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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hysteresekurve aufnehmen


Autor: Benito (Gast)
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Hallo,

von einer ringförmigen Probe aus Stahl möchte ich eine Hysteresekurve 
aufnehmen. Dazu möchte ich die Transformatormethode anwenden und habe 
auf die Probe zwei Spulen mit je 25 Windungen aufgebracht.

Die Primärspule wird mit 50 Hz Wechselspannung beaufschlagt, der Strom 
durch die Spule wird mittels Shunt (1 Ohm) gemessen und an den X Eingang 
eines XY-Oszilloskops gelegt.
Die induzierte Spannung an der Sekundärspule wird über ein RC-Glied 
integriert (100k und 470n). Die Spannung des Kondensators wird an den Y 
Eingang gelegt.

Nun habe ich folgendes Problem: Es kommt die Hysteresekurve im Anhang 
heraus, die ich mir nicht erklären kann.
Wenn ich eine gleich große Probe aus Ferrit messe, erhalte ich eine 
schöne Kurve, wie aus dem Lehrbuch.

Kann mir jemand erklären, was ich falsch mache und ändern muss?
Welche alternativen Möglichkeiten gibt es, auf einfache Art und Weise 
die magnetischen Eigenschaften einer Probe zu bestimmen?

Danke für eure Hilfe!

Autor: MaWin (Gast)
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> die ich mir nicht erklären kann.

Ins blaue geraten: Effekt von Eddy-currents, Wirbelströmen weil das 
Stahlstück so gross und halbwegs elektrisch leitend ist.

Vielleicht mal mit 5Hz probieren.

Autor: Wolfgang Schmidt (wsm)
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Dein RC-Glied erzeugt eine Phasenverschiebung und integriert.

Du musst die direkte Sekundärspannung messen !

W.

Autor: Benito (Gast)
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Mit geringerer Frequenz ansteuern werde ich probieren.
Der Stahlring hat nur 2 cm Durchmesser und ist 1 cm hoch, da sollte bei 
dem Strom eigentlich schon eine gewisse Flussdichte aufkommen.

Das RC-Glied und dessen Integration der Sekundärspannung ist sehr 
wichtig. Die Sekundärspannung ist ja eine Funktion der Änderung des 
magnetischen Flusses über der Zeit. Durch die Integration kann aus der 
Ausgangsspannung der magnetische Fluss berechnet werden.

Morgen werde ich eine kleinere Probe fertigen, vielleicht bin ich 
einfach noch zu weit von der Sättigung des Materials entfernt.

Autor: franz (Gast)
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Das RC Glied hat eine Zeitkonstante von 47ms.
Bei 50 Hz ist die Periodendauer 20ms. Würde Tau des RC Glieds auf ca 
200ms legen um eine Tntegration besser anunähern.

Autor: John McBreen (Gast)
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Das Integral über eine Halbwelle erlaubt die Bestimmung der Flussdichte.

In deinem Fall ist die Integrationszeit zu lang.

Lass mal das RC-Glied ganz weg !



jo

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