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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik rechtliche Frage wegen EMV und Verkauf ...


Autor: Effex (Gast)
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Hallo,

ich habe eine kleiner Anwendung entwickelt und möchte diese ganz gerne
unter Leute bringen. Eigentlich geht es mir gar nicht wirklich um
großartigen Gewinn, möchte dies aber trotzdem gerne gewerblich
betreiben, um nicht irgendwann Probs mit dem Finanzamt zu bekommen. Da
bietet es sich doch an mein sowieso laufendes Nebengewerbe (Handel)
dafür mitzunutzen.

Jetzt habe ich aber aus kostengründen sowohl für mich als auch die
potentiellen Käufer in keiner Weise vor alles wegen der EMV-Richtlinien
zu optimieren ...

Da die Zielgruppe sowieso in den meisten Fällen technisch etwas
versiert ist, würde sich ein Verkauf als Bausatz anbieten ...

Dann kann ich doch auf EMV-Richtlinien verzichten - oder ?

Weiterhin würde ich das ganze bei genug Interesse auch komplett
ausliefern (inkl. vorgefertigtem Kunststoffgehäuse, welches eine nahe
Kunststofffabrik kostengünstig ab einer bestimmten Menge fertigen
würde)

Verhält sich die rechtliche Situation bei einer Auslieferung absolut
aller Teile zur Montage noch genauso ?

Ausserdem hatte ich mir überlegt für die wenigen, die keinerlei
Löterfahrung haben, optional einen Zusammenbauservice gegen Entgeld
anzubieten?

Wie sieht es da dann rechtlich aus ? Müssen auf diesem Wege die
EMV-Richtlinien erfüllt sein ?

Ich weiß - eigentlich sollte ich mich von einem Anwalt beraten lassen -
aber da es weitestgehend doch ein MINIMAL PROFIT - Projekt wird, will
ich mir das nicht leisten ... das würde ja schließlich nicht nur für
mich teurer werden sondern im Endeffekt auch für den Käufer ...

Vielleicht hat ja hier jemand die nötigen Kenntnisse ...

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Wenn Du einen Bausatz verkaufst, dann bist Du NICHT Hersteller und
bringst auch keine Geräte in Verkehr. Damit entfällt Dein
EMV/CE-Problem. Der Kunde (wahrscheinlich Bastler) haben das dann.

Baut hier eigentlich noch jemand selber PCs zusammen und verkauft sie?

Autor: Johannes (Gast)
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Soll dass heissen, das ich ohne ein gewerbe anzumelden einfach so
bausätze verkaufen darf ? oder versteh ich das falsch ?

MfG

Autor: Effex (Gast)
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nein Gewerbe muss sein ... Finanzamt will ja wissen was du an Gewinn
erwirtschaftet hast ...

Mich interessiert vor allem noch die Sache mit dem optionalen Service
"Zusammenbau" !?

Danke

Autor: Thomas Burkhardt (Gast)
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Das verstehst du falsch :)

Gewerbeanmeldung und EMV/CE sind zwei Paar unterschiedliche Schuh'.

Autor: Ithamar Garbe (Gast)
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> Baut hier eigentlich noch jemand selber PCs zusammen und verkauft
sie?

JA ;)

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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"Gewerbeanmeldung und EMV/CE "

Richtig. Flugzeugbetankung und Karnickelzucht sind ja auch zwei
verschiedene Dinge.

Ich denke, Du solltest erstmal ein wenig auf den Seiten hinsichtlich
EMV und CE-Anmeldung herumstöbern. Dann herausfinden, welche
Geräteklasse Du baust und damit welchen Regularien unterliegst. Dann
herausbekommen, ob Du handel, Dienstleister oder sonstiges Gewerbe
bist, welche Auflagen Du zu erfüllen hast. Dann Finanzamt,
Steuerberater und IHK kontaktieren.

Wenn Du damit durch bist, kannst Du drüber nachdenken, etwas öffentlich
rechswirksames zu machen, ohne in die ANfängerfallen zu tappen.

