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Forum: Platinen Platinen ätzen, was empfehlt ihr??


Autor: Läubi (Gast)
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Also ich möchte mich langsam mal mit dem Ätzen von Platinen
beschäftigen.
Deshalb meine Frage:
Was braucht man für den Einstig, was empfehlt ihr, bzw. womit habt ihr
gute/schlechte Erfahrungen gemacht.
Mit was für kosten muß ich in etwa rechnen?

Zugang zu nem laserdrucker (600dpi) hätte ich.

Danke schonmal an alle die das Lesen und nützliche antworten wissen :)

Autor: Thorsten (Gast)
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Meine Empfehlung:

1. Bungard-Basismaterial
2. Natriumhydroxid zum entwickeln, gibts in jeder besseren
   Drogerie in Kilo-Dosen und ist nicht teuer (max. EUR 6,00, hält
   ewig)
3. Eisen-III-Chlorid (erhältlich z. B. bei Conrad für EUR 1,20, reicht
   für meherere Euro-Platinen
4. Ein Gesichtsbräuner (4x15W) (ca. EUR 15,00 bei eBay) zum belichten
   (etwa 2 Minuten bei Bungard-Material)
7. Aceton (Baumarkt, EUR 3,00) zum reinigen der Leiterplatten
8. Pinsel (hilft beim entfernen der belichteten Stellen, wenn die
   Platine im Entwickler liegt; einfaches schwenken geht manchmal
   nicht)

Mit Laserdruckern habe ich bisher leider nur schlechte Erfahrungen
gemacht, der Ausdruck ist nie abolut lichtundurchlässig.
Daher empfehle ich

5. HP Tintenstrahldrucker mit ORIGINAL Tinte (nur diese hat die
   optimale Oberflächenspannung => kein verlaufen der Tinte)
6. Billiges Transparentpapier, bringt bei mir bessere Ergebnisse als
   irgendeine Folie (EUR 3,00 f. 50 Blatt)

Mit oben erwähntem kriegst du erstklassige Ergebnisse in kurzer Zeit
und das für wenig Geld. Standardbreiten sind 10mil, 8mil funktioniert
zu 99%, noch kleiner ist dann aber eher Zufall, wenn es funktioniert.

Gruß
Thorsten

P.S.: Als ich noch keinen Gesichtsbräuner hatte, habe ich mit meiner
50W Halogen-Schreibtischlampe belichtet. Hat zwar 50 Minuten gedauert,
brachte aber auch beste Ergebnisse)

Autor: Gerhard Fischer (Gast)
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..... hätte da lediglich eine kleine Ergänzung zur o.a. Auflistung:

Ich drucke mit nem Laser (HP LJ 4V) auf Overheadfolie,
verdichte den Ausdruck mit Solvent 50. Ergibt bei mir beste
Belichtungsvorlagen.
Aber.... nach dem was man so liest, ist nicht jeder Laserdrucker
geeignet. Hier sind anscheinend die 'Alten' die besseren.

Zum Ätzen: Nach Eisen-II-Chlorid und Natriumpersulfat bin ich
letztendlich zu HCL + H2O2 gekommen und dabei geblieben.
Geht schnell, keine Unterätzungen, keine Heiz- und Sprudeltechnik.

mfg  Gerhard

Autor: Sven Müller (Gast)
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Ich nehme zum ätzen immer einen Ausdruck auf normalem 80g Kopierpapier.
(Mit Minolta Magicolor 2+, habe es auf meinem HP noch nicht getestet)
Mit Pausklar besprühen und 75 Sekunden mit Selbstgebautem Belichter
belichten (Gesichtsbräuner + Scanner)
Dann mit NaOh entwickeln -> im Sprudelbad ätzen (Natriumpersulfat) ->
Fertig.
Mit Bungard Material ergibt das Leiterbahnen von 0,25mm breite und
0,2mm Abstand.

Wo gibts das Solvent?

