Datum: 30.07.2004 14:58
Also ich möchte mich langsam mal mit dem Ätzen von Platinen beschäftigen. Deshalb meine Frage: Was braucht man für den Einstig, was empfehlt ihr, bzw. womit habt ihr gute/schlechte Erfahrungen gemacht. Mit was für kosten muß ich in etwa rechnen? Zugang zu nem laserdrucker (600dpi) hätte ich. Danke schonmal an alle die das Lesen und nützliche antworten wissen :)
Datum: 30.07.2004 18:49
Meine Empfehlung: 1. Bungard-Basismaterial 2. Natriumhydroxid zum entwickeln, gibts in jeder besseren Drogerie in Kilo-Dosen und ist nicht teuer (max. EUR 6,00, hält ewig) 3. Eisen-III-Chlorid (erhältlich z. B. bei Conrad für EUR 1,20, reicht für meherere Euro-Platinen 4. Ein Gesichtsbräuner (4x15W) (ca. EUR 15,00 bei eBay) zum belichten (etwa 2 Minuten bei Bungard-Material) 7. Aceton (Baumarkt, EUR 3,00) zum reinigen der Leiterplatten 8. Pinsel (hilft beim entfernen der belichteten Stellen, wenn die Platine im Entwickler liegt; einfaches schwenken geht manchmal nicht) Mit Laserdruckern habe ich bisher leider nur schlechte Erfahrungen gemacht, der Ausdruck ist nie abolut lichtundurchlässig. Daher empfehle ich 5. HP Tintenstrahldrucker mit ORIGINAL Tinte (nur diese hat die optimale Oberflächenspannung => kein verlaufen der Tinte) 6. Billiges Transparentpapier, bringt bei mir bessere Ergebnisse als irgendeine Folie (EUR 3,00 f. 50 Blatt) Mit oben erwähntem kriegst du erstklassige Ergebnisse in kurzer Zeit und das für wenig Geld. Standardbreiten sind 10mil, 8mil funktioniert zu 99%, noch kleiner ist dann aber eher Zufall, wenn es funktioniert. Gruß Thorsten P.S.: Als ich noch keinen Gesichtsbräuner hatte, habe ich mit meiner 50W Halogen-Schreibtischlampe belichtet. Hat zwar 50 Minuten gedauert, brachte aber auch beste Ergebnisse)
Datum: 30.07.2004 19:37
..... hätte da lediglich eine kleine Ergänzung zur o.a. Auflistung: Ich drucke mit nem Laser (HP LJ 4V) auf Overheadfolie, verdichte den Ausdruck mit Solvent 50. Ergibt bei mir beste Belichtungsvorlagen. Aber.... nach dem was man so liest, ist nicht jeder Laserdrucker geeignet. Hier sind anscheinend die 'Alten' die besseren. Zum Ätzen: Nach Eisen-II-Chlorid und Natriumpersulfat bin ich letztendlich zu HCL + H2O2 gekommen und dabei geblieben. Geht schnell, keine Unterätzungen, keine Heiz- und Sprudeltechnik. mfg Gerhard
Datum: 30.07.2004 21:18
Ich nehme zum ätzen immer einen Ausdruck auf normalem 80g Kopierpapier. (Mit Minolta Magicolor 2+, habe es auf meinem HP noch nicht getestet) Mit Pausklar besprühen und 75 Sekunden mit Selbstgebautem Belichter belichten (Gesichtsbräuner + Scanner) Dann mit NaOh entwickeln -> im Sprudelbad ätzen (Natriumpersulfat) -> Fertig. Mit Bungard Material ergibt das Leiterbahnen von 0,25mm breite und 0,2mm Abstand. Wo gibts das Solvent?
Datum: 30.07.2004 22:09
@Gerhard: In welchem Verhältnis mischst du denn das Zeug und woher bekommst du Wasserstoffperoxid ? Ich hatte versucht, H2O2 aus der Apotheke zu bekommen, doch die wollten mir absolut nichts davon verkaufen. Welche Salzsäure benutzt du ? Reicht 30%-ige aus ? Gruß Thorsten
Datum: 30.07.2004 23:21
@Thorsten ich mische das eigentlich so nach Augenmaß ca. je 300 ml HCL und Wasser ca. 150 bis 200 ml H2O2. Wenn in die Platine reintue perlt es. Wenn die Brühe müde wird gibt es einen kleinen Nachschlag H2O2. Wichtig ist das man die Aktion im Freien macht. Chlorgas !! Es reicht das 30% HCL (techn. Salzsäure) Ich bekomme beides ohne Probl. in der Apotheke, liegt evtl. am Alter, bin Mitte 50zig ;-)) Gruss Gerhard
Datum: 30.07.2004 23:26
@Sven
>>>Wo gibts das Solvent?
z.B. Conrad oder Reichelt.