Gfs ist es aber besser, Du konzentrierst Dich auf Deine Hausaufgaben,
damit Du den Abschluss packst ;-)

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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>>Baut hier eigentlich noch jemand selber PCs zusammen und verkauft
sie?

>JA ;)

Ich frage, wegen genau EMV-Tests und CE-Zeichenvergabe. Wie machst Du
das ?

Autor: Richie (Gast)
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Wo ist denn da bei PCs ein Problem?

"ist es aber besser, Du konzentrierst Dich auf Deine Hausaufgaben,"
Hört sich tatsächlich an, als sei er noch Schüler. In jedem Falle rate
ich dazu, sich gründlich zu informieren, bevor man was aufzieht. Sonst
kann es teuer werden. Versicherungen nicht vergessen!

Autor: Effex (Gast)
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Nein - Schüler wirklich nicht ... vielleicht kenne ich mich in dem
Bereich nicht allzugut aus, weil ich ausser Hobbybasteleien damit
eigentlich nichts zu tun habe und auch noch nie damit zu tun hatte !?

ich bin nur einfach darum bemüht ohne irgendwelche grossen finanziellen
Ziele und ohne grosses trara eine Schaltung (spezialisierter
Midi-Sequenzer) zu vertreiben, ohne dass mir jemand an den Karren
fahren kann ...

genau deshalb suche ich ja die Lösung für die einfachst mögliche
Realisierung ... weil bei dem ganzen Gesetzeswirrwarr schon einem die
Lust vergehen kann und ich das Teil vielleicht am Ende doch für mich
behalte !?

Autor: Sven Müller (Gast)
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Eine Möglichkeit wäre das ganze als ausatz zu verkaufen und den Käufer
z.B. noch ein IC in nen Sockel drücken zulassen.
Man sollte sich aber trotzdem etwas damit beschäftigen was so ein CE
Siegel bedeutet. Du erklärst damit das dein Gerät den geltenden
Richtlinien entspricht. Eine Prüfung ist nicht vorgeschrieben! Schätzt
du ein das nichts passieren kann (Störaussendeng) kannst du fast ein CE
Zeichen draufkleben, das ist dann dein Unternehmerisches Risiko.
Passiert docheinmal etwas (z.B. deine Geräte stören den Fernsehempfang
rundrum) wird es nicht sofort teuer, du kannst dann erstmal
nachbessern.

Autor: Michael (ein anderer) (Gast)
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@Effex:

Ich will Dich ja nicht entmutigen, aber: Ein Gewerbe in Deutschland
aufbauen das auf "Sparflamme" läuft, funktioniert nicht. Das fängt
dann schon damit an, dass Dir dann das Finanzamt fehlende
Gewinnabsichten unterstellt.

Hier gibt es dermassen viel Bürokratie, Zwangsverbände, Kammern und
Gemeinden etc., die alle kräftig die Hand auf halten, wenn Du
unternehmerisch tätig werden willst. Das klappt finanziell auch gar
nicht.

Der zweite Grund warum sich das in Deutschland nicht lohnt, ist die
rechtliche Seite. Als Unternehmer stehst Du heute nicht mehr mit einem
Bein im Knast, sondern stehst automatisch schon mit dem zweiten Bein
drin. Das rechtliche Risiko ist praktisch unkalkulierbar, so dass sich
das Risiko nur dann lohnt, wenn Du auch ordentlich Gewinn einfährst,
nachdem Du die ganzen Sesselfurzer der Bürokratie durchgefüttert hast.
Nur ein kleiner Fehler auf Deiner Homepage, und Du kannst gleich mal
mehrere Kilo-Euros an so einen Rechtsverdreher, Verbraucherzentrale
oder an einen "Wettbewerbsverein" abdrücken.