Autor: Thorsten (Gast)
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@Gerhard:
In welchem Verhältnis mischst du denn das Zeug und woher bekommst du
Wasserstoffperoxid ? Ich hatte versucht, H2O2 aus der Apotheke zu
bekommen, doch die wollten mir absolut nichts davon verkaufen. Welche
Salzsäure benutzt du ? Reicht 30%-ige aus ?

Gruß
Thorsten

Autor: Gerhard Fischer (Gast)
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@Thorsten

ich mische das eigentlich so nach Augenmaß
ca. je 300 ml HCL und Wasser
ca. 150 bis 200 ml H2O2.
Wenn in die Platine reintue perlt es. Wenn die Brühe müde wird
gibt es einen kleinen Nachschlag H2O2.

Wichtig ist das man die Aktion im Freien macht. Chlorgas !!

Es reicht das 30% HCL (techn. Salzsäure)
Ich bekomme beides ohne Probl. in der Apotheke, liegt evtl. am
Alter, bin Mitte 50zig ;-))

Gruss
Gerhard

Autor: Gerhard Fischer (Gast)
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@Sven

>>>Wo gibts das Solvent?

z.B. Conrad oder Reichelt.

Ist eigentlich ein Mittel um Etiketten zu entfernen.
Soll aber besser sein als der Tonerverdichter dem man
z.B. bei Conrad kaufen kann.

mfg Gerhard

Autor: Claus Thaler (Gast)
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Kleiner Tip für alle, die in der Apotheke kein H2O2 bekommen:

Wasserstoffperoxid gibts auch im Zoogeschäft, ich hab mal bei einer
Dehner-Filiale einen Liter 20% H2O2 recht günstig erworben. Das wird
zur Regeneration von Aquariumfiltern verwendet

Autor: peter (Gast)
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Hi,
da mich das Thema Einstieg ins Platinenätzen auch Interessiert stelle
ich meine Frage in diesem Thread. Wie ist es denn mit den Vias für SMD
Bauteile kann man die such selber machen?
Gruss
Peter

Autor: fish (Gast)
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"Wie ist es denn mit den Vias für SMD Bauteile" Sinn?

Vias werden galvanisiert. Das ist privat zu teuer und aufwändig. Als
Alternative gibt es Nieten.

Autor: Steffen (Gast)
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Für alle, die mit HCl und H2O2 ätzen (wollen):
Ein kleiner Schwaps reicht völlig aus. Die Menge, die Gerhard genannt
hat ist eindeutig zu viel.
Die Lösung muss nicht perlen! Mit weniger H2O2 geht das ätzen zwar
etwas langsamer aber es wird kein oder kaum gasförmiges HCL frei.

Ich verwende auch 30%-ige Salzsäure 1:1 mit Wasser verdünnt und
wirklich nur einen kleinen Schwaps H2O2. Ätzzeiten sind dann so
zwischen 3 und 5 Minuten.

Steffen

Autor: Gerhard Fischer (Gast)
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@Steffen
.. dann werde ich auch mal etwas weniger H2O2 probieren.

Wie gesagt, ich mache es bisher mit dem H2O2 nach Augenmaß.
Habe aber immer darauf geachtet, im Freien und an einer Stelle
mit Luftzug  (habe wir hier in SH eigentlich immer) zu arbeiten.
Klar, und die Nase nicht direkt über dem Gefäß !!!

Gerhard

Autor: Steffen (Gast)
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Im Freien ist so oder so ratsam.
Als ich vor zwanzig Jahren angefangen habe, da ist das Ganze Werkzeug
von meinem Vater vergammelt. Das fand er damals nicht so lustig ;-).

Steffen

Autor: Läubi (Gast)
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@Gerhard Wo wohnst du den in SH?

Autor: bluemol (Gast)
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Hallo,
ich möchte nun auch privat Platinen ätzen und mache mich gerade
schlau.

