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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unidirektionale Überspannungsschutzdiode/Welche Richtung?


Autor: Thomas O. (Gast)
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Hallo,

kann mir jemand sagen in welche Richtung ich einen unidirektionale
Überspannungsschutzdiode betrieben muss? So wie eine Z-Diode oder
umgekehrt.

Konkret handelt es sich um eine P6KE15A.

Autor: flyingwolf (Gast)
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< unidirektionale
Nun, da sie ja UNIDIREKTIONAL ist, wird es vermutlich egal sein, oder?,
sonst wäre es ja keine unidirektionale Schutzdiode.
Die Frage läßt aber vermuten, das Du die Diode einsetzten wolltest um
eine Gleichspannung zu schützen? Dann hast Du wohl die falsche Diode
gekauft.

Autor: flyingwolf (Gast)
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tschuldigung
Unidirektional natürlich mit Ring an Plus! Das andere ist Bidirektional
Asche auf mein Haupt

Autor: Thomas O. (Gast)
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Hallo,

ich habe beide Typen hier 15A und 15CA entweder mach ich sie vor den
Gleichrichter oder danach und vor den LM7805.

Als wenn mir mal kurz jemand sagen könnte welche ich nehmen soll wäre
das sehr nett.

Ich habe angenommen die Dinger funktionieren wie eine Z-Diode nur das
sie viel mehr vertragen und deswegen nicht umbedingt ne
Begrenzungsweiderstand benötigen.

Autor: remo (Gast)
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Die CA ist eine bidirektionale, die nimmste.
Das hat gleich zwei Vorteile:
Die kannst du dann auch schon vor den Gleichrichter setzen und du
schuetzt damit auch gleich den Gleichrichter vor Spannungsspitzen, die
ihn tzerstoeren koennten.
Ausserdem kann man sie nicht falschrum einbaun :-)

Eine solche Schutzdiode ist nicht robuster, wie eine Z-Diode, sondern
viel schneller und brutaler, was die Begrenzungschakteristik angeht.
Man nimmt sie zum Schutz vor sehr kurzen Spannungsspitzen, wie sie auf
dem Stromnetz auftreten koennen, wenn ein Blitz on die
Hochspannungs-Freilandleitung einschlägt. Dadurch, dass bei hohen
Spannungen der Widerstand dieser Dioden gegen Null geht, schliessen sie
den Eingang praktisch kurz. Die Spannung fällt dann am einspeisenden
Trafo ab, der das aber für die kurze Zeit normalerweise aushält.

Autor: Thomas O. (Gast)
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Hallo,

@Remo: Danke für deine kurze und gute Erklärung.

Autor: Konrad Heisig (Gast)
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Hallo,

allgemein ist es aber zu empfehlen die Diode nur dazu zu verwenden eine
Sicherung durchbrennen zu lassen. Auf diese Weise kann die Schaltung
auch dann nicht zerstört werden wenn der Überspannungsimpuls so lange
dauert dass die Diode zerstört wird - die dann natürlich keinen Schutz
mehr darstellt.

MfG
Konrad

Autor: Kersten Decker (unbenannt-editor)
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Hi!
Wollte wissen was eine Überspannungsschutzdiode macht, nun weiß ich
es.
;-)

Meine Frage dazu: Für mich hört sich die Funktion genau so an wie die
einer Crowbar-Schaltung? Ich suche einen geeigneten Weg, um den Ausgang
eines Netzteiles zu schützen bzw. den angeschlossenen Verbraucher.
Bei Spannungen > 35V wollte ich mit mit einer 36V Z-Diode + Thyristor
einen Kurzschluss erzeugen und damit eine Feinsicherung durchbrennen
lassen. Oder eignet sich so eine Diode besser? Sollte die Feinsicherung
flink sein oder kann sie auch Träge sein?

Im Normalbetrieb fließen maximal 2A, bei mehr als 2A reagiert eine
Strombegrenzung. Ich befürchte, dass eine flinke Sicherung dann auch
reagieren könnte.
Die Crowbar soll bei einem Defekt des Netzteiles greifen, in diesem
Fall wäre auch die Strombegrenzung ausgefallen, die Feinsicherung muss
also rein.

Gruß
Kersten

Autor: Profi (Gast)
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Solche Crowbar-Schaltungen haben bei mir schon manche Schaltung
gerettet.

Träg oder flink hängt davon ab, wieviel Impuls der Thyristor aushält.

Mehrere Male hat es den Thyristor erwischt: er schmilzt und macht einen
Kurzschluss, die Schaltung bleibt geschützt.

Ähnliches glaube ich gilt auch für die Absorber-Dioden: sie sind extra
so konstruiert, dass sie bei Überlastung einen Kurzen produzieren.

Zum Ansteuern des Thyristors dürften sich beide eignen.

Autor: Kersten Decker (unbenannt-editor)
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Hallo, danke für die Antwort!
Der Hinweis mit dem Verhalten beim Durchschmelzen hat mich weiter
gebracht. Ich werde eine träge Sicherung verwenden damit im
Normalbetrieb die Strombegrenzung vom Netzteil wirken kann.

Kersten

Autor: Thomas (Gast)
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Wenn das Netzteil eine Strombegrenzung hat, wird es evtl. schwierig eine
Sicherung durchbrennen zu lassen, da muss schon einiges mehr als der
Nennstrom fließen....
Bei Crowbar mit Thyristor ist eine Ansteuerung mit einem Komparator +
Referenzspannung u.U. günstiger, da damit die Schwelle einstellbar
wird.

Gruß Thomas

Autor: Kersten Decker (unbenannt-editor)
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Die Sicherung soll im Normalfall nicht durchbrennen:
Die Crowbar + Feinsicherung soll dann wirken, wenn die Regelung des
Netzteils defekt ist und am Ausgang daher die volle Spannung (> 35V)
anliegt oder ein Strom > 1,5A.

Im Normalbetrieb darf die Sicherung bei Kurzschlüssen nicht
durchbrennen, da die Strombegrenzung ja arbeiten soll.
Die Strombegrenzung arbeitet per Shunt -> OP -> Linearregler.
Ich denke das ist auf jeden Fall schneller als eine Feinsicherung?
Wenn das Netzteil maximal 1,5A liefern soll, wie sollte man die
Sicherung dimensionieren? Sie soll wie gesagt bei einem Ausfall der
Spannungs - oder Stromregelung greifen.

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