Die Politik hier in Deutschland ist dermassen von den Lobbyisten der
Großindustrie durchtränkt, dass diese Markteintrittsbarierren ständig
erhöht werden. Denn die etablierten Unternehmen haben überhaupt keine
Lust darauf, dass irgendwelche pfiffigen Kleinunternehmen sich zu einer
Konkurrenz entwicklen könnten. Also werden die Hürde für Unternehmertun
möglichst hoch gelegt.

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo an alle EMV interessieten,
ich habe ein recht gutes pdf gefunden in der die Vorgehensweise einer
EMV Analyse beschrieben ist.

http://europa.eu.int/comm/enterprise/electr_equipm...

Ich hab da grad mal ne halbe Stunde drin gelesen, da ich im prinzip
genau das gleiche Problem wie Effex habe. Ich habe das so verstanden
das keinerlei Protokolle von irgendwelchen Messdaten vorliegen muss.
Man muss einfach nur garantieren das die Geräte keine anderen Geräte
stören und das sein Gerät nicht durch andere Geräte gestört wird, oder
wie? Wenn man bedenkt das auf Frequenzumrichtern oder Fernsehern oder
Leuchtstoffröhren CE KEnnzeichen  problemlos möglich sind, dann sollte
doch eine kleine Platine, welche in einem Kunststoffgehäuse sitzt und
über einen Mikrocontroller z.B. 7-Segmentanzeigen steuert und zu dem
noch über ein Steckernetzteil mit CE-Kennzeichen versorgt wird
eigendlich lein Prblem sein oder?

mfg
Stefan

Autor: phoenix (Gast)
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Nicht viele Unternehmer in diesem Forum eh?

1. Wo kein Kläger, da kein Richter. Du darfst privat alles verkaufen
was Du selbst baust, dafür haftest Du aber auch privat. Wenn Du eine
Rechnung mit Märchensteuer schreiben willst, weil Dein Kunde das Zeugs
bei der Steuer absetzen will, musst Du eine Stuernummer haben um die
Steuern abzuführen. Natürlich musst Du dann auch den Gewinn versteuern.


2. Ein Unternehmen kanst Du jederzeit gründen. Du musst nur dann
Gewinnabsichten nachweisen, wenn Du beim Finanzamt Kosten für Dein
Unternehmen absetzten willst. Diese Hürde mit den Gewinnabsichten ist
eh bloß für Leute gedacht, die die Kosten für Ihre Kinder beim
Finanzamt absetzen wollen.

3. Wenn Du ein Unternehmen anmeldest und Elektronik verkaufst, kommen
natürlich alle angeschissen, die sonst nichts besseres zu tun haben und
erklären Dir, dass du 67 Schwerbehinderte einstellen musst, je für
Heteros, Schwule, Männlein, Weiblein, Staubmilben und Gäste ein eigenes
Klo bauen musst. Vergiss es! Ein Feuerlöscher hinter der Tür ein
Verbandskasten im Schrank, das wars. (Wohl gemerkt!
Einmann-Unternehmen!!)

4. Für die Sachen die Du baust, haftest Du, als GBR mit dem Gelben in
Deinen Ohren. Wenn Du also etwas baust, was zu Produktionsausfall,
Schädigung ... führt, gründe eine GMBH, weil Du als Gesellschafter nur
mit der Höhe Deiner Einlage (ich glaub im Moment 10.000€ haftest.)

5. Wenn Du etwas baust, muss es die Anforderungen von DIN ISO und so
weiter erfüllen. Das fängt bei Giftstoffen an und hört bei EMV auf.
Darum lagert man alles aus, was geht. Leiterplatten läßt man machen,
Bestücken läßt man machen ... So landet der schwarze Peter beim
Zulieferer. Natürlich musst Du von dem im Auftarg die Einhaltung der
geltenden Bestimmungen verlangen.

Für kleine Stückzahlen die Du in wenigen Wochen auf den Markt werfen
willst:
-Gewerbe anmelden.
-Produzieren.
-Verkaufen.
-Finanzamt beglücken.
-Laden zumachen.

Autor: OlliK (Gast)
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Punkt 4 ist nicht ganz korrekt, da gibt es noch die Durchgriffshaftung:
http://www.steuernetz.de/homepages/gmbh_geschaefts...