>>Mit oben erwähntem kriegst du erstklassige Ergebnisse in kurzer Zeit
>>und das für wenig Geld. Standardbreiten sind 10mil, 8mil
>>funktioniert
>>zu 99%, noch kleiner ist dann aber eher Zufall, wenn es
>>funktioniert.

Mich wundert die 10mil Angabe. Was ist damit gemeint??? Leiterbahndicke
von einem 1 cm (mil == Millimeter)??? Das ist ein wenig fett für SMD-
Bauteile, oder???

Danke für Klärung...
bluemole

Autor: Formelsammlung (Gast)
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1mil=0,0254mm!

So was stand bei uns früher im Tafelwerk.?

Autor: Markus (Gast)
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Hi,

auch ich will (nach 10 Jahren wieder) Platinen ätzen. Meine Fragen:

Damit die Folie sauber aufliegt wollte ich einen Bilderrahmen nehmen.
Die modernen billigen Bilderhalter haben aber wohl eine
Kunststoffscheibe. Sind die UV-durchlässig? Kann man das irgendwie
testen (außer ausprobieren)?

Wie gefährlich ist denn HCl/H2O2? In anderen Foren (etwa im Usenet in
de.sci.electronics) wird davon eher abgeraten.

Braucht man bei Natriumpersulfat unbedingt dieses "Blubberaquarium"
für vernünftige Ergebnisse oder kommt man auch in einer Plastikschale
zu brauchbaren Ergebnissen? SMD will ich schon auch verwenden...

@Torsten:
Hast Du die Schreibtischlampe zusammen mit dem Transparentpapier
eingesetzt?

Markus

Autor: Thorsten (Gast)
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> Hast Du die Schreibtischlampe zusammen mit dem Transparentpapier
> eingesetzt?

Ja genau ! Vor der Halogenglühlampe (also noch im Lampenkopf) ist si ne
Scheibe, die als UV-Filter wirken soll. Trotzdem kam noch genügend UV
für ne Belichtung durch.

Ansonsten würd ich von Kunststoff als Auflage abraten, besorg dir
irgendwoher neu normale Glasscheibe, Bilderrahmen ist da ganz gut.

Ich persönlich würde von dem HCl abraten, dabei entsteht Chlorgas. Wenn
man vernünftige Räumlichkeiten hat, mag das gehen. Aber ansonsten tut
Fe-III-Cl gute dienste auch ohne Blubberaquarium. Einfach in ne
Tupperdose rein und bisschen bewegen, fertig.

Ergebnis siehe Anhang, die Pads des ICs haben 0.635mm Abstand. Hab auch
schonmal 0.5mm geschafft, aber das ist dann nicht mehr unbedingt
reproduzierbar.

Thorsten

Autor: Thorsten (Gast)
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Meine Güte, was Tippfehler. Es ist wohl wirklich schon zu spät für
solche anspruchsvollen Postings :)

Nacht !

Autor: fish (Gast)
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Kunststoff ist i. d. R. nicht UV-durchlässig.

Autor: Markus (Gast)
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@Thorsten: Alle meine Bilderrahmen haben eine Kunststoffscheibe. ;)
Mit Eisen-III-Chlorid hab' ich vor 10 Jahren gearbeitet, das halte ich
für eine "Dreckelei". Hab' erst heute wieder eine Schaumätzanlage
gesehen, die sah durch die braunen Ablagerungen irgendwie versifft
aus.

Im Einsteigerpaket von Reichelt (da wird Natriumpersulfat verwendet)
ist wohl nur eine einzige Schale drin. Bischen wenig.

Bei Reichelt steht beim Natriumpersulfat dabei "Nur Keramik-, Glas-
oder Emaillegefäß verwenden". Heißt das, daß das Zeugs Kunststoff
angreift? Also keine Plastikschale dafür verwenden? Mein Fe3Cl hatte
sich zwar auch aus der Kunstoff(Cola-)flasche befreit, aber das war zum
lagern, nicht zum ätzen.