Ist eigentlich ein Mittel um Etiketten zu entfernen.
Soll aber besser sein als der Tonerverdichter dem man
z.B. bei Conrad kaufen kann.
mfg Gerhard
Datum: 31.07.2004 09:18
Kleiner Tip für alle, die in der Apotheke kein H2O2 bekommen: Wasserstoffperoxid gibts auch im Zoogeschäft, ich hab mal bei einer Dehner-Filiale einen Liter 20% H2O2 recht günstig erworben. Das wird zur Regeneration von Aquariumfiltern verwendet
Datum: 31.07.2004 09:42
Hi, da mich das Thema Einstieg ins Platinenätzen auch Interessiert stelle ich meine Frage in diesem Thread. Wie ist es denn mit den Vias für SMD Bauteile kann man die such selber machen? Gruss Peter
Datum: 01.08.2004 17:37
"Wie ist es denn mit den Vias für SMD Bauteile" Sinn? Vias werden galvanisiert. Das ist privat zu teuer und aufwändig. Als Alternative gibt es Nieten.
Datum: 02.08.2004 08:21
Für alle, die mit HCl und H2O2 ätzen (wollen): Ein kleiner Schwaps reicht völlig aus. Die Menge, die Gerhard genannt hat ist eindeutig zu viel. Die Lösung muss nicht perlen! Mit weniger H2O2 geht das ätzen zwar etwas langsamer aber es wird kein oder kaum gasförmiges HCL frei. Ich verwende auch 30%-ige Salzsäure 1:1 mit Wasser verdünnt und wirklich nur einen kleinen Schwaps H2O2. Ätzzeiten sind dann so zwischen 3 und 5 Minuten. Steffen
Datum: 02.08.2004 08:56
@Steffen .. dann werde ich auch mal etwas weniger H2O2 probieren. Wie gesagt, ich mache es bisher mit dem H2O2 nach Augenmaß. Habe aber immer darauf geachtet, im Freien und an einer Stelle mit Luftzug (habe wir hier in SH eigentlich immer) zu arbeiten. Klar, und die Nase nicht direkt über dem Gefäß !!! Gerhard
Datum: 02.08.2004 11:11
Im Freien ist so oder so ratsam. Als ich vor zwanzig Jahren angefangen habe, da ist das Ganze Werkzeug von meinem Vater vergammelt. Das fand er damals nicht so lustig ;-). Steffen
Datum: 02.08.2004 14:04
@Gerhard Wo wohnst du den in SH?
Datum: 24.08.2004 16:34
Hallo, ich möchte nun auch privat Platinen ätzen und mache mich gerade schlau. >>Mit oben erwähntem kriegst du erstklassige Ergebnisse in kurzer Zeit >>und das für wenig Geld. Standardbreiten sind 10mil, 8mil >>funktioniert >>zu 99%, noch kleiner ist dann aber eher Zufall, wenn es >>funktioniert. Mich wundert die 10mil Angabe. Was ist damit gemeint??? Leiterbahndicke von einem 1 cm (mil == Millimeter)??? Das ist ein wenig fett für SMD- Bauteile, oder??? Danke für Klärung... bluemole
Datum: 24.08.2004 16:41
1mil=0,0254mm! So was stand bei uns früher im Tafelwerk.?
