
nur Blei in Frage. Mit anderen Sachen erreiche ich nicht die hohe
Dichte oder sie sind zu teuer oder radioaktiv. Darf ich dann ab 2006
auch keine Ausgleichsgewichte mehr anbauen. Obwohl ist ja keine
Elektronik in diesem Fall...

Aber das mit den Anglern ist schon Mist, oder? Komm ich mir doch
irgendwie verar... vor.

Sven

Autor: Ratber (Gast)
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@Sven

Toller Vergleich.

Rate mal wieviel Anglerblei in der Natur verbleibt und wieviel
Elektronikschroot anfällt und welcher Anteil ebenfalls in der Pampa
landet.

Das ist nicht zu vergleichen weil sich beide Zahlen um mehrere Potenzen
unterscheiden.


@Martin

>Ich habe auch schon gehört, dass die EU in die
>Jagtzeiten dreinpfuschen wollte, aber jedes Bundesland
>hat andere Traditionen.
>In diesem Bericht, den ich gesehen habe sagten die
>Jäger: "Wir machen was wir wollen - Es ist Tradition
>und aus, auch wenn es heißt, dass wir Strafe zahlen müssen.
>Die EU soll sich gefälligst um andere Dinge kümmern."

Ja wie bei der Fuschjagdt in England.

Was aus dieser Aussage herauszuhöhren ist ist der Trotz einiger
Schießgeiler Penner die ich ungern mit dem begriff "Jäger" in
verbindung bringen möchte der eigentlich den Bestand auf Zahl halten
soll.
Diese Komiker soll man ruhig mal für einige Monate in den Bau stecken
oder oder gleich an die nächste Front schicken wo se dann rumböllern
können.
Aber das machen solche Schlappschwänze eh nicht denn zb. im Mittleren
Osten schießt man zurück .
Ein Tier macht das für gewöhnlichn nicht '-)

Auffem schießstand kann man auch genug böllern ohne seine Umwelt zu
gefärden.

Tradition ist für mich jedenfalls kein Argument sonst könnnten wir auch
gleich wieder die Todesstrafe,Verbannung,Leibeigenschaft und
Zwangsarbeit einführen.


>Außerdem habe ich einen Bericht gelesen über die
>angeblich umweltfreundliche bleifreie Bauteilproduktion.
>Dort steht, dass z.B. beim Silberabbau Blei entsteht.
>Dieses Blei, welches jetzt übergeblieben ist wird jetzt
>nicht mehr in die Bauteilproduktion gesteckt, sondern
>direkt auf den Müll geschmissen. Tolle Sache.

Wo haste denn das her ?
Das will ich sehen wer sowas schreibt.
Gib mal bitte nen Link



@Steffen

Ja,das es geht ist ja nicht bestritten aber bei Komplexeren Schaltungen
kannste die Mishcbestückung gleich knicken.

Es ist jetzt schon schwierig den Lötprozess einer Wellenlötung gut
anzupassen das es weder Popcorn noch offene Durchsteiger gibt als das
man sich dann noch ne Mischbestückung antun muß.

Wie gesagt,bei Einfachen Schaltungen ist das kein Problem.

Autor: Martin (Gast)
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Hallo Ratber!

Auf Seite 2 rechts unten.
Was hältst du davon? Stimmt das etwa nicht?

Tschüss

Martin

Autor: Steffen (Gast)
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@Ratber

Was meinst Du mit komplexeren Schaltungen?

Wir lassen im Prinzip bei unseren recht dicht gepackten Platinen nur
den SMD-Part bestücken. Das wird mit SMD-Schablone, Lotpaste und Ofen
gemacht. Da sollte es doch keine Probleme bzgl. Mischbestückung geben
oder?

Bei der Wellenlötung ist mir das klar. Bleihaltig verzinnte Bauteile
würden über kurz oder lang das bleifreie Lötbad versauen. Das ist unter
anderem ein Argument unseres Bestückers die 100%-ige Umstellung zum
Stichtag vorzunehmen. Unsere Platinen bekommt er übrigens nach einigen
Gesprächen nun doch schon vorher bleifrei hin.

MfG
Steffen

Autor: Ratber (Gast)
Datum:

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@Martin

Danke für den Text.


Erstmal ist das ein Beitrag einer einzelnen unternehmensgruppe und
daher mit vorsicht zu genießen.

Was meinste denn was in der Hauzeitung meiner Firma alles drinn steht
?


Zum anderen sollte man das Wort "Abfalldeponie" nicht allzu wörtlich
nehmen denn das Blei wird nicht einfach weggeworfen und irgendwo in die
Pampa gekippt.

Man nutzt es soweit möglich und der Rest wird eben "Entsorgt" was
nicht falsch verstanden weren sollte.

Was meinst du denn wieviel Blei heute beim alltäglichen
Elektronikschrott anfällt ?

Lieber scheide ich das Blei bei der Rohstoffgewinnung aus und habe die
Chance das Zeug geordnet zu entsorgen als das ich es dem Endkunden
überlasse der ja gerne allesmögliche irgendwohin "entsorgt".

Also immer die Kirche im Dorf lassen.



@Steffen

Die Verseuchung bei der Welle ist nicht so das Problem.