Autor: phoenix (Gast)
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OK! Wir waren ja gerade noch bei der legalen Geschäftsausübung.
Den Kurs für Steuerhintererziehung, Verschiftung des Kapitals ins
Ausland, Konkursverschleppung, Kreditbetrug, Fälschung von
Warenzeichen, Lohndumping füge ich dann auf Anforderung gegen eine
geringfügige Bearbeitungsgebühr bei.

Autor: Effex (Gast)
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Das mit dem Gewerbe und Gewinnabsichten ist kein Problem, ich führe
bereits neben meinem Job ein Gewerbe (Handel), dass ich dafür nutzen
könnte. Ich weiss auch wie gefähliches ist auch nur eine falsch
formulierte Klausel auf der Homepage zu haben, ich arbeite immerhin in
einem Unternehmen dessen Onlineshop bei der IHK als Referenz für die
rechtlichen Geschichten angegeben wird ...

Privat verkaufen ist so eine Sache ... ich kenne einen Erbauer eines
anderen Projektes auch aus dem Bereich Musik, den Namen nenne ich
natürlich nicht ;o)
Jemandem hat die ganze Geschichte nicht gepasst und Schwups hat er auch
schon Prüfer am Hintern gehabt. Er hatte Glück, dass er wirklich dabei
keinerlei nachweisbaren Gewinn erwirtschaftet hatte ...

Autor: Steffen (Gast)
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Zitat von Stefan:
"Wenn man bedenkt das auf Frequenzumrichtern oder Fernsehern oder
Leuchtstoffröhren CE KEnnzeichen  problemlos möglich sind, dann sollte
doch eine kleine Platine, welche in einem Kunststoffgehäuse sitzt und
über einen Mikrocontroller z.B. 7-Segmentanzeigen steuert und zu dem
noch über ein Steckernetzteil mit CE-Kennzeichen versorgt wird
eigendlich lein Prblem sein oder?"

Da bist Du aber extrem auf dem Holzweg. Der MC wird mit einer relativ
hohen Frequenz getaktet. Des weiteren wird bei TTL bzw. CMos-Ausgängen
recht schnell geschaltet. Dabei entsteht ein Frequenzgemisch in allen
Bereichen. Was meinst Du, wie eine schlecht aufgebaute Platine
abstrahlt. Obwohl ich denke mich etwas in der Beziehnung auszukennen
habe ich bisher fast noch keine Platine ohne, wenn auch kleine,
Änderungen durch den EMV-Test gebracht und wenn es nur ein 10nF
Kondensator zusätzlich parallel zum 100n Blockkondensator eines
Schaltkreises war.

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo Steffen,
leider kenne ich mich keinerlei mit EMV aus. Ich dachte nur das Geräte
in denen höhere Ströme mit hohen Frequenzen geschaltet werden strahlen
erheblich mehr als eine kleine TTL-Schaltung, oder eben eine mit MC. Du
schreibst das du Platinen durch den EMV-Test bringen musst. Wie geht man
überhaupt bei so einer EMV-Messung vor, bzw mit was für MEssgeräten wird
diese Strahlung gemessen? Ich stell mir irgendwie son kleines
Handmessgerät mit so einer Art Antenne vor, mit der man auch den
Strahler lokalisieren kann, lieg ich da ungefähr richtig?

mfg
Stefan

Autor: Steffen (Gast)
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Neee, da liegst Du total falsch.

Als erstes benötigst Du eine spezielle EMV-dichte (also absolut
abgeschirmte) Kammer und spezielle Messgeräte, die in die paar K€
gehen. Mal fix zu Hause ne Messung gemacht, dass geht nicht. Das
Eqipment dazu kostet einiges. Es gibt spezielle Firmen, die solche
Messungen vornehmen. Bis ein Gerät da durch ist, dass kostet wenn alles
OK ist so ab 1..2.000,-€. Nach oben sind natürlich keine Grenzen
gesetzt.

