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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATmega8A Hoher Stromverbrauch nach Reset


Autor: Hubert G. (hubertg)
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Hallo
Ich habe die Frage schon mal gepostet, allerdings mit einem unglücklich 
gewählten Betreff.
Die Frage habe ich auch im avrfreaks.net gestellt, allerdings keine 
Erklärung bekommen.
http://www.avrfreaks.net/index.php?name=PNphpBB2&f...
In einem anderen Post wird ebenfalls von einem Stromanstieg in einer 
stark gestörten Umgebung geschrieben.
http://www.avrfreaks.net/index.php?name=PNphpBB2&f...

Es liegt vielleicht auch an meinen Englisch-Kenntnissen die zwar reichen 
um ein Datenblatt zu lesen aber nicht für eine ausführliche 
Kommunikation.

Ich habe mehrere Schaltungen in Betrieb (www.schorsch.at 
Transistorteseter, Quarztester) mit einem ATmega8L-PU oder 
ATmega8-16-PU. Diese funktionieren einwandfrei.
Ersetzte ich nun diese Kontroller durch einen ATmega8A-PU, so steigt der 
Stromverbrauch der Schaltung nach einem manuellen Reset um mehr als 
100mA an und geht erst nach einem Power-Down wieder auf normalen Wert 
zurück.
Ich habe das dann auch auf einem Steckbrett probiert, nur mit 
Grundbeschaltung. Das Ergebnis ist das gleiche.
Nach vielen Tests bin ich auf folgendes Ergebnis gekommen. Der Fehler 
tritt nachvollziehbar auf:
Spannung höher als 4,9V
Kondensator 100n von Reset nach GND
Ein nicht prellfreier Resettaster
Es ist egal ob der Kontroller neu oder programmiert ist. Ich habe mehr 
als 100 Stück liegen und zum testen willkürlich aus den Stangen 
herausgenommen.

Hat vielleicht jemand einen Atmega8A und könnte das ebenfalls testen.
Reset am besten mit einem Stück Draht machen, das prellt sicher.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Hi Hubert. Mangels Atmega8A kann ich dir leider keine Testdaten liefern.

Aber eine Frage: Ist der prellende Resettaster und manueller Reset nötig 
oder tritt der hohe Strombedarf auch auf, wenn du mit dem ISP-Programmer 
Resets machst?

Im anderen Posting hattest du ja geschrieben, dass der hohe Strombedarf 
nicht auftritt, wenn du den 100nF am Resetanschluss weg lässt. 
Vielleicht wäre das (oder andere Kapazitäten) ein Workaround.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Hallo Stefan
Das Prellen ist anscheinend notwendig. Mit dem ISP-Programmer tritt das 
nicht auf, werde ich aber noch mal explizit testen.
Es ist richtig, wenn ich den 100n weglasse tritt der Fehler nicht auf. 
Mit einem "prellfreien" Taster aber auch nicht. Ansonsten lässt sich der 
Fehler problemlos reproduzieren.
Der 10k von VCC nach Reset hat keine Auswirkung, egal ob vorhanden oder 
nicht.
Mit dem Oszi habe ich mir das mal angesehen. Ohne Kondensator sind 
viele, sehr kurze Spikes zu sehen. Mit Kondensator sind es nur wenige 
aber deutlich länger Spikes.
In dem von mir angeführten posting wird ja auch von einer stark 
gestörten Umgebung geschrieben.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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ISP noch einmal ausführlich getestet, damit ist der Fehler nicht zu 
reproduzieren.
Ich weiß nicht was ich da noch machen soll, mein Vertrauen in diese 
Controller ist nicht mehr sehr groß, allerdings kann ich auch nicht mehr 
als 100 Stück in die Mülltonne schieben.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Das Problem scheint ja sogar bei nem unprogrammierten MC aufzutreten.
Schreib dochmal an Atmel und telefonier mit Ineltek oder MSC.

Hat zwar nichts mit Deinem Problem zu tun:
Vielleicht kannst Du mal nen ATmega8A nehmen und zwischen VCC und AVCC 
messen, ob der Kurzschluß immer noch da ist.

Ich finde es höchst befremdlich, daß Atmel das hartnäckig ignoriert und 
nicht dokumentiert, genauso wie den kritischen I2C-Multimaster Bug.
Wenn man nicht AVRfreaks mitlesen würden, wäre man aufgeschmissen.


Peter

Autor: Peter R. (pnu)
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Ich würde in diese Richtung suchen: Hochlaufzeit zu kurz, da die 
reset-Spannung zu langsam ansteigt, und das Prellen mehrere Resets 
zusammenstottert.

Mach einmal die Hochlaufzeit (start-up-time) größer. Gerade für die 
Schwierigkeiten beim Hochlaufen ist die Wartezeit von 64ms bei der 
längsten start-up-time gedacht.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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@ Peter Dannegger

Die Verbindung zwischen VCC und AVCC besteht nicht mehr. Mit einem 
normalen Multimeter gemessen im MOhm Bereich.

@Peter R

Mit der Hochlaufzeit kann es nichts zu tun haben. Bei internem 
1MHz-Oszillator ist ohnehin die längste Zeit eingestellt.
Ein Controller mit Quarz zeigt in der obigen Schaltung das gleiche 
Verhalten. Hier kann der Oszillator gar nicht laufen.

Das von mir aufgezeigte Problem wird wohl als Eigenfehler abgetan, wie 
auf der AVRfreaks Seite, die ich allerdings seit heute Mittag nicht mehr 
aufmachen kann.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Noch mal zum aufwärmen.
Hat vielleicht jemand einen Mega8A-PU liegen und könnte mein Problem 
nachstellen.

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