Komplexere Schaltungen sind die bei denen Steuer und Leistungsteil
dicht beieinander liegen und sehr Kritisch bei den Löttemperaturen
sind.
also zb. bei einem Steuermodul mit Messverstärker,Contrroller und
PWM-Brücke in einem Part.

Im Leistungsteil habe ich große Masseflächen und muß ordendlich Heizen
das die Transen bzw. die H-Brücken auch wirklich gut anlöten (Platine
gehört mit zum Kühlkreislauf) um Ausfälle zu vermeiden (Kundenvorgaben
sind zb. unbedingte Betriebssicherheit von -40 bis +100 Grad Celsius.

Daneben residiert der Controller mit seinen Sensoren die aber nicht
viel Wärme abkönnen.

Dr Lötprozess ist also nicht gerade sehr Tollerant.

Mit einer Mischbestückung verschärfe ich die Situation noch.


Pillepalleschaltungen wie Hifiverstärker oder Schaltungen die entweder
Leistung oder Steuerung bringen müssen sind dagegen unkritisch.

zb. ist es beim Mainboard eines PC's auch kein Problem da alle
Leistungen extern erfolgen.

Chipsatz,CPU usw. Tronen Exponiert und stellen kein Problem dar.

Grafikkarten dagegen sehen schon anders aus.

Die Fallen bei den Spitzenmodellen schon in den Kritischen bereich.

Beobachte mal die nächsten 2-3 Jharen ob sich ein Highendkarte (oder
gehobener Bereich)findet die in einer Mischbestückung daherkommt.

Alleine bei BG-Gehäusen ist schnell rus welcher Hersteller seinen
Lötprozess im Griff hat oder nicht denn die sind ja jetzt schon
Kritisch aber mit ner Mischbestückung extreem anfällig da
sichergestellt werden muß das sich das Zinn auf der Platine mit den
Kügelchen komplett vermischen da ansonsten die Lötungen schnell kalt
werden.

Man muß eine Schaltung nicht nur nach irgendwelchen Bauteilen zählen
sondern auch nach ihren Mechanischen und Termischen eigenschafften
beurteilen..



Wie gesagt,solange es keine differenten Anforderungen gibt spielt das
alles keine Rolle

Autor: Philipp Sªsse (Gast)
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Laut den Folien vom ZVEI fallen "Fahrzeuge und eigens dafür
vorgesehenes Zubehör" nicht in den RoHS-Gelutungsbereich. Damit wären
Bordcomputer ja auch aus dem Schneider. Oder gilt das nur für
OEM-Einbauten? Oder gibt es evtl. ähnliche Regelungen für die
Altfahrzeugrichtlinie? Wo finde ich überhaupt die entsprechende Klausel
im RoHS?

Autor: Ratber (Gast)
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Nur zum hochholen für einen anderen Tread

Autor: WiWil (Gast)
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Hallo zusammen,

Ich lese immer, dass folgende Bereiche von der Umstellung betroffen
sind:

Haushaltsgroßgeräte
Haushaltskleingeräte
IT- und Telekommunikationsgeräte
Geräte der Unterhaltungselektronik
Beleuchtungskörper
Elektrische und elektronische Werkzeuge
(mit Ausnahme ortsfester ind. Großwerkzeuge)
Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte
Automatische Ausgabegeräte
Elektrische Glühlampen und Leuchten in Haushalten.

Wie sieht es denn mit den Produkten aus, die in der Industrie
eingesetzt werden, z.B. Antriebssteuerungen o.ä.
Sind solche Komponenten etwa nicht betroffen?

Gruß
Andreas

Autor: Hannes Lux (hannes)
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<Scherz>
Na die schmeißt ja der Endkunde nach dem Gebrauch auch nicht in den
Wald...
</Scherz>

(ich hoffe, diese Antwort provoziert korrekte Antworten...)

...

Autor: Ratber (Gast)
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@WiWil

>Ich lese immer, dass folgende Bereiche von der Umstellung betroffen
>sind:..................


Die Verordnung betrifft grundsätzlich erstmal Alle.


Das du oft nur über mehr Private Sparten liest liegt daran das die
Diskussionen in den Foren meist von denen geführt werden die,man
verzeihe es mir,eigentlich überhaupt kein ahnung haben was da wirklich
läuft und allzuoft nur über Höhrensagen auf das Thema gekommen sind.
Da werden schnell viele Gerüchte und ältere Gegebenheiten zur Tatsache
erklärt was dann in verwirrung endet.
In diesem Stadium tauchen dann oft Leute auf die zwar das wenigste
verstanden haben aber am lautesten irgendwelche Verschwörungsformeln
verbreiten.
(Das sind übrigens auch die die als erste weg sind wenn es ernst wird)



>Wie sieht es denn mit den Produkten aus, die in der Industrie
>eingesetzt werden, z.B. Antriebssteuerungen o.ä.
>Sind solche Komponenten etwa nicht betroffen?

Gerade die sind besonders betroffen und gerade dort werden auch
besondere Maßstäbe (is dat so rischtisch ?) angelegt.


Wie ich oben schon sagte gilt es erstmal grundsätzlich für jeden und
alles.
Natürlich gibt es Ausnahmen denn so einfach ist das Blei nun auch nicht
zu verbannen.

zb. bei Bleiakkus.

Die bleiben natürlich erstmal so wie se sind denn es gibt derzeit
keinen Ersatz in Punkto Preis/Leistung.