Markus

Autor: Christoph Peters (Gast)
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ist erst wenige wochen her, als ich zum ersten mal geätzt habe

habe meine erfahrungen dokumentiert:
http://www.apovis.net/index.php?link=platinenerstellung

gruß
christoph

Autor: Thorsten (Gast)
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> Alle meine Bilderrahmen haben eine Kunststoffscheibe. ;)

Ein Billigrahmen mit Glash kostet < EUR 3,-

> die sah durch die braunen Ablagerungen irgendwie versifft aus

Eine Ätzanlage ist ja auch nicht dazu gedacht, sie ins Wohnzimmerregal
zu stellen.

> ist wohl nur eine einzige Schale drin. Bischen wenig

Ich benutze seit zehn Jahren nur eine einzige Schale, hatte nie das
Verlangen nach mehr.

> Heißt das, daß das Zeugs Kunststoff angreift

Kann ich nichts zu sagen, ich weiß nur, das der Entwickler Glas
angreift sofern er auf NaOh basiert.

Autor: Dietrich Steinbach (Gast)
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Habe eine Frage zum Ätzen mit Eisen III Clorid.

Bei mir gab es oft Probleme. Nach angefangenem gleichmässigen
Ätzvorgang gab es Stellen, bei denen nichts mehr ging, besonders in der
Mitte. Musste dann die Platine herausnehmen, die zu ätzenden Stellen mit
spitzem Gegenstand blank reiben, dann lief die Sache wieder.
Habe mit UV-Lampe belichtet, mit auf ca. 40°C erwärmten NaOH ca. 1-2
Minuten entwickelt und mit ca. 45°C erwärmtem Fe3Cl geätzt.

Kann mir jemand sagen was ich falsch gemacht habe?

Dietrich.

Autor: Thorsten (Gast)
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In diesem Fall waren wohl noch Reste des Fotolacks drauf. Wahrscheinlich
hast du die Platine nich lange genug im Entwickler gehabt. Ich werfe die
Platine immer in Entwickler und gehe mit nem Borstenpinsel drüber, das
soltte keine Probleme bereiten. Ich denke lange genug belichtet hast
du. Übrigens mußt du das NaOh definitiv nicht erwärmen.

Thorsten

Autor: Deramon (Gast)
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Ich hab vor ca. 5 Jahren es mit Eisenchlorid und ner UV Birne von Conrad
probiert. Nach langem hin und her hatte ich die Nase voll von der
Sauerei :)
Vor einem halben Jahr habe ich wieder angefangen. Diesmal habe ich mir
aber das "Ätzgerät 1" von Reichelt(günstiger)/Conrad mit
Natriumpersulfat gekauft. Zum belichten habe ich mir mit einem alten
Scannergehäuse, den 4x 8W Ersatzröhren von den "UV Belichter" von
Reichelt, 4x Vorschaltplatine aus Energiesparlampen und einem AVR einen
Belichter gebaut. Als Vorlage verwende ich inzwischen Photoquality
Injetfolien mit 2880dpi (50Stk. ca. 10Euro) und einem HP
Tintenstrahldrucker(Laser ist mit aktuellen Druckern einfach mist).
Ein Traum: 3.5min Belichten(bei ganz frischem Photomatierial gehts auch
kürzer, aber etwas mehr belichten ist besser als zu wenig sonst löst
sich der belichtete Photolack sehr schlecht und man kann auch ohne
Pinsel entwickelt :)
ca. 40sec Entwickeln und nach 45min Vorheizzeit(wenn das Ätzbad mal
richtig eingestellt ist, kann man es ohne bedenken ohne Aufsicht
anheizen lassen) ist das ätzen in 10min erledigt.
Habe damit jetzt schon ca. 30 Platinen erfolgreich und ohne weiteren
Probleme geätzt.

Autor: Thorsten (Gast)
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> Photoquality Injetfolien mit 2880dpi (50Stk. ca. 10Euro)
Welches Marke ist das ? Ist ja schon sehr günstig...