Zu den Strömen, unterschätz mal nicht, wass genau im Umschaltmoment
einer TTL oder CMOS-Stufe an Stömen fließt. Ist zwar "nur" extrem
kurzzeitig, reicht aber völlig aus um mit den parasitären Kapazitäten
und Induktivitäten der Leiterbahnen kleine HF-Sender "aufzubauen"
(mal ganz vereinfacht ausgedrückt).

Autor: Michael (Gast)
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Nur mal so nebenbei weil ich hier wieder die "ach in Dtl. ist eh alles
Scheisse Story" hoere. Hier in den USA musst Du sogar als Student dein
Stipndium versteuern! 30%. Und bei allen anderen Einnahmen ist das dann
abhaengig vom Bundesstaat genauso. Und lass hier mal einen denken er
habe Krebs von Deinem Mist bekommen! Selbst wenn Du nicht die geringste
Schuld hast wuerden dich die Anwaltskosten auffressen. Ich werde mein
Gewerbe sehr schoen im heimelichen Deutschland anmelden wenn ich
zurueck bin. Seid nur nicht so dumm und denkt der Staat haette
irgendwoe auf der Welt auch nur das geringste zu verschenken oder
woellte nichts und wuerde den menschen "dienen".

Micha

Autor: Marko B. (Gast)
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Was braucht man eigentlich so für Equipment, um eine halbwegs
Aussagekräftige EMV-Messung durchzuführen?

1. Die Kammer - wurde schon erwähnt. Ließe sich doch sicher selbst
herstellen, oder?

2. Spektrumanalyser - kostet schon ein paar Tausender. Es gibt aber
auch Selbstbauprojekte im Netz.

3. Antennen - ließen doch auch selbst bauen.

Was fehlt noch?

Evtl. reicht ja schon das:
http://cs.okanagan.bc.ca/ve7ouc/eng/kc6wdk-mirror/...

=)

Autor: Effex (Gast)
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Was mich mal interessiert ... ich habe schon das ein oder andere
Handmessgerät für unter 1000,- € gesehen - sieht aus wie eine Mischung
zwischen Pistole und Richtantenne ...

Taugen die was ?

Was kann eigentlich passieren, wenn eine Schaltung aus Kostengründen
nur auf ausgehende Strahlung und nicht auf Störanfälligkeit getestet
ist ? Naja ich meine, wenn in der Richtung mal etwas schief geht ist
das ja  nur halb so tragisch - ist ja schließlich kein medizinisches
Gerät ...

Autor: tex (Gast)
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@Steffen
Ich würde gerne ein bisschen von Deinen Erfahrungen beim EMV - Check
zehren, weil mir sowas in den nächsten Tagen auch ins Haus steht und
ich noch absolut 0 Erfahrung auf diesem Gebiet habe.
Wie sieht das eigentlich mit PWM-Ansteuerungen und solchem Geraffel bei
EMV aus. Ich meine sowas macht doch richtig Zauber auf der Leitung, oder
komme ich da fein raus, weil es Sache des Anwender ist einen Motor an
die Steuerung anzuschließen und die Endstufe also beim Test stromlos
ist?

Autor: Steffen (Gast)
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@tex

Eine PWM-Steuerung musste ich zum Glück noch nicht prüfen lassen.
Fakt ist, dass die Prüfung nur mit angeschlossenem Motor Sinn macht.
Wenn die Steuerung ohne verkauft werden soll ist die Sache recht
schwierig. Will man dem Anwender garantieren, dass bei Beschaltung mit
einem Motor A..Z die Grenzwerte eingehalten werden, dann müsste man
wenigstens einen Test mit einem Motor durchführen, der den Controller
dann maximal belastet. Aber auch das bringt keine Sicherheit, dass mit
einem anderen Motor die Störaussendung im Rahmen bleibt.

Werden hohe Ströme schnell geschalten, dann spielt auch die
Induktivität der Zuleitungen von der Spannungsversorgung und zum Motor
eine recht große Rolle. Eine kleine Änderung am Gesamtsystem und schon
sieht alles anders aus.