Aber da eine Starterbatterie nunmal weit vrbreitet ist und zum größten
Teil aus Bleihaltigen Stoffen besteht (Der Rest (Säure) ist auch nicht
gerade Harmlos) wird man in absehbarer Zeit einen Nachweiß einführen.
Dh. man muß wie beim KFZ selber den verbleib nachweisen.
Einfach nach nutzung verschwinden lassen kann dann Teuer werden.

(Ich verstehe eh nicht wie einer nen alten Akku wegwerfen kann.Die
Dinger bringen richtig Geld beim Verwerter.Is ja fast reiner Rohstoff.
Beim Akku Friese bekomm ich für ne 50er rund 5-7€)

Autor: Ratber (Gast)
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@Hannes

>Na die schmeißt ja der Endkunde nach dem Gebrauch auch nicht in den
>Wald...

Wäre doch mal ne Aktion wenn Siemens ne Produktionslinie in den Wald
stellt.
Die verrottet da bestimmt nicht lange '-)

Autor: Michael (Gast)
Datum:

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>Tradition ist für mich jedenfalls kein Argument sonst könnnten wir
auch
gleich wieder die Todesstrafe,Verbannung,Leibeigenschaft und
Zwangsarbeit einführen.


Zwangsarbeit gibts doch noch...
Nennt man inzwischen Zivildienst.
Und wenn ich meinen Chef manchmal so reden höre, dann meine ich, dass
es Leibeigenschaft auch noch gibt.

Autor: hans dieter (Gast)
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Bei dem Ausdruck "in den Verkehr bringen" greift das
Handelsgesetzbuch. Mit in den Verkehr bringen ist das Überlassen eines
Gerätes an eine andere Person gemeint ist.
Dann sind Geräte (und Bauteile) von der RoHS ausgeschlossen, die zur
Reparatur von Geräten dienen, die vor dem Stichtag in den Verkehr
gebracht wurden.

Autor: Ratber (Gast)
Datum:

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@Michael

>wangsarbeit gibts doch noch...
>Nennt man inzwischen Zivildienst.

....was derr Ersatzdienst für den Wehtdienst ist.
also ist Wehrdienst Zwangsarbeit.

Ja schaffen wir die Bundeswehr einfach ab.

Und Schuhlpflicht ist auch Zwangsarbeit.
Auch weg (Bringt ja offensichtlich eh nix )

'-)




>Dann sind Geräte (und Bauteile) von der RoHS ausgeschlossen, die zur
>Reparatur von Geräten dienen, die vor dem Stichtag in den Verkehr
>gebracht wurden.

Ach,Bekomme ich denn diese Geräte Gratis frei Haus ?

Schick mir mal bitte eine 2x150W Weller,eine komplette Heisluft und
Entlötstation (Natürlich auch von Weller).
Dazu brauche ich noch Diverse Geräte vom Multimeter bis zum
Spektrumanalyzer.
....................................................usw. '-)

Autor: Ratber (Gast)
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Hoppla.

Letzter Teil war an Hans Dieter gerichtet.

Autor: Michael (Gast)
Datum:

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So, ich habe mir fast den gesamten Text durchgelesen, wobei ich
bedauere, daß man kein Lesefilter hat, mit dem man gewisse
Autoren/Schwätzer ausblenden kann.

Mein Bestücker meint, der 1.7.2006 sei für Konsumgeräte; der
industrielle Bereich hätte als Termin den 1.7.2008. Das sind etwa zwei
Jahre mehr 'Luft' (Schaltjahr :-).
Das wäre die positive Nachricht.

Die negative ist, daß sich bleifreie Leiterplatten nicht mehr lagern
lassen, sondern umgehend bestückt und verlötet werden müßten. Das würde
alles deutlich teurer machen.

Autor: Henrik Reimers (Gast)
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Hallo,

> Die negative ist, daß sich bleifreie Leiterplatten nicht mehr
> lagern lassen, sondern umgehend bestückt und verlötet werden
> müßten. Das würde alles deutlich teurer machen.

ernstgemeinte Frage: Warum denn das? Meine Platinen von PCB-Pool,
die schön seit Mai letzten Jahres ROHS einhalten, machen auch bei
6 Monaten Lagerzeit keine Zicken bei der Bestückung. Bisher habe
ich auch noch nirgendwo irgendeinen Hinweis diesbezüglich gefunden.

Viele Grüße
Henrik

Autor: Ratber (Gast)
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>So, ich habe mir fast den gesamten Text durchgelesen, wobei ich
>bedauere, daß man kein Lesefilter hat, mit dem man gewisse
>Autoren/Schwätzer ausblenden kann.

Ja,geht leider nicht.


>Die negative ist, daß sich bleifreie Leiterplatten nicht mehr lagern
>lassen, sondern umgehend bestückt und verlötet werden müßten.

Wieder so ein Gerücht was umgeht.

Was sich ändert ist schlicht und ergreifend die zusammensetzung der
Chemischen Verzinnung der Leiterplatten und da sind die Lagerzeiten nur
unwesentlich anders als bei den alten.

Bei uns lagern wir zwar nicht lange bis zur Verarbeitung (Die Meisten
im Schnitt max 1 Woche.beim Rest schonmal 2 Monate) aber auch länger
gelagerte einzelstücke weisen keine Probleme bei der Verarbeitung auf.