Autor: Deramon (Gast)
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@ Thorsten:
Zweckform Nr. 2502
Hab mich mal etwas umgesehen und die kosten scheinbar doch schon knappe
20 euro. Ich hab damals ein Promotionpack gekauft das scheinbar sehr
gunstig war.

Autor: Dietrich Steinbach (Gast)
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Thorsten, Deramon,
danke für eure Beiträge. Das mit dem Borstenpinsel werde ich bei
nächster Gelegenheit versuchen und die Entwicklerzeit etwas verlängern.
Ich benutze übrigens auch eine 250Watt UV-Birne von Conrad, die man
nicht länger als 2 Minuten anschalten soll. Könnte aber auch sein, dass
ich schon älteres Photomaterial verarbeitet habe.

Autor: Dietrich (Gast)
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Atze jetzt mit 10%tiger HCl und 10% tigem H2O2, Mischungsverhältnis 1:1,
in 2 Minuten ist die Sache ferig. Bedrucke Platine jetzt nach dem
Forum-Fotokopier-Laserdruckerverfahren (siehe unter Druckerumbau ...).

Dietrich!

Autor: Steffen (Gast)
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@Dietrich

Noch mal ein Auszug von oben:
"Für alle, die mit HCl und H2O2 ätzen (wollen):
Ein kleiner Schwaps reicht völlig aus."

Für 1:1 ist das H202 zu teuer. Bringen tut das nichts.

Steffen

Autor: Dietrich (Gast)
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Steffen,
danke für den Hinweis, werde es nächstes ausprobieren.
Dietrich.

Autor: Martin (Gast)
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hy!
Ich habe erst mal probiert mir ne platine zu ätzen... habe mit 2 UV
Röhren mit 15 Watt ca. 5 min beleuchtet und dann ab ins
Natriumpersulfat
und Natriumhydroxid bad, (Natrumpersulfat 5 min, - hydroxid ebenfalls 5
min) doch das einzige was passiert ist ist das nur die blanke Kupfer
platte  herausgekommen ist... :( habe ich zu wenig belichtet oder?

MFG
Martin

Autor: Thomas Kropf (Gast)
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Du hast die Platine schon zuerst in das Natriumhydroxid gegeben, oder?
:-)

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Nochmal in anderen Worten:

Natriumpersulfat: Ätzlösung
Natriumhydroxid:  Entwickler

Du willst wahrscheinlich zuerst entwickeln, und dann erst Ätzen, oder?
So wie es jetzt klingt, hast du die unentwickelte Platine in die
Ätzlösung gegeben. Dort ist nichts passiert, da der Fotolack noch auf
der Platine war. Danach hast du die Platine entwickelt und evtl. sogar
den ganzen Fotolack abentwickelt.

Autor: PeterG (Gast)
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Und nochmal, damit's auch ganz bestimmt ankommt ... ;-)

ERST ENTWICKELN, DANN ÄTZEN.
ERST NATRIUMHYDROXID, DANN NATRIUMPERSULFAT.

Genau das ist ja der Witz an photopositiv beschichtetem
Leiterplattenmaterial: das Ätzbad ätzt nur dort das Kupfer weg, wo es
nicht mehr vom Fotolack ("Resist") geschützt ist und der Fotolack
bleibt nur dort auf der Platine, wo er zuvor nicht belichtet und
anschließend vom Entwickler aufgelöst worden ist.

Autor: PeterG (Gast)
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_____"Natrumpersulfat 5 min"______

Das dürfte viel zu kurz sein. Das Ätzbad aus gelöstem Natriumpersulfat
gehört eigentlich beheizt (40-60°C), um effektiv zu arbeiten. Selbst
dann dauert das Ätzen (bei mir) 30 Minuten.

______"hydroxid ebenfalls 5"______

Das wiederum dürfte viel zu lang sein. Je nach Belichtungsdauer und
Frische bzw. Konzentration des Entwicklerbads dauert das Entwickeln
zwischen zwanzig Sekunden und zwei Minuten. Das Entwicklerbad stetig
schwenken!