Datum: 25.08.2004 21:48
Hi, auch ich will (nach 10 Jahren wieder) Platinen ätzen. Meine Fragen: Damit die Folie sauber aufliegt wollte ich einen Bilderrahmen nehmen. Die modernen billigen Bilderhalter haben aber wohl eine Kunststoffscheibe. Sind die UV-durchlässig? Kann man das irgendwie testen (außer ausprobieren)? Wie gefährlich ist denn HCl/H2O2? In anderen Foren (etwa im Usenet in de.sci.electronics) wird davon eher abgeraten. Braucht man bei Natriumpersulfat unbedingt dieses "Blubberaquarium" für vernünftige Ergebnisse oder kommt man auch in einer Plastikschale zu brauchbaren Ergebnissen? SMD will ich schon auch verwenden... @Torsten: Hast Du die Schreibtischlampe zusammen mit dem Transparentpapier eingesetzt? Markus
Datum: 25.08.2004 22:12
> Hast Du die Schreibtischlampe zusammen mit dem Transparentpapier > eingesetzt? Ja genau ! Vor der Halogenglühlampe (also noch im Lampenkopf) ist si ne Scheibe, die als UV-Filter wirken soll. Trotzdem kam noch genügend UV für ne Belichtung durch. Ansonsten würd ich von Kunststoff als Auflage abraten, besorg dir irgendwoher neu normale Glasscheibe, Bilderrahmen ist da ganz gut. Ich persönlich würde von dem HCl abraten, dabei entsteht Chlorgas. Wenn man vernünftige Räumlichkeiten hat, mag das gehen. Aber ansonsten tut Fe-III-Cl gute dienste auch ohne Blubberaquarium. Einfach in ne Tupperdose rein und bisschen bewegen, fertig. Ergebnis siehe Anhang, die Pads des ICs haben 0.635mm Abstand. Hab auch schonmal 0.5mm geschafft, aber das ist dann nicht mehr unbedingt reproduzierbar. Thorsten
Datum: 25.08.2004 22:14
Meine Güte, was Tippfehler. Es ist wohl wirklich schon zu spät für solche anspruchsvollen Postings :) Nacht !
Datum: 25.08.2004 22:17
Kunststoff ist i. d. R. nicht UV-durchlässig.
Datum: 25.08.2004 22:38
@Thorsten: Alle meine Bilderrahmen haben eine Kunststoffscheibe. ;) Mit Eisen-III-Chlorid hab' ich vor 10 Jahren gearbeitet, das halte ich für eine "Dreckelei". Hab' erst heute wieder eine Schaumätzanlage gesehen, die sah durch die braunen Ablagerungen irgendwie versifft aus. Im Einsteigerpaket von Reichelt (da wird Natriumpersulfat verwendet) ist wohl nur eine einzige Schale drin. Bischen wenig. Bei Reichelt steht beim Natriumpersulfat dabei "Nur Keramik-, Glas- oder Emaillegefäß verwenden". Heißt das, daß das Zeugs Kunststoff angreift? Also keine Plastikschale dafür verwenden? Mein Fe3Cl hatte sich zwar auch aus der Kunstoff(Cola-)flasche befreit, aber das war zum lagern, nicht zum ätzen. Markus
Datum: 26.08.2004 08:35
ist erst wenige wochen her, als ich zum ersten mal geätzt habe habe meine erfahrungen dokumentiert: http://www.apovis.net/index.php?link=platinenerstellung gruß christoph
Datum: 26.08.2004 08:37
> Alle meine Bilderrahmen haben eine Kunststoffscheibe. ;) Ein Billigrahmen mit Glash kostet < EUR 3,- > die sah durch die braunen Ablagerungen irgendwie versifft aus Eine Ätzanlage ist ja auch nicht dazu gedacht, sie ins Wohnzimmerregal zu stellen. > ist wohl nur eine einzige Schale drin. Bischen wenig Ich benutze seit zehn Jahren nur eine einzige Schale, hatte nie das Verlangen nach mehr. > Heißt das, daß das Zeugs Kunststoff angreift Kann ich nichts zu sagen, ich weiß nur, das der Entwickler Glas angreift sofern er auf NaOh basiert.
Datum: 28.08.2004 09:53
Habe eine Frage zum Ätzen mit Eisen III Clorid. Bei mir gab es oft Probleme. Nach angefangenem gleichmässigen Ätzvorgang gab es Stellen, bei denen nichts mehr ging, besonders in der Mitte. Musste dann die Platine herausnehmen, die zu ätzenden Stellen mit spitzem Gegenstand blank reiben, dann lief die Sache wieder. Habe mit UV-Lampe belichtet, mit auf ca. 40°C erwärmten NaOH ca. 1-2 Minuten entwickelt und mit ca. 45°C erwärmtem Fe3Cl geätzt. Kann mir jemand sagen was ich falsch gemacht habe? Dietrich.