Privat kann ich mit 4 SMD-Laborkarten von Reichelt (RE 435LF) aufwarten
die ich vor knapp 9 Monaten bekommen habe (War jedenfalls irgendwas um
Neujahr) und die Rohs-Konform sind.
Drei habe ich im laufe der Zeit aufgebraucht und eine ist noch hier.
die Vorletzte habe ich vor 3 Wochen verlötet und da waren auch keine
Probleme zu vermerken.

Nö also mir wäre es fremd das Bleifreie Karten irgendwie schneller
vergammeln als die Alten.
Is wie gesagt nur nen Grücht wie so viele.

Was natürlich eingeräumt werden muß ist die Möglichkeit das es Firmen
gibt die als Trittbrettfahrer mangelhaftes Material auf den Markt
werfen und so für Verwirrung sorgen.

Autor: Michael (Gast)
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@Henrik

Gut, nehme ich zur Kenntnis. Es mag aber sein, daß Bestücker andere
Anforderungen an die Lötbarkeit stellen.
Vieleicht hat jemand andere oder gleiche Erfahrungen gemacht.

Autor: Tostan (Gast)
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Ich habe auch eine Laborkarte von Reichelt,ein größeres Modell von
Februar,die keine Probleme bereitet.

Autor: Heinz (Gast)
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Als Hersteller hat man ganz andere Kriterien an die Leiterplatte.
Leiterpletten müssen von Sauerstoff weitgehend abgeschlossen sein, will
man sie länger als 4 Wochen aufbewahren. Die Lötergebnisse bei alten
Platten (> 6 Monate) sind für die industrielle Herstellung kaum
hinnehmbar, sodass Langzeitfehler vorprogrammiert sind.

RoHS-konforme Baugruppen sind sehr schwer umzustellen, da sich manche
Bauteilehersteller (insbesonders bei DIL-ICs) ebenfalls schwer tun. Es
gibt leider nunmal spezielle Schaltungen, wo man diese Bauteile nicht
gegen Andere ersetzen kann, so dass man als Hersteller auf die
RoHS-konforme Umsetzung absolut angewiesen ist. Wird nur ein Bauteil
nicht Umgesetzt, bedeutet das das AUS für diese Baugruppe oder Serie.

Grüße Heinz

Autor: Heinz (Gast)
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An Michael
Betreffend dem Termin zur Umstellung für die Industrie zum 1.7.2008
habe ich keine wirklichen Informationen finden können. Zu den
ElektroG-Terminen ist mir nur folgendes bekannt:

siehe
http://www.computerpartner.de/index.cfm?pid=178&pk...

Gruß Heinz

Autor: Michael (Gast)
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@Heinz

das mit 2008 ist womöglich auch nur 'geschwätzt' gewesen. Oder es
gibt spezielle Ausnahmen, die nur auf Wenige zutreffen.

Mittlerweile besorge ich mir Leiterplatten, die über den 1.7.06 hinaus
verwendet werden sollen, in NiAu; ist ein bißchen teurer, aber der
Stückzahlpreis ist dafür besser. Allerdings habe ich noch keinen
Anbieter gefunden, die bleifreie Lötbäder schon jetzt anbietet.

Und darauf, daß er sein 'Gepansche' mit mir beginnt, bin ich auch
nicht sonderlich erpicht. Schlechte Erfahrungen möchte ich mir gerne
ersparen :-)

Autor: Alban (Gast)
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Überall das gleiche chaos um die Umstellung.


@Ratber

Hast du neue Informationen über Lötgeräte und Zubehöhr ?
(Kolben,Stationen,Bäder,Spitzen etc.)
Du sitzt ja quasi an der Front.

Und wie bekomme ich raus welche Bauteile nun Konform sind und welche
nicht ?

Autor: Ratber (Gast)
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Mahlzeit


@Alban

>Überall das gleiche chaos um die Umstellung.

Ja,oft viel Rauch um nichts.
Hast du die Umstellung auf Bleifreies Benzin mitbekommen oder bei den
Bremsbelägen von Asbest auf andere Stoffe ?
Was haben se da alle geschriene das die motoren nun schneller kaputt
gehen oder die sicherheit bei den Bremsen nicht mehr da wäre.
Was ist passiert ?
Nix.
Unkenrufe,mehr nicht.
Due umstellung hat natürlich einige kleinen Wellenschläge aber die
meisten davon rühren eher daher das einige in Panik in die Wanne
gefurtzt haben. fg

>Hast du neue Informationen über Lötgeräte und Zubehöhr ?
>(Kolben,Stationen,Bäder,Spitzen etc.)
>Du sitzt ja quasi an der Front.

Nein nicht wirklich.