Autor: Martin (Gast)
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ok also hab ich das bisi verpeilt... also zuerst in den Entwickler und
dann erst ätzen. richtig oder? :)
dann kann ich es mir schon denken wo der hund begraben liegt... ;)

und 30 sek - 2 min entwickeln,
dann 30 min ätzen richtig?

und vom belichten könnte da die zeit stimmen?
danke für die schnellen antworten!

Autor: Thorsten (Gast)
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Ich belichte mit 4 x 15W exakt 2 Minuten, ich würde an deiner Stelle
eher etwas runtergehen, also 3 bis 4 Minuten. Kommt halt drauf an, wie
lichtdicht deine Vorlage ist.

Thorsten

Autor: Thomas Kropf (Gast)
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und 30 Minuten ätzen kann man auch nicht so direkt sagen.
Wenn der Kupfer weg ist und du die Leiterbahnen sehen kannst, ist es
fertig

Autor: Martin (Gast)
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ja ok! :)

Danke für die Antworten!
Man merkt schon das ihr ahnung von dem habt was ihr schreibt... :)

thanks!
MFG

Autor: Binni (Gast)
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tach schön,

wollt bloß mal drauf aufmerksam machen auf ja keinen fall isel platinen
zu verwenden sondern nur bungard, dummerweise gibts bei conrad kein
bungard mehr sondern nur noch isel und wenn ihr bei seamann bestellen
wollt: der hat auch nur isel - was die größte schei... ist, bungard
gibts allerdings noch bei reichelt elektronik oder bei bungard halt
selbst

mfg
binni

Autor: Thomas Kropf (Gast)
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also bei meinem conrad gibt's noch bungard platinen

Autor: Thorsten (Gast)
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Unter www.conrad.de sind die auch nicht mehr geführt :(

Autor: Kai Uwe (Gast)
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Hi Leute!

Bin neu hier. Hat jemand von euch schon einmal die Press 'n' Peel
Folien ausprobiert? z.b. http://www.elexp.com/pro_npb5.htm
Mich würde interessieren wie gut diese funktionieren. Mit diesen Folien
würd man sich das ganze Belichten ersparen und laut Angaben liesen sich
sehr feine Strukturen ätzen.

mfg

Autor: Froschi (Gast)
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hat jemand schon mal das Ätzen von Folien Probiert wenn ja wie wirkt 
sich da das HCl/H2O2 Gemisch beim ätzen aus ???

Autor: BennyS (Gast)
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@Kai Uwe
Hört sich an wie Reichelt-Katalog-Methode bzw. Tonertransfer. Gibts nen 
ellenlangen Thread hier drüber und scheint bei den meisten ganz gut zu 
klappen.

Autor: Froschi (Gast)
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Ne Folie statt Platine  alles auf eine Kupferbeschichtete Folie

Autor: Jamie Lee (Firma: home) (jamie)
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Jetzt mal ne doofe Frage. Hat gar nichts mit Platinen zu tun. Eignetlich 
wollte ich Roulette Jetons selber beschriften, und da ist mir die Idee 
gekommen die Schrift draufzuätzen. Ist das mit jedem Kunststoff möglich? 
Und habt ihr hier eine genaue Anleitung, wie ich das dann 
bewerkstelligen könnte? Wäre nämlich ne günstigere Alternative als 
Lasergravuren. Vielleicht hat ja einer Lust mir da weiterzuhelfen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ich habe mal  in den Baumärkten nach den Chemikalien geschaut, das 
Kleingedruckte auf den Dosen durchgelesen, es gibt H2O2 im Bauhaus als 
"Schimmelentferner" in 10 Prozentig und bei Hornbach im Aquarienbedarf 
in 6-prozentig, also wesentlich schwächer als das konzentrierte aus der 
Drogerie mit etwa 30%, wo es inzwischen nur noch das 3%-Gurgelwasser 
gibt.
Beide Märkte haben auch Salzsäure, aber nur "<25%"  statt der üblichen 
33%, also muss ich auch hier entsprechend mehr nehmen.
Angehängt ist der erste Teil eines "Kontaktbriefs" das Kontaktchemie aus 
den achtzigern, zweite Seite folgt.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Und der 2.Teil, da steht die Empfehlung 200ml HCl, 30ml H2O2 und Rest 
770ml Wasser.