Datum: 28.08.2004 10:12
In diesem Fall waren wohl noch Reste des Fotolacks drauf. Wahrscheinlich hast du die Platine nich lange genug im Entwickler gehabt. Ich werfe die Platine immer in Entwickler und gehe mit nem Borstenpinsel drüber, das soltte keine Probleme bereiten. Ich denke lange genug belichtet hast du. Übrigens mußt du das NaOh definitiv nicht erwärmen. Thorsten
Datum: 29.08.2004 11:23
Ich hab vor ca. 5 Jahren es mit Eisenchlorid und ner UV Birne von Conrad probiert. Nach langem hin und her hatte ich die Nase voll von der Sauerei :) Vor einem halben Jahr habe ich wieder angefangen. Diesmal habe ich mir aber das "Ätzgerät 1" von Reichelt(günstiger)/Conrad mit Natriumpersulfat gekauft. Zum belichten habe ich mir mit einem alten Scannergehäuse, den 4x 8W Ersatzröhren von den "UV Belichter" von Reichelt, 4x Vorschaltplatine aus Energiesparlampen und einem AVR einen Belichter gebaut. Als Vorlage verwende ich inzwischen Photoquality Injetfolien mit 2880dpi (50Stk. ca. 10Euro) und einem HP Tintenstrahldrucker(Laser ist mit aktuellen Druckern einfach mist). Ein Traum: 3.5min Belichten(bei ganz frischem Photomatierial gehts auch kürzer, aber etwas mehr belichten ist besser als zu wenig sonst löst sich der belichtete Photolack sehr schlecht und man kann auch ohne Pinsel entwickelt :) ca. 40sec Entwickeln und nach 45min Vorheizzeit(wenn das Ätzbad mal richtig eingestellt ist, kann man es ohne bedenken ohne Aufsicht anheizen lassen) ist das ätzen in 10min erledigt. Habe damit jetzt schon ca. 30 Platinen erfolgreich und ohne weiteren Probleme geätzt.
Datum: 29.08.2004 11:35
> Photoquality Injetfolien mit 2880dpi (50Stk. ca. 10Euro)
Welches Marke ist das ? Ist ja schon sehr günstig...
Datum: 29.08.2004 11:47
@ Thorsten: Zweckform Nr. 2502 Hab mich mal etwas umgesehen und die kosten scheinbar doch schon knappe 20 euro. Ich hab damals ein Promotionpack gekauft das scheinbar sehr gunstig war.
Datum: 29.08.2004 23:17
Thorsten, Deramon, danke für eure Beiträge. Das mit dem Borstenpinsel werde ich bei nächster Gelegenheit versuchen und die Entwicklerzeit etwas verlängern. Ich benutze übrigens auch eine 250Watt UV-Birne von Conrad, die man nicht länger als 2 Minuten anschalten soll. Könnte aber auch sein, dass ich schon älteres Photomaterial verarbeitet habe.
Datum: 31.08.2004 21:07
Atze jetzt mit 10%tiger HCl und 10% tigem H2O2, Mischungsverhältnis 1:1, in 2 Minuten ist die Sache ferig. Bedrucke Platine jetzt nach dem Forum-Fotokopier-Laserdruckerverfahren (siehe unter Druckerumbau ...). Dietrich!
Datum: 31.08.2004 22:02
@Dietrich Noch mal ein Auszug von oben: "Für alle, die mit HCl und H2O2 ätzen (wollen): Ein kleiner Schwaps reicht völlig aus." Für 1:1 ist das H202 zu teuer. Bringen tut das nichts. Steffen
Datum: 02.09.2004 20:18
Steffen, danke für den Hinweis, werde es nächstes ausprobieren. Dietrich.
Datum: 04.09.2004 14:34
hy! Ich habe erst mal probiert mir ne platine zu ätzen... habe mit 2 UV Röhren mit 15 Watt ca. 5 min beleuchtet und dann ab ins Natriumpersulfat und Natriumhydroxid bad, (Natrumpersulfat 5 min, - hydroxid ebenfalls 5 min) doch das einzige was passiert ist ist das nur die blanke Kupfer platte herausgekommen ist... :( habe ich zu wenig belichtet oder? MFG Martin
Datum: 04.09.2004 15:03
Du hast die Platine schon zuerst in das Natriumhydroxid gegeben, oder? :-)
Datum: 04.09.2004 15:56
Nochmal in anderen Worten: Natriumpersulfat: Ätzlösung Natriumhydroxid: Entwickler Du willst wahrscheinlich zuerst entwickeln, und dann erst Ätzen, oder? So wie es jetzt klingt, hast du die unentwickelte Platine in die Ätzlösung gegeben. Dort ist nichts passiert, da der Fotolack noch auf der Platine war. Danach hast du die Platine entwickelt und evtl. sogar den ganzen Fotolack abentwickelt.
