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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Frage zum Brückengleichrichter


Autor: Andi (Gast)
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Hallo,
Eine Frage.
Habe ein Grätzbrückengl. und dahinter ein Kondensator(ca.1000µF).
Im umbelasteten Zustand mit 370V AC kommt nach der Formel
Udc=wurzel2*Uac = 523Vdc raus.
Diese Spannung habe ich auch gemessen.
Wenn ich jetzt die Schaltung mit ca.50mA belaste, messe ich Udc
ca.440V, ABER Uac ist immer noch 370Vac.
Nach meinen Verständiss müsste doch aber auch, wenn die Schaltung zu
stark belastet wird, Uac sinken. Oder?
Kann mir das jemand erklären? Wo ist die restliche Spannung "hängen"
gebieben?
Gruss
Andi

Autor: Arno (Gast)
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Das Zauberwort heisst Innenwiderstand. Ohne Last werden die
Ladekondensatoren auf die Spitzenspannung aufgeladen und brechen unter
Belastung dann ein. Je höher dann die Brummspannung wird, desto
ungenauer wird auch die Messung.

Arno

Autor: Andi (Gast)
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Dann hätte ich einen zu hohen Innenwiederstand richtig?

Wie könnte man bei z.b.dieser Schaltung den Innenwiederstand senken?
Am Ausgang hängen noch 2 Kond.mit Wiederständen wie am Anfang der
Schaltung(Wert 2x1000µ,2x100k=500µ,200k).
Wollte eigentlich auf 450Vdc kommen.
Gruss Andi

Autor: Der Elektrische Reiter (Gast)
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Wenn du dir die Spannung über den Kondensatoren mit 'nem Oszi anguckst,
wirst' du feststellen, das die Spitzenwerte tatsächlich erreicht werden
(bis auf die Spannung die in den Dioden hängen bleibt ca. 0,7V). Mit
einem Multimeter, wir aber so was ähnliches wie Effektiv-Spannung
gemessen. Die liegt darunter.

cu

Autor: Arno (Gast)
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An welchem Punkt hast Du die 440V gemessen. Wenn Du vorher Leerlauf am
Ausgang hattest, war möglicherweise die Mindestlast unterschritten und
der Regler hat nicht richtig funktioniert. Um Deine Spannung bei Deinen
Anforderungen stabiler zu machen, solltest Du eine paar Siebglieder
vorschalten und der Trafo sollte deutlich mehr als die Nominallast an
Strom liefern können. Ansonsten ist mir keine Schaltung bekannt, die
aus 370Veff ca 450Veff macht. Irgendwo muß es ja herkommen.

Autor: Andi (Gast)
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Die Spannung habe ich direkt hinter den GL gemessen.
Ich will ja nicht 450Veff aus 370Veff machen ,ich will 450V=.
Und wenn mir die Spannung auf 440V belastet zusammen bricht(statt der
unbelasteten 520V= nach der Gleichrichtung) kann der Regler
verständlicherweise nur noch 425V regeln.
Also wie schaffe ich es, das mir im belasteten Zustand vor den Regler
z.b 500V beleiben?
Gruss Andi

Autor: Der Elektrische Reiter (Gast)
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Man kann erreichen, das die Spannung nahe an der Spitzenspannung liegt,
wenn man:
1. Die Kapazität der Kondensatoren erhöht. Am Besten auf unendlich.
2. Die Strombelastbarkeit der Dioden erhöht. Am besten auf unendlich.
3. Die Spannungsfestigkeit der Didoden erhöht. n-fach zur
Spitzen-Eingangsspannung.

Wenn beides nicht geht, kannst' du soviel wollen wie du willst. Da
wird die Spannung messbar einbrechen.

Autor: Arno (Gast)
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Entweder ein anderer Trafo oder Du setzt eine modifizierte PFC-Schaltung
zur Spannungserhöhung davor. Nimm 2 x 230V Trenntrafos der passenden
Leistung und schalte sie sekundär in Reihe. Oder bau Dir ein
Schaltnetzteil. Und sorge für die Kurzschlußfestigkeit Deines Reglers!
Arno

Autor: Andi (Gast)
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Danke.
Werde erst einmal die Eingangskondi. erhöhen,mal sehen obs hilft.
Gruss Andi

Autor: Arno (Gast)
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Warum baust Du nicht erstmal vernünftige Siebglieder ein? 2
RC-Kombinatione hintereinander bringen mehr als die stumpfe Erhöhung
der Ladeelkos, was nur dem Gleichrichter schadet.

Arno

Autor: tex (Gast)
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@Andi
Wenn ich Deine Schaltung richtig verstehe, versuchst Du direkt 370V
gleichzurichten und für irgendwas zu verwenden.
Im unbelasteten Zustand ist Deine Sekundärspannung natürlich sehr hoch,
aber im belasteten Zustand wirst Du nicht viel mehr als die
Effektivspannung Deiner AC-Spannnungsquelle nutzen können.
Wenn Du Dir mal einen Sinus mit hochgeklappter, negativer Halbwelle
aufzeichnest, und Dir einen Strich bei z.B. 440V ziehst, kannst Du
sehen, wie lange Dein Kondensator den "Spannungseinbruch" überbrücken
soll und wievel Zeit ihm dann zum aufladen bleibt.
Ich bin skeptisch, dass Du das mit Siebgliedern überbrücken kannst,
zumal Du im Netz auch noch gewisse Schwankungen berücksichtigen musst.

Die zweite Frage die sich hier stellt ist, wieviel Strom Dir Deine
Quelle zur Verfügung stellt. Ich gehe davon aus, dass Du sich nicht
direkt aus dem Netz beziehst, sonst müßten es ja Ueff 400V AC sein.
Wenn Du also nur 50 mA von Deiner Quelle bekommst, kannst Du sie nicht
mit 50mA belasten, weil z.B. die Kondensatoren ja auch Strom haben
wollen, um sich zu laden. Somit sollte der Innenwiderstnad Deiner
Quelle klein genug sein, um ausreichend hohe Spitzenströme zuzulassen.

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