Die Schutzgasspitzen laufen gut.
Man muß sich nur daran gewöhnen aber das ist ja nix neues.
Auch einige ungereimtheiten bei den Elkos haben sich erledigt
(Frühausfall weil das Elyt verdampfte.Das geschieht bei ca. 200°C.Neue
Reflowkurve und gegessen das Thema.Ausfälle wieder auf normal)
Ein Lötbad ist angekündigt aber wann das kommen soll weiß ich nicht.
Ja und bei den Spitzen müßte ich lügen wenn ich sage das die besonders
schnell vergammeln.
Ich achte aber auch nicht besonders drauf.
So nach einigen Monaten kann ich das besser am Verbrauch sehen.
Bei den Platinen ist auch kein Problem in sicht was nicht schon vorher
ab und an mal aufgetreten ist.
Die Teile kommen ja aus Asien und sind damit insgesammt ca. 8 Wochen
seit der Produktion unterwegs.
Da gibt es schonmal ne beschädigte Palette weil eines der
Transportunternehmen angeeckt ist aber verschnitt ist eben überall.*g*
Hauptsache sie ziehen nicht zuviel Feuchtigkeit das wir längere
Trockenphasen brauchen.(Gibt sonst leichten Verzug im Epox was die
Axialbestücker nicht so dolle mögen).
Klar bei Maschinenbestückung und Lötung kommt es auf konstanz an.
Beim Heimischen Löten ist da eher uninteressant.



>Und wie bekomme ich raus welche Bauteile nun Konform sind und welche
>nicht ?

Nun dafür muß der Hersteller angeben ob die Ware Rohs Konform ist.
Dafür steht er dann auch gerade.
Ist aber eigentlich kein Problem.

Bei Händlern für den Endverbrauch siehts etwas anders aus.
Zwar schreiben sich mittlerweile fast alle sehr schnell eine
entsprechende Werbung auf ihre Homepages aber da "manchmal" weder
Einkäufer noch Lageristen in diese Richtung einen gewissen Sinn dafür
haben kann es passieren das alt und neu in einer Kiste landen (So wie
bei den LED's unterschiedliche Modelle in einen Topf geraten).
Wer also dort kauf aber sein Gebastel gewerblich veräussert der sollte
momentan vorsichtig sein.
Die Rechtliche lage in diesem Punkt ist noch etwas unklar wer haftet
wenn man eine gemischte Ware auf den Markt wirft auch wenn man es
niocht absichtlich macht.
Man könnte sich zumindest des Vorwurfs gegenübersehen das der
Betreffende Lieferant vieleicht nicht als gewerblicher zulieferer
geeignet sei da er seine Produkte nicht explizit in dieser Richtung
benennt.

Für den Privatbastler,der zum Eigenbedarf oder zum verschenken an
bekannte arbeitet,ist das aber uninteressant.
Der kann erstmal so weitermachen wie bisher.







@Heinz

>RoHS-konforme Baugruppen sind sehr schwer umzustellen, da sich manche
>Bauteilehersteller (insbesonders bei DIL-ICs) ebenfalls schwer tun.

Ja warum eigentlich ?
Was ist der Unterschied zwischen Rohs und den alten ?

Ich habs nun schon x-mal erklärt aber diese urbanen Legenden die sich
schon vor Jahren gebildet haben sind einfach nicht tot zu bekommen.
Die Technische Lösung ist dagegen ein Witz.




>Es
>gibt leider nunmal spezielle Schaltungen, wo man diese Bauteile nicht
>gegen Andere ersetzen kann, so dass man als Hersteller auf die
>RoHS-konforme Umsetzung absolut angewiesen ist. Wird nur ein Bauteil
>nicht Umgesetzt, bedeutet das das AUS für diese Baugruppe oder Serie.

Ja wie grsagt ist das eine Frage der "Nachfrage".

Was nicht mehr in vernünftigen Stückzahlen geht und /oder wo es was
besseres gibt wird der alte Zopf nun eben einfach abgeschnitten.

Die umstelllung auf Bleifrei wird nur gerne als Vorwand genommen um bei
einigen Bauteilen reinen Tisch zu machen weil es sich einfach nicht mehr
lohnt.

Besonders bei DIL kann man sich darauf einstellen das die in relativ
naher Zukunft vom Markt verschwinden.
Industriell gefertigte Schaltungen beinhalten normalerweise nur noch
SMD und in wenigen ausnahmefällen noch THT.

Bastler nutzen noch zum großteil THT aber auf die wird man wohl kaum
Rücksicht nehmen wenn man sich die Marktverhältnisse anschaut.

Zudem wird man sich eh auf SMD umstellen müssen denn die neuen und
meist damit auch atraktiven Bauteile gibts immer öfters SMD-Only.

So ist das eben mal.

Autor: Heinz (Gast)
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Hallo

Schade, wir hatten jetzt fast alles schon für bleifrei Lötungen
vorbereitet und auch schon RoHS-konforme Bauteile dafür angelegt. Nun
heißt es, dass die Grenzmenge (0.1%Pb) auf jedes IC und deren
"homogene Stoffe" angelegt wird, was bedeutet, dass Teile nicht mehr
RoHS-konform sind, die es vorher, bezogen auf ihr Gewicht sehr wohl
waren.

Wir werden uns nun überlegen, aus der ganzen RoHS-Geschichte
auszusteigen und wieder mit Blei löten. Fehlende (RoHS-konforme)
Produkte werden wir dann mit Produkten aus asiatischer Fertigung
kompensieren. Das ist allemal billiger und wesendlich stressfreier.

Der Gesetzgeber überspannt die Angelegenheit so sehr, dass auch das
Umweltargument hier in keinem Sinnvollen Zusammenhang mehr zu erkennen
ist. Ich denke, dass hier starke Lobbyisten am Werk sind und die
kleinen Betriebe ruinieren wollen, um auf diese (krumme) Weise mehr
Marktanteil zu aquirieren.

