www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik IR Empfänger mit ATTiny


Autor: Christoph Wagner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi.

Ich möchte einen Empfänger für Fernsteuerungen basteln, der alle Arten
von Fernsteuerungen verarbeiten kann. Allerdings sind nicht nur die
Übertragungsprotokolle verschieden, sondern auch die Trägerfrequenzen.
Daher komme ich dort mit fertigen Empfängern wie "TSOP"-Bausteinen
nicht weiter.
Ich möchte einen ATTiny das IR-Signal nackt und undemodultiert
verpassen, und der soll dann Trägerfrequenz ermitteln, sie rausfiltern
(ist ja an und für sich einfach) und den Bitstream "am anderen Ende"
wieder ausgeben.
Jetzt hab ich nach ausführlichen Suchen keinen Schaltplan gefunden, der
mir einen Anschluss eines Fototransistors an den µC ermöglicht.

Ist es eigentlich möglich, die Trägerfrequenz zu ermitteln ? (IMHO ist
es das.)

Wichtig ist, dass der Schaltkreis "störsicher" aufgebaut sein muss.
(d.h.: wenn zu helles Umgebungslicht vorherrscht, dass der Transistor
üblicherweise durchsteuert) sollte die Schaltung das etwas Regulieren
können).

Vielen Dank für jegliche Hilfe

Christoph Wagner

Autor: Andreas Hesse (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

nimm die fertigen Bausteine. Die Trägerfrequenzen bedeuten vermutlich
nur den Punkt höchster Empfindlichkeit. Ich habe dazu mal RC5 Codierte
Signale (36kHz) testweise mit einem 1736 und einem 1733 laufen lassen.
Beides funktionierte perfekt, die gemessenen Timingwerte waren gleich.

Mit einfachen Empfängern habe ich auch mal experimentiert. Da war die
Abhängigkeit vom Umgebungslicht zu hoch. Im Dunkeln OK, aber sobald ich
z.B. eine Halogenlampe eingeschaltet habe, ging das ganze nicht mehr.

Gruss
Andreas

Autor: Kupfer Michi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann ich bestätigen. Hab mal einen 56Khz TSOP1756 mit einer 36KHz
Fernbedienung beträllert und es ging einwandfrei. Die Empfindlichkeit
bzw. Reichweite war gegenüber einem TSOP1736 (36KHz) etwa um die Hälfte
veringert. Die Empfindlichkeit, Störunterdrückung und automatische
Verstärkungsregelung der TSOPs diskret nachzubauen dürfte nicht so
einfach sein...

Autor: Christoph Wagner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sollte es eventuell möglich sein, für diesen Zweck mehrere TSOPs
parallel zu schalten (36 KHz, 56KHz, etc.) ?

Außerdem : Treten auch "untypische" Trägerfrequenzen in allgemein
Erhältlichen / bei Geräten mitgelieferten Fernbedienungen auf ?
Wie ich bisher weiss, sind Trägerfrequenzen von 30-56 KHz Standard, es
gibt aber auch 400-nochwas KHz Trägerfrequenzen. Ist dazwischen auch
noch was, oder sind das wirklich alle gebräuchlichen Frequenzen.

Sollte man dann die TSOPs parallel aneinanderschalten, oder jeweils
einen an einen Input vom ATTINY ?

Und jetzt noch mal eine ganz blöde Frage : Das TSOP-Modul empfängt IR
Daten und demoduliert sie ? Sprich : TSOP-Module hat nichts mit
IR-Protokollen zu tun ?

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die TSOP entfernen nur den Träger, mehr nicht.

Bei mehreren TSOPs würde ich sie an separate Eingänge anschließen, an
denen wirds ja nicht scheitern.

Einen ATTiny kannste eh knicken, um mehrere 100 Protokolle zu erkennen
und zu bearbeiten.

Ich würde da mindestens einen ATMega32 ansetzen (16KWorte
Codespeicher).

Viel Spaß beim Zusammensuchen der Daten der verschiedenen Protokolle.


Peter

Autor: Christoph Wagner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der ATTiny war eigentlich als Kernteil für einen "eigenen" TSOP
gedacht. Der sollte nur das Signal demodulieren. Als Prozessor habe ich
einen ATMEGA8515-16, den ich mit 18 MHz übertakten werde. Dieser Stellt
dann ein Software-Interface zu USB, ein Hardware-Interface zu RS-232,
und ein paar kleineren Spielereien her. Im Endeffekt ist es das Ziel
dieses System als "IR-Empfängerstation" für ALLE Fernbedienungstypen
zu bauen. Die Sation muss die Protokolle nicht erkennen können, sondern
nur das IR-Signal an den Computer weiterleiten. Über ihn und die Station
kann man dann meine mit einem ATMEGA8515 modifizierte Fernbedienung via
RS-232 "programmieren". Diese ist dann in der Lage, bis zu 10
Endgeräte mit einer Fernbedienung zu steuern.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn du keine TSOPs verwenden willst würd ich vorschlagen dass du zuerst
mal versuchst den IR Empfängerteil zu implementieren. Das schwierige
daran ist die Empfindlichkeit bei automatischer Verstärkungsregelung
und gleichzeitiger Störunterdrückung.