Datum: 04.09.2004 17:57
Und nochmal, damit's auch ganz bestimmt ankommt ... ;-)
ERST ENTWICKELN, DANN ÄTZEN.
ERST NATRIUMHYDROXID, DANN NATRIUMPERSULFAT.
Genau das ist ja der Witz an photopositiv beschichtetem
Leiterplattenmaterial: das Ätzbad ätzt nur dort das Kupfer weg, wo es
nicht mehr vom Fotolack ("Resist") geschützt ist und der Fotolack
bleibt nur dort auf der Platine, wo er zuvor nicht belichtet und
anschließend vom Entwickler aufgelöst worden ist.
Datum: 04.09.2004 18:02
_____"Natrumpersulfat 5 min"______ Das dürfte viel zu kurz sein. Das Ätzbad aus gelöstem Natriumpersulfat gehört eigentlich beheizt (40-60°C), um effektiv zu arbeiten. Selbst dann dauert das Ätzen (bei mir) 30 Minuten. ______"hydroxid ebenfalls 5"______ Das wiederum dürfte viel zu lang sein. Je nach Belichtungsdauer und Frische bzw. Konzentration des Entwicklerbads dauert das Entwickeln zwischen zwanzig Sekunden und zwei Minuten. Das Entwicklerbad stetig schwenken!
Datum: 04.09.2004 19:12
ok also hab ich das bisi verpeilt... also zuerst in den Entwickler und dann erst ätzen. richtig oder? :) dann kann ich es mir schon denken wo der hund begraben liegt... ;) und 30 sek - 2 min entwickeln, dann 30 min ätzen richtig? und vom belichten könnte da die zeit stimmen? danke für die schnellen antworten!
Datum: 04.09.2004 19:27
Ich belichte mit 4 x 15W exakt 2 Minuten, ich würde an deiner Stelle eher etwas runtergehen, also 3 bis 4 Minuten. Kommt halt drauf an, wie lichtdicht deine Vorlage ist. Thorsten
Datum: 04.09.2004 21:31
und 30 Minuten ätzen kann man auch nicht so direkt sagen. Wenn der Kupfer weg ist und du die Leiterbahnen sehen kannst, ist es fertig
Datum: 05.09.2004 15:22
ja ok! :) Danke für die Antworten! Man merkt schon das ihr ahnung von dem habt was ihr schreibt... :) thanks! MFG
Datum: 11.09.2004 17:09
tach schön, wollt bloß mal drauf aufmerksam machen auf ja keinen fall isel platinen zu verwenden sondern nur bungard, dummerweise gibts bei conrad kein bungard mehr sondern nur noch isel und wenn ihr bei seamann bestellen wollt: der hat auch nur isel - was die größte schei... ist, bungard gibts allerdings noch bei reichelt elektronik oder bei bungard halt selbst mfg binni
Datum: 13.09.2004 00:38
also bei meinem conrad gibt's noch bungard platinen
Datum: 13.09.2004 08:16
Unter www.conrad.de sind die auch nicht mehr geführt :(
Datum: 29.09.2004 18:32
Hi Leute! Bin neu hier. Hat jemand von euch schon einmal die Press 'n' Peel Folien ausprobiert? z.b. http://www.elexp.com/pro_npb5.htm Mich würde interessieren wie gut diese funktionieren. Mit diesen Folien würd man sich das ganze Belichten ersparen und laut Angaben liesen sich sehr feine Strukturen ätzen. mfg
Datum: 17.07.2007 13:17
hat jemand schon mal das Ätzen von Folien Probiert wenn ja wie wirkt sich da das HCl/H2O2 Gemisch beim ätzen aus ???
Datum: 17.07.2007 15:14
@Kai Uwe Hört sich an wie Reichelt-Katalog-Methode bzw. Tonertransfer. Gibts nen ellenlangen Thread hier drüber und scheint bei den meisten ganz gut zu klappen.
Datum: 17.07.2007 15:22
Ne Folie statt Platine alles auf eine Kupferbeschichtete Folie
Datum: 23.07.2007 22:01
Jetzt mal ne doofe Frage. Hat gar nichts mit Platinen zu tun. Eignetlich wollte ich Roulette Jetons selber beschriften, und da ist mir die Idee gekommen die Schrift draufzuätzen. Ist das mit jedem Kunststoff möglich? Und habt ihr hier eine genaue Anleitung, wie ich das dann bewerkstelligen könnte? Wäre nämlich ne günstigere Alternative als Lasergravuren. Vielleicht hat ja einer Lust mir da weiterzuhelfen.