Einen schönen Gruß nach Brüssel
(und Besserwisser Ratber)

Autor: Michael Schmidt (Gast)
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Hallo Heinz!

Folgendes habe ich nicht verstanden:
Nun heißt es, dass die Grenzmenge (0.1%Pb) auf jedes IC und deren
"homogene Stoffe" angelegt wird, was bedeutet, dass Teile nicht mehr
RoHS-konform sind, die es vorher, bezogen auf ihr Gewicht sehr wohl
waren.

Was war gemeint?

Ansonsten, nachdem ich dies alles jetzt durchgelesen habe, stelle ich
fest, daß hier nur Angestellte und Bastler mitschreiben. Sonst wäre
schon einer tot umgefallen. Grüße, auch nach Brüssel

misc

Autor: Heinz (Gast)
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Hallo Michael

Ja, die Sache ist relativ kompliziert.
Zur zeit ist in Brüssel wieder mal eine Versammlung, die darüber berät,
wie lt. RoHS-Richtlinie denn die Anteile der verbotenen Stoffe
(insbesonders Blei mit 0,1% Gewichtsanteil) auf die Geräte anzurechnen
ist.

Es liegt bereits der Verdacht in der Luft, dass auch einzelne Bauteile
als Gerät zu verstehen sind (kaum zu glauben), so dass deren homogene
Inhaltsstoffe getrennt zu betrachten sind. Somit werden dann
RoHS-konforme Bauteile eventuell wieder unkonform, da die Menge an Blei
auf eine homogene Komponente betrachtet den Grenzwert übersteigt. Das
wäre dann das endgültige AUS für etliche Projekte, da es Bauelemente
gibt, deren Bleianteil gerade so unterhalb der Grenze liegen, wenn man
diese auf das Gesamtgewicht anrechnet.

Grüße von Heinz

Autor: Marillion (Gast)
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Nachdem ich vor 6 Monaten von obiger Definition(0,1% in homogener Masse)
gehört habe, war mir klar, daß eine letztendliche Definition, was
RoHs-konform ist, nur durch den EuGH(Europäischer Gerichtshof) zu
erwarten sei.

Insofern habe ich alle hektischen Bleifrei-Umstellungen vorerst
eingestellt.


Marillion

Autor: Heinz (Gast)
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Hallo Marillion,

so sehe ich das auch. Wir werden erst wieder mit der
Bleifrei-Umstellung weiter machen, wenn klar ist, dass wir diese auch
100%ig schaffen können (schon aus Gründen der Rechtssicherheit). Sollte
bereits ein unkonformes Bauteil (mit nur 0,00004 Gramm!!! Blei) es
erreichen, dass eine komplette Baugruppe nicht mehr RoHS-konfrom
hergestellt werden kann, ist eine gesamte Umstellung auf Bleifrei
völlig sinnlos. Entweder ist eine Baugruppe RoHS-konform, oder sie ist
es nicht. Dann dürfen wir eben nur noch an bestimmte Industriekunden
verkaufen, die von diesen Richtlinien ausgenommen sind. Das wird ein
schönes Hick-Hack mit den Kunden geben.

In diesem Sinne...

Autor: peter dannegger (Gast)
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Habe heute schon wieder nur mit bleifrei zu kämpfen.

Einige Bauteile werden als bleihaltig nicht mehr hergestellt, aber bei
der Umstellung auf bleifrei haben die Hersteller massive Probleme. Es
sind also auf Monate hinaus weder bleihaltige noch bleifreie Teile zu
bekommen.

Und unsere Produktion weiß nun nicht, was sie die nächsten Monate auf
die Platinen pappen soll.

Ich muß nun wieder mal, wie so oft in letzter Zeit, irgendwelche teuren
Restpostenverkäufer suchen oder welche anderen Teile von ihren Daten her
als Ersatz gehen.


Mich kotzt dieses scheiß Bleifrei so langsam aber sicher tierisch an !

Man kommt überhaupt nicht mehr zum Arbeiten, weil man nur noch mit
Ersatzteile suchen und Layoutänderungen und Nachtesten der Änderungen
voll beschäftigt ist !

Scheiß Bleifrei !!!


Der wirtschaftliche Schaden weltweit dürfte jetzt schon in die
Billionen Euro gehen.


Peter

Autor: Heinz (Gast)
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"Der wirtschaftliche Schaden weltweit dürfte jetzt schon in die
Billionen Euro gehen."

Milliarden Verluste sind auch schon schlimm genung, zudem die Wirkung
auf Umweltschädigungen nicht belegt und lediglich von den grünen
Richlinien-Dompteuren vermutet wurde. Dazu muss man sich die
Begründungen im Einzeln mal ansehen, die zu dieser
"sagenhaft-umwobenen" EU-Richtlinie geführt haben (nur blah-blah ohne
Fakten).

Tja Peter, und das alles wegen gerade mal 1% bleihaltiger Produkte, die
wir zudem auch noch zu über 80% aus dem Ausland importieren. Der Rest
ist freigestellt: siehe Autobatterien (das sind alleine schon 80%
Bleianteil), Medizintechnik, Militär, Kraftwerke, KFZ u.v.a.m.