Autor: Mario (Gast)
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Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Der Tip mit Dehner war gut, danke.
Ich vermute, es gibt eine Handelsbeschränkung auf 20 % (wie bei den 49 
Kubikzentimeter-Mofas), deshalb die 19,9 %-Angabe.
Der arme Goldfisch auf dem Etikett wird hofffentlich nicht damit 
behandelt.

Autor: Denis (Gast)
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Hallo,
ich versuche gerade mich schlau zu machen über verschiedene Ätzlösungen 
und finde aber nirgends wie solche  Lösungen entsorgt werden müssen.

In so nem tech. Infoblatt steht etwas von Neutralisation der Ätzlösung. 
(Natriumpersulfat). Da muss die Ätzlösung mit Natronlauge bis auf den pH 
Wert 11-12 gemischt werden. Nach 2-3 Stunden kann man dann das 
abgesetzte Kupferoxydschlamm herausgefiltert werden. Anschliessend muß 
mit Salzsäure ein pH-Wert von 8.5 eingestellt werden.

Wie macht Ihr das?
Danke und Gruß
Denis

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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Denis wrote:
> Wie macht Ihr das?

Als Privatperson? Schadstoffmobil bzw. komunale Schadstoffannahmestelle. 
Ist doch irgendwie sinnfrei beliebig viel Aufwand zu betreiben um am 
Ende immer noch den Kupferoxidschlamm zu haben und den auch bloß 
entsorgen zu müssen.

Autor: Gerhard. (Gast)
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Hallo Markus,

es gibt Plastkteile die bei Bestrahlung mit UV mehr oder wenig 
fluoreszieren. Wenn Du Deine UV Belichtungslampe schon hast, 
experiemntiere mit verschiedenen Plastikteilen wie Kugelschreiberkappen 
die bei Bestrahlung mit UV schoen farbig strahlen. Sobald Du was findest 
dass gut fluoresziert, merke Dir die Helligkeit. Dann bringe das Glas 
oder Plastikscheibe dazwischen und beobachte ob sich die Helligkeit der 
Fluoreszenz sich aendert. Obwohl das keine Labormessung ist;-), bekommt 
mit dieser Methode doch einen Anhaltspunkt inwieweit das Material UV 
durchlaessig ist.

Hoffe das bringt Die dass gewuenschte Resultat,

Gruss,
Gerhard

P.S. Im Anhang ein Bild mit fluoriszierende Jumperstecker

Autor: Denis (Gast)
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Aha.
Danke. Stimmt eigentlich.
Gruß

Autor: Andreas Böhme (Gast)
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Ich muss diesen Thread nun nochmals aktivieren :)

Bis jetzt habe ich meine Layouts immer auf Normalpapier mit einem 
Kyocera FS1030D gedruckt und dieses mit Solvent besprüht. (danach mit Öl 
transparent gemacht und  Bis auf sehr große Masseflächen wurde alles 
einwandfrei.
Plötzlich funktioniert diese Methode nicht mehr. Entweder wurde das 
Spray oder der Toner geändert. Ich war schon am verzweifeln, bis ich in 
meinem Regal "Motorreiniger W5" (Spray) gesehen habe. Da auch dies als 
Lösungsmittel funktioniert, habe ich es gleich probiert und damit die 
bis jetzt besten Ergebnisse erziehlt. Sowohl Masseflächen als auch dünne 
Leiterbahnen werden wieder einwandfrei.

Ich kann jedem nur empfehlen, mit Lösungsmitteln (Tonerverdichter, 
Solvent, etc) zu experimentieren. Je nach verwendetem Toner eignet sich 
wohl ein anderes Mittel.

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