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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik filter auch mit tantal


Autor: hans müller (Gast)
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also, ich habe mir einen led-cube gebaut...
nun muss ich noch die störungen beim einschalten verringern...
dazu habe ich einen tantal-kondi 6.8u/16V parallel zur
spannungs-versorgung geschalten.

ist das richtig so oder spricht etwas dagegen einen tantal zu
verwenden?

danke

Autor: Patrick (Gast)
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Hans,
Was für Störungen hast du denn beim Einschalten?

Autor: TravelRec. (Gast)
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Abgesehen davon, Tantal zum Spannung abblocken ist ideal.

Autor: Stephan (Gast)
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Nun, Tantal ist besser als die Aluminium-Becherelkos, und
Keramik-Vielschicht ist wiederum besser als Tantal. Der ESR (Equivalent
Series Resistance) ist jeweils um einige Größenordungen kleiner und
dadurch kommt man auch mit einem kleineren Kondensator aus.

Zum Beispiel 100uF Aluminium = 68uF Tantal = 22uF Keramik.

Allerdings, Tantal ist giftig, und etliche Entwickler ersetzen
Tantal-Elkos durch Keramik. Schon im Sinne von RoHS.

Stephan.

Autor: Kurt (Gast)
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hallo @TravelRec

ich hab mit Tantal schlechte Erfahrungen gemacht,
(hatten öfters mal nen Schluss) ist aber schon Jahre her.
Seitdem "trau" ich mich nicht, welche zu nehmen.

Hat sich da was verbessert?

Gruss Kurt

Autor: Patrick (Gast)
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Hallo Kurt,
da bist du nicht der Einzige mit schlechten Erfahrungen.
Die Schaltfestigkeit von tantal-Elkos ist nicht gerade die Wonne. Wenn
es zum Durchschlag kommt, liegt in der Regel ein Schluß vor und du
kannst das Teil wegschmeissen. An Selbstheilung ist nicht zu denken

Autor: Kurt (Gast)
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Danke Patrik,

Kurt

Autor: A.K. (Gast)
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Wichtig bei Tantal: Wenn's den durchhaut, gibt er eine prima Fackel ab.
Also nicht einsetzen, wenn sich leicht brennbares Material in der Nähe
befindet.

Autor: Peter Dannegger (Gast)
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Kann ich bestätigen, Tantals explodieren gerne und stinken bestialisch.

Das Problem ist die kleine Strombelastbarkeit.

In Netzteilen haben sie nichts zu suchen, da hoher Einschaltstromstoß.

Deshalb gehen Tantals vorzugsweise beim Einschalten hoch.


Ich nehme jetzt nur noch ALU-Elkos mit ner 100nF-Pille parallel.


Peter

Autor: Kurt (Gast)
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man muss auch einen Vorteil "rauskehren"

Die Fehlersuche gestaltet sich relativ einfach.
zuerst schaut man wo "so Einer" sitzt (meisst Abblock-C)
dann zwickt man ihn ab, ersetzt die Sicherung oder R,
setzt einen Elko ein und fertig.

Es gibt also keine schleichenden Fehler durch taube Elko's !

Nur auf diesen Vorteil kann man leicht verzichten.

Kurt

Autor: Rober (Gast)
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gibt es eine "Formel" für das ersetzen von Tantal mit Kerko (sind doch
die normalen Wald-und-Wiesen-Keramikondensatoren gemeint, oder?)
bzw ersetzen von Tantal durch Becher-Elkos?

Autor: Patrick (Gast)
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Hi Kurt,
von der Seite habe ich es nie betrachtet :-) Auch nicht schlecht
Man könnte es aber auch aus der Sicht der "Political Correctness"
betrachten. Die weltweit größten Vorkommen des Tantal-Erzes Koltan sind
im Kongo. Die verschiedenen Parteien des Bürgerkrieges im Kongo bauen im
Moment Koltan auf Teufel komm raus ab, um damit an Devisen zu gelangen
und ihren Krieg weiter zu finanzieren. (Umwelt und Naturschutz
interessiert dabei natürlich überhaupt nicht) (OK, ich gleite ab)

Autor: A.K. (Gast)
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"Die Fehlersuche gestaltet sich relativ einfach."

Stimmt. Man muss nur dem Ruß folgen, der sich in etlichen cm Umkreis
abgesetzt hat.

"und fertig."

Wenn es ein Blockkondensator direkt neben einer IC-Fassung war, dann
darf man die u.U. gleich mit auswechseln, weil teilweise geschmolzen.

Autor: Stephan (Gast)
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Ja, für den Ersatz von Tantal- und Aluminium-Becherelkos haben einige
Hersteller weiterführende Informationen auf ihren Homepages
veröffentlicht. Als einer der besten dürfte "Tayo Yuden" gelten. Die
scheinen auch die hochkapazitivsten Vielschichtler zu haben.

Stephan.

Autor: TravelRec. (Gast)
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Aha, naja - ich verwende kleinere Tantals (10µ) gerne zum Sieben auf 5
und 12V Leitungen, die schon stabilisiert sind, also wo kein zu hoher
Einschaltstromstoß zu erwarten ist. Weiterhin gehe ich mit der
Spannungsfestigkeit immer 1 Wert über das zu erwartende Höchstmaß, also
16V bei 5V anligender Spannung und 20 - 35V bei 12V anliegender
Spannung. Bislang ist nichts abgequalmt, gut im Zuge der Vermeidung
giftiger substanzen sicher eine Überlegung wert. Mich haben bislang
immer die recht guten elektrischen Kennwerte und die lange Haltbarkeit
beeindruckt.

Autor: Rober (Gast)
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@Stephan gibt es da auch direkte Links, bei google habe ich mir die
Finger wundgetippt aber aussen schönen Hersteller-Katalogen nichts
erhalten.
Würde gerne nachvollziehen wollen, wie du auf "100uF Aluminium = 68uF
Tantal = 22uF Keramik" kommst. Vielen Dank

Autor: Stephan (Gast)
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@Rober Das sind Erfahrungswerte aus dem Messlabor. Wenn man die
entsprechenden Messgeräte hat, kann man ESR, tan Phi etc. ausmessen.

Wenn man die Datenblätter nebeneinander legt, kann man sich diese Werte
aber auch zusammenreimen...

Stephan.

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