Das Thema ist was fürs Witzebuch, wenn es nicht so traurig wäre.

Leider mupft hier niemand auf, denn dann wird er kurzerhand an den
Pranger umweltgläubiger Schaafe gestellt.

Ich denke, es wird Zeit für eine Petition auf höchster Ebene.

Autor: Winfried (Gast)
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Einen problematischen Stoff wie Blei generell Stück für Stück aus dem
Wirtschaftskreislauf herauszubekommen, halte ich auf jeden Fall für
sinnvoll. Früher hatten wir mal Rohrleitungen aus Blei und in vielen
Farben war Blei drin. Ist gut, dass das nicht mehr so ist.

Auch beim Löten auf Blei zu verzichten, finde ich sinnvoll, insofern es
gute Alternativen gibt und der Übergang sanft ist. Wie es derzeit läuft,
da sehe ich auch viele Probleme.

Autor: Heinz (Gast)
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"...und der Übergang sanft ist"

100% Zustimmung Winfried!

Wir werden am 1.07.2006 sehr wahrscheinlich über 800 kg bleihaltige
Bauteile auf den Schrott schicken (ironie sehr umweltfreundlich).

Woher das Geld für neue (bleifreie) Bauteile kommen soll, wurde in den
Richtlinien nicht berücksichtigt. Auch der Aufwand an Zeit und Logistik
ist kaum zu beziffern. Schon jetzt ist absehbar, dass wir über 40%
unserer Produkte nicht mehr herstellen werden. Um dies zu kompensieren,
werde ich wohl oder übel auf zwei bis drei Mitarbeiter zukünftig
verzichten müssen. Sehr schade.

Autor: Heinz (Gast)
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Autor: Heinz (Gast)
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Wieviel Illusion verträgt der umweltbewusste Mensch?

Heute wurden mehrere LKWs, beladen mit Müll (Autobatterien), an der
tschechischen Grenze abgewiesen, da es sich offensichtlich um illegalen
und umweltschädlichen Sondermüll handelt.

Ich frage mich ernsthaft, wie es sein kann, dass Autoakkus von der RoHS
ausgenommen wurden. Diese Zeitbomben sind ja immerhin für über 80% der
Gesamtmenge an Blei verantwortlich!!!

Denken Sie nicht auch, dass der in Säure zersetzte Bleischlamm, in den
sich langsam auflösenden Autobatterien, das Grundwasser wesentlich mehr
kontaminiert und verseucht, als ein paar Leiterplatten, wo das Blei in
einer festen, metallischen Verbindung mit Zinn sich nur unwesendlich
auswaschen lässt? Wer schon einmal uralte Geräte von einer Müllhalde
geöffnet hat, der weiß, dass diese Grundbehauptung, die letztendlich
als Begründung zu dieser Richtlinie diente, reine Umwelt-Propaganda
ist.

Offensichtlich funktioniert aber das Rücknahme- und Recyclingsystem der
Akkumulatorenhersteller mit angeblicher Stoffgewinnung nicht so, wie
geplant. Hatten Trittin, Kühnast, Clement und Kohn-Bendit hier etwa
Mitleid mit den Batterieherstellern und desshalb bei den
Elektronik-Herstellern in besonderer Weise zugeschlagen?

Was denken Sie: Ob vor diesem Hintergrund die verordnete Herstellung
von gerade mal 1% (jetzt RoHS-konformen) Elektronischschrott unsere
Umwelt wirklich retten wird, während Massen an alten Akkus auf den
Halden noch auf viele Jahrzehnte vor sich hin gammeln?

Komisch auch, dass man solche Umweltnachrichten lediglich als Randnotiz
im BTX nachlesen kann. Will man hier ein großes Problem etwa keinreden?

Grüße Heinz

Autor: peter dannegger (Gast)
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Da hammer den Salat, der Schaltkreismarkt spielt nun völlig verrückt.

Für einen dringend benötigten IC habe ich jetzt als frühestes
vorläufiges Lieferdatum KW 46 genannt bekommen, d.h. real wohl nicht
vor 2007.

Es kam schon seit Ende 2005 immer schlimmer und man dachte, schlimmer
kann es doch nicht mehr kommen, aber es kommt schlimmer und ein Ende
ist nicht abzusehen.


Ich sach jetzt mal meinem Chef, wir machen bis 2008 Betriebsurlaub.
Entweder den Herstellern ist bis dahin das Unmögliche gelungen oder die
RoHS wurde zurückgenommen.

So kann doch kein Mensch arbeiten, demnächst müssen wir wohl noch
Röhren einsetzten, weil es keine ICs mehr gibt.


Peter

Autor: hans dieter (Gast)
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bei uns ist das das selbe:
lieferzeiten die jedes limit sprengen, und müll-entsorger, die noch nie
was von rohs gehört haben
JAU! der entsorger hat die tonne mit der aufschrift
"elektronikschrott" einfach genommmen und zu den anderen gekippt.
und dann noch die schöne mehrwertsteuer-erhöhung. super nicht nur dass
die bauteile verspätet oder gar nicht geliefert werden können die
werden noch teurer so eine scheisse.
wir sollten es entlich wie die franzosen auf die straße gehen.