Wenn Du zu dem Thema irgendwo was genaueres findest, da bin ich auch
dran interessiert.

Autor: LüLü (Gast)
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in diesem Zusammenhang würde es mich auch einmal interessieren, wie es
mit RFID-Sendern und dem EMV rechtlich aussieht. Welche gesetzlichen
Vorgaben müsste man hierbei beachten? Weiß das jemand?

Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,

und der Fal mit dem fehlenden Impressum ist auch nicht mehr so schlimm,
da es Musterurteile gibt wie Rechtsverdreher inzwischen verleiren wenn
sie es sich zum Hobby gemacht haben sowas abzumahnen, weil da eine
Gewinnabsicht dahinter steht.

Autor: joco (Gast)
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Also das Thema ROHS bzw. 'Bleifrei' ist auch nicht ohne. Ab 1.1.2006
darf nichts mehr in den Verkehr gebracht werden, was nicht ROHS konform
ist. Das ist ein riesiger Fettnapf mit vielen offenen Messern drin. Ich
denke schon seit längerem über die 'Verkommerzialisierung' meiner
Ideen nach und stoße dabei nicht nur an EMV/CE sondern auch an ROHS und
Gewährleistung.
Ausserdem solltest Du dich erkundigen, ob dein Distri/Hersteller die
verwendeten Bauteile auch 2006 noch hat und daß die dann auch noch
ROHS-konform sind. In meiner Firma haben wir gerade damit heftig zu
tun. Redesigns und Distris nerven (und keine gescheiten Antworten
bekommen).
Ich will Dich nicht desillusionisieren, aber das Thema ist nicht ohne.
GOOD LUCK!!!!!!!!!!!
:-) joco
p.s.: Wer Fehler und ähnliche Ungereimtheiten findet, darf sie
behalten. Ich habe gerade mein 3. Bier geleert ;-)))

Autor: Der Elektrische Reiter (Gast)
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Kennt jemand ein EMV Forum?

Autor: MSE (Gast)
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"Kennt jemand ein EMV Forum?"

Ich kenne keines. Aber wie wäre es, hier an diesem Ort eines zu
gründen?

Gruß, Michael

Autor: MGTMC (Gast)
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Hallo Zusammen,

beim überfliegen der Beiträge habe ich viel Halb-Wissen festgestellt.

Eines muß klar sein, wenn Personenschaden durch EMV entsteht (jemand
betrieb die Bastelplatine im Auto und das ABS sprang bei 180km/h an),
dann hilft dir nix. Auch ein durch externe Messungen bestätigtes CE ist
dann machtlos, da das Schutzziel nicht erfüllt wurde. Und bei Schäden
kommt dann die Produkthaftung zum tragen, egal, ob man mit der
Bastelplatine Geld verdient hat oder nicht.

PS: Wenn man eine Bastelplatine im Radio (LW,KW,MW,UKW) hört, ist Sie
mit sicherheit schlecht!

Autor: Volker (Gast)
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@MGTMC

"PS: Wenn man eine Bastelplatine im Radio (LW,KW,MW,UKW) hört, ist
Sie
mit sicherheit schlecht!"

Und auf welche Entfernung soll das gelten?
Legt man die Antenne eine LW-Empfängers direkt auf eine Schaltung, wird
man fast immer etwas hören.

Ist vergleichbar mit Handys; halte die mal direkt an einen Monitor...
und die Handys sind ja zugelassen.

Volker

Autor: Kurt (Gast)
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Dem "CE"  Paperl auf einem Produkt glaub ich nicht viel.
Habs selbst schon erlebt dass sogenannte Sicherheitsrelays bei
Annäherung mit dem Handy oder einem Handfunkgrät ins Trudeln kamen
(alle LED flackerten).
Wenn eine Platine eine Nahbestrahlung (20 cm od. weniger) mit dem Handy
(bei voller 2W Leistung!!)aussetzt dann reicht die EMV-Toleranz nicht
aus.