Datum: 18.08.2007 16:47
Ich habe mal in den Baumärkten nach den Chemikalien geschaut, das Kleingedruckte auf den Dosen durchgelesen, es gibt H2O2 im Bauhaus als "Schimmelentferner" in 10 Prozentig und bei Hornbach im Aquarienbedarf in 6-prozentig, also wesentlich schwächer als das konzentrierte aus der Drogerie mit etwa 30%, wo es inzwischen nur noch das 3%-Gurgelwasser gibt. Beide Märkte haben auch Salzsäure, aber nur "<25%" statt der üblichen 33%, also muss ich auch hier entsprechend mehr nehmen. Angehängt ist der erste Teil eines "Kontaktbriefs" das Kontaktchemie aus den achtzigern, zweite Seite folgt.
Datum: 18.08.2007 16:49
Und der 2.Teil, da steht die Empfehlung 200ml HCl, 30ml H2O2 und Rest 770ml Wasser.
Datum: 20.08.2007 22:55
Der Tip mit Dehner war gut, danke. Ich vermute, es gibt eine Handelsbeschränkung auf 20 % (wie bei den 49 Kubikzentimeter-Mofas), deshalb die 19,9 %-Angabe. Der arme Goldfisch auf dem Etikett wird hofffentlich nicht damit behandelt.
Datum: 25.08.2007 21:59
Hallo, ich versuche gerade mich schlau zu machen über verschiedene Ätzlösungen und finde aber nirgends wie solche Lösungen entsorgt werden müssen. In so nem tech. Infoblatt steht etwas von Neutralisation der Ätzlösung. (Natriumpersulfat). Da muss die Ätzlösung mit Natronlauge bis auf den pH Wert 11-12 gemischt werden. Nach 2-3 Stunden kann man dann das abgesetzte Kupferoxydschlamm herausgefiltert werden. Anschliessend muß mit Salzsäure ein pH-Wert von 8.5 eingestellt werden. Wie macht Ihr das? Danke und Gruß Denis
Datum: 25.08.2007 22:27
Denis wrote:
> Wie macht Ihr das?
Als Privatperson? Schadstoffmobil bzw. komunale Schadstoffannahmestelle.
Ist doch irgendwie sinnfrei beliebig viel Aufwand zu betreiben um am
Ende immer noch den Kupferoxidschlamm zu haben und den auch bloß
entsorgen zu müssen.
Datum: 25.08.2007 22:56
Hallo Markus, es gibt Plastkteile die bei Bestrahlung mit UV mehr oder wenig fluoreszieren. Wenn Du Deine UV Belichtungslampe schon hast, experiemntiere mit verschiedenen Plastikteilen wie Kugelschreiberkappen die bei Bestrahlung mit UV schoen farbig strahlen. Sobald Du was findest dass gut fluoresziert, merke Dir die Helligkeit. Dann bringe das Glas oder Plastikscheibe dazwischen und beobachte ob sich die Helligkeit der Fluoreszenz sich aendert. Obwohl das keine Labormessung ist;-), bekommt mit dieser Methode doch einen Anhaltspunkt inwieweit das Material UV durchlaessig ist. Hoffe das bringt Die dass gewuenschte Resultat, Gruss, Gerhard P.S. Im Anhang ein Bild mit fluoriszierende Jumperstecker
Datum: 26.08.2007 08:23
Aha. Danke. Stimmt eigentlich. Gruß
Datum: 05.05.2008 01:46
Ich muss diesen Thread nun nochmals aktivieren :) Bis jetzt habe ich meine Layouts immer auf Normalpapier mit einem Kyocera FS1030D gedruckt und dieses mit Solvent besprüht. (danach mit Öl transparent gemacht und Bis auf sehr große Masseflächen wurde alles einwandfrei. Plötzlich funktioniert diese Methode nicht mehr. Entweder wurde das Spray oder der Toner geändert. Ich war schon am verzweifeln, bis ich in meinem Regal "Motorreiniger W5" (Spray) gesehen habe. Da auch dies als Lösungsmittel funktioniert, habe ich es gleich probiert und damit die bis jetzt besten Ergebnisse erziehlt. Sowohl Masseflächen als auch dünne Leiterbahnen werden wieder einwandfrei. Ich kann jedem nur empfehlen, mit Lösungsmitteln (Tonerverdichter, Solvent, etc) zu experimentieren. Je nach verwendetem Toner eignet sich wohl ein anderes Mittel.
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