Autor: Profi (Gast)
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Zum Thema Quecksilberschalter:
Wie oft habe ich schon bei Restaurierungen von alten Wohnungen gesehen,
dass diese Treppenlicht-Zeitschalter einfach rausgerissen und in den
Müll, oft sogar in den Bauschutt geworfen werden.

Und wenn man die Leute darauf hinweist, bekommt man noch blöde
Antworten.
Die meisten Leute wissen viel zu wenig und scheren sich nicht darum.

Zum Thema vermeidbares Blei:

Ich finde auch problematisch, dass viel Blei (z.B. Angeln, Modellbau,
Jagdschrot, WC-SpülkastenautomatAustrickser ("Wassersparer"),
Zinnfiguren, Sylvesterbleigießsets) in den Umlauf kommt, und kein
Hinweis darauf zu finden ist. Nicht einmal ein Symbol, dass das Zeug
auf den Wertstoffhof gehört.

Zum Thema Schießstand: auf jedem Volksfest und in jedem Schützenverein
gibt es diese Schießbuden, die genauso mit Blei rumballern und das
einfach in den Müll kippen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Vor langer Zeit habe ich auf dem Oktoberfest einen großen Budenbesitzer
angesprochen, der war sogar so nett, zwei Wochen lang seinen Kehricht zu
sammeln: 2 Eimer randvoll, ca. 50 kg. Habe ich ausgesiebt und zum
Metallhändler gebracht.
Aber selbst kämen die wohl nie auf eine solche Idee, wäre ja mit Arbeit
verbunden. Den Leuten ist überhaupt nicht klar, was sie eigentlich
machen.

Autor: arsh0r (Gast)
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hab da ma in nem praktikum ne lustige geschichte mitgekriegt. ein
mitarbeiter war auf einem vortrag von einer firma die
solar-wechselrichter herstellt. die hatten ein problem mit der
reperatur der platinen, wenn man nämlich z.b. ein bauteil das verbleit
gelötet wurde uns es durch ein bleifreies ersetzt entsteht ne ganz
komische legierung. die verbleit-bleifrei legierung ist so spröde das
das bauteil über kurz oder lang einfach abfällt...

Autor: +-+-+-+-+-+ (Gast)
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"wenn man nämlich z.b. ein bauteil das verbleit
gelötet wurde uns es durch ein bleifreies ersetzt entsteht ne ganz
komische legierung. die verbleit-bleifrei legierung ist so spröde das
das bauteil über kurz oder lang einfach abfällt..."

Nichts weiter als eine blöde Ausrede für eine Fehlerhafte Reperatur!
Die Aussage ist Schwachsinn!

Autor: Peter Richt (peterricht)
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Hallo,

habe jetzt zwar schon alles durchgelesen, aber sehe irgendwie den Wald
vor lauter Bäumen nicht mehr.

Vertreibe nebenberuflich eine kleine Anzahl von Geräten und wollte das
dann über die VERE abwickeln. Ich habe das so verstanden, das die für
mich den ganzen Papierkram übernehmen, und auch denen dann und nicht
mir die Container vor die Tür gestellt werden.

Leider antworten die nicht auf meine E Mails, sind wohl überlastet.

Vielleicht hat ja hier schon jemand Erfahrungen mit denen gemacht, und
oder gibt es noch andere Firmen die soetwas anbieten.

In jedem Fall suche ich jemanden der mir den ganzen Schriftkram usw.
abnimmt.

- welche Einmalkosten würden entstehen
- mit welchen Kosten müßen wir bei der Entsorgung von ca 100
Kleingeräten  Geräten/Jahr rechnen

Den Ablauf würde ich mir so vorstellen:

- ich melde denen einmalig am Jahresende die Anzahle der verkauften
Geräte in aktuelle Jahr, und die übernehmen dann den Rest
- wenn ich im folgenden Jahr keine Geräte mehr verkaufe melde ich denen
dann einfach die Anzahl 0 und es entstehen mir keine Kosten

Wäre das so denkbar, oder bin ich da total auf dem Holzweg?

MFG

Peter

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir interesieren uns für eine Mitgliedschaft bei Ihnen.

Wir beabsichtigen ca. 100-300 Hand-Messgeräte (Spannungsmesser usw..)
pro Jahr zu vertreiben. Das Gewicht liegt bei ca. 350g / Gerät. Das
Gesamte Volumen für 300 Geräte liegt bei ca 1m3.
Hierbei ergeben sich allerdings noch ein paar generelle Fragen, die sie
uns vielleicht kurz beantworten könnten:
- mit welchen Kosten müßen wir bei der Entsorgung von 300 Geräten/Jahr
bei Ihnen rechnen
- muß man noch mit weiteren Kosten rechen, außer denen die bei Ihnen
entstehen
- wir stellen uns das so vor, dass ich Ihnen dann jedes Jahr die Anzahl
der verkauften Geräte melde und Sie dann eine entsprechende Rechnung
erstellen, oder?
- wenn ich keine Geräte verkaufe entstehen auch keine Kosten, oder?

Mit freundlichen Grüßen.

Peter

Autor: Katharineis (Gast)
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Cool post!, man

Autor: Controller (Gast)
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Das zeigt doch das Problem in Deutschland. Keiner weis was und wenn Du 
Auskunft willst kostet es vielleicht noch Geld. In Deutschland kann man 
nichts produzieren.

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