Kurt

Autor: Tobias A. (Gast)
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Hi

zum Thema GmbH
habe irgendwo gelesen das es in deutschland wohl jetzt auch die
Ltd gibt bzw. sie anerkannt werden muss (EU Recht). Die lässt sich
mit einer Einlage von 1 pfund sterling gründen und nochmal knapp 300
Euro gebühren.

Wie gesagt irgendwo überflogen, kann fehlerhaft sein, falls nicht wäre
das mal ne alternative.

Autor: Der Elektrische Reiter (Gast)
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Das mit der Ltd. hat den Haken, das es sich dabei um ein Unternehemn
nach englischem Recht handelt. M.a.W man muß sich im Ernstfall mit
englischen Finanzämtern, Gerichten und Co. auseinandersetzten. Das
macht's auch nicht einfacher.

Trotzdem eine interesante Idee. Kennt da jemand mehr Details?

Autor: Marko B. (Gast)
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http://www.n-tv.de/302217.html

Aber Vorsicht, ist eine Anzeige.

Autor: mmerten (Gast)
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Bei einer 1 Pfund Ltd leuten bei mir immer alle Alarmglocken. Und man
sollte sich mal beim Anwalt seines Vertrauens darüber schlau machen,
wofür man als Geschäftsführer egal ob GmbH oder Ltd weiterhin in vollem
Umfang persönlich haftet ;)

Autor: Benchos (Gast)
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Noch kurz was zur EMV/CE Geschichte auch wenn der letzte Eintrag älter
ist. Warum wird in allen elektronik Foren bei HF immer davon
ausgegangen das die ganz einfach zu händeln ist? Immer wieder ....
deswegen noch ein paar Kommentare zu einem Beitrag .... (muss sein
sorry)


Autor: Marko B.
>Was braucht man eigentlich so für Equipment, um eine halbwegs
Aussagekräftige EMV-Messung durchzuführen?

Halbwegs? Ganz oder gar nicht.

>1. Die Kammer - wurde schon erwähnt. Ließe sich doch sicher selbst
herstellen, oder?

Ja sicher, man kann sich auch eine 747 selber bauen das Problem wird
nur sein dass dein Nachbau (vernünftig) dann teurer sein wird als ein
neues, vernünftiges und funktionierendes Gerät.

>2. Spektrumanalyser - kostet schon ein paar Tausender. Es gibt aber
auch Selbstbauprojekte im Netz.

Niemand hier im Forum baut einen Spectrumanalyzer..zumindest keinen der
jemals vernünftig funktioniert (bis sagen wir 3GHz !!) und wenn er
halbwegs funktionieren sollte ... wer kalibriert dir das teil und klebt
sein ok drauf? Wenns alles SO einfach wäre ... warum werden dann Geräte
für einige 1000 oder 10000€ dafür verwendet.. siehe dazu R&S, HP usw
usw (Ich bezweifel nicht das Können der hier anwesenden, falls sich
jemand angegriffen fühlt möge er sich äußern ^^).


>3. Antennen - ließen doch auch selbst bauen.

Das ist kein WLan "Ich nehme 1m Alu Folie, nen Karton und freue mich
über 20m Reichweite" ansonsten siehe Kommentar zur KAMMER!


>Was fehlt noch?

Lass es und such ein akkreditiertes Messlabor auf.
guckst du : www.dudde.com (Preise sind da auch zu finden)


Mfg Benchos
War nicht bös gemeint ....

Autor: Steffen (Gast)
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@Benchos

Bis auf die Werbung im letzten Satz "full ACK" ;-).

Autor: Matthias (Gast)
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Für die Gründung einer GmbH mußt Du 25000 € Startkapital
nachweisen können!!! Wird sich für Dich wohl kaum lohnen!