Lies nochmal genau das TSOP Datenblatt durch, versuch zu verstehen
warum die Dinger so bescheuerte Anforderung an Burst/Gap und Message
Length stellen, dann halt zum Spass eine IR Photodiode in den Raum und
du wirst Verstehen wovon Adreas H. oben spricht (hab die selben
Erfahrungen gemacht) ... Es sei denn dass dir ausreicht dass man die
Fernsteuerung direkt auf den Empfänger draufhält, dann will ich
natürlich nix gesagt haben.

Wenn dieser Analogteil gut funktioniert kannste dann beliebig viel
digitale Fleissarbeit oben drauf setzen.

Autor: Christoph Wagner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Welche Trägerfrequenzen sind eigentlich die typischsten ?
Ich weiß, jede Fernbedienung sieht anders aus, doch ich will nicht 6
TSOPs verwenden.
Daher würde ich gerne eine "Top-3" der häufigsten Trägerfrequenzen
verbauen, um die Signale jeder Fernbedienung empfangen zu können.
Die Frequenzen : 30/33/36/36.7/38/40/56 KHz (ich denke 36 und 36.7 ist
fast das Gleiche, und dass man sich laut Datenblatt die Verwendung
eines sparen kann)

Autor: Ralf Engel (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

falls man die Trägerfrequenz ermitteln will/muß, ist ein diskreter
Aufbau eigentlich essentiell. Man könnte höchstens parallel zum TSOP
einen Pfad vorsehen, der nur der Ermittlung dieser Frequenz dient.

Frühere Empfängerschaltungen waren immer diskret aufgebaut: also evt.
mal aus einem ältlichen Gerät Schaltplan oder gleich
Empfänger/Decoderschaltung raussuchen, es gab da auch teilweise schon
brauchbare IC-Schaltungen dafür (TDA4050) die einem schon einiges an
Arbeit abnehmen incl. Schaltungsdesign, die dürften allerdings
mittlerweile schwierig zu bekommen sein, wenn überhaupt.

Ich wollte sowas auch mal konstruieren als Infrarotverlängerung, da
sollte man dann auch mit den richtigen Trägern operieren, weil die
Reichweite sonst dramatisch in die Knie geht und man schon genau zielen
muss, was nicht mehr funktioniert wenn ich mit einem stationären Sender
den Raum ausstreuen muss. Zwischen Empfänger und Sender hatte ich eine
serielle Übertragung vorgesehen, in der Trägerfrequenz und Codemuster
übermittelt werden sollten.

Heute läuft das per Funk ;-)

Gruß    R A L F

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich versuche mich zur Zeit auch an sowas, habe dazu mal eine BPW42 mit
14 Volt beschickt und ans Oszi angeschloßen, sehe auch die
Fernbedienungssignale sehr schon aber ab ca. 3 Meter sieht man da
nichtsmehr da nimmt der Pegel zu stark ab, egal ob mit IR vom Handy
oder Fernbedienung. Also ich wundere mich schon etwas wie diese TSOP's
aus so einem niedrigen Pegel überhaupt noch was rausholen, selbst im
dunkeln ist es nicht viel besser.

Ich frage mich auch wodurch genau der Vorteil kommt. Durch die kurzen
Impulse der Trägerfrequenz kann man natürlich die IR-LED mit einer
hohen Leistung ansteuern aber ist das der einzige Grund?

Autor: Markus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Thomas:
Lange Impulse brauchen auch länger Strom. Wenn die Impulse doppelt so
lang sind, dann hält die Batterie halt nur halb so lange.

Markus

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ja ok das ist ein Grund, ich meinte aber das man eine IR.Diode die
Dauerhaft für 100mA ausgelegt ist meist mit über 1A betreiben kann wenn
die Einschaltdauer nicht zu lange ist. Und das könnte dann zur einem
größeren Störabstand führen, und diese Trägerfrequenz macht ja genau
dies, die IR-LED sehr kurz ansteuern.

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

wie hoch ist eigentlich die Frequenz des eigentlichen Nutzsignals? Kann
das mit meinem langsamen Analog-Oszi nicht 100% bestimmen denke mal so
um die 1000 Hz oder anderst gesagt wie lange ist ungefär ein
High-Impuls?

Autor: Christoph Wagner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Frequenz liegt bei max. 2200 Bits/s. (bei RC5 wird glaub' ich 1,7
ms für ein Bit benötigt (inc. Manchester-Code)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.