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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AtMega gestorben?


Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

nachdem ich meinen AtMega die nötigen 5Volt gegeben habe konnte ich ihn
auch seriell mit einer direkten Verbindung zum Parallelport meines PC
programmieren. Bis zum Wochenende, da ging es plötzlich nicht mehr. Den
Erase hat er wohl noch gemacht, den upload aber nicht mehr, so dass er
jetzt keinen Ton mehr von sich gibt. Jetzt bekommt er nichtmal mehr die
ID.

Es ist ein AtMega103, 64Pin TQFP, maschinell gelötet. Ich habe die
Verbindungen vom Controller zum Programmierstecker durchgemessen und
keine Unterbrechung oder Kurzschlüsse festgestellt. Das
Parallelportinterface funktioniert mit meinem AtMega8 noch wunderbar,
da erwarte ich also auch keinen Fehler.

Allerdings hat der 103er ja schon von Anfang an erst nach 31 Versuchen
was geliefert, während der 8er sofort antwortet. (uisp unter Linux)

Als er sich verabschiedet hat, hatte ich einen MAX232 auf seine Platine
gesetzt. Nur die Spannungsversorgung war angeschlossen (mit 100nF
parallel). Danach hat es noch etwa 10 Mal funktioniert, dann war
Funkstille. Ich habe den MAX inzwischen wieder abgeklemmt, hilft aber
auch nicht.

So, langer Rede kurze Frage: Hat jemand noch eine Idee, ob der noch zu
retten ist? Oder wenn nein, was ihn gekillt hat? Die Platine liegt in
einem offenen Gehäuse, also könnte auch ESD dahinter stecken, aber bei
einem eingelöteten Teil wäre mir das noch nicht passiert...

Gruss und Danke schonmal
  Alexander Schulz

Autor: Jens (Gast)
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Möglich ja

hast du evtl ein Fuse geaendert??

Was sagt die Versorgungsspannung des µCs?
Quarz in ordnung?
Evtl auch einfach auf externen RC Oszilator umgestellt??


Gruss Jens

Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

die Fuses kann ich ja jetzt nicht mehr testen, bewusst geändert habe
ich nichts (ist ja ein Script, das nur erase und upload ausführt). Die
Spannungen am µC sind vermessen und sind gut. Kann der Quarz einfach
abrauchen? Ich habe kein Oszi, somit kann ich das schwer testen. Ist
ein 4MHz-SMD-Quarz.

Gruss
  Alexandre Schulz

Autor: Klaus (Gast)
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Abrauchen weniger, aber intern brechen..! ;)

Autor: Thorsten (Gast)
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Löte halt mal testweise ein anderen Quarz drauf.

Autor: Werner B. (Gast)
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Bist Du Dir sicher dass es nicht am programmieradapter/PC schnittstelle
liegt?

Autor: dicky (Gast)
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wenn du ein radio mit kurzwelle hast: halte mal das radio oder seine
antenne dicht neben die schaltung und lausche auf 4,8 oder 12 MHz.

Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

@Thorsten, dicky:
Ich habe morgen vielleicht mal kurz die Chance, ein oszi dranzuhalten.
Mal sehen.

@Werner:
Sicher bin ich mir natürlich nicht, ich weiss nur, dass es mit dem
AtMega8 einwandfrei tut.

Gruss
  Alexander Schulz

Autor: dicky (Gast)
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schon mal vorsoglich: bei den wiki(artikel-)seiten hier gibt es tips wie
man eingelötete smd auslöten bzw irgendwie so entfernen kann, dass man
ein ersatzbauteil einlöten kann...

Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

ich habe ihn hier mal kurz an ein Oszilloscope hängen können, der Quarz
tut. Die Datenleitungen zeigen genau das, was mir auch uisp -v=4
anzeigt, also wenn er (was selten genug vorkommt) sich syncronisiert,
dann liefert er tatsächlich 0xff als ID-Werte. Höchst seltsam. Was soll
ich daraus schliessen?

Gruss
  Alexander Schulz

Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

ich habe mir jetzt einen neuen bestellt. Wenn also niemand mehr eine
geniale Idee hat, fliegt der alte raus, sobald der neue da ist.

Gruss
  Alexander Schulz

Autor: Johannes (Gast)
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Vor einiger Zeit hatte ich mal das Problem, das mir fast eine Woche
lange, jeden Tag, genau ein Mega8 abgeraucht ist.

Der saß fest in einem Probeaufbau, war verbunden mit digitalem
Labornetzgerät, ISP, und der entsprechenden Peripherie.

Jeden morgen, wenn ich nun die Werkstatt betrat und mit der Arbeit
beginnen wollte ließ sich der Mega8 weder beschrieben noch auslesen.
Also neuen rein, weiterarbeiten. Am nächsten Tag das gleiche
Spielchen.

Nach dem fünften mc wurde es mir zu bunt und ich ging auf Ermittlung.
Das Problem war bald gefunden, das Netztgerät war der Übeltäter.

Wenn man dieses nämlich einschaltet liegt für den Bruchteil eines
Milisekündchens laut Oszi ein peak von Umax an, also ca. 50V, bis die
Elektronik dann eben runterregelt, oder sonstwas geschieht. In gut 15
Jahren, hat das noch nie irgendeine Elektronik auch nur gekümmert.
Nur der Mega mag das wohl nicht.

Seit dem kommt bei mir immer eine Z-Diode 5,1V antiparallel über den
mc, auch trotz eigener Netzteile in den Geräten, wer weiß, ob ich nciht
irgendann nochmal vergesse, das Netztgerät abzuklemmen beim einschalten
;-)

Vielleicht hilft es dir ja preventiv.

Gruß
Johannes

Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

so, ich habe mir jetzt einen AtMega64 in das Board löten lassen, und
jetzt geht es wieder. Allerdings ging es nicht auf Anhieb, da hat sich
noch ein böser Wackler im Masse-Pin des Pfostensteckers zur
Programmierung gezeigt. Vielleicht hätte der 103er also auch noch
getan, das kann man jetzt leider nicht mehr feststellen.
Immerhin tut die Platine jetzt das, was sie soll. Ansonsten sehe ich es
als kostenpflichtige Übung im TQFP-Entfernen ;-)

Gruss
  Alexander Schulz

Autor: Alexander (Gast)
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Andererseits habe ich die Oszilloscope-Messungen ja auf der Platine
gemacht, also war der 103er wahrscheinlich doch hin.

Gruss
  Alexander Schulz

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