Autor: Carsten (Gast)
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...mit der Ltd. ist das aber nicht ganz so einfach.
Nach dem EU-Doppelbestuerungsabkommen muss M.E. der Gewinn dort
versteuert werden, wo der Ertrag erwirtschaftet wird.
Erbringst Du beispielsweise eine Dienstleistung über drei Monate in
einem anderen EU-Land (z.B.Österreich) hast Du dort automatisch eine
Niederlassung gegründet und musst dort Steuern zahlen.
Wie das genau mit Produkten ist weiß ich nicht, könnte mir aber
vorstellen, dass es ähnlich läuft.

Zum Thema Produkthaftung sollte man sehen, alle notwendigen Tests zu
machen und dann zusätzlich eine HP-Versicherung für's Unternehmen
abzuschließen.
Das ist aber nicht ganz billig.
Wenn man sowieso kein Geld mit seinem Hobby verdienen will, dann lass
es doch einfach. Im übrigen nehme ich Dir das nicht ab ;-)

By the Way...
was ist ROHS?
Gibt's da vielleicht einen Link zu ?

Autor: high_speed (Gast)
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Autor: Jadeclaw (Gast)
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Es ist ja nicht nur bleifrei, man muss den Kram auch noch zurücknehmen,
siehe Elektronikschrottverordnung.
Kann man auch von anderen machen lassen, kostet wie üblich Geld.
Siehe hier: (und den Links im Text folgen)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/62058

Das Beste, man verkauft nur noch die geistige Leistung,
sollen doch andere sehen, wie die das in Hardware giessen. :P

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Carsten (Gast)
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Sag mal Jadeclaw,
Du leidest nicht an Schlaflosigkeit ?
;-)

Autor: Jadeclaw (Gast)
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Nö, eigentlich nicht, aber manchmal bastelt man halt etwas länger.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Tyristor (Gast)
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Lass es sein, Dein Verkauf !

Nicht nur CE, EMV, RoHS, sondern auch noch WEEE !

D.h. Du must Dich und Deinen Elektromüll registrieren lassen , den Deine
Produkte mal werden . Kostet natürlich auch !

Innovationen finden im unbürokratischen Asien statt.
Europa erstickt in Bürokratie, bis nur noch Politiker, Beamte und
Sozialhilfeempfänger existieren können.....

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Gut dass wir das nach 3 Jahren endlich geklärt haben...

Autor: lightinglord (Gast)
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Um solchen Stress komplett aus dem Wege zu gehn:

auf dir ne Bohrinsel, schnippe sie in Internationales Gewässer, gründe 
deine eigenen Staat und  dir deine eigenen Gesetze.

Autor: David (Gast)
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Schlussendlich lässt sich deine frage wohl mit gesundem menschenverstand 
beantworten...

1) wird oder kann deine schaltung an heiklen orten, wo es theoretisch 
möglich wäre, dass im worst case bei fehlfunktionen anderer geräte 
menschen verletzt oder getötet werden, verwendet? (z.b. im auto, etc)

wenn ja zu riskant...

2)wenn dein gerät an andere teuere Geräte angeschlossen wird sind 
entsprechende schutzschaltungen, dass diese im worst case nicht kapput 
gehen vorhanden?

wenn nein zu riskant...

Wenn du jetzt zusätzlich noch gewisse grundregelnd beim 
schaltungsentwurf eingehalten hast, sehe ich eigentlich kein problem für 
den verkauf des gerätes...

Grundsätzlich stellt sich hauptsächlich die frage nach dem 
gefahrenpotential, sprich können menschen oder andere teurere 
apparaturen beschädigt werden... (kein mensch geht bei einem gerät 
vorschriften, richtlinien, verordnungen, reglemente, etc schritt für 
schritt durch, es wird gefahrenpotential eruiert, und dies bei 
entsprechendem risiko beseitigt...

wenn du z.b. einen fahrenregler für ein RC-Modelauto verkaufen willst, 
interessieren emv richtlinien nicht wirklich...

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Gibt's da auch was von Ratiopharm?
Eine Pille gegen Thread-Nekrophilie vielleicht?

Gruß
Jadeclaw.

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